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Steingutware, wie Waschtische, Spülbecken, Wannen u. dgl.
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in Betracht.
Emailliertes Gusseisen entspricht in keiner Beziehung den gestellten hohen Anforderungen, da trotz der ausserordentlich vervollkommneten Emaillierungsve@fahren die Rostbildung im Gebrauch unverhütbar bleibt ; auch liegt es in der Art dieses Materiales, dass selten kräftiges, ansprechendes Aussehen der Gegenstände damit erzielt werden kann.
Feuerton hat woh ! den Vorteil, dass damit grosse Gegenstände, wie z. B. Badewannen, mit ausreichender Festigkeit hergestellt werden können, da das Material nicht zu hart und nicht spröde ist und in jeder Wandstätke verarbeitet werden kann. Andrerseits ist aber Feuerton nur von einer ganz dünnen, sehr harten Glasur überzogen, so dass die Oberflächen-
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stünde bei ihrer leichten Verletzlichkeit der Oberfläche selbst den bescheidensten hygienischen Ansprüchen nicht mehr.
Steingut, für das in neuerer Zeit, wenigstens für die guten Sorten, die Bezeichnung #Hartsteingut" gebraucht wird, hat dem gegenüber den bedeutenden Vorzug einer sehr grossen Ohernächenfestigkeit, da dieses Material durch und durch gesintert und deshalb sehr hart ist ; es entspricht deshalb den hygienischen Anforderungen am vollkommensten. Infolge
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herstellbar sind, eine sehr geringe Gesamtfestigkeit.
Aus diesem Grund wird trotz der zweifellosen Überlegenheit des Hartsteingutmateriales dem Feuerton in vielen Fällen noch der Vorzug gegehen, insbesondere überall dort, wo auf grosse Bruchfestigkeit besonderer Wert gelegt werden muss, wie in öffentlichen Anstalten, Irrenanstalten, Kasernen, Gefäng-
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wannen, nicht hergestellt werden, weil bei den geringen Wandstärken die Gesamtfestigkeit solch grosser Gegenstände besonders ungenügend wäre.
Gemäss der Erfindung werden die Nachteile des an sich so vorteilhaften Hartsteingutes dadurch beseitigt, dass eine Versteifung durch Ausfüllung der Hohlräume der aus Hartsteingut hergestellten Gegenstände mit Beton oder Zement herbeigeführt wird. Die Hohlräume werden erforderlichen Falles besonders in den Gegenständen vorgesehen.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein'Waschtisch dargestellt. Fig. i zeigt den Waschtisch in Vorderansicht ; Fig. 2 ist eine Rückansicht des Waschtisches ; Fig. 3 ist
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eines solchen Waschtisches ; Fig. 5 ist die Vorderansicht der in Fig. 4 dargestellten Befestigung.
Der dargestellte, aus Hartsteingut bestehende Waschtisch ist, wie insbesondere Fig. 3 erkennen lässt, in der üblichen Weise hohl ausgeführt. In die vorhandenen Hohlräume Ist Beton oder Zement Cl eingefühllt, wodurch die Gesamtfestigkeit des Gegenstandes ausser-
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Metallteile, insbesondre Eisenstäbe, eingelegt werden.
In dem dargestellten Beispiel sind in der Quer- und Längsrichtung Eisenteile b, c und d in die Betonfüllung eingesetzt. An den Stellen e und f (Fig. 2) sind in der Betonfüllung Aussparungen vorgesehen, so dass hier die Schiene c freiliegt und zur Befestigung des Waschtisches ausgenutzt werden kann, beispielsweise durch Einhängen in Haken g, wie Fig. 3 zeigt. Eine weitere Ausnutzungs- möglichkeit der Metalleinlagen für die Zwecke der Befestigung des versteiften Hartsteingut-
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ein Ansatz i angegossen oder angenietet ist, der durch eine Öffnung k im Körper über die Vorderfläche Z desselben hinausragt und mit seiner Stirnfläche m eine Auflagefläche für den
Schraubenkopf 1t darbietet.
Die Verschraubung kann infolgedessen sehr fest angezogen werden, ohne dass auf die empfindliche Steingutwandung irgend ein Druck ausgeübt werden würde.
Durch die erfindungsgemässe Ausfüllung der Hartsteingutkörper mit Zement oder
Beton wird je nach dem Grad der Ausfüllung eine Gesamtfestigkeit erzielt, die beispielsweise wesentlich grösser als die von Feuerton ist. Die versteifende Ausfüllung muss nicht notwendig sämtliche Hohlräume des Körpers umfassen ; sie kann sich auf die besonders beanspruchten Stellen beschränken. Andrerseits können in den Köipern zur. \usfüllung überall dort Hohlräume vorgesehen werden, wo eine besondere Verstärkung erwünscht erscheint, wenn auch bisher diese Stellen massiv ausgeführt wurden.
Die Ausnutzung der etwaigen Metallarmierung der Ausfüllung für die Zwecke der Befestigung bietet gerade bei den in Frage kommenden Gegenständen, wie Waschtisch. Spülbecken usw., bedeutende Vorteile, weil diese bisher, besonders was grössere Modelle betrifft, nur mit Hilfe von besonderen Gestellen. Konsolen u. dgl. an der Wand befestigt werden konnten. Solche Konsolen müssen aber aus hygienischen Gründen aus poliertem oder gut emailliertem Metall sein und es macht besondere Schwierigkeiten, hei der Ungleichheit solcher keramischer Gegenstände trotz Anwendung eines und desselben Modells einen guten Anschluss der Konsolen usw. an die Körper zu erzielen.
Durch die Ausnutzung der Metalleinlagen zur Befestigung der Gegenstände sind diese Schwierigkeiten völlig beseitigt ; es ist eine ausserordentlich zuverlässige und hygienische Befestigung ohne jede Gefährdung der Steingutkörper möglich. die auch wesentlich rascher und deshalb billiger a ! s bisher auszuführen ist, weil bei den ohne Mühe in gleichen Abmessungen ausführbaren und unveränderlichen Metalleinlagen die tragenden Teile, wie Haken. Schrauhenbolzen, Dübel usw. nach Schablonen in den Wänden gesetzt werden können. Je nach Ausbildung der tragenden Metalleinlagen kann die Befestigung eine von aussen sichtbare, wie eine Verschraubung, oder eine völlig verdeckte sein, wie z.
B. das Einhängen in Haken gemäss Fig. der Zeichnung. Die Metalleinlagen können in gleicher Weise wie zur Befestigung der Gegenstände selbst auch zur Befestigung von anderen Gegenständen, wie Haken oder Stäbe für Toiletteartikel an den Steingutkörpern ausgenutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Steingutware, wie Waschtische. Spülbecken, Wanne u. dgl. dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstände durch Ausfüllung von Hohlräumen mit Beton oder Zement mit oder ohne Metalleinlagen versteift sind.