AT91669B - Einrichtung zur magnetischen Druckentlastung für Schützen und Absperrschieber. - Google Patents

Einrichtung zur magnetischen Druckentlastung für Schützen und Absperrschieber.

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AT91669B
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Ferdinand Ing Petters
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Ferdinand Ing Petters
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    Einrichtung   zur magnetischen Druckentlastung für Schützen und Absperrschieber. 



   Die bisher übliche Ausführungsform der Schützen besitzt den grossen Nachteil, dass zum Hochziehen der   Schützentafeln   verhältnismässig grosse schwere und teuere Hubmechanismen erforderlich sind, die ihrerseits wieder schwere   Brückenkonstruktionen   notwendig machen. Dies rührt daher, dass der auf   der Schützentafel lastende,   oft mehrere Tonnen betragende Wasserdruck beim Heben der Tafel eine Reibung erzeugt, die ihrer Grösse nach fast der des Wasserdruckes gleichkommt und meist ein Vielfaches des   Tafeleigengewichtes   beträgt.

   Der Hubmechanismus muss daher eine   Hnbkraft   entwickeln. die, von der Massenbeschleunigung abgesehen, nicht nur das Eigengewicht der   Schützentafel   sondern   a ich   die durch den Wasserdruck hervorgerufene, ganz bedeutende Reibung überwinden muss. Wegen dieser durch den Wasserdruck verursachten beträchtlichen Hubkraft und der vorgeschriebenen meist kurzen Hubzeit konnte das Heben der Schützentafeln bisher nur mit grossen und schweren   Hubmechanis-   men von oft nicht   unbeträcbtlicher   Leistung bewerkstelligt werden.

   Wohl hat man versucht, durch Anwendung von   sogenannten Rollsehützen   die Reibung zu vermindern und damit die vorstehend angeführten   Übelstände   zum Teil zu verringern, doch haben diese Rollschützen wieder den Nachteil, dass sie keine 
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Die Erfindung besteht nun darin, alle vorstehend angeführten Mängel zu beseitigen in der Weise, dass durch die magnetische Zugkraft geeignet angeordneter Elektromagnete die   Schützentafel   während des Hochziehens von dem auf ihr lastenden Wasserdruck entweder ganz oder nur zum Teil entlastet wird zu dem Zwecke, das   Heben der'Schützentafel mit kleineren   und leichteren Hubmechanismen bewerkstelligen zu können und demzufolge auch mit weniger starken Brückenkonstruktionen das Auslangen zu finden.

   Aber auch während des   Hernnterlassens   der Tafel kann diese magnetische Druckentlastung mit Vorteil angewendet werden. 



   Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sind in den Fig. 1--8 dargestellt. In Fig. 1 ist im Grundriss die linke Hälfte einer mit   JL   bezeichneten Schützentafel mit der zugehörigen Entlastungsvorrichtung zu ersehen. Ist die Tafel heruntergelassen, so dass sie auf der Sohlschwelle aufruht, so   press1   der auf die Tafel wirkende Wasserdruck P diese vermittels dei Dicntungsleisten D an die Führungsschienen F je mit der halben Kraft P/2 an. Beim Heben der Tafel würde dieser Druck zwischen den Dichtungsleisten und   denFührungssehienenjenebeträchtlicheReibung   erzeugen, dievomHubmechanismus   überwunden werden müsste.

   Gemäss der Erfindung aber sind vor den beiden seitlichen Enden der Sehützen-   tafel je ein Elektromagnet   ici,   der aus dem   Magneteisen   E und der Erregerspule S besteht, eingebaut und im Beton entsprechend verankert. Der zu jedem Elektromagnet gehörige Anker J befindet sieh gegenüber auf der   Schützentafel   und ist mit dieser fest verbunden. Ist die Tafel heruntergelassen. so bleiben die Entlastungsmagnete unerregt und bewirkt der auf der Tafel lastende einseitige Wasserdruck ein gutes Anliegen der Dichtungsleisten an den Führungsschienen und damit eine gute Dichtung der Tafel.

   Soll jedoch die Tafel angehoben werden, so werden   erfindungsgemäss   die Entlastungsmagnete. deren Erregerspulen entweder parallel oder in Serie geschaltet sein können, mit Gleich-oder Wechsel- 
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 Tafel ausgeübte Anziehungskraft entweder eine gänzliche oder nur eine teilweise Kompensierung des auf der Tafel lastenden Wasserdruckes bewirkt. Wird die Druckentlastung vollkommen durchgeführt. so befindet sich die Tafel unter keinem einseitigen Anpressungsdruck und hat der Hubmotor in diesem 
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 in Schwebe gehaltenen Tafel zu   überwinden.   Da aber bei der vollkommenen Druckentlastung die Tafel sich in einem labilen Zustand befindet, kann es sehr leicht vorkommen, dass beim Hochziehen die Tafel. 
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 liche gleitende Reibung entstehen würde.

   Um dies zu vermeiden, ist es zweckmässig, seitlich an der Schützentafel kleine Rollen R und ihnen gegenüber, seitlich von den Entlastungsmagneten, Schienen anzuordnen, damit im Falle eines Ankommens oder eines Angepresstwerdens der Tafel an diese Schienen - die sonst. hiebei auftretende grössere gleitende Reibung in die viel kleinere rollende Reibung verwandelt wird. Wird die magnetische Druckentlastung nur zum Teil durchgeführt, dann hat der Hubmotor ausser der Massenbeschleunigung und dem Tafeleigengewicht noch die durch   den nicht kompensierten Teil   des Wasserdruckes hervorgerufene Reibung zu überwinden. Da auch noch zusätzliche Bewegungswiderstände auftreten   können,   ist es zweckmässig, den Hubmotor und die Entlastungsmagnete hintereinander zu sehalten. Vergrössern sich z.

   B. aus irgendeinem Grunde die   zusätzlichen Bewegungswiderstsndp.   dann könnte der Hubmotor unter Umständen beträchtlich überlastet werden, da aber bei Serienschaltung der in diesem Falle anwachsende Motorstrom gleichzeitig auch die Entlastungsmagnete   durchfliesst   und diese demzufolge stärker erregt werden und kräftiger anziehen, kompensieren sie dadurch einen grösseren Teil des Wasserdruckes als vorher, entlasten somit den Motor und verhindern auf diese Weise seine übermässige Belastung. Es können daher bei dieser erfindungsmässigen Schaltanordnung von Hubmotor und   Entlastungsmagneten verhältnismässig   kleine, leichte und nicht besonders   überlastungs-   fähige Motoren verwendet werden.

   Da der Wasserdruck von unten nach oben linear bis auf den Wert Null abnimmt, ändert sich dementsprechend beim Heben der Tafel der auf ihr lastende Wasserdruck. Dami, t nun aber während des Hebens der Tafel bei konstanter Erregung die Magnete bei jeder Höhenstellung der Tafel den auf ihr lastenden Wasserdruck kompensieren, ist es erforderlich, dass die   Polfläclienff,   sowie der Wasserdruck linear nach unten zunehmen, d. h. sich entsprechend   erbreitern,   wie dies besonders aus Fig. 2, welche eine Ansicht des Entlastungsmagneten von der Tafelseite aus darstellt, zu ersehen ist.
Entsprechend muss sich auch der Anker nach unten zu erbreitern, wie dies aus Fig. 3, welche eine Ansicht des Ankers von der Magnetseite ans darstellt, zu ersehen ist. Fig. 4 stellt einen Vertikalschnitt durch den Magneten und die Schützentafel dar.

   Statt wie im vorhergehenden Falle die Polflächen eines Einzelmagneten nach unten zu erbreitern, kann man, um für jede Höhenstellung der Schützentafel die erforderliche magnetische Zugkraft zu haben, gemäss den Fig. 5-8 auch eine Anzahl von übereinander angeordneten Teilmagneten M mit eigenen Erregerspulen S und gemeinsamen auf der Tafel befindlichen Anker J verwenden, nur müssen die einzelnen Magnete so dimensioniert sein, dass ihre Zugkräfte entsprechend dem nach oben abnehmenden Wasserdruck ebenfalls abnehmen. Soll die ganz heruntergelassene   Sehützen-   
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 hochzieht, werden die einzelnen Magnete von unten nach oben der Reihe nach abgeschaltet, bis endlich bei ganz hochgehobener Tafel alle Entlastungsmagnete abgeschaltet sind.

   Die Abschaltung der einzelnen Magnete wird man zweckmässig nicht von Hand aus sondern selbsttätig von der Tafel aus durch einen auf der Brücke befindlichen Kontroller, dessen Schaltwalzenantrieb der Hubbewegung entsprechend abgeleitet ist, bewirken lassen. 



   Um eine gute Dichtung der   Schützentafel   an der Sohlschwelle zu erzielen, wird erfindungsgemäss auch in   der Sohlschwelle, wieFig. 9im Querschnitt zeigt, ein MagnetMeingebaut, dessen zugehöriger Anker J   
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 kann entweder über die ganze Länge der Sohlschwelle reichen und dann eine gemeinsame Erregerspnle   S   besitzen, oder es sind an beiden Enden der Sohlschwelle je ein Einzelmagnet mit separater Erregerspule vorgesehen. Soll die hochgezogene Tafel heruntergelassen werden, dann werden die Entlastungsmagnete erregt und erst wenn die Tafel   aè1f   der Sohlschwelle zum Anliegen gekommen ist, wird der Dichtungmagnet erregt, der dann die Tafel kräftig anzieht, so dass eine gute Dichtung an die Sohlschwelle erreicht wird.

   Nun werden die Entlastungsmagnete und dann erst, nachdem hiedurch der einseitige Wasserdruck wieder   zur Wirkung   gelangt ist, der in der Sohlschwelle eingebaute und entsprechend verankerte Dichtungmagnet abgeschaltet. 



   In Fig. 10 ist eine beispielsweise Ausführungsform der magnetischen Druckentlastung für Absperrschieber, die sich unter einem einseitigen Druck P befinden, dargestellt.   J.   ist der eigentliche Schieber und   S   die das Sehieberrohrstück R konzentrisch umgebende und in einem ringförmigen Kanal des Schiebergehäuses eingebaute Erregerspule. Der magnetische   Kraftlinienschluss   erfolgt über den eigentlichen Schieber als Anker. Der auf dem Schieber lastende Druck P drückt denselben mit der   Dichtungsfläche D   an die im Gehäuse befindliche Passfläche F an und würde beim Öffnen des Schiebers zwischen diesen beiden Flächen eine nicht unbeträchtliche Reibung erzeugen, die bei Nichtentlastung des Schiebers von der Schieberantriebsvorrichtung überwunden werden müsste.

   Wird jedoch der Ringmagnet erregt, so kann der auf dem Schieber lastende einseitige Wasserdruck entweder ganz oder nur zum Teil kompensiert werden und das Öffnen des Schiebers mit verhältnismässig kleinen und leichten Motoren bewerkstelligt werden. Der Grad der Kompensierung hängt wieder von der eingestellten Erregung ab und diese kann in ihrer Grösse durch einen dem Magneten vorgeschalteten Regulierwiderstand beliebig geändert werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI3.1 gekennzeichnet, dass zwecks gänzlicher oder teilweiser Aufhebung des auf den Sehützentafeln oder Schiebern lastenden Druckes Elektromagnete vor den die zugehörigen Anker tragenden Schützentafeln oder Schiebern eingebaut sind, so dass das Hochziehen der Schützentafeln oder das Öffnen der Absperrschieber mit kleineren. md leichteren Motoren bewerkstelligt werden kann.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1 für Schützen, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete mit Polflächen versehen sind, die sich dem nach unten zu zunehmenden Wasserdrucke entsprechend verbreitern.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubmotor in Serie mit den Entlastungsmagneten geschaltet ist, zu dem Zwecke, um bei zufälligem Auftreten von zusätzlichen Be- wegungswiderständen eine kräftigere Druckentlastung durch die Magnete zu erzielen und damit eine übermässige Belastung des Hubmotors zu verhindern.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch mehrere übereinander angeordnete Elektromagnete mit eigenen Erregerspulen, die derart dimensioniert sind, dass die Zugkräfte der einzelnen Elektromagnete nach unten zu entsprechend dem zunehmenden Wasserdruck zunehmen und beim Hochziehen der Tafel entweder von Hand oder selbsttätig nacheinander abgeschaltet werden. EMI3.2 tung der Tafel an der Sohlschwelle in der letzteren ein Dichtungsmagnet eingebaut ist, der nach erfolgtem Herunterlassen der Tafel erregt und erst nach erfolgter Abschaltung der Entlastungsmagnete und der hiedurch eingetretenen Wirkung des einseitigen Wasserdruckes auch abgeschaltet wird.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1 für Absperrschieber, dadurch gekennzeichnet, dass das Schieber- EMI3.3
AT91669D 1921-02-28 1921-02-28 Einrichtung zur magnetischen Druckentlastung für Schützen und Absperrschieber. AT91669B (de)

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