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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von nassen Grasflächen mit kurzen Grashalmlängen.
Zum Abtauen von taunassen Grasflächen, z. 8. von Greens auf Golfplätzen, ist es bekannt, eine biegsame, dünne Fiberglasrute derart über die Grasfläche zu bewegen, dass die Tautropfen von den Grashalmen abgeschüttelt werden und im Erdreich versickern können.
Dieses Verfahren ist zeitraubend und ineffizient, da die Rute nur unregelmässig bewegt werden kann und daher das Abtauen nicht gleichmässig erfolgt. Ein Betreten der abzutauenden Grasfläche lässt sich ausserdem nicht vermeiden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile des bekannten Verfahrens und der bekannten Vorrichtung zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung der einleitend angegebenen Art zu schaffen, die ein gleichmässiges und rasches Trocknen einer nassen Grasfläche ermöglichen, wobei ausserdem eine Anpassung an die Geländeform der Gras ! ache möglich ist und ein Betreten der zutrocknenden Grasfläche vermieden wird
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest drei miteinander gelenkig verbundene, in einer horizontalen Ebene liegende Reihen von mehreren, frei drehbaren, länglichen und runden Rollen über die zu trocknende Grasfläche geschoben werden, wobei die Rollen benachbarter Reihen auf Lücke versetzt zueinander angeordnet sind,
und dass zum Anpassen an die Geländeform der Grasfläche alle Reihen in ihrer Längsrichtung aus der horizontalen Ebene elastisch biegbar und zumindest einige Reihen relativ zu den anderen Reihen aus der horizontalen Ebene schwenkbar sind.
Vorzugsweise sind mehrere Reihen gruppenweise starr miteinander verbindbar.
Eine zur Durchführung des geschilderten Verfahrens bestimmte Vorrichtung zeichnet sich gemäss der Erfindung dadurch aus, dass zumindest drei, in einer horizontalen Ebene parallel zueinander angeordnete Reihen mit mehreren Rollen vorgesehen sind, dass jede Reihe eine elastisch biegsame Achse aufweist, auf welcher die Rollen mit seitlichem Abstand frei drehbar aufgefadelt sind, wobei die Längsachse der Rollen mit den Achsen fluch- ten, dass die Enden aller Achsen mit je einer Abschlussverschraubung versehen sind, dass die Achsen zwei verschiedene Längen aufweisen, wobei sich zum versetzt Anordnen der Rollen benachbarter Reihen auf Lücke sich jeweils längere und kürzere Achsen abwechseln, dass alle Reihen mit mehreren Bügeln verbunden sind, wobei die Achsen zumindest in den Schenkeln der Bügel drehbar gelagert sind, dass die Bügel derart gestaltet sind,
dass zumindest einige Reihen relativ zu den anderen Reihen aus der horizontalen Ebene schwenkbar sind, und dass zwei Schubstangen vorgesehen sind, die an einer Achse drehbar befestigt sind.
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Nach weiteren Merkmalen der Erfindung bestehen die Rollen aus einem wasserabsto- ssenden Material, vorzugsweise aus Kunststoff, und bestehen die Achsen aus dünnem, rostfreien Federstahl.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung sind die Bügel derart abgewinkelt ausgebildet, dass die Rollen benachbarter Reihen versetzt zueinander angeordnet sind.
Gemäss einer alternativen Ausführungsform sind die Bügel gabelförmig ausgebildet, wobei die Gabel des Bügels jeweils eine Rolle umschliesst.
Gemäss einer weiteren alternativen Ausführungsform erstrecken sich zum gruppenweise starren Verbinden mehrerer Reihen die Bügel über die starr zu verbindenden Reihen, wobei die Achsen sowohl in den Enden der Schenkel bzw. der Gabel als auch in den Mittelteilen der Bügel drehbar gelagert sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Anzahl der Bügel wählbar.
Gemäss einer alternativen Ausführungsform sind die Bügel mehrteilig ausgeführt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Befestigung der Schubstangen zum Wegklappen der Schubstangen an den Achsen einen vorzugsweise trapezförmigen, um die Achsen drehbaren Halter und eine gelenkig mit dem Halter verbundenen Gabelhalter auf.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss Fig. 1, Fig. 3 eine weitere schematische Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 5 einen Detailausschnitt der Rollenreihen der erfindungsgemässen Vorrichtung, und Fig. 6 einen Detailausschnitt der Schubstangenbefestigung der erfindungsgemässen Vorrichtung
Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung 1, im Folgenden kurz Rollenmatte genannt, findet Verwendung beim Abtauen von Grasflächen, z.
B. von Greens auf Golfplätzen. Diese Grasflächen weisen extrem kurze Grashalmlängen auf. Die oberen Enden der Grashalme verbrennen leicht in der Sonne, wenn die anhaftenden Tautropfen nicht rechtzeitig entfernt werden, so dass die Grasflächen in ihren Eigenschaften nachteilig und unkontrolliert sowie flächig unregelmässig verändert werden.
Die Rollenmatte 1 weist mehrere, in einer Ebene parallel zueinander angeordnete lange Reihen R und dazwischenliegende kurze Reihen R'auf, wobei benachbarte Reihen R, R' jeweils unterschiedlich lang sind, und die beiden äusseren Reihen R jeweils die grössere Länge aufweisen. Jede Reihe R, R'weist mehrere, mit seitlichem Abstand zueinander angeordnete längliche Rollen 2, 2'auf, die auf einer dünnen, elastisch biegsamen Achse 3 bzw. 4
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aus Federmaterial, vorzugsweise aus rostfreiem Federstahl, frei drehbar aufgefädelt sind, wobei die Längsachse der Rollen 2, 2'mit den Achsen 3,4 jeweils fluchtet. Die Achsen 3,4 müssen aus Federmatenal bestehen, um bei der Verwendung der Rollenmatte 1 eine Anpassung der Reihen R, R'in ihrer Längsrichtung an die Geländeform der abzutrocknenden Grasfläche zu ermöglichen.
Die Länge der längsten Achse 3 Ist wählbar und liegt im gezeigten Ausführungsbeispiel im Bereich von 2 m bis 2, 5 m. Die maximal mögliche Lange der Achsen wird im Wesentlichen durch das Gesamtgewicht der Rollenmatte 1 bestimmt, das eine optimale und sichere Handhabung der Rollenmatte 1 noch ermöglicht. Die Rollen 2,2' bestehen aus wasserabstossendem Material, beispielsweise Kunststoff, um ein Aufquellen der Rollen 2, 2'zu vermeiden und weisen vorzugsweise eine glatte Oberfläche auf. Die Abmessungen der Rollen 1, l'sind wählbar und müssen derart gewählt werden, dass sich die Rollen (2,2') beim Schieben der Rollenmatte 1 über die abzutrocknende Grasfläche leichtgängig drehen. Im Ausführungsbeispiel haben die Rollen (2,2') beispielsweise einen Durchmesser von mm eine Lange von 60 mm.
Die Rollen 2, 2'können im Rahmen der Erfindung aus Vollmaterial bestehen oder im Inneren hohl mit entsprechenden Aussteifungsrippen ausgebildet sein.
Die Rollen 2, 2'der Rollenmatte 1 sind derart in der Ebene angeordnet, dass die Rollen 2 einer Reihe R auf Lücke versetzt zu den Rollen 2'der benachbarten Reihe R'angeordnet sind. Benachbarte Reihen R, R'sind durch stufenförmig abgewinkelte Bügel 5 gelenkig miteinander verbunden. Die Enden der Bügel 5 sind drehbar um die Achsen 3,4 gelagert und sind mit seitlichem Spiel zwischen den Rollen 2, 2'sowie am äusseren Ende der jeweils äu- sseren Rolle der Reihe angeordnet. Die Bügel 5 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Die Anzahl der Bugel 5 ist wählbar und wird Im Wesentlichen durch die Anforderungen an die Stabilität der Rollenmatte 1 bestimmt. Im Ausführungsbeispiel ist die maximale Anzahl dargestellt, bei der jede Rolle 2, 2'von einem Bügel 5 umschlossen wird.
Am Ende jeder Achse 3,4 ist ein Gewinde zum Anbringen eine Abschlussverschraubung vorgesehen, die beispielsweise eine Hutmutter 6 aufweist.
Die Rollenmatte 1 weist zwei lange Schubstangen 7 auf, mit deren Hilfe die Rollenmatte 1 vom Bedienungsmann über die abzutrocknende Grasflache geschoben wird. Die Schubstangen 7 weisen an ihrem unteren Ende jeweils eine Schnellkupplung 8 und eine Gewindereduzierung 9 und an ihrem oberen Ende einen Griff 10 auf. Die beiden Schubstangen 7 werden an einer vorzugsweise im vorderen Drittel befindlichen Reihe jeweils symmet- nsch von der Mitte der Reihe aus mit einem Abstand angeordnet, der es dem Bedienungsmann ermöglicht, die Rollenmatte 1 leicht zu schieben und zu manövrieren.
Zum Anbringen der Schubstangen 7 an der Reihe R, R'wird die üblicherweise an der Befestigungsstelle der Reihe vorgesehene Rolle nicht eingesetzt, sondern durch einen flachen, trapezförmig ausgebildeten Halter 11 ersetzt, der frei drehbar um die Achse 3 oder 4 angeordnet ist und des-
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sen Abmessungen im Bereich der Achse 3,4 genau der Länge der ersetzten Rolle entsprechen. Der Halter 11 wird an seinem oberen Ende von einem Gabelhalter 12 umschlossen, der drehbar mit Hilfe eine Verschraubung mit dem Halter 11 verbunden ist. Die Verschraubung besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Sechskantschraube 13 und aus einer Hutmutter 14. Der Gabelhalter 12 ist an seinem oberen Ende derart gestaltet, dass dieses Ende in die Schnellkupplung 8 passt.
Die Schnellkupplung 8 erlaubt ein rasches Entfernen der Schubstangen 7, während die Gewindereduzierung 9 die Verwendung von Schubstangen in Standardausführung ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung arbeitet in folgender Weise :
Die Rollenmatte 1 wird zuerst möglichst ausserhalb der zu trocknenden Grasfläche ausgebreitet und die Schubstangen 7 werden in Arbeitsposition hochgeklappt, wobei der Bedienungsmann sich ausserhalb der abzutrocknenden GrasflÅache aufstellt. Der Bedienungsmann schiebt anschliessend die Rollenmatte 1 streifenweise über die zu trocknende Grasfläche vor sich her und trocknet auf diese Weise die Grasfläche. Durch das Schieben der Rollenmatte 1 tritt der Bedienungsmann immer auf die bereits abgetrocknete Grasfläche.
Durch die biegsamen, dünnen Achsen 3,4 der Reihen R, R'passt sich die Rollenmatte 1 etwaigen Unebenheiten der zu trocknenden Grasfläche optimal an, so dass alle Rollen 2, 2'der Rollen- matte 1 gleichmässig auf der Grasfläche aufliegen und immer unter gleichen Bedingungen arbeiten können. Nach Beendigung der Arbeit werden die einzelnen Reihen der Rollenmatte 1 jeweils von aussen zusammengerollt und die Schubstangen 7 eingeklappt, wobei das Zusammenrollen der Rollenmatte 1 durch die gruppenweise gelenkige Verbindung der Reihen R ermöglicht wird. Durch das Zusammenrollen nimmt die Rollenmatte 1 nur wenig Platz ein und kann leicht transportiert werden. Vor dem Zusammenrollen wird die Rollenmatte 1 bei Bedarf mit Hilfe eines Wasserstrahl von anhaftendem Schmutz und Grashalmen gereinigt.
Es versteht sich, dass das dargestellte Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens verschiedentlich, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung und Abmessungen der Bügel abgewandelt werden kann. Im Rahmen der Erfindung ist es möglich durch entsprechende Formgebung der Bügel, mehrere Reihen gruppenweise zusammen zu fassen, so dass z. B. jeweils drei benachbarte Reihen R, R'starr miteinander verbunden sind. Hierbei erstrecken sich die Bügel über die starr miteinander zu verbindende Reihen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Achsen 3,4 der Reihen R, R'sowohl in den Enden als auch im Mittelteil der Bügel drehbar gelagert
Des Weiteren ist es Im Rahmen der Erfindung möglich, die Bügel gabelförmig auszugestalten, wobei die beiden Zinken dieser Gabel jeweils eine Rolle einschliessen. In diesem Ausführungsbeispiel werden zum starren Verbinden von drei Reihen R, R'mehrere Bügel in Form einer Doppelgabel verwendet, wobei die Achsen 3,4 sowohl in den Enden als auch im Mittelteil der Bügel drehbar gelagert sind.
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Des Weiteren können die Bügel im Rahmen der Erfindung aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt sein.
Des Weiteren ist es im Rahmen der Erfindung möglich, die Ausgestaltung und die Abmessungen der Achsen und der Rollen an die GelÅandeform der abzutrocknenden Grasfläche anzupassen. Bei grossen Unebenheiten der abzutrocknenden GrasflÅachen, z. B. bei starker Welligkeit der Grasfläche, sind kürzere, stärker elastisch biegsame Achsen mit kürzeren Rollen von Vorteil.