<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dampfdruckkochtopf gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Der entscheidende Bedienungsschritt bei Töpfen dieser Art ist es, nach vollendetem Kochvorgang den mitunter sehr hohen Druck innerhalb des Topfes abzubauen und eine Entriegelung von Deckel und Kochgutbehälter herbeizuführen. Dazu wurden bereits mehrere Druckentlastungs- und Verriegelungseinrichtungen vorgeschlagen.
So ist etwa bei vielen Dampfdruckkochtöpfen zusätzlich zu den Koch- und Sicherheitsventilen ein eigenes Abdampfventil vorgesehen, dessen Ventilkörper in seiner Schliessstellung zunächst eine Erhöhung des Innendruckes ermöglicht. Zur Druckentlastung muss der Ventilkörper gegen den Dampfdruck bewegt werden, um ein Entweichen des Dampfes herbeizuführen.
Als Verriegelungseinrichtungen werden meist Systeme verwendet, bei denen über eine Drehbewegung des Deckels relativ zum Kochgutbehälter eine druckdichte Verbindung hergestellt werden kann. Dies erfolgt meistens über einfache BajonettVerschlüsse. Wahlweise können Druckkochtöpfe auch über Sperriegel verfügen, die beweglich mit dem Deckel verbunden sind und in Ausnehmungen des Kochgutbehälters eingreifen können, sodass eine Relativbewegung von Deckel und Kochgutbehälter verhindert werden kann. Um ein Entriegeln und Öffnen des Kochtopfes bei hohem Innendruck zu unterbinden, kann weiters ein Drucksperrbolzen vorgesehen sein.
Die Ausführung von Abdampfventil, Sperriegel sowie Drucksperrbolzen, deren Zusammenwirken mit dem Deckel und Kochgutbehälter des Druckkochtopfes sowie deren Betätigung variieren gemäss dem Stand der Technik. Die grösste
<Desc/Clms Page number 2>
Schwierigkeit besteht darin, dass alleine für das Abdampfen und Entriegeln somit die Bedienung von drei unterschiedlichen Komponenten notwendig ist. Da gemäss dem Stand der Technik die Komponenten der Druckentlastungs- und Verriegelungseinrichtung, etwa das Abdampfventil oder der Sperriegel, voneinander entkoppelt sind, wird die Bedienung erschwert und einer maximalen Sicherheit oft nicht genüge getan.
Es ist somit Ziel der Erfindung, eine einfache Bedienung dieser Komponenten zu ermöglichen, die auch höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird. Das wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 erreicht.
Anspruch 1 sieht dabei vor, alle genannten Komponenten zentral über einen Drehknopf zu bedienen, bei dessen Verdrehung um einen ersten Drehwinkel zunächst das Abdampfventil betätigt wird. Die erfindungsgemässe Konstruktion sieht dabei vor, dass eine Verdrehung, die diesen ersten Drehwinkel überschreiten würde, solange unterbunden wird, als der Innendruck im Topf einen bestimmten Wert überschreitet. Erst wenn der Innendruck ungefähr dem atmosphärischen Umgebungsdruck entspricht, wird die Verdrehung des Drehknopfes um einen zweiten Drehwinkel ermöglicht, durch die ein Sperriegel betätigt wird. Abdampfen und Entriegeln wird somit über einen einzigen Drehknopf bewerkstelligt, wobei die Entriegelung aufgrund der erfindungsgemässen Konstruktion erst dann erfolgen kann, wenn der Innendruck im Topf einen definierten Wert unterschritten hat.
Um gleichzeitig auf das Abdampfventil und den Sperriegel einzuwirken, empfiehlt es sich die Merkmale von Anspruch 2 vorzusehen. Somit kann gemäss der Merkmale von Anspruch 3 und 4 das Abdampfventil betätigt werden. Über die Merkmale der
<Desc/Clms Page number 3>
Ansprüche 5 und 6 wird erreicht, dass die Entriegelung des Sperriegels nicht erfolgt, bevor der Innendruck im Topf hinreichend abgebaut wurde. Die Merkmale von Anspruch 7 stellen sicher, dass die Verdrehung des Drehknopfes während des Abdampfens nur auf einen ersten Drehwinkel beschränkt ist und erst nach erfolgtem Druckabbau eine weitere Verdrehung um einen zweiten Drehwinkel erfolgen kann, die letztendlich die Entriegelung von Deckel und Kochgutbehälter bewirkt.
Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erklärt. Es zeigen dabei : Figur 1 eine Zusammenstellung des erfindungsgemässen Druckkochtopfes mit Deckel und Kochgutbehälter, Figur 2 einen Querschnitt durch den Deckel eines erfindungsgemässen Druckkochtopfes in einer Konfiguration, wie sie während des Kochvorganges gegeben ist, Figur 3 einen Querschnitt durch den Deckel eines erfindungsgemässen Druckkochtopfes in einer Konfiguration, wie sie während des Abdampfens gegeben ist und Figur 4 einen Querschnitt durch den Deckel eines erfindungsgemässen Druckkochtopfes in einer Konfiguration, wie sie während des Öffnens gegeben ist.
In Figur 1 ist der komplette Aufbau eines erfindungsgemässen Druckkochtopfes bestehend aus Deckel 1 mit Griffbereich 19 und Kochgutbehälter 2 dargestellt. Im geschlossenen und verriegelten Zustand sitzt der Deckel 1 druckdicht auf dem Kochgutbehälter 2 auf. Der Verschluss erfolgt dabei vorzugsweise über eine Bajonett-Verbindung, wobei die relative Drehbewegung von Deckel 1 und Kochgutbehälter 2 durch einen am
<Desc/Clms Page number 4>
Kochgutbehälter 2 montierten Griff erleichtert wird (in Figur 1 nicht dargestellt). Der Deckel 1 wird üblicherweise mit einem Kochventil 3 sowie einem Sicherheitsventil 4 versehen sein. Bei erfindungsgemässem Druckkochtopf ist der Deckel 1 zusätzlich mit einem Abdampfventil 5 ausgestattet. Ferner ist ein Drehknopf 6 vorgesehen, der über eine zapfenförmige Verlängerung 9 verfügt.
In der bevorzugten Ausführungsform gemäss beiliegender Zeichnungen dringt der Zapfen 9 vertikal in den Griffbereich 19 des Deckels 1 ein. Drehknopf 6 und Zapfen 9 sind dabei um ihre vertikale Achse drehbar im Griffbereich 19 gelagert.
Wie im Schnitt entlang der Linie A-A in Figur 2 gesehen werden kann, ist der Zapfen 9 über einen Teil seiner axialen Erstreckung mit einer Verzahnung 10 versehen, die im Eingriff mit einem Zahnstangen-Sperriegel 7 steht. Der ZahnstangenSperriegel 7 weist in der gezeigten Ausführungsvariante eine Bohrung 16 auf, die an einer ihrer inneren Begrenzungsflächen eine lineare Verzahnung 17 besitzt und vom Zapfen 9 des Drehknopfes 6 so durchstossen wird, dass die Verzahnung 17 der Bohrung 16 mit der Verzahnung 10 des Zapfens 9 des Drehknopfes 6 kämmt. Der Zahnstangen-Sperriegel 7 ist dabei in einem Kanal beweglich gelagert, dessen lichter Querschnitt dem Querschnitt des mit der Verzahnung 17 ausgestatteten Bereiches des Zahnstangen-Sperriegels 7 im wesentlichen entspricht und sich in den Griffbereich 19 vorzugsweise horizontal erstreckt.
Ein Verdrehen des Drehknopfes 6 um seine vertikale Achse wird im montierten Zustand daher eine Horizontalbewegung des mit der Verzahnung 17 ausgestatteten Bereiches des ZahnstangenSperriegels 7 bewirken.
Der Zahnstangen-Sperriegel 7 besitzt einen Verlängerungsarm 12, der eine Nase 13 aufweist. Die Nase 13 dient dazu, im Zuge der durch die Drehbewegung des Drehknopfes 6 hervorgerufenen
<Desc/Clms Page number 5>
Horizontalbewegung des Zahnstangen-Sperriegels 7 den Ventilkörper des Abdampfventils 5 zu betätigen, wie noch genauer beschrieben werden wird. Wie im Schnitt entlang der Linie A-A, etwa in Figur 2, gesehen werden kann, ist der Verlängerungsarm 12 ausserdem mit einer Bohrung 15 ausgestattet. Diese Bohrung 15 wird von einem Drucksperrbolzen 14 durchstossen, sofern der Innendruck im Topf ausreicht, um den Drucksperrbolzen 14 entgegen der Schwerkraft nach oben zu drücken. Die Horizontalbewegung des Verlängerungsarmes 12 und somit des gesamten Zahnstangen-Sperriegels 7 ist somit gehemmt.
Befindet sich der Drucksperrbolzen 14 aufgrund fehlenden Innendruckes in seiner untersten Stellung, gibt er den Verlängerungsarm 12 und somit den Zahnstangen-Sperriegel 7 frei, weil er in dieser Position nicht mehr in die Bohrung 15 eindringt.
Der Zapfen 9 des Drehknopfes 6 ist ferner mit einem radial abstehenden Mitnehmer 11 ausgestattet, der im montierten Zustand innerhalb der im wesentlichen halbkreisförmigen Bohrung 18 des Sperriegels 8 gelagert ist. Die Form des Mitnehmers 11 und seine Lagerung innerhalb der Bohrung 18 sind dabei so gestaltet, dass es innerhalb jenes Bewegungsspielraumes des Zahnstangen-Sperriegels 7 und somit auch des Drehknopfes 6, wie er durch den in die Bohrung 15 eindringenden Drucksperrbolzen 14 gestattet ist, zwischen Mitnehmer 11 und Sperriegel 8 zu keinerlei Wechselwirkung kommt.
Erst wenn aufgrund eines hinlänglich geringen Innendruckes im Topf der Drucksperrbolzen 14 nach unten fällt und die Horizontalbewegung des Zahnstangen-Sperriegels 7 nicht mehr beschränkt, kann durch Verdrehen des Drehknopfes 6 der Mitnehmer 11 mit dem Sperriegel 8 in Wechselwirkung gebracht werden und eine Ent- oder Verriegelung von Deckel 1 und
<Desc/Clms Page number 6>
Kochgutbehälter 2 bewirken. Der Sperriegel 8 ist dazu in einem Kanal beweglich gelagert, dessen lichter Querschnitt dem Querschnitt des Sperriegels 8 im wesentlichen entspricht und sich in den Griffbereich 19 vorzugsweise horizontal erstreckt.
Ein Verdrehen des Drehknopfes 6 um seine vertikale Achse wird im montierten Zustand daher eine Horizontalbewegung des Sperriegels 8 bewirken. In der Verriegelungsstellung durchstösst der Sperriegel 8 Ausnehmungen in Deckel 1 und Kochgutbehälter 2, sodass eine Relativbewegung von Deckel 1 und Kochgutbehälter 2 unterbunden wird. Wird durch ein Verdrehen des Drehknopfes 6 der Sperriegel 8 in den Griffbereich 19 hineingezogen, so gibt der Sperriegel 8 sowohl den Deckel l als auch den Kochgutbehälter 2 frei und ein relatives Verdrehen von Deckel 1 und Kochgutbehälter 2 zu deren Trennung wird ermöglicht.
Beim Schliessen werden der Deckel 1 und der Kochgutbehälter 2 durch eine relative Drehbewegung druckdicht miteinander verschlossen. Durch Verdrehen des Drehknopfes 6 entgegen dem Uhrzeigersinn wird der Sperriegel 8 in seine Verriegelungsposition gebracht und der Zahnstangen-Sperriegel 7 in den Griffbereich 19 zurückgeschoben, sodass die Nase 13 den Ventilkörper des Abdampfventils 5 freigibt.
Während des Kochens wird sich im Innenbereich des Kochtopfes ein mitunter erheblicher Druck aufbauen. Wie Figur 2 zeigt, werden dadurch der Ventilkörper des Abdampfventils 5 sowie der Drucksperrbolzen 14 nach oben gedrückt. Der Verlängerungsarm 12 und insbesondere seine Bohrung 15 sind dabei so dimensioniert, dass der Drucksperrbolzen 14 die Bohrung 15 durchstösst. Sowohl das Abdampfventil 5 als auch der Drucksperrbolzen 14 gestatten in ihren oberen Positionen keinen Druckabbau innerhalb des Topfes.
<Desc/Clms Page number 7>
Ist nun beabsichtigt, vor einem Öffnen des Topfes den Innendruck abzubauen, so muss lediglich der Drehknopf 6 im Uhrzeigersinn verdreht werden. Wie in Figur 3 ersichtlich ist, wird dadurch der Zahnstangen-Sperriegel 7 aus dem Griffbereich 19 ausgeschoben, wodurch sich die Nase 13 des Verlängerungsarmes 12 über den Ventilkörper des Abdampfventils 5 schiebt. Der Ventilkörper des Abdampfventils 5 wird dabei entgegen dem Dampfdruck nach unten gedrückt. Die Verdrehung des Drehknopfes 6 im Uhrzeigersinn ist solange möglich, bis der Drucksperrbolzen 14 an der Begrenzung der Bohrung 15 des Verlängerungsarmes 12 anstösst (siehe Figur 3). Dadurch wird der erste Drehwinkel definiert, der durch geeignete Dimensionierung der involvierten Bauteile vorzugsweise mit 90 festgelegt wird.
Während der Verdrehung um diesen ersten Drehwinkel rotiert der Mitnehmer 11 innerhalb der Bohrung 18, ohne mit dem Sperriegel 8 in Interaktion zu treten. Der Sperriegel 8 verharrt dadurch in seiner Verriegelungsposition.
Solange ein hinreichender Druckabbau den Drucksperrbolzen 14 nicht nach unten fallen lässt und so den ZahnstangenSperriegel 7 freigibt, kann der Sperriegel 8 nicht in seine Entriegelungsposition gebracht werden.
Ist der Druckabbau schliesslich hinreichend erfolgt, fällt der Drucksperrbolzen 14 nach unten und gibt den ZahnstangenSperriegel 7 frei (Figur 4). Der Drehknopf 6 kann nun über einen weiteren zweiten Drehwinkel im Uhrzeigersinn verdreht werden. Während dieser Drehbewegung kommt der Mitnehmer 11 mit einer inneren Begrenzungswand der Bohrung 18 in Anlage und drückt schliesslich den Sperriegel 8 in den Griffbereich 19. Der Sperriegel 8 gibt dadurch Deckel 1 und Kochgutbehälter 2 frei, sodass deren Trennung vorgenommen werden kann.
Es wird somit ein Druckkochtopf zur Verfügung gestellt, der über eine äusserst bedienungsfreundliche Druckentlastungs-und
<Desc/Clms Page number 8>
Verriegelungseinrichtung verfügt, die ausserdem höchsten Sicherheitsstandards genügt.