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Kühleranordmutg fih'Luft-und andere Fahrzeuge.
Durch das Patent Nr. 78422 ist eine Anordnung von Kühlern auf Fahrzeugen, insbesondere Luftfahrzeugen, unter Schutz gestellt, die bezweckt, den Fahrwiderstand der durch den Kühler
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zeitig der Reibungswiderstand in den von der Luft durchströmten Kanälen des Kühlers verringert wird. Zu diesem Zweck ist der Kühler in eine Rohrleitung mit in der Strömungsrichtung sieh änderndem Querschnitt so eingebaut, dass er sich an der Stelle des grössten Querschnittes befindet, während die Einund Austrittsöffnung der Rohrleitung kleineren Querschnitt besitzen, so dass infolgedessen die Luftmenge, die in den Kühler während der Fahrt eintritt, geringer ist als bei einem freistehenden Kühler ohne eine derartige Luftführung.
Durch eine derartige Anordnung wird infolge der gegenüber bekannten Kühleranordnungen erzielten Widerstandsverringerung das Verhältnis von Auftrieb zu Widerstand des gesamten Flugzeuges verbessert. Je grösser dieses Verhältnis ist, umso besser sind die Flugleistungen eines Flugzeuges.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, dieses Verhältnis vom Auftrieb zu Widerstand dadurch noch weiter zu verbessern, dass der Kühler und seine widerstandsverringernde Ummantelung so angeordnet werden, dass die durch und um die Ummantelung strömende Luft nicht nur geringeren Widerstand als bei einem freistehenden Kühler findet, sondern dass sie gleichzeitig eine Auftriebswirkung hervorruft, d. h., dass der auf die Ummantelung ausgeübte Strömungsdruck dieser Luft bei wagrech1er Fahrt eine Vertikalkomponente besitzt.
Zu diesem Zwecke kann beispielsweise einer im lotrechten Schnitt symmetrisch ausgebildeten Ummantelung (wie solche im Stammpatent, Fig. 1 und 2 dargestellt sind), eine schwache Neigung zur Fahrtrichtung (das vordere Ende höher als das hintere) gegeben werden : eine noch vollkommenere Auftriebserzeugung wird erzielt, wenn die Ummantelung so gestaltet wird. dass die Mittellinie ihres lotrechten Schnittes, von der Seite gesehen, einen nach oben gekrümmten Verlauf hat (entsprechend dem Verlauf der Mittellinie des heute allgemein üblichen Tragflügelprofils).
Es sind Eühlerbauarten für Luftfahrzeuge bekannt geworden, die bei ihrer Fortbewegung in der Luft ebenfalls einen Auftrieb erzeugen sollen, u. zw. dadurch, dass die in den Kühler eintretende Luft
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Verhältnis zum Kühlergewicht ausserordentlich geringen Luftmenge, die hiebei zur Wirkung kommt. ist diese Auftriebswirkung indessen bei diesen bekannten Kühlerbauarten so versehwindend klein, dass sie für die Verbesserung des Verhältnisses von Auftrieb zu Widerstand des gesamten Flugzeuges praktisch gar nicht in Frage kommt.
Beim Gegenstand der Erfindung wird dagegen nicht nur die durch den Kühler hindurchströmende, sondern auch die die Ummantelung aussen umströmende Luft abgelenkt. Da sich diese Beeinflussung der die Ummantelung umströmenden Luft-gleichwie bei einem Tragfliigel-auf verhältnismässig sehr tiefe Luftschichten erstreckt, so werden auf diese Weise grosse Luftmengen, die das Vielfache der
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wirkung zustande kommt.
Die Anordnung kann erfindung gemäss in der Weise getroffen werden, dass die Ummantelung für sich, unabhängig von anderen Flugzeugteilen, so eingebaut bzw. gestaltet ist, dass sie bei der Fort-
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kann aber auch hier die Ummantelung zum Teil oder--ganz in sinngemässer Weise durch an bieh vorhandene Wände gebildet werden.
Die Figuren zeigen einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, u. zw. stellen die F'g. l bis 5 in der Fahrtrichtung verlaufende lotrechte Schnitte durch Auftrieb erzeugende Ummantelungen, die in die Kühler eingebaut sind, dar. Fig. 6 zeigt die Vorderansicht eines mit Kühlern gemäss Fig. 5 ausgestatteten Flugzeuges.
In den Figuren bedeutet 1 den Kühler, 2 die Ummantelung, 3 den Lufteintritt und 4 den Luftaustritt. Die gefiederten Pfeile deuten die Bewegungsrichtung des Flugzeuges an, während die ungefiederten Pfeile a die bei der Fahrt sich einstellende Luftströmung veranschaulichen sollen.
Gemäss Fig.] ist der Querschnitt der Ummantelung so gestaltet, dass seine gestrichelt eingezeichnete Mittellinie, von der Seite gesehen, einen nach oben gekrümmten Verlauf hat. Bei der Fortbewegung des Flugzeuges erfährt nicht nur die durch eine solche Ummantelung und durch den Kühler hindurchströmende Luft eine Ablenkung nach unten, sondern gleichzeitig wird auch die aussen vorbeiströmende Luft. in gleicher Weise wie die an einem Tragflügel entlang strömende Luft, so beeinflusst, dass sie auf die Ummantelung eine kräftige Antriebswirkung ausübt.
Nach den Fig. 2 und 3 ist ein Teil der Ummantelung durch die Wand eines Tragflügels 5 ersetzt u. zw. nach Fig. 2 durch die untere, nach Fig. 3 durch die obere Begrenzungsfläche des Tragflügels.
Sinngemäss können auch andere an Flugzeugen vorhandene Wände zum Ersatz der Ummantelung dienen, beispielsweise ; wie Fig. 4 zeigt. die obere Begrenzungsfläche des Rumpfes. Bedingung ist nur, dass die Luft an der Ummantelung. bzw. an der die Ummantelung ersetzenden Wand so entlang strömen kann, dass ihr Strömung druck eine nach oben gerichtete Komponente besitzt und dies ist, wie die Erfahrung bei verhältnismässig dicken Tragflächen lehrt, besonders dann der Fall. wenn die Mittellinie der Ummantelung einen nach oben gekrümmten Verlauf aufweist.
Eine für die Erzielung einer guten Auftriebswirkung besonders zweckmäss'ge Anordnung ergibt sich durch Einbau des Kühlers in den mit Luftdurehtrittskanälen ausgestatteten Tragflügel selbst.
Eine derartige Ausführungsform zeigen die Fig. 5 und 6. Der Tragflügel J enthält in seinem Innern einen Luftdurchtrittskanal, der sich von dem an der Vorderkante gelegenen Lufteintritt 3 an zunächst stetig erweitert und dann bis zur Austrittsöffnung 4 an der Flügelkante sich wieder stetig verengt. In diesem Kanal ist in der Gegend seines grössten Querschnittes der Kühler 1 eingebaut. Bei dieser Anordnung wird die weitestgehende Ausnutzung der widerstandsverringernden Ummantelung für die gleichzeitige Erzeugung von Auftrieb erreicht.
Nach der Erfindung können, ebenso wie beim Stammpatente, Einrichtungen zur Veränderung der Kühlleistung getroffen werden, wie sie dort beschrieben sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kühleranordnung für Luft-und andere Fahrzeuge nach Patent Nr. 78422, dadurch gekennzeichnet, dass die die Luft zum und vom Kühler führende Ummantelung eine zur Fahrtrichtung geneigte, vorn höher liegende Achse oder solche Form besitzt, dass die Mittellinie ihres in Fahrtrichtung geführten, lotrechten Schnittes einen nach oben gekrümmten Verlauf hat, so dass der bei wagrechter Fahrt auf die Ummantelung einwirkende Strömungsdruck der Luft eine Vertikalkomponente besitzt.