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Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Apparate zum selbsttätigen Messen und Registrieren der Gewichte von Flüssigkeitsmengen unter Verwendung eines Flfissigkeits- verdrängers ; das Charakteristische dieses Apparates liegt darin, dass der im Gefäss vertikal geführte Verdränger von durchaus gleichem horizontalem Querschnitt der Wirkung des Auftriebes entgegen unter jene einer stetig wachsenden Belastung gestellt und letztere in dem Augenblicke registriert wird, in welchem der Verdränger unter dem Einfluss der Belastung den Boden des Gefässes erreicht hat.
Gefäss und Verdränger werden in der Weise konstruiert, dass der zwischen zwei beliebigen Niveauächen liegende Raum des Gefässes ein bestimmtes Vielfaches (n-faches) des zwischen denselben Niveauflächen liegenden Volumens des Verdrängers bildet ; wenn der Verdränger selbst ausgewichtet ist, wird sodann der Druck, welcher nötig ist, um den Verdränger in seiner den Boden berührenden Stellung festzuhalten, dem n-ten Teile des Gewichtes der im Gefässe enthaltenen Flüssigkeit gleichen.
In der Zeichnung ist eine der Erfindung gemäss konstruierte Flüssigkeitswage in schematischer Darstellung gezeigt.
Wie aus dieser Darstellung ersichtlich, ist an einem mit einer EinfüJlöffnung 0 versehenen, vorzüglich zylindrischen Gefasse m ein gleichfalls zylindrischer Flüssigkeits-
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Anordnung von Gegengewichten zur Ganze ausgewlchtet ist. so dass seine auf und nieder steigende Bewegung durch das Eigengewicht nicht beeinflusst wird. Der Verdränger besitzt einen kleinen Spielraum, so dass er eine kurzu Auf-und Abwärtsbewegung im Gefäss m ausführen kann. Dieser Spielraum soll aus später angegebenen Gründen die Höhe einiger : millimeter nicht übersteigen.
An das Gefäss m schliesst sich eine Ablauf- oder, wie im vorliegenden Falle, eine
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stetig zunehmenden Gewichte belastet werden ; bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht dies in der Weise, dass auf der Verdrängerstange a eine Schwinge b aufruht, auf welcher ein gleitendes oder fallendes Organ geführt ist, das entweder selbst den Charakter eines Laufgewichtes oder, wie im vorliegenden Falle, den eines übertragungorganes hat, welches das Gewichtsmoment eines oberhalb angeordneten Gewichtshebels c auf den unteren Hebel b überträgt.
Die Bewegung dieses Übertragungsorganes wird vermittelst einer Zahnstange f von einem direkt oder indirekt in Bewegung gesetzten Zahnrad R abgeleitet, welches gleichzeitig ein Zahl-oder Registrierwcrk betätigt, so dass letzteres in Abhängigkeit von der
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Die Führungsstange ades Verdrängers n ist mit einer kurzen Einkerbung h versehon, in welche ein federnder Riegel t einfällt, wenn der Verdränger n den Boden des Gefässes m berührt. Dieser Riegel t ist durch geeignete Übertragungsorgane mit einer Sperrklinke 3 verbunden, welche beim Einfallen des federnden Riegels t in die Kerbe h das Sperrad 4 feststellt, welche durch Übersetzungsräder 5 und 6 mit dem Antriebsrade R gekuppelt ist.
Um eine Messung vorzunehmen, wird die zu messende Flüssigkeit in das Gefäss m eingefüllt, wodurch der Schwimmer, insoweit dies der kleine, immer zur Verfügung stehende Hub gestattet, angehoben wird.
Durch direkte oder indirekte Betätigung des Schaltrades R, welches die Typenwalze eines in der Zeichnung nicht dargestellten Registrier-und Druckwerkes vorwärtsschaltet, wird der Läufer y, welcher in der Nullstellung des Registrierwerkes oberhalb des ausgewichteten Druckhebels b ruht, in der Richtung des Pfeiles 1 bewegt, wodurch auf den Schwimmer n ein wachsender Druck ausgeübt wird. In dem Augenblick, in welchem dieser Druck dem auf den Schwimmer ausgeübten Auftrieb gleicht, führt derselbe während des weiteren Fortschreitens des Übertragungsorganes g eine Abwärtsbewegung aus, welche
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Mit Rücksicht auf den früher beschriebenen Zusammenhang dieses Schaltrades R mit dem Zähl-und Registrierwerk wird sohin letzteres einen Wert zeigen, welcher dem Zehnfachen des auf dem Schwimmer lastenden Gewichtes gleicht.
Da aber das auf dem Schwimmer lastende Gewicht dem Gewichte der Flüssigkeit gleicht, welche der Schwimmer in seiner tiefsten Stellung verdrängt und das Volumen der im Gefässe m enthaltenen Flüssigkeit zehnmal so gross ist, als die vom Schwimmer verdrängte Flüssigkeitsmenge, so wird das Registrier-und Zählwerk das Gewicht der in den Behälter eingeführten Flüssigkeit zeigen.
Die Feststellung des Schaltorgans R im Augenblicke, da der Schwimmer n den Boden des Gefässes m berührt, kann selbstredend auch durch andere Mittel, beispielsweise durch elektrischen Kontakt oder durch Betätigung eines Fühlorganes oder eines Fühlhebels erfolgen.
Es ist nicht notwendig, dass der dem Schwimmer zur Verfügung gestellte Weg ein kleiner sei und etwa nur einige Millimeter betrage. Dies empfiehlt sich jedoch aus dem
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während der Senkbeegung stattfindende Zunahme der Belastung dem tatsächlich wachsenden Auftriebe gleicht, eine genaue Übereinstimmung dieser Werte aber bei länger andauernden Senkbewegungen infolge des Auftretens von Massenheschleunigungen und von Widerständen nicht zu erzielen ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Apparat zum selbsttätigen Messen und Registrieren der Gewichte von Flüssigkeitmengen unter Verwendung eines in einem Gefasst vertikal geführten Verdrängers von durchaus gleichem horizontalem Querschnitte, dadurcb gekennzeichnet, dass dieser Verdränger dem Auftriebe entgegen unter die Wirkung einer stetig wachsenden Belastung gestellt wird und letztere in dem Augenblicke gemessen und registriert wird, in welchem der Verdränger unter dem Einfluss der Belastung den Boden des Gefässes erreicht.