<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Fertigungsvorrichtung zur Herstellung eines Holzträgers, z. B. Leimbinder aus Lamellen oder Kreuzbalken aus Holzelementen, wie sie im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist.
Eine bekannte Fertigungsvorrichtung - gemäss DE-B2-27 22 453 - weist ein sich über die übliche Fertigungslänge eines Holzträgers, insbesondere eines Leimbinders. erstreckendes Grundgestell auf, auf dem in vertikaler Richtung ausgerichtete und in Richtung der Längsachse des Leimbinders beabstandete Pressvorrichtungen angeordnet sind. In diese Pressvorrichtungen werden die mit dem Bindemittel beschichteten Lamellen eingelegt und zu einem Paket verpresst. Nach der erfolgten Beschickung und Stapelung der Lamellen werden auf Zuganker der Pressvorrichtung mit Spindeln versehene Spannjoche aufgesetzt und durch Verstellen der Spindeln wird die Presskraft zum Zusammenpressen der Lamellen aufgebracht. Anstelle der Spindeln sind auch weitere Pressantriebe, z. B. hydraulisch oder pneumatisch betätigte Spannmittel bekannt.
Der Manipulationsaufwand ist bei dieser Spannvorrichtung sehr hoch Weiters sind die Druckelemente, welche unmittelbar an der Oberfläche des Holzträgers anhegen und die Presskraft von mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Pressantneben auf den Holzträger übertragen mit Spindeln oder Kolbenstangen der Pressantriebe starr verbunden, wodurch speziell bei Oberflächenunebenheiten einerseits die Oberfläche des Holzträgers durch punktuelle Kraftspitzen beschädigt und andererseits in den Pressantrieben schräg zur Symmetrieachse des Pressantriebes bzw. der Spindel oder Kolbenstange verlaufende Reaktionskräfte auftreten, welche einen erhöhten Verschleiss der Pressantriebe zur Folge haben.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fertigungsvorrichtung zu schaffen, die mit einfach gestalteten Vorrichtungen eine wirtschaftliche Herstellung von aus Holzelementen zusammengefügten Holzträgern ermöglicht. Weiters soll erreicht werden, dass
<Desc/Clms Page number 2>
sich die Druckelemente der Pressvorrichtungen den Oberflächenunebenheiten anpassen können, wodurch eine gleichmässige Flächenpressung erreicht und eine Beschädigung der Oberfläche des Holzträgers vermieden werden soll.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Anspruch 1 wiedergegebenen Merkmale gelöst. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass sich die Druckelemente den oftmals unebenen und gekrümmten Oberflächenverläufen eines Holzträger anpassen können, wodurch eine gleichmässige Flächenpressung erreicht wird. Überdies werden punktuelle Kraftspitzen, welche auf die unebene Oberfläche eines Holzträgers einwirken vermieden, wodurch Beschädigungen dieser Oberfläche verhindert werden.
Von Vorteil ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 2, bei welchem der Verstellantrieb mittels verschiedener Medien betrieben werden kann und somit grosse Druckkräfte erzeugt werden können.
Eine Weiterbildung nach Anspruch 3 ist deshalb vorteilhaft, da eine wirkungsvolle Führung des mit der Zylinderstange verbundenen Druckelementes erreicht wird, welche auch grössere, beliebige Reaktionskräfte aufnehmen kann, wodurch der Verschleiss insbesondere der Führung der Zylinderstange im Zylinder reduziert wird.
Eine Ausbildung nach Anspruch 4 hat den Vorteil, dass das Mantelrohr und dadurch die gesamte Pressvorrichtung vom Pressenständer demontiert und für unterschiedliche Trägerquerschnitte verstellt werden kann.
Von Vorteil ist weiters eine Ausführungsvariante nach Anspruch 5, wodurch das Druckelement nicht nur eine Schwenkbewegung, sondern auch eine räumliche Beweglichkeit aufweist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist im Anspruch 6 beschrieben, wodurch der Druckpunkt und die Wirkungslinie der Presskraft der Pressvorrichtung verstellt werden kann, was insbesondere bei verschiedenen Abmessungen des Holzträgers von Vorteil ist.
Eine Weiterbildung nach Anspruch 7 realisiert in einfacher Weise die Verstellung des Druckpunktes und der Wirkungslinie der Presskraft.
<Desc/Clms Page number 3>
Nach der Ausführungsvariante, wie im Anspruch 8 beschrieben, lässt sich die Verstellung des Druckpunktes in einem automatisierten Vorgang durchführen, was insbesondere bei einer vollständig automatisierten Fertigungsvorrichtung Rüstzeiten reduziert.
Vorteilhaft ist aber auch eine Weiterbildung nach Anspruch 9, wodurch der Druckpunkt entlang einer definierten Führungsbahn verschoben werden kann, wodurch eine aussermittige Belastung vermieden wird.
Von Vorteil ist aber auch eine Weiterbildung nach Anspruch 10, wodurch Lagerplatten und die Druckplatten miteinander bewegungsverbunden, aber auch gegeneinander winkelig verstellbar elastisch gelagert sind und damit eine gleichmässige Flächenpressung erzielt wird.
Eine Variante nach Anspruch 11 ist deshalb vorteilhaft, da die vom Druckelement auf den Holzträger wirkende Presskraft flächig verteilt werden kann und die Angriffsfläche der Presskraft auf den Holzträger örtlich verändert werden kann.
Es ist weiters aber auch eine Ausführung nach Anspruch 12 von Vorteil, weil die als Verschleissteil ausgebildete Druckleiste durch Wiederaufbereitung mehrfach verwendbar ist.
Möglich ist dabei auch eine Weiterbildung nach Anspruch 13, wodurch die Druckleiste durch Einsatz elastischer Schichten elastisch ausgebildet ist, was einer Beschädigung der Oberfläche eines Holzträgers entgegenwirkt und überdies auch den Ausgleich von Unebenheiten ermöglicht.
Eine Ausführungsvariante nach Anspruch 14 hat den Vorteil, dass die elastischen Schichten in einfacher Weise mit den unelastischen Schichten verbunden werden können.
Vorteilhaft ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 15, wodurch sowohl ein Verpressen von Kreuzbalken als auch ein Verpressen von Brettschichtträgern mit Hilfe elastischer Druckleisten möglich ist.
Anspruch 16 beschreibt eine Weiterbildung die den Vorteil hat, dass der Abstand zweier Druckleisten zueinander entsprechend unterschiedlicher Abmessungen der
<Desc/Clms Page number 4>
zu verpressenden Holzträger variiert und angepasst werden kann.
Vorteilhafte Ausbildungsvarianten einer derartigen Verstellung sind in den Ansprüchen 17 bis 20 beschrieben, welche eine Linearverschiebung der Druckleisten in einfacher Weise ermöglichen, wobei insbesondere der im Zentrum des Gelenkes liegende Druckpunkt durch die erfindungsgemässe Ausführung des Hebelsystems immer im Mittel zweier Druckleisten befindlich ist, wodurch die Presskraft symmetrisch auf den Holzträger einwirkt.
Von Vorteil ist weiters eine Ausführung nach Anspruch 21, bei der die Winkelauslenkung des Druckelementes und der Druckleisten begrenzt werden kann. Dadurch werden bei zu grosser Winkelauslenkung Seitenkräfte vermieden und ein vorzeitiger Verschleiss der Zylinderaufnahmen verhindert.
Möglich ist aber auch eine Weiterbildung nach Anspruch 22, wodurch auf einer Fer-
EMI4.1
z. B. ein Brettschichtträger und ein Kreuzbalken hergestellt werden können.
Schliesslich ist noch eine Ausführungsvariante nach Anspruch 23 möglich, bei der die Holzträger immer an derselben Position, z. B. von einer Transportvorrichtung bzw. Leimauftragvorrichtung an die Fertigungsvorrichtung übergeben werden können und dadurch höhere Fertigungskapazitäten erreicht werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen : Fig. l eine erfindungsgemässe Fertigungsvorrichtung für verleimte Holzträger
EMI4.2
;Fig. 2 die erfindungsgemässe Fertigungsvorrichtung gemäss Fig. l in der Stirnan- sicht und teilweise geschnitten ; Fig. 3 eine vergrösserte Darstellung der erfindungsgemässen Vertikalpressvorrich- tung gemäss Fig. 2 ;
<Desc/Clms Page number 5>
Fig. 4 die Vertikalpressvorrichtung in Frontansicht in schaubildlicher Darstel- lung ; Fig. 5 die Horizontalpressvorrichtung, geschnitten, gemäss den Linien V - V in
Fig. 2 ;
Fig. 6 eine erfindungsgemässe Druckleiste der Fertigungsvorrichtung in der Sei- tenansicht ; Fig. 7 die erfindungsgemässe Druckleiste, geschnitten, gemäss den Linien VII - Vn in Fig. 6 ; Fig. 8 eine andere Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Fertigungsvor- richtung für verleimte Holzträger mit mehreren hintereinander angeordneten Pressstationen in Draufsicht ; Fig. 9 die erfindungsgemässe Fertigungsvorrichtung gemäss Fig. 8 in Stirnan- sicht.
In der Fig. 1 ist eine Fertigungsvorrichtung l gezeigt, welche zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren Holzelementen 2 zusammengesetzten Holzträger 3 verwendet wird. Die Fertigungsvorrichtung 1 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus mehreren, in Richtung einer den Holzträger 3 begrenzenden Längserstreckung 4 hintereinander angeordneten Pressstationen 5 aufgebaut, welche beispielsweise jeweils aus zwei Pressvorrichtungen 6, insbesondere einer Vertikalpressvorrichtung 7 und einer im rechten Winkel zu dieser verlaufenden Horizontalpressvorrichtung 8, besteht.
Die Pressvorrichtungen 6 bestehen aus einem Verstellantrieb 9, wie beispielsweise einem Hydraulikzylinder, einem Pneumatikzylinder oder einem elektromotorisch angetriebenen Spindelantrieb und einem über diesen Verstellantrieb 9 bewegten Druckelement 10, welches parallel zur Längserstreckung 4 und einer zu dieser parallelen Oberfläche 11 des Holzträgers 3 verläuft. Das Druckelement 10 ist beispielsweise als Schweisskonstruktion ausgebildet und besteht aus mehreren Profilen 12 und Plattenelementen 13.
Die Fertigungsvorrichtung 1 besitzt einen, ebenfalls als Schweisskonstruktion ausge-
<Desc/Clms Page number 6>
bildeten Pressenständer 14, der einen Grundrahmen 15 aufweist, welcher durch Fusselemente von einer Aufstandsfläche 16, beispielsweise einem Hallenboden, um eine Höhe 17 15 18, beispielswei- se I-Trägern und ebenfalls als I-Träger ausgebildeten Querträgern 19 aufgebaut, welche mit den Längsträgern 18 lösbar durch beispielsweise Schraubenverbindungen oder unlösbar durch Schweiss- oder Nietverbindungen verbunden sind. Die Fusselemente können in der Aufstandsfläche 16 verankert sein. Es ist jedoch auch möglich, diese, beispielsweise über Schwingungsdämpfer, auf der Aufstandsfläche 16 aufzustellen und mit einer Höhenverstellvorrichtung 20 auszugestalten.
Mit der Höhenverstellvorrichtung 20 kann die Höhe 17 variiert werden, wobei dies beispielsweise durch ein Hubspindelgetriebe oder hydraulische oder pneumatische Antriebselemente durchgeführt werden kann. Am Grundrahmen 15 sind voneinander distanzierte, rechtwinkelig zu diesem verlaufende Vertikalstützelemente 21 angeordnet, welche der Befestigung der Verstellantriebe 9 dienen.
Die in den Zentren der Verstellantriebe 9 verlaufenden, die Wirklinien für die Presskräfte ausbildenden Symmetrieachsen 22 der Vertikalpressvorrichtungen 7 sind um eine parallel zur Längserstreckung 4 gemessene Teilung 23 beabstandet. Die Druckelemente 10 der Vertikalpressvorrichtungen 7 besitzen an Ihren, der Oberfläche 11 am nächsten liegenden Bereichen Druckleisten 24, welche beispielsweise parallel zur Längserstreckung 4 verlaufen. Diese sind mit den Druckelementen 10 lösbar oder unlösbar verbunden und weisen jeweils eine gleiche Leistenlänge 25 auf.
Dabei ist eine die Druckleiste 24 begrenzende, rechtwinkelig zur Aufstandsfläche 16 und parallel zu einer Stirnseite 26 des Holzträgers 3 verlaufende Stirnfläche 27 von einer dieser zugewandten Stirnfläche 27, einer an der benachbarten Vertikalpressvorrichtung 7 bzw. deren Druckelement 10 angeordneten Druckleiste 24 einen Abstand 28 voneinander distanziert. Die Summe der Leistenlänge 25 und des Abstandes 28 ergibt dabei die Teilung 23, welche bevorzugt zwischen 800 und 1200 mm, insbesondere 1044 mm, liegt.
Die Druckleisten 24 der ersten, der Stirnseite 26 des Holzträgers 3 am nächsten liegenden Horizontalpressvorrichtung 8 der Pressvorrichtung 6 besitzen eine Leistenlänge 29, welche geringer ist als die zu dieser parallel verlaufende Leistenlänge 25 der dieser ersten Horizontalpressvorrichtung 8 zugeordneten Vertikalpressvorrichtung 7.
Diese Druckleisten 24 mit der Leistenlänge 29 weisen ebenfalls Stirnflächen 27 auf,
EMI6.1
<Desc/Clms Page number 7>
zweites angeordneten Pressvorrichtung 6 ebenfalls um den Abstand 28 distanziert sind. Die Druckleisten 24 der zweiten sowie der an diese entgegengesetzt zur Stirnseite 26 anschliessenden der Horizontalpressvorrichtungen 8 besitzen die Leistenlänge 25, welche mit jener der Druckleisten 24 der Vertikalpressvorrichtungen 7 ident ist. In der Mitte der Druckleisten 24 der Horizontalpressvorrichtungen 8 verlaufen jeweils die Symmetrieachsen 22 der Verstellantriebe 9. Die Symmetrieachse der Horizontalpressvorrichtung 8 der ersten Pressstation 5 liegt dabei auf einer gemeinsamen, rechtwinkelig zur Aufstandsfläche 16 und parallel zur Stirnseite 26 durch die Symmetrieachse 22 der Vertikalpressvorrichtung 7 verlaufenden Symmetrieebene 30.
Aufgrund der Tatsache, dass die Leistenlänge 29 der ersten Horizontalpressvorrichtung 8 geringer ist, als die Leistenlänge 25 der dieser entsprechenden Vertikalpressvorrichtung 7 und des in etwa konstanten Abstandes 28 zwischen den Druckleisten 24 der Pressstation 5 ergibt sich für die zweite und jede weitere Pressstation 5 nun eine Distanz der durch die Symmetrieachsen 22 der Vertikalpressvorrichtung 7 verlaufenden Symmetrieebenen 30 zu der diesen entsprechenden, durch die Symmetrieachse 22 der Horizontalpressvorrichtung 8 verlaufenden Symmetrieebene 30 um einen Versatz 31.
In den Fig. 2 und 3 ist ein Querschnitt durch die Fertigungsvorrichtung l gezeigt, wobei die Vertikalpressvorrichtung 7 in der Fig. 3 im Detail dargestellt ist. Aus diesen Figuren ist ersichtlich, dass parallel zur Symmetrieachse 22 des Verstellantriebes 9 der Vertikalpressvorrichtung 7, beispielsweise eines Hydraulikzylinders 32, eine Vertikalpresskraft - Pfeil 33 - in Richtung des Holzträgers 3 gerichtet verläuft und eine parallel zur Symmetrieachse 22 des Hydraulikzylinders 32 der Horizontalpressvorrichtung 8 ebenfalls in Richtung des Holzträgers 3 gerichtet, eine Horizontal- presskraft - Pfeil 34 - im rechten Winkel zur Vertikalpresskraft - Pfeil 33 - verläuft.
Sowohl die Vertikalpresskraft - Pfeil 33 - als auch die Horizontalpresskraft-Pfeil 34 - sind rechtwinkelig zu, am Grundrahmen 15 bzw. am Vertikalstützelement 21 lösbar oder unlösbar angeordneten Auflageplatten 35, welche der Vertikalpresskraft- Pfeil 33 - und der Horizontalpresskraft - Pfeil 34 - zugewandt Auflageflächen 36 für den Holzträger 3 ausbilden.
Der Holzträger 3 ist dabei aus vier Holzelementen 2 gebildet, welche aneinander zugewandten Fügeflächen 37 über Verbindungsmittel, wie z. B. Leim, verbunden sind.
Die Fügeflächen 37 verlaufen dabei beispielsweise parallel zu den Auflageflächen
<Desc/Clms Page number 8>
36. Zwei im rechten Winkel zueinander verlaufende Fügeflächen 37 eines Holzelementes 2 sind über eine Schrägfläche 38 miteinander verbunden, welche mit weiteren Schrägflächen 38 der anderen Holzelemente 2 im Inneren des Holzträgers 3 eine Bohrung 39 ausbilden, die einen parallelogrammähnlichen Querschnitt besitzt.
Selbstverständlich können die Schrägflächen 38 auch gekrümmt sein. Die Bohrung 39 kann jedoch auch jeden beliebigen Querschnitt aufweisen.
Ein derartiger, beispielsweise aus zweireihig und/oder zweilagig angeordneten Holzelementen 2 aufgebauter, üblicherweise als Kreuzbalken bezeichneter Holzträger 3 wird nun an den mit Leim beschichteten Fügeflächen 37 mittels der Vertikalpressvorrichtung 7 und der gleichzeitig mit dieser wirkenden Horizontalpressvorrichtung 8 verpresst. Die Hydraulikzylinder 32 der Vertikalpressvorrichtung 7 und der Horizon- talpressvorrichtung 8 sind in einer Zylinderaufnahme 40 angeordnet. Diese besteht aus einem Mantelrohr 41, welches über eine mit diesem lösbar oder unlösbar verbundene Flanschplatte 42 mit einer am Vertikalstützelement 21 lösbar oder unlösbar verbundenen Gegenflanschplatte 43, beispielsweise über Schraubenverbindungen befestigt ist.
Es ist jedoch auch möglich, die Flanschplatte 42 an der Gegenflanschplatte 43 durch eine Schweissverbindung, Nietverbindung oder Klebeverbindung unlösbar zu befestigen.
Das Mantelrohr 41, welches nun bewegungsfest am Vertikalstützelement 21 angeordnet ist. besitzt an einem dem Druckelement 10 entgegengesetzten Endbereich 44 einen. mit dem Mantelrohr 41 über eine Schweissverbindung verbundenen, eine Au- ssenseite 45 des Mantelrohres 41 überragenden Flanschring 46. Dieser dient der Befestigung einer Schwenklagereinheit 47, welche aus einer Stirnplatte 48 besteht, die mittels zweier symmetrisch um die Symmetrieachse 22 angeordneter Lagerlasche von einer %'erbindungsfläche 49 in Richtung eines, durch das Mantelrohr 41 umhüllten Innenraumes 50 vorragt.
Die Lagerlasche besitzen in einer rechtwinkelig zur Symmetrieachse 22 verlaufenden Achse 51 eine Lagerbohrung 52, in welche ein Lagerbolzen 53 eingeführt ist, welcher wiederum mit beispielsweise einem Lagersteg 54 des Hydraulikzylinders 32 in schwenkbarem Verbindungseingriff steht.
An einer dem Innenraum 50 zugewandten und der Aussenseite 45 abgewandten Innenseite 55 des Mantelrohres 41 ist eine Gleithülse 56 angeordnet, welche mit dem Mantelrohr 41 bewegungsfest über beispielsweise eine Schraubenverbindung 57 verbunden ist. Die Gleithülse 56 kann dabei aus Gleitlager-Werkstoffen, wie z. B. Messing, aus Sinter-Werkstoffen oder aus Kunststoffen, wie beispielsweise Polyamid,
<Desc/Clms Page number 9>
ausgebildet sein und weist eine die Innenseite 55 in Richtung der Symmetrieachse 22 überragenden Hülsendicke 58 auf.
Die Innenseite 55 wird im Falle eines runden Mantelrohres 41 konzentrisch um die Symmetrieachse 22 verlaufend von dieser in einem Radius 59 distanziert, wobei der doppelte Radius 59 einen Mantelinnendurchmesser 60 bildet. Die Differenz dieses Mantelinnendurchmessers 60, vermindert um die doppelte Hülsendicke 58, ergibt einen Innenrohraussendurchmesser 61 eines im Inneren des durch die Gleithülse 56 gebildeten Bereiches geführten Innenrohres 62. Dieses Innenrohr 62 ist in einem, dem Druckelement 10 zugewandten und dem Endbereich 44 abgewandten Bereich über eine Schwenklagerverbindung 63 mit einer Druckplatte 64 einer das Druckelement 10 mit dem Hydraulikzylinder 32 verbindenden Gelenkanordnung 65 und einer Lagerlasche 66 des Hydraulikzylinders 32, welche entgegengesetzt zum Lagersteg 54 verläuft, verbunden.
Dabei weist sowohl das Innenrohr 62, als auch die Lagerlasche 66 und zwei symmetrisch um die Symmetrieachse 22 angeordnete, mit der Druckplatte 64 bevorzugt einstückig verbundene Lagerstege 67 eine durchgehende, konzentrisch um ein rechtwinkelig zur Symmetrieachse 22 liegende Lagerachse 68 verlaufende Lagerbohrung 69 auf, in welche ein Lagerbolzen 70 eingeführt ist. Dieser wird in einem rechtwinkelig zur Symmetrieachse 22 liegenden Abstand 71 durch Sicherungselemente 72 gegen axiale, in Richtung der Lagerachse 68 gerichtete Verschiebung gesichert. Die Sicherungselemente 72 liegen dabei jeweils an einer die Lagerstege 67 in Richtung des Innenrohres 62 begrenzenden Aussenfläche 73 an.
Der Lagerbolzen 70 besitzt eine Bolzenlänge 74, welche geringfügig kleiner als der Innenrohraussendurchmesser 61, jedoch grösser als ein Innenrohrinnendurchmesser 75 ist, welcher in etwa dem Abstand 71 der Sicherungselemente 72 entspricht. Dadurch wird eine aus der Differenz des halben Innenrohraussendurchmessers 61, vermindert um den halben Innenrohrinnendurchmesser 75 gebildete Wandstärke 76 des Innenrohres 62 durch einen Überstand 77 des Lagerbolzens 70 durchragt.
Aufgrund dieses Aufbaus der Zylinderaufnahme 40 wird eine Zylinderstange 78, welche die Lagerlasche 66 besitzt, mit Hilfe des Innenrohres 62 in mit dem Vertikalstützelement 21 verbundenen Mantelrohr 41 geführt, wodurch eventuell auftretenden, nicht parallel zur Symmetrieachse 22 verlaufende Kräfte, welche auf das Druckelement 10 einwirken, aufgenommen werden können, ohne dass das Druckelement 10 mit einer eigenen Führungsvorrichtung versehen werden muss. Es ist jedoch
<Desc/Clms Page number 10>
auch möglich, das Druckelement 10, beispielsweise über eine T-Nut-Führung oder über eine Schwalbenschwanzführung, im Vertikalstützelement 21 zu führen, wobei eine oben ausgeführte derartige Konstruktion der Zylinderaufnahme 40 entfallen würde.
Ein analoger Aufbau der Zylinderaufnahme 40 der Vertikalpressvorichtung 7 ist auch bei der Horizontalpressvorrichtung 8 vorgesehen.
Durch diese beschriebene Ausführung wird der Verstellantrieb z. B. der Hydraulikzylinder 32 in einer Hohlseitenkräfte aufnehmenden teleskopischen Rohranordnung aufgenommen, durch welche Knickbelastungen im Verstellantrieb vermieden werden. Selbstverständlich ist eine derartige Teleskopanordnung auch durch ineinander geführte einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisenden Formrohren erzielbar.
Wie nun weiter zu ersehen, besitzt das Druckelement 10 eine Linearverstellvorrichtung 79, mit der die Gelenkanordnung 65, insbesondere eine Gelenkpfanne 80 eines sphärischen Gelenks 81, beispielsweise über eine Spindel 82, relativ zwischen der Druckplatte 64 und einer Lagerplatte 83 des Druckelementes 10 im rechten Winkel zur Auflagefläche 36 in Richtung derselben oder in eine dieser entgegengesetzten Richtung bewegt werden kann. Dadurch ist es möglich, die Vertikalpresskraft-Pfeil 33 - aber auch die Horizontalpresskraft - Pfeil 34 - relativ zur Wirklinie des Hydraulikzylinders 32, welche durch die Symmetrieachse 22 verläuft, zu verschieben und genau auf ein im Inneren des Holzträgers 3 liegendes Zentrum 84 auszurichten, sodass es nie zu einer neben dem Zentrum 84 verlaufenden exzentrischen Wirkung der Presskräfte kommt.
Dies bewirkt eine optimale Beaufschlagung des Holzträgers 3 mit den Presskräften.
Aufgrund der kalottenförmig ausgebildeten, konkav in Richtung der Lagerplatte 83 verlaufenden Pfannenfläche 85 der Gelenkpfanne 80 und der diese Pfannenfläche 85 berührenden Gelenkkugel 86, wird die Linearbewegung der Gelenkpfanne 80 auf die Gelenkkugel 86 übertragen, weshalb das gesamte Gelenk 81 linear verschieblich ist.
In den Fig. 4 und 5 ist nun die Gelenkanordnung 65 sowie der Aufbau des Druckelementes 10 besser ersichtlich. Die Gelenkkugel 86 liegt mit einer der Gelenkpfanne 80 abgewandten Planfläche 87 bündig an einer, dem Druckelement 10 zugewandten, Aussenfläche 88 der Druckplatte 64 auf. Von der Planfläche 87 weg erstreckt sich ein Zylinderteil 89, welcher in Richtung des Druckelementes 10 in einen Bombie-
<Desc/Clms Page number 11>
rungsteil 90 mündet, welcher in Berührungsverbindung mit der Pfannenfläche 85 ist. Der Zylinderteil 89 kann mit der Planfläche 87 lose an der Aussenfläche 88 der Druckplatte 64 anliegen. Es ist jedoch auch möglich, den Zylinderteil 89 an der Au- ssenfläche 88 über eine Führungsanordnung zu führen. Dies ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel bei der Gelenkpfanne 80 verwirklicht.
Diese ist beispielsweise seitlich durch zwei Führungsleisten 91 im rechten Winkel zur Auflageplatte 35 geführt.
Eine parallel zur Symmetrieachse 22 des Hydraulikzylinders 32 gemessene Distanz 92 zwischen der Druckplatte 64 und der Lagerplatte 83 entspricht dabei in etwa einer parallel zu dieser gemessenen Gelenkhöhe 93, wodurch das Gelenk 81 in paralleler Richtung zur Symmetrieachse 22 begrenzt wird, sodass die Gelenkkugel 86 nicht aus der Gelenkpfanne 80 herausbewegt werden kann. Die Druckplatte 64 ist mit der Lagerplatte 83 über elastische Elemente 94, wie beispielsweise Gummipuffer, verbunden, sodass die Lagerplatte 83 von ihrer parallel zur Druckplatte 64 befindlichen Ausgangslage winkelig zu dieser verschwenkt werden kann.
An einer mit den Führungsleisten 91 in Berührungsverbindung stehenden Führungsfläche 95 der Gelenkpfanne 80 sind symmetrisch zur durch die Symmetrieachse 22 verlaufenden Symmetrieebene 30, die Führungsfläche 95 in entgegengesetzter Richtung überragende Übertragungshebel 96 bewegungsfest, beispielsweise angeschweisst, angeklebt oder angeschraubt, mit der Gelenkpfanne 80 verbunden. Diese sind Teil der Linearverstellvorrichtung 79, welche ermöglicht, dass bei in Richtung einer im Zentrum der Spindel 82 verlaufenden Spindelachse 97 gerichteter linearer Verstellung des Gelenkes 81 diese Bewegung auf Druckleisten 98 des Druckelementes 10 übertragen wird.
Die Übertragungshebel 96 verlaufen dabei parallel zur Lagerplatte 83 und besitzen an einem dem Gelenk 81 abgewandten Endbereich jeweils einen Gleitzapfen 99, welcher bevorzugt konzentrisch ausgebildet ist und im rechten Winkel im Übertragungshebel 96, diesen in Richtung der Lagerplatte 83 überragend, bewegungsfest angeordnet ist. Zwischen dem Übertragungshebel 96 und der Lagerplatte 83 sind symmetrisch um die Symmetrieebene 30 Schwenkhebel 100 angeordnet. Diese sind in einem dem Gelenk 81 zugewandten Bereich über je einen Schwenkzapfen 101, welcher zylindrisch ausgebildet und in der Lagerplatte 83 diese in Richtung der Druckplatte 64 überragend bewegungsfest angeordnet ist, schwenkbar gelagert. Der Schwenkhebel 100 besitzt eine Schwenkhebellänge 102, wobei in etwa in der Hälfte dieser der Schwenkhebel 100 eine Führungsöffnung 103 aufweist.
Diese wird vom Gleitzapfen 99 in Richtung der Lagerplatte 83 durchragt, welcher in einander zugewandten, rechtwinkelig zur Lagerplatte 83 liegenden, die Führungsöffnung 103 teilweise begrenzenden Führungsflächen 104 abgleiten kann.
<Desc/Clms Page number 12>
In einem dem Schwenkzapfen 101 entgegengesetzten Bereich des Schwenkhebels 100 besitzt dieser eine Übertragungsvorrichtung 105. Diese besteht aus einem Übertragungsbolzen 106, welcher den Schwenkhebel 100 durchragt und von einer der Lagerplatte 83 zugewandten Schwenkhebelunterseite 107 um eine Höhe 108 in Richtung der Druckleisten 98 vorragt. Die Höhe 108 ist dabei grösser als eine parallel zu dieser und zur Symmetrieachse 22 gemessene Druckkopfhöhe 109, welche gebildet wird aus einer parallel zu dieser gemessenen Lagerplattendicke 110 der Lagerplatte 83 und einer Profilhöhe 111, welche die, beispielsweise als Druckelementkonstruktion eingesetzten I-Profile in ihrer Höhe begrenzt.
Die Differenz der Höhe 108, vermindert um die Druckkopfhöhe 109, ergibt eine Überstandshöhe 112 mit der der Übertragungsbolzen 106 eine der Lagerplatte 83 zugewandte, durch Profile 113 gebildete Oberfläche 114 der Druckleiste 98 in entgegengesetzter Richtung zum Hydraulikzylinder 32 überragt. Der Übertragungsbolzen 106 ragt mit der Überstandshöhe 112 in eine parallel zur Lagerplatte 83 verlaufende Grundplatte 115 der Druckleiste 98 und befindet sich dabei in einer in der Grundplatte 115 angeordneten schlitzförmigen Ausnehmung 116.
Soll nun ein im Zentrum des Gelenkes 81 liegender Druckpunkt 117, durch welchen die Wirklinie der Presskraft verläuft, verschoben werden, so wird die Spindel 82 in Drehbewegung versetzt. Dabei wird das Gelenk 81 ähnlich einer Wandermutter zwischen den Führungsleisten 91 entlang der Spindelachse 97 bewegt. Aufgrund der starren Anordnung der Übertragungshebel 96 am Gelenk 81 vollführt auch der Übertragungshebel 96 und damit der Gleitzapfen 99 eine parallel zur Linearbewegung des Gelenkes 81 verlaufende Linearbewegung.
Der Gleitzapfen 99 gleitet dabei entlang der Führungsflächen 104 der Führungsöffnung 103 im Schwenkhebel 100 ab, wobei der Schwenkhebel 100 um den Schwenkzapfen 101 eine kreisbogenförmige Auslenkung erfährt. Diese Auslenkung wird mittels des Übertragungsbolzens 106 auf die Druckleiste 98 übertragen, wodurch diese analog der Linearbewegung des Gelenkes 81 ebenfalls eine Linearbewegung vollführt. Die Druckleiste 98 ist dabei über eine Führungsanordnung 118 im Druckelement 10, insbesondere an den Profilen 113, zwangsgeführt. Der Übertragungsbolzen 106, welcher gegen axiales Verschieben gesichert ist, befindet sich beispielsweise in einer hülsenförmigen Anschlagvorrichtung 119, welche im Schwenkhebel 100 lösbar oder unlösbar, beispielsweise mit einem Gewinde zur Justierung, befestigt ist.
Diese verhindert, dass das Druckelement 10 nur bis zu einer bestimmten Winkel-
<Desc/Clms Page number 13>
lage ausgelenkt werden kann. Bei Erreichen dieser Lage stösst die Oberfläche 114 der Druckleiste 98 an die Anschlagvorrichtung 119.
Die Linearverstellvorrichtung 79 ist so ausgelegt, dass sich bei Verstellung des Gelenkes 81 der Druckpunkt 117 immer in der Hälfte eines Druckleistenabstandes 120 befindet, welcher die dem Grundrahmen bzw. dem Vertikalstützelement 21 zugewandte, beispielsweise über Schraubenverbindungen mit dem Druckelement 10 lösbar verbundene Druckleiste 98 von der mittels der Linearverstellvorrichtung 79 linear beweglichen Druckleiste 98 distanziert. Dadurch wird gewährleistet, dass die vom Hydraulikzylinder 32 ausgeübte Druckkraft zu gleichen Teilen auf die Druckleisten 98 und damit auf die Holzelemente 2 des Holzträgers 3 übertragen wird.
Die Linearverstellvorrichtung 79 ermöglicht somit eine rasche und gegebenenfalls auch automatisierbare Umstellung für unterschiedliche Breite zu verbindende Holzelemente 2. Dabei wird mittels der Übertragungshebel 96 und Schwenkhebel 100 ein paralleles Verstellen der Druckleisten 98 zueinander sichergestellt. Darüber hinaus gewährleisten die Hebelübersetzungen, dass der Druckpunkt 117 unabhängig vom gewählten Druckleistenabstand 120 im Mittel dieses Druckleistenabstandes 120 liegt. Damit werden exzentrische Belastungen in den Pressvorrichtungen vermieden.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 6 und 7 ist der Aufbau einer Druckleiste 98 dargestellt. Diese besteht aus der Grundplatte 115, welche vorzugsweise aus metallischem Werkstoff, beispielsweise Flachstahl, gebildet ist. Die Grundplatte 115 besitzt an ihrer Oberfläche 114, diese entgegengesetzt zu einer Schichtanordnung 121 überragende, L-förmig ausgebildete, die Führungsanordnung 118 ausbildende, Führungsleisten 122, welche einen Schenkel 123 des strichliert dargestellten Profils 113 bereichsweise umfassen. Die Schichtanordnung 121 besteht aus mehreren Lagen, wobei unmittelbar an der Grundplatte 115 eine über Schrauben eine Flachleiste 124 angeordnet ist, die mit der Grundplatte 115 lösbar verbunden ist.
In einem Abstand 125 befindet sich in der der Grundplatte 115 entgegengesetzten Richtung eine weitere Flachleiste 126, beispielsweise in Form eines Flachstahles und in einem durch den Abstand 125 begrenzten Zwischenraum eine elastische Schichte 127, beispielsweise aus Gummi. Diese elastische Schichte 127 ist mit den Flachleisten 124 und 126 lösbar oder unlösbar, vorzugsweise durch Verkleben oder Vulkanisieren, verbunden. An einer der elastischen Schichte 127 abgewandten Oberfläche der Flachleiste 126 befindet sich eine Kunststoffschichte 128, welche ebenfalls beispielsweise über Schrauben mit der Flachleiste 126 lösbar verbunden ist.
<Desc/Clms Page number 14>
Durch diesen Aufbau wird gewährleistet, dass die Oberfläche der Holzelemente 2 beim Verpressen nicht beschädigt wird. Überdies werden zusätzliche Unebenheiten oder konisch zueinander verlaufende Pressflächen an den Holzträgern durch den elastischen Aufbau der Druckleiste 98 wirkungsvoll ausgeglichen.
Die Druckleiste 98 kann nicht nur im rechten Winkel zu den Profilen 113 verlaufen, sondern auch parallel zu einem, in der Fig. 5 mit strichlierten Linien dargestellten Profil 113. Dabei ist es möglich, den Schenkel 123 des Profiles 113 an beiden Seiten mit Führungsleisten 122 zu umfassen.
In den gemeinsam beschriebenen Fig. 8 und 9 ist nun eine weitere Ausführungsvariante einer Fertigungsvorrichtung 1 dargestellt. Diese weist wiederum in Richtung der Längserstreckung 4 mehrere hintereinander angeordnete Pressstationen 5 auf, welche spiegelbildlich zu einer parallel zur Längserstreckung 4 verlaufenden Anlagensymmetrieebene 129 angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, gleichzeitig zwei Kreuzbalken, aber auch beispielsweise einen Kreuzbalken und einen Brettschichtträger, insbesondere einem Leimbinder, oder aber gleichzeitig zwei Brettschichtträger herzustellen. Bei der Herstellung von Kreuzhohlbalken sind die Druckleisten 98 parallel zu den Holzträgem 2 an den Druckelemente 10 angeordnet. Im Falle der Herstellung eines Leimbinders wären die Druckleisten 98 im rechten Winkel zur Längserstreckung 4.
Die einzelnen Pressstationen 5 sind entsprechend den vorangegangenen Ausführungen ausgebildet. Die Zylinderaufnahme 40 der Pressvorrichtung 6 ist in Form eines einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Formrohres ausgestaltet.
Die dargestellte doppelseitig ausgeführte Fertigungsvorrichtung 1 weist einerseits die Pressstationen 5 mit den Druckleisten 98 zur Herstellung eines Kreuzhohlbalkens auf und andererseits der Anlagensymmetrieebene 129 die Pressstationen 5 zur Herstellung eines Leimbinders. Dabei sind die Druckleisten 98 rechtwinkelig zur Auflagefläche 36 am Druckelement 10 befestigt.
Die spiegelbildlich zueinander angeordneten Pressstationen 5 sind auf einem gemeinsamen Grundrahmen 15 und einem auf diesen aufgebauten Vertikalstützelement 21 befestigt. Der Grundrahmen 15 besitzt an einer den Pressstationen 5 abgewandten und der Aufstandsfläche 16 zugewandten Rahmenunterseite 130 zwei im rechten Winkel zu dieser verlaufende, diese in Richtung der Aufstandsfläche 16 überragen-
<Desc/Clms Page number 15>
de, Stützelemente 131, die an ihrem den Grundrahmen 15 entfernten Bereich ein jeweils auf einer Gleitbahn 132 abwälzendes Rollelement 133 aufweisen.
Durch diese Rollelemente 133 ist es möglich, die gesamte Fertigungsvorrichtung 1 in Richtung eines parallel zur Aufstandsfläche 16 und im rechten Winkel zur Anlagensymmetrieebene 129 verlaufenden, doppelt wirkenden Richtungspfeiles 134 längs eines Basisrahmens 135, welcher mit der Aufstandsfläche 16 bewegungsfest verbunden ist, zu verschieben.
Eine der Fertigungsvorrichtung 1 eventuell vorgelagerte Transportvorrichtung kann desshalb die zu verpressenden Holzträger 3 immer an der gleichen Position an die Fertigungsvorrichtung 1 übergeben. Durch das Verfahren der Fertigungsvorrichtung 1 längs des Richtungspfeiles 134 kann dieser von einer Fördereinrichtung angelieferte Holzträger 3 nun in den von der Anlagensymmetrieebene 129 links oder auch in den von der Anlagensymmetrieebene 129 rechts gelegenen Pressstationen 5 aufgenommen werden. Dies geschieht mittels des Verfahrens des Grundrahmens 15 relativ zum Basisrahmen 135. Die Rollelemente 133 können dabei mit einem eigenen Antrieb versehen werden und die Stützelemente elastische Anschläge 136 besitzen, mit denen die Rollbewegung abgebremst wird.
Der Basisrahmen 135 besteht aus einem im rechten Winkel zur Anlagensymmetrieebene 129 verlaufenden Horizontalträger 137 und zwei mit der Aufstandsfläche 16 bewegungsfest verbundenen, im rechten Winkel zu diesen aufgesetzten, Vertikaltragelementen 138.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wurden teilweise unmassstäbliche Darstellungen gezählt Selbst\erstandhch können die technischen Details und die beschriebenen Bauteile im Rahmen des fachmännischen Könnens beliebig abgewandelt werden.
Des elteren können auch einzelne Merkmale der in den einzelnen Ausführungsbeispielen gezeigten und beschriebenen Kombinationen den Gegenstand eigenständi- ger. erfindungsgemässer Lösungen bilden.