AT84678B - Verfahren zur Verhinderung der Verdichtung von Wasserdampf an Fenstern. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Verdichtung von Wasserdampf an Fenstern.

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  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

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  Verfahren zur Verhinderung der Verdichtung von Wasserdampf an Fenstern. 



   Gegen das lästige Beschlagen der Fenster wendet man allerhand Mittel an, die in der Hauptsache Glyzerin, Seife oder Alkalien enthalten. Die Behandlung der Brillen mit diesen Mitteln ist, wie jeder Brillenträger aus Erfahrung   weiss,'umständlich,   weil die Wirkung dieser Chemikalien nur geringe Zeit vorhält und die Behandlung jeden Tag öfter wiederholt werden muss, wenn man einen gewissen Erfolg davon haben will. 



   Es wurde nun gefunden, dass das Beschlagen der Fenster, einerlei ob aus Glas oder Zellhorn, dadurch verhindert werden kann, dass man sie mit einer dünnen Schicht gehärteter Gelatine, Schleim-oder anderen   Eiweissstoffen   oder Gemischen dieser überzieht. Man braucht die aus Glas oder Zellhorn angefertigten Scheiben nicht auf beiden Seiten in dieser Weise zu behandeln, sondern es genügt schon die Behandlung der dem Auge zugekehrten Fläche allein, um das Ziel zu erreichen. 



   Die deutsche Patentschrift Nr. 126176 enthält ein Verfahren zur Verhinderung von Fensterschweiss oder Eisblumen an Schaufenstern, das in der Weise gehandhabt wird, dass eine Folie aus Gelatine in einiger Entfernung von dem Fenster angebracht wird oder nur an den Rändern auf das Fenster aufgeklebt wird. Gegen die bisherigen Verfahren, die Fenster mit einer Isolierschicht von Lack oder Kollodium unmittelbar zu bestreichen, macht die Druckschrift geltend, dass die Kälte von der Glasscheibe her durch diese dünne, mit dem Glase gewissermassen ein Ganzes bildende Schicht hindurchdringe und weil die Schicht durch Putzen zerkratzt werde. Demgegenüber sieht der Patentinhaber den Vorteil seines Verfahrens darin, dass die Isolierschicht nicht unmittelbar auf dem Glase, sondern in. beliebiger Entfernung davon angebracht werden kann.

   Er sieht den Vorteil gerade darin, dass sich noch eine Luftschicht zwischen Glas und Gelatineschicht befindet und verwendet im Grunde nichts weiter als eine Art Doppelfenster, von dem ja bekannt ist, dass die zwischen beiden Fenstern befindliche temperierte Luftschicht die Temperaturgegensätze mildert. 



   Ein derartiges Verfahren der Anbringung von doppelten Fenstern an Brillen, von denen ein Fenster notwendig aus Gelatine bestehen müsste, wäre undurchführbar. Denn abgesehen davon, dass das innere Gelatinefenster bald zerdrückt würde, würde es beim Gebrauch wellig werden und dadurch ein scharfes, deutliches Sehen unmöglich machen. 



  Dagegen lässt sich gehärtete Gelatine, die auch durch klare Schichten bildende gehärtete Eiweissstoffe oder Pflanzenschleime ersetzt werden kann, in ganz dünner, wasserklarer und gleichmässiger Schicht über Glas oder Zellhorn anbringen, so dass das Sehen durch diese vorbehandelten Gläser in keiner Weise erschwert wird. Die Schicht haftet auch so fest auf den Gläsern, dass sie bei ordnungsmässigem Umgehen mit den Gläsern und beim üblichen Putzen mit Lederlappen u. dgl. nicht beschädigt wird. Die dünne Schicht   beschlägt selbst   beim Anhauchen nicht, so dass der mit den nach vorliegendem Verfahren vorbehandelten Gläsern Ausgerüstete vollkommen gegen Beschlagen seiner Brille geschützt wird. 



   Nach diesem Verfahren lassen sich nicht nur die Augengläser Brillentragender behandeln, sondern das Verfahren erweist sich weiter wertvoll für Träger von Schutzbrillen, wie 

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 masken, Taucherhelmen und. Gasmasken.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verhinderung der Verdichtung von Wasserdampf an Fenstern aus Glas oder Zellhorn, darin bestehend, dass dieses auf einer oder beiden Seiten mit einer Schicht von gehärteter Gelatine, Schleim- und anderen Eiweissstoffen oder Gemischen dieser überzogen wird.
AT84678D 1916-09-26 1917-09-17 Verfahren zur Verhinderung der Verdichtung von Wasserdampf an Fenstern. AT84678B (de)

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