AT72615B - Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe. - Google Patents

Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe.

Info

Publication number
AT72615B
AT72615B AT72615DA AT72615B AT 72615 B AT72615 B AT 72615B AT 72615D A AT72615D A AT 72615DA AT 72615 B AT72615 B AT 72615B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
electrostatic
electrostatic separator
electrodes
explosive substances
separator
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Jakob Kraus
Original Assignee
Jakob Kraus
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jakob Kraus filed Critical Jakob Kraus
Application granted granted Critical
Publication of AT72615B publication Critical patent/AT72615B/de

Links

Landscapes

  • Electrostatic Separation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder   explosionsfähiger     Stoffe.   



   Die bisherigen elektrostatischen Scheider zeigen den Nachteil, dass die zur Bildung des elektrostatischen Feldes dienenden Elektroden oder Träger der elektrischen Energie bei ihrer zufälligen oder beabsichtigten Entladung starke Funkenbildung verursachen. Obgleich hiedurch die Verwendung der elektrostatischen Scheider für die Aufbereitung von Erzen, Mineralien, Erden oder dgl. meistens nicht beeinträchtigt wird, so ergibt sich auch in diesen Fällen der wirtschaftliche Nachteil, dass die mit solchen funkenbildenden Maschinen arbeitenden Betriebe von den   Feuerversicherungsgesellschaften   in eine höhere Gefahrenklasse eingereiht werden.

   Die   elektrostatische Scheidung war indessen bisher   für solche Fälle überhaupt nicht anwendbar, wo es sich um die Scheidung von Stoffen handelt, die schon an sich bei Funkenbildung in Brand geraten können, oder bei staubförmiger Verteilung explosionsfähig sind. Man hat zwar die Gefahr bei der Aufbereitung derartiger Stoffe dadurch zu verringern gesucht, dass zur Vermeidung der gefährlichen Staubbildung in der Luft die pulverförmigen Bestandteile des Scheidegutes vor der elektrostatischen Behandlung durch mehrfaches Sichten getrennt wurden. Aber auch dieser Weg bietet keine vollständige Gewähr gegen Explosionsgefahr, weil das Scheidegut durch Reibung seiner Bestandteile unter sich während seiner Behandlung immer wieder   staubförmige   Teile bildet. 



   Durch die Erfindung wird bezweckt, einen elektrostatischen scheider zu schaffen, bel dem durch die Verwendung eines bestimmten Stoffes für die zur Bildung des elektrostatischen Felder dienenden Pole oder Elektroden die Funkenbildung bis auf ein praktisch nicht mehr in   Betracht kommendes Mindestmass verringert   oder gänzlich ausgeschlossen ist. 



   Während eine Metalleloktrode, z. B. aus Zink, die mit einer Spannung von 8000 bis
10. 000   Vue! . geladen   ist, nur unter starker Funkenbildung entladen werden kann, haben
Versuche ergeben, dass aus Polen oder Elektroden, die aus Halbleitern, wie Holz, Marmor,
Papier oder dgl., bestehen, selbst bei Spannungen von 12.000 bis   15.   000 Volt keine bei
Tageslicht   wahrnehmbare   Funken gezogen werden können. Werden als Elektroden oder
Träger der elektrischen Energie Nichtleiter, wie Glas, Pergament oder   dgl.,   verwendet, so zeigt sich, dass dieso vollkommen funkenlos arbeiten. 



   Wenn daher für die Elektroden oder Träger der elektrischen Energie bei   elektro-   statischen Scheidern Halbleiter oder Nichtleiter verwendet werden, so   können   diese 
 EMI1.1 
 gutes benutzt und auch in feuergefährlichen Räumen aufgestellt werden. 



   Wie oben angeführt, ist auch Marmor hier als Halbleiter zu bezeichnen. Während   nämlich   gewöhnlicher Marmor bei den in der   Praxis übtichon Starkstromspannungen bis   500 Volt als Nichtleiter gelten kann, wird er bei den für den Betrieb elektrostatischer Scheider erforderlichen Spannungen und den verhältnismässig geringen   Strommengen   zum Halbleiter. Unter diesen Umständen kann beispielsweise auch eine isoliert befestigte Holzplatte auf hohe statische Ladung gebracht werden. Die Ladung und ebenso die Entladung vollzieht sich in diesem Falle bei Berührung der Platte nicht plötzlich, sondern nur langsam, weil die Elektrizität wegen des hohen Widerstandes-ihre Lage auf der Holzplatte nur allmählich ändern kann. Auf dieser Erscheinung beruht die neuartige Wirkung des vorliegenden elektrostatischen Scheiders.

   Während die   Elektrizität   von   einem   guten 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Leiters Funkenbilduug entsteht, vermag sich die Elektrizität auf einer Elektrizität aus einem Halbleiter infolge seines hohen Widerstandes nur langsam auszugleichen, wobei es nur zu ungefährlichen und kaum fühlbaren, kalten Glimmentladungen kommt. 



   Wenn nach der vorliegenden Erfindung als Elektrode oder Träger der elektrischen Energie ein Nichtleiter verwendet wird, so muss sich im Innern des Nichtleiters ein leitender Kern befinden oder ein Nichtleiter auf der Oberfläche eines Halbleiters angeordnet sein. 



   Auf der Zeichnung sind zum besseren Verständnis der Erfindung zwei Ausführungformen eines elektrostatischen Scheiders schematisch dargestellt. 



   Bei dem Scheider nach Fig. 1 wird das Scheidegut aus   eilhem Schüttrichter 1   in freiem Fall durch das   von den Elektroden   und 3 gebildete elektrostatische Feld hindurchgeführt. Den Elektroden 2 und 3 sind endlose dielektrische Bänder 4 bzw. 5 vorgelagert, welche die angezogenen Gutteile aus dem elektrostatischen Felde heraustragen. Die aus einem Halbleiter oder einem Nichtleiter bestehenden Elektroden 2 und 3 sind mit einer statischen Elektrizitätsquelle verbunden. 



   Bei dem in Fig. 2 dargestellten Scheider gelangt das Scheidegut aus einem Trichter 6 auf eine Schüttelrutsche 7. Die Schüttelrutsche 7 ist oben mit einem Belegblech aus Zink oder dgl. abgedeckt und als abstossender Pol ausgebildet, während die anziehenden Pole beispielsweise durch zwei mit Abstand oberhalb der Schüttelrutsche angeordnete Elektroden 8, 9 gebildet werden. Diese Elektroden 8 und 9 bestehen nach der Erfindung aus einem Halbleiter oder einem Nichtleiter und werden durch ein darüberschleifendes, dielektrisches, endloses Band 10 erregt. Die an das Förderband 10 im elektrostatischen Felde angezogenen Gutteile werden, sobald sie durch das Band ausserhalb des elektrostatisches Feldes gelangt sind, durch entsprechend angeordnete Abführungsrinnen 11, 12 abgeführt. Die übrige Wirkungsweise des Scheiders ergibt sich aus der Zeichnung von selbst. 



   Natürlich ist die Erfindung auf die dargestellten Ausführungsbeispiele eines elektrostatischen Scheiders nicht beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosions- fähiger Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Bildung des elektrostatischen Feldes dienenden Elektroden oder Träger der elekhschen Energie aus einem Halbleiter (Holz, Marmor oder dgl.) oder einem Nichtleiter (Glas, Pergament oder dgl.) bestehen.
AT72615D 1913-10-27 1914-07-10 Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe. AT72615B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE72615X 1913-10-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT72615B true AT72615B (de) 1916-10-25

Family

ID=5636204

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT72615D AT72615B (de) 1913-10-27 1914-07-10 Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT72615B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0844026A1 (de) Elektrostatiche Trennvorrichtung zur Sortierung triboelektrisch aufgeladener Stoffgemische
DE2838688A1 (de) Anordnung zum elektrischen laden von teilchen
DE2134298A1 (de) Elektrostatische Trennvorrichtung
DE1207901B (de) Verfahren und Vorrichtung zur elektrostatischen Trennung von Erzen und anderen feinkoernigen Stoffen
DE2462539A1 (de) Elektrische staubsammelvorrichtung
DE283021C (de)
AT72615B (de) Elektrostatischer Scheider für die Aufbereitung feuergefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe.
DE2103956A1 (de) Koronaentladungsvorrichtung
DE3128164A1 (de) Elektrische zuendkapsel
DE2341541A1 (de) Verfahren und einrichtung zur elektrostatischen schwebstoffabscheidung
DE633094C (de) Elektrostatischer Scheider zur Trennung elektrisch sich verschieden verhaltender Teilchen eines Gemenges
DE870831C (de) Verfahren und Einrichtung zum Aufbereiten von magnetische und elektrisch leitende Bestandteile enthaltenden Stoffgemischen
AT143131B (de) Einrichtung zur elektrischen Gasreinigung.
DE726170C (de) Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden
DE814376C (de) Vorrichtung zum Trennen von Vermahlungsprodukten durch elektrische Felder
DE225811C (de)
DE833182C (de) Elektrostatischer Scheider fuer Erze und sonstige Stoffe
EP4570382A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur trennung von teilchen, die kunststoffteilchen verschiedener zusammensetzungen umfassen
DE946611C (de) Verfahren zum Sieben feuchten, feinkoernigen Gutes, wie Rohfeinkohle und Feinkohle
AT209447B (de) Elektrofilter
DE1933506C (de) Kleinabscheider, insbesondere fur Staubmasken, zur Abscheidung von Par tikeln aus Gasen mit Hilfe eines inho mogenen elektrischen Feldes
EP0841146B1 (de) Leitfähige Bereiche auf isolierenden Kunststoffen
DE634327C (de) Verfahren und Einrichtung zur Vorbehandlung von feste oder fluessige Schwebekoerper enthaltenden Gasen oder Gasgemischen vor der elektrischen Abscheidung der Schwebekoerper
AT134577B (de) Verfahren zur elektrischen Gasreinigung.
DE965212C (de) Verfahren zur Trennung von Stoffgemischen, insbesondere Mineralgemischen, mittels einer kombinierten elektrostatischen und magnetischen Trennung