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hartem und feuchtem Gestein zu. Hat hier der Bohrer eine gewisse Bohrlochtiefe erreicht, so hört da < Ausblasen des Bohrmehles auf. das feuchte Bohrmehl legt sieh um die Bohrerschneide herum fest und in kurzer Zeit ist der Bohrer derartig festgeklemmt, dass er auch unter Anwendung'grösster Gewalt nicht
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Man half sied in der Praxis dadurch, dass man einen zweiten Schlauch bereit hiel, welchen man mit dem Bohrer in Verbindung brachte und di sem dadurch direkt Frischluft zuführte.
Bei anderen Vorrichtungen brachte man den Arbeitskolben durch eine von Hand betätigte Fettell- vorrichtung in eine solch' ; Lage, dass die Luft auf der Unterseite des Kolbens nicht entweichen konnte und den Weg durch den Bohrer nehmen musste. Bei Bohrhämmern mit sogenannten Flattersteue:ungen, wie Linsen-, Kugel-, Klappensteuerungen suchte man sich zu helfen, indem das Ventil einseitig angedrückt wurde und dabei durch eine zweite Vorrichtung den Auspuff abschloss.
Dann suehte man eine besonders Art von Flattersteuerung so auszubilden, dass währ. nd der eine Flügel durch eine Feststellvorrichtung angedrückt und dadurch die Frischyftzufuhr auf die Bohrerseite frei gegeben wurde, der andere Flügel gleichzeitig den Auspuff abschloss.
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Anwendung dieser Mittel nicht einfach und handlich genug, so dass man auf ihre Anwendung verzichtete und nur bei der zuletzt erwähnten Art von Flattersteuerung, deren einer Flügel die Luftzufuhr nach dem Bohrer freigab, während der andere Flügel den Auspuff abschloss, ist eine gewisse Besserung erzielt worden. Als achteil stellte sich heraus, dass dies Verfahren nur bei kurzhubigen Bohrhämmern, bei welchen sich lediglich Flatte steuerungen v3wenden la1sen, angewandt werden kann.
Diese Flatteisteueiungen werden durch vom Kolben erzeugte Kompression, sowohl auf dem Kolbenvorwärts- als auch auf dem Kolbenrückwärtsgange umgesteuert. Sie kann dah ? r infolge ihrer Wirkungswei e nur bei kurzhubigen Bohrhämmern, deren Kolbenlänge durch die Lage der Auspuffsclitze bedingt ist, in Fiage kommen.
Diese Hämmer arbeiten nur wirtschaftlich in weicheren Gesteinsarten. In härteren Gesteinen können diese Art B@hrhämmer, wie die Praxis ergeben hat, mit den sogenannten Langhubbohrhämmern bezüglich Leistung und wirtseha tlichem Arbeiten nicht in Wettbewerb treten.
In den meisten Hartsteinbrüchen sind daher nur Langhubbohrhämmer im Gebrauch, deren Kolbenlänge und damit ihre Hublänge unabhängig von der Lage der Auspuffschlitze ist. Sie haben die sogenannten Langhubsteuerungen, also Stufenventile, deren eine Seite ständig vom Druckmittel bzw. einer Feder oder dgl. belastet ist, deren Umsteuerung in der anderen Richtung durch vom Arbeitkolben zusammengepresste Luft erfolgt. Bei diesen Hämmern wird die vor dem Arbeitskolben befindliche Luft durch Aussparungen des Steuerventiles ins Freie geleitet, so dass beim Kolbenvorwärtsgange keine schlaghemmende Kompression auftreten kann.
Ausserdem kann beim Vorwärtsgange ein Teil der Luft durch den Bohre"entweichen. Die selbsttätige Spülung erfolg jedoch beim Kolbenrtckgange. Ein Tei der für den Kolbenriiekgang e @o deflichen Luftmenge kann von vornherein durch den Bohrer entweichen und eine Spülung des Bohrloches herbeiführen, doch reicht bei keinem der Hämmer diese Spülung allein aus, um bei tieferen Bohrlöchern das Bohrmehl auszublasen.
Sehr oft kommen deshalb die Bohrer
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kanäle auf de" "Unterseite des Kolbens kann in Betreff Spülung eine gewisse Besserung erzielt werden, jedoch arbeitet dann der Bohrhammer, besonde@s wenn die Öffnung im Bohrer etwas klein ist, sehr unruhig und mit zu sta'kem Rückschläge, so dass es für den Arbeiter fast unmöglich ist, mit dem Werkzeug zu
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hoben, als es die Kompression auf der Rückseite des Kolbens zulässt. Bei Langhubbohrhämmern arbeitet man ja mit sehr hoher Kompression und die auf die Vorderseite des Kolbens wirkende Frischluft ist nicht imstande, den Kolben über den Auspuff hinwegzuschi : ben, da ja ein Teil der Frischluft stets durch den
Hohlbohrer entweichen kann.
Durch Zuleitung der Frischluft durch einen kleinen Kanal auf die Rückseite des Kolbens hat man es zudem jederzeit in der Hand, die hintere Kolbenfläche stärker zu belasten, damit die Kompression , n Verbindung mit dem Frischluftdruck den Kolben am Überschleifen des* Auspuffes verhindere.
Bei der neuen Anwendung ist daher lediglich die Verstellung des Ventiles in die entsprechende
Endlage notwendig, um eine zeitweilige starke Luftspülung zu erzielen und, wie zahlreiche praktische
Versuche erwiesen, reicht diese Spülung aus. um auch im schwierigsten Gestein tiefe Bohrlöcher ohne
Zeitverluste niederzubringen.
Durch Fig. 1 und 2 wird der Erfindungsgedanke schematisch an einem Langhubhpmmer näher erläutert, in Fig. 3 an einem kurzhubigen Hammer.
In Fig. 1 stellt p einen Pressluft-Langhubbohrhammer dar. dessen Steuerventil s mit Einschnürung. mit Stufenwirkung ausgebildet ist, derart, dass eine Fläche des Ventiles ständig durch Luftdruck oder eine Feder oder dgl. belastet, und welches durch Kompression bzw. durch Spannungsabfall umgesteuert wird. Ferner besitzt das Steuerventil Kanäle oder Aussparungen, um beim Kolbenvorwärtsgange die vor dem Kolben befindliche Luft, welche nicht durch den Hohlbohrer entweichen kann, ins Freie zu leiten.
In der durch Fig. 1 gekennzeichneten Stellung ist das Stufenventil durch eine in diesem Falle durch Hand betätigte Vorrichtung in die untere Endlage gedrückt, wodurch die Frischluft von Kanal und b aus Über die Ausdrehung c und die Einschnürung des Ventiles und vcn hier aus durch Kanal f auf die Unterseite des Kolbens g und durch den hohlen Bohrer o auf die Bohrlochsohle gelangt und das
Bohrmehl herausblasen wird. Der Kolben g stellt sich hiebei so hoch, als es die entstehende Kompression bzw. die Kompression, vereint mit dem durch einen kleinen Kanal n einströmenden Frischluftdruck. zulässt.
Jedenfalls wird der Kolben bei richtiger Bemessung des Gegendruckes nicht über den Auspuff geschoben, so dass eine besondere Verrichtung, welche den Auspuff absehliesst, nicht erforderlich ist.
Ist das Bohrloch ausgeblasen, so kommt die Ausrückvorriehtung ausser Tätigkeit, die Steuerung
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treibt diesen nach vorn. Die vor dem Kolben befindliehe Luft kann, soweit sie nicht durch den Hohlbohrer entweichen kann, durch Kanal/* über die Einschnürung des Steuerventiles und durch Kanäle il und k ins Freie, so dass beim Kolbenvorwärtsgange keinerlei schlaghemmende Kompression entstehen kann.
Eingehende Versuche haben gezeigt, dass die wesentlichen Merkmale der obigen Erfindung auch bei den sogenannten kurzhubigen Bohrhämmern mit Flattersteuerung verwendet werden können, so
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Vorrichtung anzubringen, durch welche das Ventil einseitig auf einen Sitz gedrückt wird, derart, dass dadurch die Luftzufuhr nach der Bohrerseite freigegeben wird, und es muss durch Bildung eines Luftpolsters hinter dem Arbeitskolben das ueberschleifen der Auspufflöcher verhindert werden.
Die Bildung des Luftpolsters kann durch geringe Zufuhr von Frischluft mittels entsprechender Bohrungen im Ventil oder Ventilgehäuse erfolgen, oder auch durch eine Bohrung im Arbeitskolben, durch welche von der Vorderseite eine entsprechende Luftmenge auf die Hinterseite des Kolbens gelangen kann.
Die Luftzufuhr auf die Hinterseite des Kolbens wird nur so gross bemessen, dass vor und hinter demselben ungefähr Gleichgewichtszustand herrscht, und der Auspuff bei angedrücktem Ventil ständig vom Arbeitskolben abgedeckt ist.
Die Fig. 3 stellt einen normalen Bohrhammer mit Platter ; teuerung dar.
Das Ventil k besitzt eine Vorrichtung, in der Zeichnung einen Druckstift m, durch welchen es auf einen Sitz gedrückt werden kann, so dass die Pressluft von n aus durch den Kanal q unter dem einseitig angedrückten Ventil, und die Kanäle rund t auf die Unterseite des Schlagkolbens g gelangt und von hier aus durch Nuten oder Bohrungen i nach dem Hohlbohrer o. Durch diesen strömt die Druckluft nach der Bohrlochsohle und treibt das Bohrmehl aus dem Bohrloch heraus. Bei der gezeichneten Ausführungsform strömt von der Vorderseite des Schlagkolben etwas Druckluft durch die Bohrung i des Kolbens auf de : sen Rückseite und bildet hier das Luftpolster, welches so stark bemessen ist, dass vor und hinter dem Kolben ein Gleichgewichtszustand eintritt.
Die Stellung ist hiebei derart, dass der Auspuff u bei angedrücktem Ventil ständig vom Kolben abgeschlossen ist.
Ist das Bohrloch aufgeblasen, so gibt man das Ventil frei, so dass es sich ungehindert zwischen den beiden Ventilsitzen bewegen kann. Der Bohrhammer arbeitet dann wieder weiter. Die Nuten im Kolben sowie die Mittelbohrung dienen in bekannter Weise dazu, ständig etwas Luft nach dem Bohrer zu leiten, so dass de'Hammer mit etwa ; Luftspülung arbeitet.