AT5540U1 - Prismenförmiges schlagmesser - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein prismenförmiges Schlagmesser (2) für Zerkleinerungseinrichtungen (1) wie Kunststoffagglomeratoren. Das Schlagmesser (2) ist zur auswechselbaren Montage an einem Messerarm (3) vorgesehen, der in einem zylindrischen Behälter (4) der Zerkleinerungseinrichtung (1) konzentrisch umläuft. Das Schlagmesser (2) weist eine etwa 90o zur Drehrichtung (5) ausgerichtete Auflagefläche (6) und eine etwa in Drehrichtung (5) ausgerichtete Anlagefläche (7) auf, für welche entsprechende Gegenflächen (8) und (9) am Messerarm (3) vorgesehen sind. Der Eckenbereich zwischen Auflagefläche (6) und Anlagefläche (7) ist so ausgestaltet, dass das zwischen Anlagefläche (7) und entsprechender Gegenfläche (9) des Messerarmes (3) eindringende, zerkleinerte Material derart gezielt umgelenkt wird, dass sich das umgelenkte, zerkleinerte Material entgegen der Richtung des eindringenden Materials bewegt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft prismenförmige Schlagmesser für Zerkleinerungseinrichtungen wie Kunststoffagglomeratoren zur auswechselbaren Montage an Messerarmen, welche in einem zylindrischen Behälter zur Zerkleinerung des zugeführten Materials konzentrisch umlaufen, wobei das Schlagmesser eine etwa 90 zur Drehrichtung ausgerichtete Auflagefläche und eine etwa in Drehrichtung ausgerichtete Anlagefläche aufweist, die miteinander über einen Eckenbereich in Verbindung stehen und zu denen entsprechende Gegenflächen am Messerarm vorgesehen sind. Derartige Kunststoffagglomeratoren sind grosse Anlagen mit zylindrischen Behältern von bis zu über 1 m Durchmesser zur Aufnahme des zu zerkleinernden Gutes. Vertikal am Boden des Behälters ist ein Motor angeflanscht der einen in der Regel zweiflügeligen Messerarm mit zwei Schlagmessern mit einer Drehzahl von etwa 3. 000 Umdrehungen pro Minute antreibt um das zugeführte Gut zu zerkleinern. Die Schlagmesser werden vielfach aus Stahl gefertigt, neuerdings geht man aber auch dazu über, diese Schlagmesser aus Hartmetall herzustellen um eine längere Standzeit der Messer zu erreichen. Problematisch bei diesen Anlagen ist, dass das Schlagmesser aufgrund von Fertigungstoleranzen mit seiner Anlagefläche nicht vollständig formschlüssig an der entsprechenden Gegenfläche des Messerarmes <Desc/Clms Page number 2> anliegt und ein Spalt zwischen diesen Flächen verbleibt. Die Spaltbildung wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass das Schlagmesser durch die grossen im Betrieb auftretenden Fliehkräfte nach aussen wandert. Durch diesen Spalt zwischen der Anlagenfläche des Schlagmessers und der entsprechenden Gegenfläche des Messerarmes der in Drehrichtung des Messerarmes ausgerichtet ist, dringen dann feine Teilchen des zerkleinerten Materiales ein, wandern bis zum Ende des Spaltes und dringen dann auch in die Kontaktzone zwischen Messerarm und Auflagefläche des Schlagmessers ein, die 90 zur Drehrichtung verläuft. Die Auflagefläche und die entsprechende Gegenfläche des Messerarmes sind zwar geschliffen und liegen bei Einbau des Schlagmessers ohne Spaltbildung vollständig formschlüssig aneinander. Aufgrund der hohen Antriebsleistung des Messerarmes und dem damit verbundenen hohen Druck, der durch das am Ende des Spaltes anstehende, eingedrungene Material aufgebaut wird, wird das Schlagmesser jedoch geringfügig hochgedrückt, so dass auch in die Kontaktzone zwischen Auflagefläche und entsprechender Gegenfläche Material eindringen kann. Das Schlagmesser liegt dann nicht mehr gleichmässig über die gesamte Auflagefläche auf, so dass es zu einem Bruch des Schlagmessers kommen kann. Dies tritt besonders dann häufig auf, wenn Schlagmesser aus Hartmetall verwendet werden, die zwar eine höhere Verschleissfestigkeit, aber eine geringere Biegebruchfestigkeit als Schlagmesser aus Stahl aufweisen. Um diesen Nachteil zu beseitigen hat man versucht, den Spalt der in Drehrichtung des Messerarmes ausgerichtet ist, durch geeignete Teile abzudecken. Doch auch derartige Abdeckungen verschleissen schnell und müssen häufig gewechselt werden was zu langen Stillstandzeiten der Zerkleinerungseinrichtungen führt, so dass derartige Abdeckungen nicht optimal sind. <Desc/Clms Page number 3> Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Lösung für die Verbindung zwischen Schlagmesser und Messerarm zu schaffen, bei der die geschilderten Nachteile vermieden werden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Eckenbereich des Schlagmessers so ausgestaltet ist, dass das zwischen Anlagefläche und entsprechender Gegenfläche des Messerarmes eindringende, zerkleinerte Material derart gezielt umgelenkt wird, dass sich das umgelenkte, zerkleinerte Material entgegen der Richtung des eindringenden Materiales bewegt. Auf diese Weise wird nach einer gewissen Zeit das Eindringen von weiterem, zerkleinertem Material verhindert und mit Sicherheit vermieden, dass das Material in die Kontaktzone zwischen Auflagefläche des Schlagmessers und entsprechender Gegenfläche des Messerarmes eindringt. Eine entsprechende Umlenkung des eindringenden, zerkleinerten Material wird auf besonders einfache Weise dadurch erreicht, dass im Eckenbereich des Schlagmessers die Auflagefläche spitzwinkelig in einen konkaven, kurvenförmigen Abschnitt übergeht, welcher dann in einen ebenen, in die Anlagefläche mündenden Abschnitt übergeht, der einen Winkel a1 von 120 bis 165 mit der Anlagefläche einschliesst. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der ebene Abschnitt einen Winkel a1 von 145 bis 155 mit der Anlagefläche einschliesst. <Desc/Clms Page number 4> Eine weitere vorteilhafte Variante eines erfindungsgemässen Schneidmessers wird dadurch geschaffen, dass im Eckenbereich die Anlagefläche spitzwinkelig in einen konkaven, kurvenförmigen Abschnitt übergeht, welcher dann in einen ersten ebenen Abschnitt übergeht, der unter einem Winkel a1 von 125 bis 145 zur Anlagenfläche verläuft und der wiederum in einen zweiten ebenen, in die Anlagefläche mündenden Abschnitt übergeht, der einen Winkel a2 von 150 bis 165 mit der Anlagefläche einschliesst. Besonders vorteilhaft bei all diesen Varianten ist es, wenn der kurvenförmige Abschnitt als Kreisbogen ausgeführt ist, dessen Radius in einem Verhältnis von 1:4 bis 1:20 zur Dicke d des Schlagmessers steht. Besonders von Vorteil ist es, wenn die erfindungsgemässen Ausgestaltungen des Schlagmessers dann zur Anwendung kommen, wenn das Schlagmesser aus Hartmetall besteht. Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von Figuren näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 die Prinzipdarstellung einer Zerkleinerungsvorrichtung, teilweise geschnitten, in Seitenansicht Figur 2 die Zerkleinerungseinrichtung nach Figur 1 in Draufsicht Figur 3 das erfindungsgemässe Schlagmesser nach Figur 4 in Seitenansicht Figur 4 den vergrösserten Ausschnitt A des Messerarmes mit dem zugehörigen erfindungsgemässen Schlagmesser nach Figur 2 <Desc/Clms Page number 5> Figur5 den vergrösserten Eckenbereich des Schlagmessers nach Figur 4 Figur 6 den vergrösserten Eckenbereich einer Variante eines erfindungsgemässen Schlagmessers Die Zerkleinerungsvorrichtung entsprechend den Figuren 1 und 2 besteht aus einem zylinderförmigen Behälter-4- zur Aufnahme des zu zerkleinernden Gutes, beispielsweise Kunststoffteile. Am Boden des Behälters-4- ist ein Motor-10- angeflanscht, der einen zweiflügeligen Messerarm-3- mit zwei Schlagmessern -2- antreibt, der konzentrisch im Bodenbereich des Behälters-4- umläuft. Die Schlagmesser -2- bestehen aus Hartmetall und sind mit Hilfe von zwei Schrauben in entsprechenden Aufnahmen des Messerarmes-3- auswechselbar befestigt. Aus Figur 4 ist zu entnehmen, dass jedes Schlagmesser -2- eine Auflagefläche -6- sowie eine dazu im rechten Winkel stehende, etwa in Drehrichtung-5- verlaufende Anlagefläche -7- aufweist, zu denen entsprechende Gegenflächen -8- und-9- am Messerarm-3- vorgesehen sind. Der die Auflagefläche -6- und die Anlagefläche -7- verbindende Eckenbereich des Schlagmessers -2- ist so ausgestaltet, dass die Auflagefläche -6- zuerst spitzwinkelig in einen konkaven, kreisbogenförmigen Abschnitt -11- übergeht, welcher dann in einen ebenen, in die Anlagefläche -7- mündenden Abschnitt-12- übergeht, der einen Winkel a1 von 125 mit der Anlagefläche -7- einschliesst. Zwischen Anlagefläche -7- des Schlagmessers -2- und entsprechender Gegenfläche -9- des Messerarmes-3- ist ein Spalt vorhanden, der etwa in Drehrichtung-5- des Messerarmes-3- verläuft. Das in diesen Spalt eindringende, zerkleinerte Material wird durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Schlagmessers -2- im Eckenbereich umgelenkt, so dass es sich entgegen der Richtung des eindringenden Materials bewegt. Auf diese Weise wird ein Eindringen von Material in die Kontaktzone zwischen Auflagefläche -6- des Schlagmessers -2- <Desc/Clms Page number 6> und entsprechender Gegenfläche -8- des Messerarmes-3- mit Sicherheit verhindert und damit eine Zerstörung des Schlagmessers -2- ausgeschlossen. In einer Variante eines erfindungsgemässen Schlagmessers -2- ist gemäss Figur 6 der Eckenbereich zwischen Auflagefläche -6- und Anlagefläche -7- des Schlagmessers -2- so ausgestaltet, dass die Auflagefläche -6- zuerst spitzwinkelig in einen konkaven, kreisbogenförmigen Abschnitt-11- übergeht, weicher dann in einen ersten ebenen Abschnitt-12- übergeht, der unter einem Winkel a1 von 125 zur Anlagenfläche -7- geneigt ist. Der erste Abschnitt-12- geht dann in einen zweiten, ebenen Abschnitt-13- über, der in die Anlagenfläche -7- mündet und mit dieser einen Winkel a2 von 150 einschliesst.
Claims (6)
- Ansprüche 1. Prismenförmiges Schlagmesser (2) für Zerkleinerungseinrichtungen (1 ) wie Kunststoffagglomeratoren zur auswechselbaren Montage an Messerarmen (3), welche in einem zylindrischen Behälter (4) zur Zerkleinerung des zugeführten Materials konzentrisch umlaufen, wobei das Schlagmesser (2) eine etwa 90 zur Drehrichtung (5) ausgerichtete Auflagefläche (6) und eine etwa in Drehrichtung (5) ausgerichtete Anlagefläche (7) aufweist, die miteinander über einen Eckenbereich in Verbindung stehen und zu denen entsprechende Gegenflächen (8,9) am Messerarm (3) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckenbereich so ausgestaltet ist, dass das, zwischen Anlagefläche (7) und entsprechender Gegenfläche (9) des Messerarmes (3) eindringende, zerkleinerte Material derart gezielt umgelenkt wird, dass sich das umgelenkte,zerkleinerte Material entgegen der Richtung des eindringenden Materiales bewegt.
- 2. Prismenförmiges Schlagmesser (2) für Zerkleinerungseinrichtungen (1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Eckenbereich die Auflagefläche (6) spitzwinkelig in einen konkaven, kurvenförmigen Abschnitt (11) übergeht, welcher dann in einen ebenen, in die Anlagefläche (7) mündenden Abschnitt (12) übergeht, der einen Winkel a1 von 120 bis 165 mit der Anlagefläche (7) einschliesst. <Desc/Clms Page number 8>
- 3. Prismenförmiges Schlagmesser (2) für Zerkleinerungseinrichtungen (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der ebene Abschnitt (12) einen Winkel a von 145 bis 155 mit der Anlagefläche (7) einschliesst.
- 4. Prismenförmiges Schlagmesser (2) für Zerkleinerungseinrichtungen (1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Eckenbereich die Auflagefläche (6) spitzwinkelig in einen konkaven, kurvenförmigen Abschnitt (11) übergeht, welcher dann in einen ersten ebenen Abschnitt (12) übergeht, der unter einem Winkel a1 von 125 bis 145 zur Anlagefläche (7) verläuft und der wiederum in einen zweiten ebenen, in die Anlagefläche (7) mündenden Abschnitt (13) übergeht, der einen Winkel a2 von 150 bis 165 mit der Anlagefläche (7) einschliesst.
- 5. Prismenförmiges Schlagmesser für Zerkleinerungseinrichtungen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der kurvenförmige Abschnitt (11) als Kreisbogen ausgeführt ist, dessen Radius in einem Verhältnis von 1:4 bis 1:20 zur Dicke d des Schlagmessers (2) steht.
- 6. Prismenförmiges Schlagmesser für Zerkleinerungseinrichtungen (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagmesser (2) aus Hartmetall besteht.
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