AT6512U1 - Verfahren zur diagnose menschlicher mammakarzinomzellen - Google Patents
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Diagnose menschlicher Mammakarzinomzellen, durch Untersuchung von Gewebeschnitten, wobei ein Gewebeschnitt mit einer auf das Protein Maspin selektiv reagierenden Markiersubstanz behandelt wird, wird vorgeschlagen, dass als Markiersubstanz ein mit Hämatoxylin-Eosin färbbarer Maspin-Antikörper verwendet wird.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Diagnose menschlicher Mammakarzinomzellen durch Untersuchung von Gewebeschnitten, wobei ein Gewebeschnitt mit einer auf das Protein Maspin selektiv reagierenden Markiersubstanz behandelt wird. Gemäss bisherigem Stand der Technik erfolgt die Beurteilung, ob ein Gewebeschnitt maligne Zellen, insbesondere des Mammakarzinoms, enthält, anhand einer rein EMI1.1 Beurteilunglich aus dem Aussehen der Zellen die Unterscheidung zwischen malignen und nicht malignen Zellen treffen zu können. Eine rasche dezentrale Diagnose ausserhalb spezialisierter Labors ist damit unmöglich. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, mit einer kostenmässig akzeptablen Diagnosemethode sicher und rasch zwischen maiignen und nicht maiignen menschlichen Zeilen unterscheiden zu können. Das Zellprotein Maspin wurde im Jahre 1994 entdeckt. Die Literatur dazu legt nahe, dass in malignen Zellen ein niedriger Gehalt dieses Zellproteins vorliegt. Andere Literaturstellen sprechen davon, dass das Maspin einen Tumorsupressor darstellt, wobei in malignen Zellen die Expression dieses Proteins herabgesetzt ist. Andere Literaturstellen verweisen auf einen erhöhten Gehalt in malignen Zellen. Der vorliegenden Erfindung liegt die gesicherte Erkenntnis zu Grunde, dass gesunde Zellen einen gut nachweisbaren Gehalt dieses Zellproteins Maspin aufweisen und dass bei malignen Zellen der Gehalt an Maspin deutlich herabgesetzt ist. Weiters wurde entdeckt, dass die Zugabe von Maspin mittels einer Lösung (Beimpfen) das maligne Verhalten von Tumorzellen erheblich verändert, sodass die Teilungsrate stark herabgesetzt wird. Das gegenständliche Verfahren zur Diagnose menschlicher maligner Zellen und Gewebe, nämlich Mammakarzinomzellen, ist dadurch gekennzeichnet, dass als Mar- EMI1.2 EMI1.3 EMI1.4 <Desc/Clms Page number 2> Die Erfindung erlaubt eine rasch und sicher vorzunehmende Diagnose. Das Vorhandensein von Maspin kann mit hoher Empfindlichkeit durch gefärbte oder färbbare Antikörper zu Maspin nachgewiesen werden. Die Färbungsintensität steht in Korrelation zum Maspingehalt in der Zelle. Der Vorteil liegt unter anderem, auch darin, dass das Maspin ein Protein ist, welches in gesundem Gewebe vorkommt, vor allem in den Myoepithelien, und im malignen Gewebe fehlt. Dies steht im Gegensatz zu anderen bekannten Proteinen, die in gesunden Geweben fehlen und nur von malignen Zellen erzeugt werden. In einem typischen Beispiel wurde der vermutlich erkrankten Stelle der weiblichen Brust eine Gewebeprobe entnommen und davon in bekannter Weise ein Schnittpräparat auf einem Glasträger hergestellt. Das Präparat wurde gemäss Erfindung mit einer Maspin-Antikörper-Lösung 15781A der Firma PharMingen International mit einem Gehalt von 0, 1 mg Antikörper in 100 ml Lösung überschichtet. Nach einer Einwirkzeit von etwa 10 bis 40 Minuten wurde das Präparat an der Luft getrocknet und unter dem Mikroskop betrachtet. Maligne Zellen sind schwach oder nicht gefärbt, während gesunde Zellen stark gefärbt sind. In einer vorteilhaften Ausführungsvariante wird von dem zu untersuchenden Gewebe ein sogenannter HE-Schnitt in bekannter Weise hergestellt, wie er bisher für die rein morphologische Beurteilung verwendet wird. HE steht für Hämatoxylin-Eosin. Durch einfaches Überschichten mit der Maspin-Antikörper-Lösung wird die Unterscheidung zwischen malignen und nicht malignen Zellen stark erleichtert. Die Überschichtung erfolgt bevorzugt mit einer Lösung und einem Antikörpergehalt grösser 1 mg Antikörper/250 ml = 0, 004 mg/mi bei dem die Anfärbung allerdings schwach ist. Bei einer Konzentration von 0, 005 mg/mi ist die Färbung stärker und bei 0, 01 mg/mi entsprechend einer Verdünnung 1 : 100 des käuflichen Präparates sehr stark mit etwa optimalem Kontrast zu ungefärbten malignen Zellen. Das käufliche Präparat hatte einen Gehalt von 0, 1 mg Antikörper pro 1 ml Lösung in PBS (Pufferlösung) mit 0. 09 % Natriumazid. <Desc/Clms Page number 3> Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann eine Diagnosevorrichtung (Diagnosekit) vorgesehen werden, die eine Lösung des färbbaren oder gefärbten Maspin-Antikörpers enthält. Das Diagnoseverfahren eignet sich auch gut für veterinärmedizinische Untersuchungen, da es schnell abläuft und vom Arzt ohne spezialisiertes Laboratorium durchgeführt werden kann.
Claims (3)
- Ansprüche : 1. Verfahren zur Diagnose menschlicher Mammakarzinomzellen, durch Untersu- chung von Gewebeschnitten, wobei ein Gewebeschnitt mit einer auf das Pro- tein Maspin selektiv reagierenden Markiersubstanz behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Markiersubstanz ein mit Hämatoxylin-Eosin färbba- rer Maspin-Antikörper verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewebe- schnitt vor dem Auftragen der Maspin-Antikörper-Lösung mit Hämatoxylin- Eosin (HE) eingefärbt wird.
- 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Maspin-Antikörper in einer physiologischen Lösung in einer Konzentration von grösser 0, 004 mg/mi gelöst und auf den Gewebeschnitt aufgeschichtet wird.
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2002
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