AT88708B - Verfahren zur Behandlung roher oder gerösteter Flachsstengel, Hanfstengel und dgl. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung roher oder gerösteter Flachsstengel, Hanfstengel und dgl.

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AT88708B
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  Verfahren zur Behandlung roher oder gerösteter Flachsstengel, Hanfstengel und dgl. 



   Es ibt bekannt, trockene Stengel unter Vakuum mit Dampf vorzubehandeln, um ein Aufquellen zu erreichen, wodurch die Rinden-und Bastschicht von den   Holzteilen ; an   welche sie angetrocknet ist, losgelöst und geschmeidig gemacht wird. 



   Ebenso ist ein Vorbereitungsverfahren zur Isolierung von Gespinstfasern bekannt, das im Einweichen oder Dampfbad der Stengel, Frierenlassen, eventuell bei Vakuum, Auftauen, Behandlung mit Alkohol, Aceton usw. besteht, nach welchem die Stengel gedämpft werden sollen. 



   Schliesslich wurde bereits vorgeschlagen, rohe Fasern, wie Ramie, Holzfaser usw. der Einwirkung von Dampf auszusetzen, um das Röstverfahren zu beschleunigen. 



   De Erfindung betrifft die Ausarbeitung der Faser aus den Stengeln der Bastfaserpflanze, was bisher durch Dörren im Backofen, in besonderen Dörrhäusern usw. erleichtert wurde. Als höchste zulässige Temperatur gelten etwa 300 C ; darüber wurde die Faser spröde und unspinnig. 



   Die Bindemittel zwischen Faser und Holz werden mit   300 knapp   mürbe und wurden mit den Handbrecheinrichtungen nur notdürftig und unter starker Staubentwicklung entfernt. 



   Die Maschinenknicke jedoch zerreibt diese halb spröden Pflanzenstengel mehr oder weniger ; ihr wurde daher meist ungedörrtes Material zugeführt. Da sie sie aber wegen der Zähigkeit der Bindemittel nicht genügend reinigen konnte, so musste anschliessend der Schwingstock oder die Schwingmaschine die eigentliche Ausarbeitung besorgen. 
 EMI1.1 
 etwa   70%   betragen muss. 



   Für nassen   Wasserrösteflachs   lässt sich ein Kanaltrockenapparat entsprechend umbauen.
Für schon trockene Taurösteflächse muss eine besondere Befeuchtung der Heissluft stattfinden. 



   Das mehrstündige Dämpfen, bei dem ein Übertrocknen oder Ausdörren unmöglich ist, beeinträchtigt die Güte der Faser gar nicht, verändert aber das Bindemittel zwischen Holz und Faser derart, dass die unmittelbar anschliessende Knickmaschine das Holz leicht und vollständig von der Faser löst, ohne nennenswert Staub zu entwickeln. 



   Der Knickflachs kann gleich oder später auf jeder Hechelmaschine weiter verarbeitet werden, bedarf also keiner Schwingarbeit mehr. 



   Dass dureh dieses Trocknen bzw. Dämpfen mit heisser, feuchter Luft ein vollständig neuartiger Zustand der Bindemittel geschaffen wird, beweist auch die Tatsache, dass der wegen seiner Knötchen gefürchtete Flachs der Warmwasserröste, nach diesem Verfahren getrocknet, gar keine Knoten oder Knötchen mehr bildet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.1 Material einwirken lässt, die mindestens 50 bis 55% und durchschnittlich 70 bis goo/. relative Feuchtigkeit hat.
    2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch unmittelbares Anschliessen einer passenden Knickmaschine, die den unmittelbar hechelfähigen, des Schwingens nicht mehr bedürfenden Flachs abliefert.
AT88708D 1916-01-25 1916-10-13 Verfahren zur Behandlung roher oder gerösteter Flachsstengel, Hanfstengel und dgl. AT88708B (de)

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