AT63166B - Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Verbindungen des Radiums. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Verbindungen des Radiums.

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Wilhelm Eichholz Dr
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Verbindungen des Radiums. 



     Durch die Arbeiten Wassermanns (nDeutsche   med.   Wochenschr.   1911, Seite 2389. 



  Berliner klin. Wochenschr. 1912, Seite 4) wurde festgestellt, dass den Verbindungen des Selens und Tellurs eine elektive Wirkung auf die Zellen bösartiger   Geschwülste   zukommt,   ) n   der Weise, dass diese Verbindungen, wenn sie in die Blutbahn gebracht werden, vor-   nehmlich   oder ausschliesslich in die erkrankten Herde gelangen und dort infolge der intensiv vitalen Tendenz der Geschwulstzellen zu elementarem Selen bzw. Tellur reduziert werden, das sich im Inneren dieser Zellen niederschlagt. 



     Hfilungsversache,   die Wassermann mit den   N atronsal n   der   Selen- und Tellursäure   
 EMI1.1 
 
Es ist weiterhin bekannt, dass man   bösartige Geschwülste   durch Bestrahlung mit   ltadiurnsalzeu hellen   kann, jedoch hat die Radiotherapie bisher nur bei   solrhen Geschwübten   Anwendung finden können, die der Bestrahlung unmittelbar   zugänglich waren,   d. b. dir an der Oberflache des   Korpers lagen.   
 EMI1.2 
 auf andere Art eingespritzt werden. Die spezifische Avidität des Selens und Tellurs bewirkt dann die Transportierung und Deponierung des selensauren usw. Radiums in das erkrankte Gewebe, so dass das Radium dort von innen heraus seine bekannte heilende Wirkung ausüben kann. 



   Das Selen bzw. Teilur ist also hier nicht, wie bei Wassermann, Transport- und Heilmittel zugleich, sondern nur Transportmittel, während dem Radium allein die Heilwirkung überlassen bleibt. Da die physiologische Wirkung selbst kleinster Substanzmengen des Radiums schon ausserordentlich gross ist, genügen schon sehr geringe Mengen der genannten Radiumverbindungen zur Erzielung eines therapeutischen Effektes, so dass die Giftigkeit des Selens   bzw. Tellurs vòllig   ausser Betracht bleibt. Aus demselben Grunde ist es auch möglich, die in Wasser schwerlöslichen der genannten Verbindungen, z. B. das   selonsaure Barium-Radium,   in den Kreis der Verwendung zu ziehen.

   Dieses Salz gestattet 
 EMI1.3 
   damn   das injizierte   selensaure   Barium-Radium bleibt zunächst zum grössten Teile wirkungslos als Depot liegen. Wie Versuche ergeben haben, ist die Löslichkeit dieses Salzes in Wasser zwar sehr gering, jedoch \öllig ausreichend, um ganz allmählich eine Resorption herbeizufuhren. Auf diese Weise gelingt es, den Organismus durch eine einmalige Einspritzung für längere Zeit unter den Einfluss von Radiumselanat zu bringen. 



    Beispiele., 1. Radium-Barium-Selenat.   
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Natriumselenatlösung   gegeben. Der entstandene Niederschlag von Radium-Barium-Selenat wird abgesaugt und gut mit Wasser gewaschen. Das Präparat ist stark aktiv : geprüft wurde am Elektroskop und auf radiographischem Wege. 



   Das Filtrat wurde zur Trockne gedampft, der Rückstand erwies sich am Elektroskop kaum als radioaktiv. Bei sehr langer Exposition (20 Stunden) liess sich auf radiographischem Wege noch eine Spur Aktivität feststellen. 



   2.   Radium-Barium-Selenit.   
 EMI2.1 
 



  Die Substanz ist sehr aktiv, das eingedampfte Filtrat fast inaktiv. 



   3. Radium-Barium-Tellurat. 



     0#5 mg Radium-Barium-Chlorid werden   in Wasser gelöst, dann mit   0'3 cm3 Normal-   Bariumchloridlösung gemischt und hierauf mit einem Überschuss von Natrium-Tellurat gefällt. Das erhaltene Radium-Barium-Tellurat ist stark aktiv, das eingedampfte Filtrat fast   gänzlich   inaktiv. 



   4.   Radium-Barium-Tellurit.   



   Wird wie das Tellurat (Beispiel 3) hergestellt. 
 EMI2.2 
 



      '7 mg Radium-Barium Chiorid   werden in Wasser gelöst, dann gibt man eine wässerige Lösung von   0'14 Natrium-Selenat. Es   bildet sich ein äusserst geringer Niederschlag von Radium-Barium-Selenat, der trotzdem aber die Hälfte der Radioaktivität 
 EMI2.3 
 dass nunmehr ein Niederschlag von   Radium-Natrium-Selenat   entstand, der seinerzeit die noch in Lösung befindliche Menge von Radioaktivität adsorbierte. 



   Das Filtrat wurde eingedampft, der Trockenrückstand erwies sich fast gänzlich inaktiv.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Verbindungen des Radiums in fester Form, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen on Radlumsalzen mit Lösungen von selen- oder selenigsauren bzw. tellur- oder tellurigsauren Salzen der Alkalien oder Erdalkalien, versetzt und die Fällung gegebenenfalls mit Alkohol als EMI2.4
AT63166D 1912-02-19 1912-12-02 Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Verbindungen des Radiums. AT63166B (de)

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