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Wasserturbinenanlage für quer zum Wasserzulauf in offener Kammer angeordnete Turbinen mit wagerechten Wellen.
Bei Turbinen mit wagerechter Welle, die in offener Kammer angeordnet sind, liegt die Leitvorrichtung und die Einlauföffnung zur Turbine meistens an einer Seitenwand der Turbinenkammer. Das Saugrohr nimmt stets einen grossen Teil der Querschnittsfläche für den Wasserzulauf unterhalb der Turbine ein. Hiedurch wird bei Anlagen mit kleinem Gefälle die Wasserzuführung um die Leitvorrichtung herum erschwert und verengt. Auch die Wasserführung in das im allgemeinen lotrecht in das Unterwasser führende Saugrohr wird bei kleinem Gefälle schwierig, insbesondere bei Zwitlingsturbinen mit gemeinsamem Saugrohr.
Das aus den beiden Turbinen kommende Wasser stösst im stumpft n Winkel zusammen, muss sich selbst ablenken und am Ende des Saugrohres sofort im scharfen Winkel aus der lotrechten Richtung in die wagerechte Abflussrìchtung des Unterwasserkanals übergehen. Diese Schwierigkeiten in der Wasserführung zwingen häufig bei kleinem Gefälle und besonders bei grösseren Wassermengen dazu, an Stelle liegender Turbinen solche mit stehender Welle anzuwenden, obwohl die ersteren erheblich billiger in der Anlage und günstiger fur duj Kraftabnahme sind. Ist über der Turbine eine Tauchdecke anzuliegen, so wird auch dn) Wasserführung oben eng und schwierig und man muss entweder das Bauwerk verbreitern oder den Grundbau ins Unterwasser vertiefen.
Um die Turbinenwolle trocken zu lagern, müssen im Wasser Schachte eingebaut, besondere Lagerräume im Bauwerk oder Aussparungen in den Pfeilern vorgesehen werden, wodurch die
Kosten des Bauwerkes vergrössert werden.
Diese Übelstände werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, dass die Seitenwände der Turbinenkammer gegen die Sohle oder gegen die Rückwand der Turbinenkammer zusammengezogen werden, so dass ausserhalb der Wasserkammer ein Raum zur Führung des Saugrohres ins Unterwasser und zur Lagerung der Turbinenwelle gewonnen wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht,
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entsprochunde Darstellung einer Turbineuaniage für zwei Einzelturbinen, Fig. 4 den zu Fig. 3 gehörigen Grundriss, Fig. 5 einen wagerechten Schnitt durch die Turbinenachse einer Anlage für eine Einzelturbine, bei der die Seitenwand der Turbinenkammer gegen die Rückwand herangeführt ist, Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung einer Turbinenanlage mit einer Zwillingsturbine und einer Einzeiturbine.
Nach den Fig. 1 und 2 sind die beiden Seitenwände a der Turbinenkammer gegen die Sohle b zusammengezogen. Die Leitvorrichtungen c dor Zwillungsturbine liegen in der
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wände a hindurch ausserhalb der Turbinenkammer ins Unterwasser, und zwar so, dass jedes Saugrohr für sich in das Unterwasser müdet. Ausserhalb der schrägen Seitenwände a
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welle gewonnen, ohne dass der Querschnitt der Ttrbinenkammern in schädlicher Weise verkleinert wird.
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aussen geführt, so dass zwei schräge Kammerwände a entstehen. Bei dieser Anordnung wird innerhalb der schrägen Seitenwände ausserhalb der Turbinenkammern der wasserfreie Raum für die Führung der Saugrohre d ins Unterwasser und die Lager e der Turbinen gewonnen.
Dieselben Vorteile treten auf, wenn die beiden Seitenwände der Tnrbinenkammer gegen deren Ruckwand zusammengezogen werden, so dass die Rückwand ganz oder teilweise wegfällt. Die Seitenwände werden in diesem Falle lotrecht oder mit kleiner Neigung auf der Turbinenkammersohle aufgebaut. Eine derartige Anordnung für eine Einzelturbine
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Turbinenkammer hindurch ausserhalb der Turbinenkammer ins Unterwasser und wird ausserhalb der Turbinenkammer ein bequem zugänglicher Raum für das Lager e der Turbinenwelle geschaffen.
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Fig. 6. Jede Turbine besitzt ein gesondertes Saugrohr d, das durch die schrägen Kammerwände a hindurch ins Unterwasser führt. Auch hier sind die Lager e ausserhalb der Turbinenkammern bequem zugänglich.
Bei den Anordnungen nach den Fig. 5 und 6 müssen die Saugrohre unter einem flachen Winkel ins Unterwasser gefuhrt werden, so dass die bei lotrechten Saugrohren vorhandene scharfe Ablenkung des Wassers im rechten Winkel, die insbesondere bei kleinem Gefälle ungünstig ist, vermieden ist.
Durch die Zusammenziehung ber Seitenwand oder Seitenwinde gegen die Rückwand wird ausserdem der Vorteil erreicht, dass die Breite des Bauwerkes ausserordentlich gering wird. Bei bekannten Anlagen für ganz kleines gefälle mit einer Turbine mit wagerechter Welle in paralleIwandig begrenzter Kammer liegt das Saugrohr entweder in der Turbinenkammer oder aber es wird von einer Seitenwand aus ins Unterwasser geführt. Im ersten Fall muss die Kammer verbreitert werden, um einen freien und ungehinderten Wasser- znfluss in die Leitvorrichtung zu ermöglichen, so dass die Kammer vor der Turbine einen grösseren Wasserquersclinitt erhält, als nötig ist. Im zweiten Falle vergrössert sich die Breite der Anlage um das für die seitliche Abzweigung erforderliche Mass.
In jedem Falle ist also eine Verbreiterung des Bauwerkes erforderlich. Aus diesem Grunde hat man bisher bei kleinem Gefälle fast ausschliesslich stehende Turbinen ausgeführt. Die erwähnten Nachteile treten nicht auf, wenn die Seitenwand oder Seitenwände der Turbinen-
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