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Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz- oder Kühleinrichtungen.
In der Heizungs-und Kühltechnik besteht ein lebhaftes Bedürfnis nach einem Instrument, welches in einfacher Weise die von der Anlage aufgenommene oder abgegebene Anzahl von Wärmeeinheiten festzustellen gestattet.
Diese Feststellung kann in der Weise erfolgen, dass sowohl die während einer gewissen Zeit durch das System geströmte Flüssigkeitsmenge aLf auch die Erwärmung bzw. Abkühlung der Flüssigkeit in dem System gemessen wird. Das Messen der Flüssigkeit kann durch Wassermesser bekannter Bauart erfolgen. Die Erwärmung bzw. Abkühlung der Flüssigkeit erfolgt durch Thermo- meteT, welche sich in dem Flüssigkeitsstrom an der Eintrittsstelle und Austrittsstelle des Systems befinden. Es können dies Quecksilberthermometer sein oder auch registrierende Thermometer bekannter Bauart. Statt zweier Thermometer kann auch ein Diflerenzialthermometer bekannter Bauart verwandt werden, z.
B. ein Thermoelement, dessen eine Lötstelle sich an der Eintrittsstelle. dessen andere Lötstelle sich an der Austrittsstellc befindet. Es ist bekannt, dass auch solche Thermometer registrierend gebaut werden können. Die aufgenommene bzw. abgegebene Wärmemenge stellt sich dar als das Produkt aus der in einer gewissen Zeit durch das System geströmten
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Fig. 1 stellt schematisch eine Messvurrichtung dar.
Fig. 2 und 3 aufgenommene Messkurven.
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dieser Trommel bewegt sich ein Blatt Papier oder dgl.' ?. das in bekannter Weise an der Trommel befestigt ist und senkrecht zu einer Bewegungsrichtung eine Temperatllrskala, in seiner Bewegungsrichtung dagegen eine Volumenskala besitzt. Die Skalen können aber auch feblen. Verzeichnet eine Registrielvorrichtung 6 die Temperatur der in die Heizschlange 2 bei 7 einströmenden
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gleich dem Produkt aus Flüssigkeitsvolumen, spezifischem Gewicht, spezifischer Wärme und Temperatur ist.
Eine zweite Registriervorrichtung S verzeichnet die Temperatur der aus der Schlange 2 bei 9 austretenden Flüssigkeit, so dass die unter der von 8 aufgezeichneten Temperaturkurve liegende Fläche den Wärmeinhalt der austretenden Flüssigkeit darstellt. Die Differenz dieser beiden Flächen stellt die von der Flüssigkeit an den Raum abgegebene bzw. von ihr aufgenommene Wärmemenge dar.
In Fig. 2 ist ein solches Blatt mit zwei Temperaturkurven aufgezeichnet. Die untere
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Differenz ein Mass für die aufgenommene Wärmemenge ist. Es können auch bei beiden Thermometern die Temperaturen von demselben Nullpunkt aus gemessen werden, so dass also der zwischen den
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beiden Temperaturkurven liegende Flächenatreifen die Differenz der beiden Flächen und somit die geleistete Anzahl Wärmeeinheiten angibt,
In Fig. 3 ist ein solches Blatt gezeigt. Die obere Linie gibt die Temperatur der einströmenden, die untere die Temperatur der ausströmenden Flüssigkeit an, der zwischen beiden Linien liegende Flächenstreifen ist ein Mass für die abgegebene Wärmemenge.
Die Flüssigkeit kann eine tropfbare oder auch eine elastische, also ein Gas, sein. An Stelle der Heiz- oder Kühlschlange kann auch ein Gefäss vorhanden sein, das mit einer Heiz-oder Kühlflüssigkeit. gefüllt ist, z. B. ein Eiserzeuger oder ein Heizbad oder dgl. oder auch ein Heiz-oder Kühlraum, in den heisse oder kalte Luft eingeblasen wird. Findet nicht eine dauernde Zirkulation der Flüssigkeit statt, sondern wird immer neue Flüssigkeit erwärmt oder abgekühlt, die nach getaner Arbeit fortfliesst. so sind die Temperaturen vor bzw. hinter der Stelle zu messen, an welcher der Flüssigkeit die Wärme zu-oder abgeführt wird, also z. B. bei einer Luftheizung vor und hinter der Heizkammer, in welcher sich die Heizkörper befinden.
Der Flüssigkeitsmesser kann auch eine Pumpe oder ein Gebläse sein. Es ist nicht nötig, dass der Flüssigkeitsmesser 3 und die Trommel 4 in unmittelbarem Zusammenhang miteinander stehen. wenn nur die Bewegung des Schreibblattes der gefördetten Flüasigkeitsmenge proportional ist, z. B. kann 3 eine Pumpe sein, die ebenso wie die Trommel 4 von einer Transmission angetrieben wird. Es ist auch möglich, an Stelle der beiden Thermometer 8 und 6 ein einziges Thermometer anzuordnen, z. B. ein Thermoelement, dessen eine Lötstelle sich bei 9, dessen andere Lötstelle sich bei 7 befindet, und welches gleich die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Messstellen anzeigt.
In diesem Fall ist die Fläche, welche einerseits von der Temperaturdifferenxkurve, andererseits von der durch den Nullpunkt gehenden Geraden begrenzt wird, ein Mass für die Anzahl der von der Flüssigkeit abgegebenen bzw. aufgenommenen Wärmmeinbeiten.
An Stelle des einen Raumes 1 können auch mehrere Räume vorgesehen werden, welche durch paiallel oder hintereinandergeschaltete Schlangensysteme gekühlt oder geheizt werden. In diesem
Fall ist die eine Messstelle vor der Abzweigung der Systeme, die andere nach dem Zusammenlauf der Systeme anzuordnen, während der Flüssigkeitsmesser die gesamte durchströmende Flüssig- keitsmenge misst. Der Zähler gibt alsdann die von allen Räumen gemeinsam aufgenommene oder abgegebene Wärmemenge an.
Die Befestigung des Schreibpapieres kann in beliebiger bekannter Weise an der Trommel erfolgen : auch können über mehrere Rollen laufende Bänder als Registrierfläche benutzt werden.
Werden mehrere Räume durch dieselbe Flüssigkeitsmenge gekühlt oder geheizt und soll der Wärme- bzw. Kältebedarf jedes einzelnen Raumes festgestellt werden, so können die Schreibthermometer
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meter, während sonst 2 n Thermometer erforderlich waren. Die zu den einzelnen Räumen ge- hörenden Flächenstreifen liegen vollständig aneiuander, so dass die zwischen der obersten und der untersten Kuve liegende Fläche die gesamte in den betreffenden Räumen aufgenommenen
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J. Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz-oder Kühleinrichtungen mit einer Mess- vorrichtung für die Menge des Wärme-oder Kühimediums und mit Temperaturmessvorrichtungen für Anfangs und Endtemperaturen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messvorrichtung für die Menge des Mediums eine Registrierfläche proportional dieser Menge weiterschaltet. während die Temperatur der in die Küht-oder Heizvorrichtung eintretenden und diejenigen der aus ihr aus- trctenden Flüssigkeit oder auch die Differenz dieser beiden Temperaturen, in einer zur Bewegungsrichtung der Registrierfläche geneigten Richtung aufgezeichnet wird, derart, dass die Differenz der von den Temperaturkurven und der durch den Nullpunkt gehenden Geraden begrenzten Flächen oder die zwischen der Temperaturdifferenzkurve und der durch den Nullpunkt gehenden Geraden liegende Fläche ein Mass für die aufgenommene oder abgegebene Anzahl von Wärmeeinheiten ist.