AT73598B - Verfahren zur Beheizung von steinernen Winderhitzern. - Google Patents

Verfahren zur Beheizung von steinernen Winderhitzern.

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AT73598B
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Adolf Pfoser
Otto Strack
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Beheizung von steinernen Winderhitzern. 



   Die vorliegende Erfindung hat den   Zweck, den Wärmeübergang   in steinernen Winderhitzern für Hochöfen während der Heizperiode durch Erzielung Grösserer Geschwindigkerten 
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 mehr aufheizen will, also mehr Gasmengen in der Zeiteinheit zuführt, die Abgastemperaturen immer höher werden, also die Abgasverluste grösser und dadurch der Nutzeffekt geringer wird.

   Nun haben praktische Versuche gelehrt, dass, wenn man mit der   Zufuhr von grüsseren   Gasmengen in die Winderhitzer sehr weit geht, also die   Geschwindtgkeiten df :' er-   brennungsprodukte im Winderhitzer vergrössert, die Temperaturen der Abgabe mcht nur nicht mehr höher werden, sondern wieder auf die frührer Temperaturhöhe zuruckfallen, so 
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 brennungsprodukte an den Heizflächen des Winderhitzers die Reibungen an den Wandungen der einzelnen Gitterwerkskanale sehr gering sind und nur an den Wandungen der Kanäle Wirblungen suftreten, so dass der innere Kern, die inneren Moleküle des   Verbrennung-     produktenstromes   gar nicht an die   Heiznächenwandungen   gelangen, also ohne die Wärme abzugeben. einfach durchstreichen.

   Wird nun die Geschwindigkeit etwas vergrössert, so werden die Wirblungen   un   den Wandungen durch die grösseren Reibungen an denselben wohl   etwas grösser,   jedoch nicht in dem Masse, dass die Wärmeübergabe pro m2 grösser wird, wodurch die Abgastemperaturen steigen. Wird nun aber die Geschwindigkeit der Verbrennungsprodukte derart vergrössert, dass die   Reibungswldelstände   an der Wandung der Kanäle sehr gross und dadurch die Wirblungen derart gross werden, dass auch die Gas- 
 EMI1.3 
 weil auch die inneren Gasmoleküle an die Heiaflächen golangen und ihre Wärme dort ab- geben können. 



   Durch die pro m'Heizfläche und Stunde übertragene grössere   Wärmemenge   werden bei gleicher Aufheizdauer, wie nach den bisherigen Heizverfahren, die erzielten Wind- , temperaturen erhöht oder die Abgastemperaturen erniedrigt oder bei gloichhoht'n Wind- temperaturen, wie nach den bisherigen Heizverfahren   dill Zeitdauer   der Heizperiode ab- gekürzt, oder aber auch alle Wirkungen gleichzeitig erzielt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Man erhöht also die Windtemperatur oder erniedrigt die    Abgastemperatnir oder spart   an Heizflächen, also an Zahl der Winderhitzer und auch an Gas infolge der kürzeren Heizdauer bzw. infolge der kleineren   Strahinngsnachcn   bei einer geringeren Anzahl von 
 EMI2.1 
 



   Dass der Wärmeübergang hauptsächlich mit der Geschwindigkeit wächst, ist auch am deutlichsten aus der Windperiode zu ersehen, indem ein Winderhitzer durch die grösseren Geschwindigkeiten des Windes während der Windperiode infolge einer grösseren Windmenge 
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   wi'i aufgeheizt   wird, wozu etwa sechs Stunden während der Heizperiode nötig sind. Da die Verbrennungsprodukte während der Heizperiode dieselben Medien mit denselben Eigenschaften wie der Wind sind, so müsste der Winderhitzer in derselben Zeit aufgeheizt wie entheizt werden können, wenn die Bedingungen während der   Heiz-und   Windperiode, also Geschwindigkeiten und jedenfalls auch Druck bei der   Heiz-und Windperiode   gleich sind. 



   Nun soll die vorliegende Erfindung während der Heizperiode hauptsächlich die eine Bedingung der Windperiode, die Erhöhung der Geschwindigkeit der Verbrennungsprodukte im Winderhitzer, bezwecken und dadurch den Wärmeübergang während der Heizperiode   vergrössern.   Dies geschieht durch mechanische Zufuhr von Gas-und Luftmengen in die Winderhitzer mit Hilfe von Gebläsen, Ventilatoren und dgl.

   Die Zufuhr von Gas und Luft in die Winderhitzer kann getrennt stattfinden, indem Gas oder Luft oder beides durch Gebläse oder Ventilatoren getrennt in die Winderhitzer gedrückt oder die Abgase durch künstlichen Saugzug befördert werden, oder aber auch dadurch, dass die Luft durch eine Düse in den Winderhitzer eingedrückt wird, indem sie gleichzeitig das zur Verbrennung nötige Gas ansaugt und ebenfalls in die Winderhitzer drückt oder umgekehrt dadurch, dass das Gas durch eine Düse in die Winderhitzer eingedrückt wird, indem es gleichzeitig die zur Verbrennung nötige Luft ansaugt und ebenfalls in die Winderhitzer drückt. 



   Charakteristisch für das neue Heizverfahren ist der praktische Nachweis, dass man einen Winderhitzer statt in sechs Stunden Heizzeit in zwei Stunden Heizzeit aufheizen kann, wobei bei gleichen Windmengen und Windwärmen die Abgastemperaturen in beiden Fällen gleich gehlieben sind, trotzdem bei der zweistündigen Heizperiode in der Zeiteinheit fast die dreifache Gasmenge in den Winderhitzer geführt wurde. 



   Ventilatoren und Gebläse werden gemäss vorliegender Erfindung nicht als Ersatz des natürlichen Zuges benutzt, sondern zur Erzielung einer bisher unbekannten Wirkung, der   Geschwindigkeitsvergrösserung   der Verl) rennungsprodukte im Winderhitzer zwecks Be-   schleunigung   des   Wärmeüberganges.   Es werden also die Ventilatoren und Gebläse zur
Erreichung einer neuen Wirkung verwendet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Beheizung von steinernen Winderhitzern, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Verbrennungsprodukte im Winderhitzer soweit gesteigert wird, dass bei Erhöhung des Gasverbrauches pro   n2   Heizfläche und Stunde mindestens der gleiche Nutzeffekt wie bei Schornsteinzug allein erreicht wird, so dass bei unveränderter
Aufheizdauer eine erhöhte Windtemperatur oder niedrige Abgnstemperatur oder bei gleicher
Windtemperatur eine Abkürzung der Heizperiode erzielt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Gas und Verbrennung11- luft mit Hilfe von Gebläsen, Ventilatoren oder dgl. mechanisch in die steinernen Wind- erhitzer eingeführt oder die Verbrennungsprodukte durch künstlichen Saugzug abgeführt werden.
AT73598D 1913-03-31 1913-08-19 Verfahren zur Beheizung von steinernen Winderhitzern. AT73598B (de)

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