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Oesterreichische
PATENTSCHRIFT Nr. 7943 CLASSE 49 : MECHANISCHE METALLBEARBEITUNG (AUSSER WALZWERKEN IM
ALLGEMEINEN). b) Alaschinen zur Herstellung bestimmter Metall waren.
WILLIAM THOMAS BEESLEY UKD THOMAS ALFRED JUDGE
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Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren durch schraubenförmige Wicklung von Blechstreifen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung von Röhren durch schraubenförmige Wicklung von Blechstreifen.
Aus der beiliegenden Zeichnung ist sowohl das Verfahren als auch die Maschine ersichtlich ; gleiche Buchstaben bezeichnen dieselben Theile in allen Figuren. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine ; Fig. 2 eine Draufsicht ; Fig. 3 Seiten-und Endansicht : Fig. 4 Schnitt der Aufwickel-Kammern : Fig. 5 zeigt einen Blechstreifen : Fig. 6 zeigt einen solchen mit einer Abstufung : Fig. 7 stellt einen solchen mit gewellter Abstufung dar : Fig. 8 zeigt in Ansicht und thcilweise im Schnitt eine fertige Röhre.
Behufs Ausführung vorliegender Erfindung lässt man einen flachen Metallstreifen (aus Stahl oder anderem Metalle und von beliebiger Länge) zwischen einem Walzenpaare hindurch gehen, welches vermittelst eines Zahnrades a2 angetrieben wird, das seinerseits von der Hauptwelle a4 bethätigt wird. Diese Walzen drucken einen Theil des Streifens tiefer, an als den anderen und bilden dadurch in demselben eine fortlaufende Längsabstufung b (Fig. (i), deren Tiefe gleich der Stärke des Metalles ist.
Bei der Herstellung dieser Abstufung b tritt eine Verlängerung oder Streckung des schmäleren Theiles des Streifens ein, was die Bildung des Cylinders beeinträchtigen würde, weshalb der Streifen beim Verlassen der Walzen a a durch eine Führung c und zwischen einem Paare Riffelwalzen d d hindurch geführt wird, welche mittelst eines über die Riemscheiben d2 und : ! gelegten Treibriemens getrieben werden. Diese Walzen d d erzeugen in dem abgestuften Theile des Streifens leichte Welten oder Riffelungen, die den schmalen Theil wieder mit dem breiten ausgleichen.
Von den Riffelwalzen d d gelangt der Streifen in die Mündung f1 der Aufwickel- kammer l (Fig. 4) und unter eine Reihe von Walzen g, welche einen k@uzen, central
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geschobenen Streifen zwingt, eine Spiralform anzunehmen, derart, dass der Rand des breiten Theiles sich über den mit Riffelungen versehenen schmäleren Theil und dicht an den Rand der Abstufung anlegt. Er bewegt sich sohin nach seinem Austritte aus der Aufwickelkammer in Form einer Röhre oder eines Cylinders fast unter einem rechten
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Das Loth wird mittelst Bunsenbrennern in geschmolzenem Zustande erhalten, welche in Fig. 2 durch punktierte Kreise angedeutet sind. Während des Durchganges des gewickelten Cylinders durch das Had) legt sich das Loth an die hiezu vorbereiteten Theite und die Wickelungen worden selbstthätig und fortlaufend zusammengelöthet. Der Cylinder verlässt das Bad in schiefer oder aufsteigender Richtung, so dass das eventuell mitgenommene überflüssige Loth in das Bad zurückfliessen kann,
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beweglichen Führungstangen oder Wollen k aufgenommen, die von einer Reihe von Rädern k2 und von einem verstellbaren, von der Hauptwelle aus bethätigten Zahnradgetriebe rotiert werden. Diese Führungsstangen tragen und schieben ihn vorwärts, bis die nöthige Länge des Cylinders erhalten ist.
Das Gestell, welches die Führungsstangen k trägt, kann mittelst einer oder mehrerer Schrauben mit Handrädern l der Höhe nach verstellt werden.
Selbstverständlich sind die geriffelten oder gewellten Theile vollständig im Cylinder untergebracht, daher nicht sichtbar, während die Aussenseite des Cylinders vollkommen glatt ist.
Derart hergestellte Cylinder sind sehr stark und können für die langen Trommel in Spinnmaschinen benutzt werden, wenn sie mit Endplatten oder Scheiben mit centralen Achsen versehen sind und auch für andere ähnliche Zwecke dienen, wo es wünschenswert erscheint. in einem Cylinder Kraft und Leichtigkeit mit Genauigkeit der Form zu verbinden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Röhren durch schraubenförmige Wicklung von Blechstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass letzterer auf einem Theile seiner Breite ab- gesetzt. das ist mit einer fortlaufenden Abstufung (b), lotztere selbst mit Riffelungen '), vorsehen und der so vorbereitete Streifen derart über sich selbst gewickelt wird, dass der breitere Theil des Streifens den schwächeren geriffelten Theil bedeckt, und dass die Windungen der so erhaltenen cylindrischen Röhre durch Einbringen in ein Bad geschmol- zenenLothesfestverlöthetwerden.