AT69216B - Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz- oder Kühleinrichtungen. - Google Patents

Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz- oder Kühleinrichtungen.

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  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz- oder Kühleinrichtungen. 



   In der   Heizungs-und   Kühltechnik besteht ein lebhaftes Bedürfnis nach einem Instrument, welches in einfacher Weise die von der Anlage aufgenommene oder abgegebene Anzahl von Wärmeeinheiten festzustellen gestattet. 



   Diese Feststellung kann in der Weise erfolgen, dass sowohl die während einer gewissen Zeit durch das System geströmte   Flüssigkeitsmenge aLf auch   die Erwärmung bzw. Abkühlung der Flüssigkeit in dem System gemessen wird. Das Messen der Flüssigkeit kann durch Wassermesser bekannter Bauart erfolgen. Die Erwärmung bzw. Abkühlung der   Flüssigkeit erfolgt   durch Thermo-   meteT, welche sich   in dem   Flüssigkeitsstrom   an der Eintrittsstelle und Austrittsstelle des Systems befinden. Es können dies   Quecksilberthermometer   sein oder auch   registrierende   Thermometer bekannter Bauart. Statt zweier Thermometer kann auch ein   Diflerenzialthermometer   bekannter Bauart verwandt werden, z.

   B. ein Thermoelement, dessen eine Lötstelle sich an der Eintrittsstelle. dessen andere Lötstelle sich an der   Austrittsstellc befindet. Es   ist bekannt, dass auch solche Thermometer   registrierend gebaut werden können.   Die aufgenommene bzw. abgegebene Wärmemenge stellt sich dar als das Produkt aus der in einer gewissen Zeit durch das   System geströmten   
 EMI1.1 
 Fig. 1 stellt schematisch eine   Messvurrichtung   dar. 



  Fig. 2 und 3   aufgenommene     Messkurven.   
 EMI1.2 
 dieser Trommel bewegt sich ein Blatt Papier   oder dgl.' ?.   das in bekannter Weise an der Trommel befestigt ist und senkrecht zu einer Bewegungsrichtung eine Temperatllrskala, in seiner Bewegungsrichtung dagegen eine Volumenskala besitzt. Die   Skalen können   aber auch   feblen.   Verzeichnet eine   Registrielvorrichtung   6 die Temperatur der in   die Heizschlange 2 bei   7 einströmenden 
 EMI1.3 
 gleich dem Produkt aus Flüssigkeitsvolumen, spezifischem Gewicht, spezifischer Wärme und Temperatur ist.

   Eine zweite Registriervorrichtung S verzeichnet die Temperatur der aus der Schlange 2 bei 9 austretenden Flüssigkeit, so dass die unter der von 8 aufgezeichneten Temperaturkurve liegende Fläche den Wärmeinhalt der austretenden Flüssigkeit darstellt. Die Differenz   dieser beiden Flächen stellt die von   der Flüssigkeit an den Raum abgegebene bzw. von ihr aufgenommene Wärmemenge dar. 



   In Fig. 2 ist ein solches Blatt mit zwei Temperaturkurven aufgezeichnet. Die untere 
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   Differenz ein Mass für die aufgenommene Wärmemenge ist. Es können auch bei beiden Thermometern die Temperaturen von demselben Nullpunkt aus gemessen werden, so dass also der zwischen den   

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 beiden Temperaturkurven liegende   Flächenatreifen   die Differenz der beiden Flächen   und somit   die geleistete Anzahl Wärmeeinheiten angibt,
In Fig. 3 ist ein solches Blatt gezeigt. Die obere Linie gibt die Temperatur der einströmenden, die untere die Temperatur der ausströmenden Flüssigkeit an, der zwischen beiden Linien liegende Flächenstreifen ist ein Mass für die abgegebene Wärmemenge. 



   Die Flüssigkeit kann eine tropfbare oder auch eine elastische, also ein Gas, sein. An Stelle der   Heiz- oder Kühlschlange kann auch   ein Gefäss vorhanden sein, das mit einer Heiz-oder Kühlflüssigkeit. gefüllt ist, z. B. ein Eiserzeuger oder ein   Heizbad   oder dgl. oder auch ein Heiz-oder Kühlraum, in den heisse oder kalte Luft eingeblasen wird. Findet nicht eine dauernde Zirkulation der   Flüssigkeit   statt, sondern wird immer neue Flüssigkeit erwärmt oder abgekühlt, die nach getaner Arbeit fortfliesst. so sind die Temperaturen vor bzw. hinter der Stelle zu messen, an welcher der Flüssigkeit die Wärme   zu-oder abgeführt   wird, also z. B. bei einer   Luftheizung vor und   hinter der Heizkammer, in welcher sich die Heizkörper befinden. 



   Der Flüssigkeitsmesser kann auch eine Pumpe oder ein Gebläse sein. Es ist nicht nötig, dass der Flüssigkeitsmesser 3 und die Trommel   4   in unmittelbarem Zusammenhang miteinander stehen. wenn nur die Bewegung des   Schreibblattes   der   gefördetten Flüasigkeitsmenge   proportional ist, z. B. kann 3 eine Pumpe sein, die ebenso wie die Trommel 4 von einer Transmission angetrieben wird. Es ist auch   möglich,   an Stelle der beiden Thermometer 8 und 6 ein einziges Thermometer anzuordnen, z. B. ein Thermoelement, dessen eine Lötstelle sich bei 9, dessen andere Lötstelle sich bei 7 befindet, und welches gleich die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Messstellen anzeigt.

   In diesem Fall ist die Fläche, welche einerseits von der   Temperaturdifferenxkurve,   andererseits von der durch den Nullpunkt gehenden Geraden begrenzt wird, ein Mass für die Anzahl der von der   Flüssigkeit   abgegebenen bzw. aufgenommenen Wärmmeinbeiten. 



   An Stelle des einen Raumes 1 können auch mehrere Räume vorgesehen werden, welche durch paiallel oder hintereinandergeschaltete Schlangensysteme gekühlt oder geheizt werden. In diesem
Fall ist die eine Messstelle vor der Abzweigung der Systeme, die andere nach dem Zusammenlauf der Systeme anzuordnen, während der   Flüssigkeitsmesser   die gesamte durchströmende   Flüssig-   keitsmenge misst. Der Zähler gibt alsdann die von allen Räumen gemeinsam aufgenommene oder abgegebene Wärmemenge an. 



   Die Befestigung des Schreibpapieres kann in beliebiger bekannter Weise an der Trommel erfolgen   :   auch können über mehrere Rollen laufende Bänder als   Registrierfläche   benutzt werden. 



   Werden mehrere Räume durch dieselbe Flüssigkeitsmenge gekühlt oder geheizt und soll der Wärme- bzw. Kältebedarf jedes einzelnen Raumes festgestellt werden, so können die Schreibthermometer 
 EMI2.1 
 meter, während sonst 2 n Thermometer erforderlich waren. Die zu den einzelnen Räumen ge-   hörenden     Flächenstreifen   liegen vollständig aneiuander, so dass die zwischen der obersten und der untersten Kuve liegende Fläche die gesamte in den betreffenden Räumen aufgenommenen 
 EMI2.2 
   J.     Einrichtung   zum Messen   der Leistung von Heiz-oder Kühleinrichtungen   mit einer Mess-   vorrichtung   für die Menge des Wärme-oder Kühimediums und mit   Temperaturmessvorrichtungen   für Anfangs und Endtemperaturen, dadurch gekennzeichnet,

   dass die   Messvorrichtung   für die Menge des Mediums eine Registrierfläche proportional dieser Menge weiterschaltet. während die   Temperatur der in die Küht-oder Heizvorrichtung eintretenden und   diejenigen der aus ihr aus-   trctenden Flüssigkeit oder   auch die Differenz dieser beiden Temperaturen, in einer zur Bewegungsrichtung der Registrierfläche geneigten Richtung aufgezeichnet wird, derart, dass die Differenz der von den Temperaturkurven und der   durch   den Nullpunkt gehenden Geraden begrenzten   Flächen   oder die   zwischen der Temperaturdifferenzkurve   und der durch den Nullpunkt gehenden Geraden   liegende Fläche ein Mass   für die aufgenommene oder abgegebene Anzahl von Wärmeeinheiten ist.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 für mehrere von derselben Flüssigkeitsmegen geheizte oder gekühlte Räume, dadurch gekennzeichnet, dass die Schreibzeuge der Thermometer so angeordnet sind, dass die Temperaturen alter Messstellen von ein und derselben Nullinie aus aufgetragen werden, so dass die zwischen den beiden äussersten Kurven liegende Fläche die gesamte aufgenommene oder abgegebene Wärmemenge misst, während die einzelnen Flächen- streifen angeben, wie sich der Gesamtbetrag auf die zwischen den entsprechenden Messstellen liegenden Wärmedurchgangsflchen verteilt.
    3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Thermometer für mehrere von derselben Flüssigkeitsmenge geheizte oder gekühlte Räume ihre Aufzeichmmgen auf demselben Schreibblatt machen.
AT69216D 1913-05-06 1914-04-22 Einrichtung zum Messen der Leistung von Heiz- oder Kühleinrichtungen. AT69216B (de)

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