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Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken der Schleiftische von Schleifmaschlnen mit
Schleifmittel.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Versorgurg eines oder mehrerer Schleiftische mit Schleifmitteln.
Die Erfindung soll es ermöglichen, einen oder eine Anzahl von Schleiftischen mit jener Art von Schleifmitteln zu versorgen, welche gerade für einen bestimmten Teil des Bearbeitungs verfahren benötigt wird, während andere Arten von Schleifmitteln in solchem Zustande gehalten werden, dass sie in jedem Augenblick auf einen oder den anderen Schleiftisch gebracht werden können, so dass jede Schleifmittelart mit dem bestmöglichen Wirkungsgrade zur Anwendung gelangt. Das Schleifgut wird im Kreislauf durch die Vorrichtung gefördert, um die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung für alle Arten von Schleifmitteln gleichmassig zu halten. Schleifmittelarten, welche bereits im Gebrauche waren, oder ungebrauchtes Material wird von dem im Gebrauch befindlichen getrennt gehalten, wobei es jedoch jederzeit in das Bearbeitungsverfahren eintreten kann.
Infolge der Beförderung des Materiales im Kreislaufe durch die Vorrichtung kann es wiederholt und ohne Verschwendung verwendet wenden. Das zum Schleifen notwendige Material kann den Schleiftischen zugeführt werden, ohne dass es die anderen Schleifmittelarten beeinträchtigt, welche dann in Bereitschaftstellung sind, so dass die Schleiftische andauernd im Betriebe ehalten werden können.
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oberhalb dieser Tische in Rinnen L, welche sich quer über die Tische erstrecken und an ihrem Boden mit Durchlochungen versehen sind, so dass die Mischung von Sand und Wasser gleich-
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von wo es durch die Pumpe in den Sortierbehälter E geführt wird. Das Material kann infolgedessen beliebig oft wieder benutzt weiden.
Jenes Schleifgut, das sich infolge zu grosser Fein- heit nicht zur Wiederbenutzung eignet, wird am Oberende des Sortierbehälters ausgespült. wobei Frischsand von dem Kasten H' zeitweise zugelassen wird, um an die Stelle jener gelingen Mengen von Sand zu treten, die entweder gänzlich verbraucht wurden oder deren Korngrösse derart verringert ist, dass sie sich zum Gebrauche nicht mehr eignen.
Der Unterteil des Sortierbehälters E (Fig. 4 und 5) ist trichterförmig ausgebildet, wähtcnd der Oberteil 2 zylindrisch gehalten ist. Die Pumpe H wird von einem Motor 3 (Fig. 5) angetrieben und besitzt e ne Speiseleitung 4, die sich nach der Grube F erstreckt, sowie eine Auslassleitung 5, die mit dem unteren Ende des Sortierbehälters E in Verbindung steht. Die Röhren 6 und 7 führen von verschieden hochgelegenen Stellen im Trichter des Sortierbehälters durch die Wände dieses Behälters und sind an die biegsamen Röhren oder Schläuche 8 und 9 angeschlossen. Die eine oder die andere oder beide Röhren 8 und 9 erstrecken sich nach den Trögen K, welche nut den Schleiftischen in Verbindung stehen.
Jene Röhre oder Röhren, welche das Material nicht in diese Tröge einführen, stehen mit den Kasten 10 in Verbindung : von ihnen führen Rinnen
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die Wand des Behälters geführt, an die Schläuche 13 angeschlossen ist. Auch diese Schläuche können so verlegt werden, dass sie ihren Inhalt entweder in die Rinnen K oder in die Kasten 10 abführen. Die Röhren 12 sind an den über Leitrollen 14 verlegten Schnüren 13'aufgehängt, deren unteres Ende an eine Kette 15 angeschlossen ist, die an eine (nicht dargestellte) Haltevorrichtung eingehakt werden kann. Das obere Ende der Röhren 12 kann demnach in beliebiger Höhe ges chert werden. Nahe der Oberkante des Aufsatzes ist ein überlauf 16 angebracht, von
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beherrscht wird.
Von diesem aus erstrecken sich Zweigrohre 21 nach einem Trog 20, der um den Aufsatz herumgelegt ist und von welchem ein Rohrpaar 22 (Fig. 1) nach den Trögen D, D unter die Schleiftische führt.
Der Boden des Kastens N'für den Frischsand besteht aus zwei gegeneinander gee : gneten Wänden (Fig. 3), die schräg nach der Richtung der Grube F hin verlaufen. Infolge dieser Anordnung kann der Frischsand, wenn die Türe 1 des Kastens geöffnet wird, nach der Grube abgeführt werden. Um die Bewegung des Sandes auf dem schrägen Boden zu begünstigen, sind an den Wänden 23 die beiden Rohre 26 angeordnet ; ein drittes Rohr 27 erstreckt sich der Stosskante der beiden Wände entlang. Diese Rohre sind mit Auslassöffnungen für Wasser versehen, wodurch der Austritt des Sandes aus dem Kasten erleichtert wird und selbst die letzten Reste von Sand in die Grube Feingespült werden können.
Ein kleines Rückschlagventil 28 beherrscht die Öffnung am unteren Ende des trichterförmigen Teiles 1 und wird vermittelst des Seiles 29 verstellt.
Wird die Pumpe angetrieben, so wird das Material aus der Grube F in den Soltierbehälter E eingedrückt und der Sand im Wasser seiner Korngrösse gemäss sortiert. Die gröberen Teilchen setzen sich dabei in der Nähe des Bodens des Behälters fest und die Korngrösse wird allmählich feiner, je weiter sich der Sand dem Oberteil des Behälters nähert. Beim Beginn des Schleifverfahrens kommt Sand von verhältnismässig groben Korn zur Verwendung, deshalb wird der mit dem Rohr 6 verbundene Schlauch in den Trog K eingesetzt, während die anderen Rohre 9
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bestimmten Zeit stattgefunden hat, muss eine feinere Sandsorte benutzt werden : hiebei wird das Rohr oder der Schlauch 8 aus dem Troge K herausgenommen und an seine Stelle der Schlauch 9 in diesen Trog eingeführt.
Nach Fortsetzung des Verfahrens mit dem feineren Sand wird das obere Ende des Schlauches 12 so weit herabgelassen, dass es sich nahe dem Boden des zylindrischen Teiles 2 befindet, oder es wird derart verstellt, dass in den Seh auch eine Mischung eintritt, welche den Sand der gewünschten Feinheit enthält. Der Schlauch 13 wird in die Rinne Kein. geführt und die Schläuche 8 und 9 führen ihren Inhalt in den Kasten 10 ab. Im weiteren Verfahren kommt Sand zur Verwendung, dessen Korngrösse allmählich abnimmt. Das Rohr- ? wird deshalb nach und nach vermittelst des Seiles 13'und der Kette 15 angehoben, bis die feinste Korngrösse zur Verwendung gelangt. Damit ist das Schleifverfahren beendigt.
Die ver-
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den durchströmenden Sand hintangehalten. Auch oie Anordnung des Troges 20 hat einen ähnlichen Vorteil, da die Rohre 21 das Wasser mit verhältnismässig geringer Geschwindigkeit in dieses Rohr einführen. Während die unmittelbare Verbindung der Rohre 21 mit den Rohren 22
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gerufen würde, so wird durch die Einfügung des Troges diese Hebeiwirkung mit Bezug auf die Rohre 21 vernichtet, die Geschwindigkeit der durchströmenden Mischung wird verzögert und das Ventil 19 geschont.
Daraus geht hervor, dass der Betrieb der Votlichtung ein ununterbrochener ist, und dass die Abfallsmenge auf ein Mindestmass zmückgeführt wird. Es kann jederzeit aus dem Behälter eine beliebige Menge jeder Sandart entnommen werden, ohne die von dieser verschiedenen Arten oberhalb oder unterhalb der Entnahmestelle zu beeinflussen und ohne die Gebrauchsfeitigkeit der Vorrichtung zu verhindern. Wenn die Schleiftiscbe abgestellt sind, so entleeren sich die
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wieder durch die Pumpe H in den Behälter zurückgefördert wird. Die Pumpe H kann also selbst bei Abstellung der Schleiftische andauernd im Betriebe bleiben, wodurch der Sand schwebend im Wasser erhalten wird, so dass eine Gefahr des Verstopfens von Auslässen gänzlich ausgeschlossen ist.
Die aus den verschiedenen Rohren austretende Menge wird demnach unabhängig von der Anzahl der im Betrieb befindlichen Schleiftische stets gleich gross bleiben, so dass in allen wagerechten Querschnitten im Sortierbehälter die gleichen Geschwindigkeiten der nach aufwärts gerichteten Strömung gewahrt bleiben. Die verschiedenen Sandsorten liegen demnach immer in ungefähr den gleichen Abstufungsschtchten im Sortierbebälter und das Bearbeitungsverfahren
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nicht erzielt wird.
Infolge der Verengung des unteren Endes am Sortierbehälter ist die Aufnahmefähigkeit dieses Behälters für grobkörnige Sandarten gering im Verhältnis zu jenem Teile des Behälters, welcher die Alten feiner Korngrösse aufnimmt. Da jedoch die grobkörnigen Sandarten fortwährend aus dem unteren Teile des Trichters in die Grube F übertreten, wird die Haltefähigkeit der ganzen Vorrichtung für grobkörnigen Sand erhöht. was deswegen sehr vorteilhaft ist, weit dadurch die Vorrichtung unter den verschiedensten Arbeitsbedingungen im Betriebe erhalter
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Wäre dieses Merkmal nicht vorhanden und würde eine übermässige Sandmensc in die Vni richtung einneführt werden, so würde sich der grobe Sand im Beden des Trickters ansammeln und den.
Betrieb beeinflussen, Der obere Teil des Trichters dient als Sammelbehälter für fenkörnigen Sand, welcher darin aufgespeichert wird. bis das gewünschte Verhältnis von Sand und Wasser, das gerade für eine bestimmte Stufe des Schleifverfahrens notwendig ist, erzic'' wird, Dieser obere Teil des Behälters bildet demnach eine Ergänzungssortiervorrichtung. Die-" ist auf dem unteren Teil aufgebaut.
Wird nach Abstellen der ganzen Vorrichtung der Betrieb wieder aufgenommen, so ist keine weitere Arbeit aufzuwenden, um den Sand wieder in Suspension zu bringen. Die ganz@ Vorrichtung ist betriebsfertig, sobald die Schleiftische fertig sir. d. Sand zu empfangen. E. weiterer Votteil der Vorrichtung liegt darin. dass eine ganze Anzahl von Schleiftischen mit Sard aus derselben Sortiervorrichtung versorgt werden kann, glechgültig ob das Schleifverfahren auf allen Tischen bis zur gleichen Stute vorgeschritten ist oder nicht. Auf einem Tisch kann dit,-
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Die Anordnung des Ventiles 19 gestattet die Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit unter dem Eintrittsende in das Rohr 18, ohne dass dabei die Geschwindigkeit oberhalb dieses
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masse zu vergrössern. Die gesamte Mischung in der ganzen Vorrichtung ist jederzeit gebrauchs- fähig, und zwar setzt sie sich aus dem Inhalt des Sortierbehälters und der Grube F zusammen.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der Vorrichtung besteht darin, dass die Anordnung von Ventilen, um die Zusammensetzung der Mischung zu bestimmen, entbehrlich wird. Diese Mischung fliesst aus dem Soitierbehälter entweder in die Grube oder nach dem Schleiftisch ; sind Ventile eingeschaltet, so werden sie infolge der Schleifwirkung des Sandes sehr leicht undicht. Es ist nun ausserst wichtig, dass während der Zuführung-des feinkörnigen Sandes nach dem Scbleiftisch, die Beförderung von grobkörnigem Sand gänzlich unterbrochen wird.
Sollte während der
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Durch die Anordnung der anhebbaren Leitung 12, die innerhalb verhältnismässig weiter Grenzen höher oder tiefer eingestellt werden kann, wird auch die Möglichkeit geschaffen, aus dem Sortierbehälter irgend eine Sandsorte zu entnebmen, ohne die übrigen Sorten zu beeinflussen oder ohne den Gesamtgehalt irgend einer der Sorten vollständig zu entfernen. Durch allmähliche gleichförmige Anhebung des Endes dieser Leitung wird eine noch : mmer grosse Menge von allen Sandarten in der richtigen Sortierung im Behälter bleiben.
Nach und nach kann eine Teilmenge jeder einzelnen Sorte entfernt werden, und zwar folgt dann immer eine gröbere Sandart einer feineren, so dass die zu bearbeitende Fläche auf dem Schleiftisch allmählich in dem gewünschten Zustande auf die natürlichste Weise und in der kürzesten Zeit erhalten wird.
Die Erfindung kann naturgemäss in den verschiedensten Formen zur Ausführung gelangen, ohne dass dadurch der Erfindungsgedanke selbst oder der eigentliche Betrieb geändert wird.
Die Anzahl der von einem Sortierbehälter versorgten Schleiftische kann den Anforderungen des Betriebes entsprechend geändeit werden ; in ähnlicher Weise kann auch die Zahl der das Schleifmittel aus dem Behälter entnehmenden Leitungen grösser oder weniger gross gewählt werden, um eine beliebige Zahl von Sandsorten dem Schleiftisch zuzuführen. Der Sortierbehälter ist m vorliegenden Falle trichterförmig ausgebildet und wird durch das Eigengewicht der Masse entleert. Diese Entleerung kann jedoch auch in anderer Weise stattfinden. Die Leitung 12 muss nur in der senkrechten Richtung im Behälter einstellbar sein, welcher sortierte Sandsoiten enthält, und die Leitung muss zum Schleiftisch führen. Dasselbe gilt auch mit Bezug auf den beständigen Kreislauf des Materiales durch den Behälter selbst. solange sich der Schleiftisch ausser Betrieb befindet.
Auch dieser Kreislauf kann bei Behältern aufrecht erbalten weiden, aus welchen die Masse nicht unter ihrem Eigengewicht austritt. Statt der Rotationspumpe können andere Mittel zur Verwendung gelangen, rm die Mischung aus der Grube zu entfernen. PATENT-ANSPRÜCHE :
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vorrichtung aus, der die Schleifmittel nach deren Benutzung in der Schleifmaschine zwecks Wiedersichtens wieder zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass während ein Schleifmittel aus der allen Schleifmitteln gemeinsamen Sicht vorrichtung dem Schleiftisch zugeführt wird, die übrigen unbenutzten Schleifmittel einen von der Schleifmaschine unabhängigen Kreislauf von und nach der Sichtvorrichtung ausführen.