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Probenehme r für fliess-, rinn-und schüttbare Mate r iale n.
Vorliegende Erfindung bildet einige Verbesserungen der in dem Stammpatente Nr. 53760 erläuterten Probenehmer für fliess-, rinn-und schüttbare Materialien. Die Erfindung bezweckt durch eine eigenartige Zuführung des entnommenen Probegutes zum mehrzelligen Sammelbehälter bzw. eine neuartige Ausgestaltung der Probesammelgefässe einen Apparat zu schaffen, der bei möglichst einfacher Bauart und durchaus betriebssicherer Funktion ein ausserordentlich übersichtliches.. Sortiment" der gesammelten Einzelproben gewährleistet.
In den Fig. l bis 5 der Zeichnung ist ein vorzugsweise für kornförmiges Material (Getreide und dgl.) geeigneter l'robenehmer veranschaulicht. Fig. 1 stellt einen Längsschnitt dieser Vorrichtung dar : Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Linie lI-lI der Fig. l : Fig. 3 einen Schnitt nach Linie ut I Fig. l : Fig. 4 veranschaulicht die Aufhängevorrichtung iür den Probenehmer ; Fig. 5 stellt einen Schnitt nach Linie V-F der Fig. 4 dar.
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In den Fig. 11 bis 16 ist eine Ausführungsform des Materiales für ganz leichtflüssiges Material veranschaulicht. Fig. 11 veranschaulicht diese Ausführungsform des Apparates im Längsschnitte.
Die Fig. 1, 13 veranschaulichen Horizontalschnitte der Fig. 11 nach den Linien XII-XII bzw. A'III-A'III ; Fig. 14 zeigt eine Draufsicht auf den Apparat. In den Fig. 15, 16 sind Einzelheiten der Vorrichtung veranschaulicht.
Sämtliche in der den Zeichnungen dargestellten Vorrichtungen weisen als charakteristisches Merkmal ebenso wie der Probenehmer gemäss dem Stammpatente einen mehrzelligen Sammel- behälter auf, der zur Aufnahme bzw. Untersuchung der eingesammelten Durchschnittsproben bestimmt ist.
Die Vorrichtung gemäss den Fig. 1 bis 5 besteht aus einem in einem staubdichten Gehäuse 1
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Auf der Triebwelle 3 des Uhrwerkes 2 ist eine Verteilvorrichtung J (z. B. ein Trichter) vorgesehen, der durch eine Förderleitung x das mittels eines Probeentnehmers bekannter Konstruktion aus dem vollen Materialstrom entnommene Probegut zugeführt wird. Auf dem Uhrengehäuse 1 ist eine Reihe von Yerteiltellern 6 befestigt, durch welche die Verteilung des eingelaufenen Probegutes in die Zellen y des Sammelbehälters bewirkt wird.
Die Auslaufmündung eines jeden Verteiltellers kann entweder über der Auffangmündung einer Zelle angeordnet sein oder es können zwischen den Verteiltellern 6 und den Sammelzellen y Hilfsvorrichtungen w, w' eingebaut sein, die das Entleeren der Einzelproben in Zellengruppen mit bestimmter gruppenweiser Verteilung des Gutes ermöglichen. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Apparate ist ein derartiger mit Zellen- gruppen versehener Sammelbehälter vorgesehen, derselbe besteht aus einer Reihe von Röhren 10, die an ihrem unteren Ende einen angelöteten Boden 11 besitzen.
Die Röhren selbst werden durch
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von Röhrenpaaren M, '-nachstehend Wechselröhren genannt-eingebaut, die von einer Grundplatte 20 getragen werden ; die Wechselrohre UJ, w'sind derart über den Umfang der Tragplatte 20 verteilt, dass stets nur entweder die Wechselrohrgruppe w oder die Wechselrohrgruppe w' mit den Verteiltellern 6 in Verbindung gebracht werden kann. Die Entleerungsmündungen w, der Wechselrohre ? befinden sich stets über den Auffangmündungen der Rohrzellen y, während die Entleerungsmündungen der Wechselrohre w' (vgl. Fig. 3) über den Mündungen der Sammelröhren z angeordnet sind.
Die Tragplatte 20, in welcher der ganze Wechselrohrsatz w, w'ein- gebaut ist, ist drehbar in dem Boden des Schutzgehäuses 22 gelagert, so dass bei einer, mittels des Griffes 23 eingeleiteten Teildrehung der Lagerplatte 20 entweder der Wechselrohrsatz w oder der Wechselrohrsatz w'unter die Mündungen der Verteilteller 6 gebracht wird. Bei der ersterwähnten Einstellung wird das Probegut auf dem Wege x, 4,6, w in den äusseren Zellengruppenring y des Sammelbehälters geleitet, bei der zweiterwähnten Einstellung wird das Probegut auf dem Wege x, 4, 6, w'in die Sammelröhren des inneren Zellengruppenringes z. eingefüllt.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung gewährleistet einerseits eine ausserordentlich spezifizierte Probeentnahme, andererseits wird bei diesem Apparate beim Zuschütten von Untersuchungsgut anderer Provenienz, die Sammlung dieses Gutes in gesonderten Zellengruppen ohne Unterbrechung des Betriebes gewährleistet. Der Apparat selbst kann durch ein an den Platten 13, 14 des Korbes befestigtes Gehänge 30 (Fig. 4) an die für körniges Gut in Betracht kommenden Transportschläuche, Förderleitungen leicht angehängt werden und gewährleistet zufolge seiner' eigenartigen Bauart und Einkapselung aller durch Staub leidenden Bestandteile vollständige Betriebssicherheit.
Die in den Fig. 6 bis 10 dargestellte Vorrichtung besteht aus einer an sich bekannten Probenehmerschnecke 40, die in gleichfalls bekannter Weise in die den zu untersuchenden Materialstrom führende Rohrleitung eingebaut wird. Auf der Achse der Probenehmerschnecke ist ein das Fallgewicht 41 tragendes Seil oder Kabel 42 aufgewickelt, das beim Senken des Fallgewichtes die Schnecke 40 in Drehung versetzt. Die Drehung der Schnecke wird mittels geeigneter über-
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an sich bekannter Konstruktion angeordnet ist. Auf der Spindel 45 ist mittels einer Klemmschraube 46 eine eigenartig geformte Platte 47 festgeklemmt, die, wie später erläutert, das Entnehmen eines vollständigen"Probesortiments" aus dem Apparate ermöglicht.
Zu diesem Zwecke ist auf der Platte 47 ein eigenartig geformter Zellengitterrahmen t lose aufgesetzt, dessen Wandungen über die Stirnfläche der Tragplatte vorragen. Der Zellengitterrahmen lässt sich auf einfache Weise durch Aneinanderreihen einer Reihe Z-förmiger Winkel 4S herstellen, die mit ihren Flanschen an dem Rahmenreifen 49, 50 befestigt sind.
Beim Ableiern des Fallgewichtes 41 wird das entnommene Probegut durch das Verteilrohr 51 über den in Drehung versetzten Sammelbehälter geleitet und sohin in der Reihenfolge seiner Entnahme auf die einzelnen Zellen des Sammelbehälters aufgeteilt. Sind sämtliche Zellen des Probesammlergefässes gefüllt, so wird die Klemmschraube 46 gelüftet, die Platte 47 aus dem Apparate entnommen und das auf ihr ausgebreitete Probesortiment nach bekannten Methoden untersucht. Um Malversationen bzw. Fälschungen der in den Zellengitterrahmen entleerten Proben während der maschinellen Probeentnahme von unbefugter Seite zu verhindern, wird das Probesammelgefäss durch Sperrvorrichtungen v an sich bekannter Konstruktion (Plomben, Sicherheitsschlösser und dgl.) mit einem geeigneten Bestandteile des Apparates, z.
B. der Achse 45 des Ankerwerkes, verriegelt. Eine Kontrolle über die im Innern des Probenehmers sich abwickelnden Vorgänge, lässt sich durch Anbringung eines Zeigers 53 auf dem unbeweglichen Schutzgehäuse 54 und der Vorsehung einer entsprechenden Skala i-i auf der sich drehenden unterlage- platte 47 des Sammelbehälters erzielen.
Der Probenehmer gemäss den Fig. 11 bis 16 ist nach denselben Prinzipien ausgestaltet, wie der in den Fig. 1 bis 5 dargestellte. Derselbe besteht gleichfalls aus einem chrometriseh gesteuerten Auffangtrichter 4 für das zu untersuchende Probematerial, das durch den auf der Schutzhaube des Apparates vorgesehenen Trichter 60 einläuft.
Die Entleerungsmündung des Auffangtrichters 4 streicht während ihres Umlaufes über eine Zahl von Verteiltellern 6 die gleichfalls auf dem ruhenden Uhrengehäuse 1 befestigt sind. Der Deckel 61 des Uhrengehäuses ist direkt zum Träger der zur Sammlung und Untersuchung der Proben dienenden Flaschen 63 ausgebildet (vgl. Fig. 12), die leicht auswechselbar in dem Deckel 61 angeordnet sind. Das Uhrengehäuse selbst wird von einer auf der Grundplatte 64 des Apparates befestigten Säule 64 getragen. Zur Verhinderung von Malversationen bzw. Verfälschungen des entnommenen Probegutes ist auch bei diesem Apparate eine Sperrvorrichtung v vorgesehen, die während der Probeentnahme Nachfüllungen der Probeflasohen von unbefugter Seite verhindert.
Die Verteilteller 6 bei sämtlichen der vorbeschriebenen Kontrollapparate, wie auch alle sonstigen Hauptbestandteile, mit Ausnahme der Triebwerke, sind derart ausgebildet, dass sie leicht durch Stanz- und Pressarbeit aus Blech hergestellt werden können.