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Die Erfindung betrifft eine Rolleinrichtung für eine bewegliche Herzstückspitze mit wenigsten einer Rolle und einer Rollenführung.
Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise aus der WO 94/26976 Al bekanntgeworden. Bei dieser bekannten Rolleinrichtung geht fussseitig von der Herzstückspitze mittelbar oder unmittelbar ein Element aus, das einen sich entlang oder in etwa entlang der Mittelachse der Herzstückspitze erstreckenden Vorsprung aufweist, wobei das Element mit einem Rollelement wechselwirkt, dessen Mittelachse in oder in etwa in einer zwischen der Flügelschiene verlaufenden Symmetrieebene verläuft. Bei dieser bekannten Einrichtung ist somit die Rollenführung, auf welcher die Rolle abrollt, mittelbar oder unmittelbar mit der Herzstückspitze verbunden, wobei die entsprechende Rolle von einer Konstruktion getragen wird, welche an den Beischienen festgelegt ist.
Die aus der WO 94/26976 Al bekanntgewordene Rolleinrichtung dient der Unterstützung der Herzstückspitze bei der Umstellbewegung von einer Anlageposition in die andere. Um dabei zu erreichen, dass die Herzstückspitze während der Umstellbewegung von dem Gleitstuhl abgehoben wird, weist die Rollenführung an ihrer der Rolle zugewandten Fläche zwei äussere konkav verlaufende Abschnitte und einen mittleren, vorzugsweise
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Gleitstuhl angehoben wird, wenn die Führungsbahn über das Rollelement gleitet.
Ähnliche Rolleinrichtungen sind auch für Zungenschienen bekanntgeworden, wobei der WO 94/02682 Al beispielsweise eine Rolleinrichtung entnommen werden kann, bei welcher die Rolle mit Federelementen zusammenwirkt. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die bekannten Rolleinrichtungen nicht ohne weiteres für den nachträglichen Einbau in bestehende Gleisanlagen geeignet sind.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rolleinrichtung für eine bewegliche Herzstückspitze zu schaffen, welche in einfacher Art und Weise auch nachträglich in eine bestehende Anlage eingebaut werden kann, ohne dass eine aufwändige Bear-
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beitung oder Einstellung der vorhandenen Schienen und insbe- sondere des Herzstückes und der Flügelschienen bzw. Beischienen erforderlich wäre. Insbesondere soll die Rolleinrichtung in ein- facher Art und Weise an jeweilige Einbaubedingungen angepasst werden, und es soll somit eine den jeweiligen Bedürfnissen entsprechende Einstellung der bei der Umstellbewegung erforderlichen Beabstandung der Herzstückspitze von der Unterlage möglich sein, wobei auch eine Anpassung der Rolleinrichtung an verschiedene Umstellhübe wünschenswert wäre.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässe Rolleinrichtung im Wesentlichen darin, dass die Rolle in einer mit der Herzstückspitze verbundenen Rollenhalterung gelagert ist und dass die Rollenführung mit den Flügelschienen, insbesondere deren Schienenfuss, oder mit der Grundplatte verbunden ist.
Dadurch, dass nun im Unterschied zu den bekannten Ausbildungen die Rollenhalterung unmittelbar mit der Herzstückspitze verbunden ist und somit die Rolle an der Herzstückspitze angebracht ist, wird die nachträgliche Montage der Rolleinrichtung wesentlich erleichtert, wobei dadurch, dass die Rollenführung nun mit den Flügenschienen und insbesondere deren Schienenfuss oder mit der Grundplatte verbunden ist, die Voraussetzung dafür geschaffen wird, nachträgliche Justierungen der Beabstandung der Herzstückspitze zur Unterlage und eine Anpassung der Rolleinrichtung an den jeweiligen Umstellweg vorzunehmen. Die Befestigung an der Grundplatte erfolgt in jenem Bereich, wo die Flügelschienen ausgelaufen sind und ermöglicht einen nachträglichen Einbau über den gesamten Herzbereich.
Dabei ist die Einrichtung für die geeignete Anhebung der Herzstückspitze vom Gleitstuhl bevorzugt derart ausgebildet, dass die Rollenführung eine die Herzstückspitze während der Umstellbewegung vom Gleitstuhl abhebende, insbesondere konvex gekrümmte, Führungsbahn aufweist.
In einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemässen Rolleinrichtung ist die Führungsbahn auf einer gesonderten, mit der Tragkonstruktion der Rollenführung verbundenen Platte ausgebildet. Dadurch kann eine Vielzahl von Platten mit unterschiedlicher Dicke und mit unterschiedlichen, dem jeweiligen Umstellweg angepassten Führungsbahnen gesondert zur Verfü-
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gung gestellt werden und mit der gleich bleibenden Tragkonstruktion der Rollenführung verbunden werden, sodass auf einfache Art und Weise eine den jeweiligen Umständen angepasste Rolleinrichtung zur Verfügung steht.
Um die Teilevielfalt zu reduzieren, kann die erfindungsgemässe Rolleinrichtung auch derart ausgebildet sein, dass die Führungsbahn auf wenigstens zwei in quer zur Schienenlängsrichtung relativ zueinander verschiebbaren, insbesondere kammartig ineinander greifenden, mit der Tragkonstruktion der Rollenführung verbundenen Leisten ausgebildet ist. Die Führungsbahn, welche die geeignete Beabstandung der Herzstückspitze von dem Gleitstuhl während der Umstellbewegung der Herzstückspitze bewirkt, ist somit auf wenigstens zwei relativ zueinander verschiebbaren Leisten ausgebildet, sodass durch Verschiebung der Leisten die Position der die Anhebung der Herzstückspitze bewirkenden Auflauframpen der Führungsbahn an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden kann.
Zur besseren Fixierung der jeweils gewählten Position der Leisten ist die Ausbildung bevorzugt derart ausgebildet, dass in der Tragkonstruktion und/oder den die Führungsbahn aufweisenden Leisten zur Einstellung der Position der Führungsbahn relativ zu den Flügelschienen Langlöcher ausgebildet sind.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung dargestellen Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigt Figur 1 den Grundriss eines Weichenabschnitts mit einer beweglichen Herzspitze, Fig. 2 einen Schnitt gemäss der
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1, Fig. 3Fig. 7 eine Teilansicht der Fig. 6, Fig. 8 eine abgewandelte Ausbildung der Rolleinrichtung gemäss Fig. 2, Fig. 9 einen Schnitt der Linie IX-IX der Fig. 8 und Fig. 10 eine weitere abgewandelte Ausbildung.
In Fig. l ist ein Herzstück mit einer Herzstückspitze 1 sowie Flügelschienen 2 und 3 dargestellt. Weiters ist die Grundplatte 27 mit einem Versteifungsrahmen 28 ersichtlich. Mit 4 ist die erfindungsgemässe Rolleinrichtung bezeichnet, wobei in der
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Schnittansicht gemäss Fig. 2 nähere Details ersichtich sind. Die
Herzstückspitze 1 ist in Anlage an die Flügelschiene 3 darge- stellt, und es ist weiters ersichtlich, dass mit der Herzstück- spitze 1 ein Rollenträger 5 verbunden ist, welcher Rollen 6 und
7 trägt. Die Rollen 6 und 7 liegen auf einer Rollenführung 8 auf, welche mittels Klemmelementen 9 und Schraubbolzen 10 an die Flügelschienen 2 und 3 angeklemmt sind. Die Rollenführung 8 weist Führungsbahnen 11 mit Auflauframpen 12 und 13 auf, wobei jede Führungsbahn einer der beiden Rollen 6 und 7 zugeordnet ist.
Ausgehend von der in der Zeichnung dargestellten Position der Herzstückspitze 1, in welcher die Herzstückspitze 1 an der Flügelschiene 3 anliegt und die Herzstückspitze 1 auf der Unterlagsplatte aufliegt, wird die Herzstückspitze 1 bei einer Umstellbewegung in Richtung des Pfeiles 14 dadurch von der Unterlagsplatte abgehoben, dass die Rollen 6 und 7 auf die Auflauframpen 13 auflaufen und so die Rollenhalterung 5 gemeinsam mit der Herzstückspitze 1 anheben. Dadurch wird die Umstellbewegung der Herzstückspitze 1 erleichtert und der Verschleiss minimiert. Nähert sich die Herzstückspitze 1 der Flügelschiene 2, so rollen die Rollen 6 und 7 die Auflauframpen 12 hinab, sodass insgesamt die in der Zeichnung strichliert dargestellte Position eingenommen wird.
In dieser Position liegt die Herzstückspitze 1 wieder auf der Unterlagsplatte auf, wobei jedoch die Rollen 6 und 7 in dieser Position nicht auf der Rollenführung aufliegen sollten, um eine Belastung der Rollen in der Anlageposition zu vermeiden. In Fig. 3 ist nun eine Seitenansicht dargestellt, wobei für gleiche Teile wiederum die gleichen Bezugszeichen verwendet wurden.
In Fig. 4 ist nun eine abgewandelte Ausbildung der Rolleinrichtung dargestellt, bei welcher die Rollenhalterung 5 zur einfacheren Montage mittels Klemmelementen 15 und Schraubbolzen 16 an den Fuss der Herzstückspitze 1 angeklemmt ist. Die Rollenhalterung ist bei dieser abgewandelten Ausbildung nicht einstückig ausgebildet, sondern weist eine von den an die Flügelschienen 2, 3 angeklemmten Elementen 17 und 18 gebildete Tragkonstruktion auf, welche die Leistenanordnung 19 trägt. Dabei ist die Führungsbahn 11 auf der Leistenanordnung 19 ausgebildet. In
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Abbildung 5 ist die Draufsicht auf die Ausbildung gemäss Fig. 4 dargestellt, wobei Fig. 6 eine Teilansicht VI darstellt. Aus
Fig. 6 sind nun die Details der Ausbildung der Leistenanordnung
19 ersichtlich.
Die Leistenanordnung 19 besteht aus zwei relativ zueinander verschiebbaren und kammartig ineinander greifenden
Leisten 20 und 21, wobei jeweils Langlöcher 22 vorgesehen sind, mit welchen die Leisten 20, 21 an den Elementen 17 und 18 der Tragkonstruktion in ihrer jeweiligen Position festgelegt werden können. Auf den Leisten 20 und 21 ist jeweils eine Führungsbahn 11 mit Auflauframpen 12 und 13 ausgebildet, wobei die für die Anhebung der Rolle 6 jeweils wirksame Position der Auflauframpen durch gegenseitige Verschiebung der Leisten 21, 22 gemäss des Doppelpfeiles 23 den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden kann. Dadurch kann der Abstand der Auflauframpen an den jeweiligen Umstellhub der Herzstückspitze 1 angepasst werden. In der in Fig. 6 dargestellten Lage der Leisten 20 und 21 sind beispielsweise für die Anhebung bzw.
Absenkung der Rolle 6 die Auflauframpe 13 der Leiste 21 und die Auflauframpen 12 der Leiste 20 wirksam. In Fig. 7 ist eine Teilansicht der Fig. 6 dargestellt, und es ist die Führungsbahn 11 mit den Auflauframpen 12 und 13 ersichtlich, wobei der Abstand a, welcher im Wesentlichen der Beabstandung der Herzstückspitze 1 von der Unterlagsplatte während der Umstellbewegung entspricht, ungefähr 2 mm betragen kann.
In Fig. 8 ist eine abgewandelte Ausbildung der Rolleinrichtung dargestellt, bei welcher die Rollenführung wiederum aus den die Tragkonstruktion bildenden Elementen 17 und 18 besteht, an welchen ein im Wesentlichen U-förmiges Profil 24 festgelegt ist, welches als Unterlage für eine gesonderte Platte 25 dient. Die Unterlage 25 ist mit der Führungsbahn für die Rolle 6 ausgebildet und ist mittels Schraubbolzen 26 mit dem U-förmigen Profil 24 verbunden. Die gesonderte Platte 25 kann auf einfache Art und Weise von dem U-förmigen Profil 24 gelöst werden, sodass durch die einfache Austauschbarkeit der Platte 25 eine Anpassung der Rolleinrichtung an die jeweiligen Bedürfnisse vorgenommen werden kann.
Durch Wahl der Dicke der Platte 25 und/oder durch die Form der auf der Platte 25 ausgebildeten Führungsbahn wird die je-
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weils während der Umstellbewegung gewünschte Beabstandung der Herzstückspitze 1 von der Unterlagsplatte gewählt, wobei die Form der Führungsbahn auch dahingehend ausgewählt werden kann, dass der Abstand zwischen den Auflauframpen 12 und 13 den jeweils geforderten Umstellweg bestimmt. Nach dem Auslaufen der Flügelschienen kann die Rollenführung an der Grundplatte 27 festgelegt werden, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist.
Insgesamt ergibt sich somit eine Rolleinrichtung, welche auf einfache Art und Weise auch nachträglich in bestehende Gleisanlagen eingebaut werden kann, wobei die erfindungsgemässe Konstruktion eine Anpassung der Rolleinrichtung an die konkreten Vorgaben für den Umstellweg und die Beabstandung der Herzstückspitze von der Unterlagsplatte ermöglicht.