AT54101B - Verfahren zur Elektrolyse von Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Elektrolyse von Flüssigkeiten.

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AT54101B
AT54101B AT54101DA AT54101B AT 54101 B AT54101 B AT 54101B AT 54101D A AT54101D A AT 54101DA AT 54101 B AT54101 B AT 54101B
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cathodes
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electrolyte
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Jean Dr Billiter
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Jean Dr Billiter
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description


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 undurchlässigen Schirme solche aus osmotischen Membranen zu verwenden, die dem Strom den Durchgang gestatten. 



   Die Zirkulation sollte nach   Richardson   und nach   Johanna   auf ähnliche Art erfolgen wie beim Glockenverfahten, während Bein die Lösung in einer Seitenbewegung an der Kathode vorbeiführt. 



   Über eine industrielle Verwertung dieser Vorschläge ist dem Erfinder nichts bekannt geworden. Er vermutet, dass sie die Erwartungen nicht erfüllten, die man an sie stellte,   wenigstens   gelang es ihm bei experimenteller   Nachprüfung   dieser Anordnungen nicht, gute Resultate zu erzielen. Um auf den Grund der Misserfolge zu kommen, stellte der Erfinder weitere   Versuche an   und konnte dabei in erster Linie folgendes feststellen :
1. Bei der Zirkulation nach dem Glockenverfahren bzw. nach Richardson oder Johanns 
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 um den unteren Glockenrand und lässt die nuttleren und die tiefer liegenden Schichten fast unberührt unter sich.

   Bei der Anordnung Richardson und Johanns kann demnach die Zirkulation keine rationelle sein, weil die Flüssigkeitsströmung und Stromverteilung nicht korrespondieren, 
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   dringen kann.   Da die   dachförmigen   Rinnen an beiden Enden offen sind, erzeugen die Wasserstoffblasen, die unter der Decke hinstreichen, eine   Flüssigkeitsbewegung   in der Zelle, welche die   Schichtung zerstört.   2. Eine Seitenbewegung, wie sie Bein vorschreibt, lässt gleichfalls eine scharfe Trennung 
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   Schichten hervorruft,   welche gerade zu einer   Vermengtmg   führt. 



   3. Die   Badspannung   steigt bis zu abnormer Höhe, es kommt sogar zu Stromunterbrechungen, wendet man nicht besondere Mittel an, den Wasserstoff restlos abzuführen. 



   Nachdem es gelungen war, diese Gründe für den Misserfolg zu finden, war die Abhilfe nicht   mehr     so. schwierig.   Der Elektrolyt musste bei seiner Zirkulation, wie in der   amerik.   Patentschrift   Star.     734580 beschrieben ist,   ausschliesslich oder grösstenteils durch die   Zwischenräume,   welche die Kathodenfläche offen lässt, von oben nach unten, somit hauptsächlich annähernd quer zur 
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   es   minsste verhindert werden, dass Wasserstoffblasen Niveauschwankungen hervorruten, welche   eine     Schichnmg   vereiteln, schädliche Strömungen hervorrufen oder Strombahnen abschneiden. 



   Diesen Anforderungen entsprach eine Konstruktion, welche auf Fig. I im Längsschnitt.   auf Fig. II im Querschnitt dargestellt   ist. 
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 Kathode 10 und ihren Umhüllungen 12 nur streifenweise, also unvollständig abgeschlossen. Die Art der Kathodeneinführung und -verbindung ist aus den Figuren ohneweiters ersichtlich. 
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   gut nut   der Stromverteilung korrespondieren zu lassen, ist es zweckmässig, die   Zwischenräume   zwischen den einzelnen, möglichst schmalen und nicht weit voneinander abstehenden Stäben 
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   aufgehoben wird   und die   Kommunikation   nicht lediglich durch die Membranen erfolgen darf. 



   Die Kathoden 10 bestehen aus Gusseisen, Schmiedeeisen, aus Eisendraht oder Eisendraht- 
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   nahezu   horizontal in das Badgefäss und ruhen mit ihrem Ende links unten auf. Ihr vertikaler Teil führt in der Nebenkammer 15 zur Stromschiene 11. 



   Die Kathoden wurden nach Fig. IIIa konstruiert und bestanden aus Eisenstäben, die mit 
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 gingen sie bei der   lmieförnùgen   Biegung in Rohre aus gleichem Material oder aus Blech über, welche das Gas aufwärtsführten. Der liegende Teil der Kathoden hat eine Neigung von 2 bis 4   ein   pro m. Die Elektrodenstäbe werden an ihrer Oberkante zweckmässigerweise   verjüngt,   die Rinne muss möglichst eng sein. 



   Diese Anordnung arbeitete zufriedenstellend, sie erschien aber noch verbesserungsfähig, weil die steten kleinen Niveauschwankungen, welche der Wasserstoff bei seinem Auftreten hervorruft, doch eine ruhige Schichtung erschweren können, besonders wenn die Elektrodendecke selbst in Bewegung geraten kann. Auch traten manchmal störende Spannungssteigerungen auf, wenn der Wasserstoff die Membran blähte, deformierte, schädliche Räume bildete. 



   Um diese Missstände zu beheben, hüllte der Erfinder daher die Kathoden allseitig in eine durchlässige Membran und suchte durch die Wahl eines starren Materiales für die   Membran   (Zement) oder durch geeignete Konstruktion jede Deformation durch den Wasserstoff   völlig   auszuschliessen. So verwendete der Erfinder für starre Membranen (Asbestpappe mit   Zement-   anstrich) Elektroden der Konstruktion der   Fig. III   b, indem er mehrere   Kathodenstäbe   in einem starren Rohr anordnete. Diese Elektroden bewährten sich zwar im Gebrauch, doch war der
Spannungsverlust kein unerheblicher.

   Um diesen herabzusetzen, konstruierte er nach Schema III   c   abgeänderte, schmiegsame, alkalibeständige, dünne, möglichst   stromdurchlässige   Materiale als Membran, vorzugsweise   Asbestpapier,   Asbestgewebe oder solche Materialen in   präpariertem  
Zustande. Diese Membranen werden beispielsweise entweder durch Gewichte, z.

   B. durch einen 
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 zweckentsprechende Weise über das Kathodendrahtnetz bzw. die   Kathodendrähtestäbe, einzeln   oder über einen Rost aus Kathodenstäben gespannt (beispielsweise kann man den im Wesen   horizontalen   Teil der Kathode aus Drahtnetzen herstellen, die nach oben etwas konvex   gekrümmt   sind und derart federn, dass sie die darübergezogene Membran ohne weitere Hilfsmittel in ausgespanntem Zustand erhalten). 



   Bei dieser Anordnung bilden die Membranen längere, an ihren unteren Enden geschlossene. am oberen Ende offene Schläuche oder Säcke, die wie Handschuhe um die Kathoden greifen und die Gase bei 16 entweichen lassen. Alle Volumänderungen, alle   Flüssigkeitsschwankungen,   die der auftretende Wasserstoff hervorruft, bleiben im Inneren des Schlauches lokalisiert und teilen sich nach aussen dem Hauptkontingent des Elektrolyten nicht mit. Die   offenen Schlauch-   enden können etwas unter   das Flüssigkeitsniveau   in der   Nebenkammer   15, besser noch   his zur   
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   Bei den hier beschriebenen Anordnungen bleibt der Katholyt, unbeeinflusst von dem abwärtsströmenden Elektrolyten. stets in unmittelbarer Kathodennähe, die Elektrolyse spielt   sich folgendermassen   ab : 
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 Kathode   unmittelbar anliegenden Elektrolyten dureheinandermengt.   Die gebildeten   O ! Iûnen   gelangen dabei an die Innenseite der Membran bzw. an den Rand der Rinne. Infolge der Ver-   engerung   des   Stromweges   ist der Spannungsabfall in   der Membran   bzw. an dem unteren Rande   Rinne   ein   höherer   wie im übrigen Teile des Elektrolyten. Die OH'-Ionen wandern deshalb 
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    Das Kathodenprodukt der Elektrolyse gelangt also ausserhalb des Kathodenraumes in die Lösung, welche von der Anode herkommt und etwas Chlor'gelöst enthält, ohne wieder wie sonst an der Kathode vorbeizustreichen. Ein bilden sich Spuren von Hypochlorit, die nicht wie sonst durch kathodische Reduktion unter Rückbildung von Chlorid wieder teilweise entfernt werden ; sie gelangen also in das Produkt, welches bei 6 abfliesst. Diese geringen Spuren sind meist völlig belanglos, legt man Wert darauf, sie dennoch zu entfernen, so gelingt dies leicht auf einem der bekannten zahlreichen chemischen Wege ; man kann sie aber leicht auch elektrolytisch entfernen, wenn man eine Hilfskathode einfÜhrt, an der das Produkt der Elektrolyse vorbeistreicht, knapp bevor es das Bad bei 6 verlässt und etwa 1% des Stromes durch die Hilfskathode schickt. 



  Man kann z. B. das Rohr 5 aus Eisen herstellen und mit dem negativen Pol verbinden oder einen Eisenstab als Hilfskathode darin einführen usw. 



  Der prinzipielle Vorteil, den das hier beschriebene Verfahren dem Glockenverfahren gegen- über aufweist, beruht darauf, dass es gelingt, bei gleicher Spannung viel höhere Stromdichten herzustellen. Die Vorteile dieses Momentes (höhere Ausbeute und Konzentration usw. ) sind bereits eingangs aufgeführt worden. Während man beim Glockenverfahren mit 3'5 bis 4 Volt Spannung Stromdichten von höchstens 200 Ampère pro m3 herstellt, gelingt es hier bei gleicher Spannung, Stromdichten bis 500 Ampère zu erzielen. Durch Erwärmung der Badlösung wird das Verhältnis noch günstiger. Die Heizung muss aber unter gewissen Kautelen ausgeführt werden, denn sie kann ebenso gut die Schichtung bei unzweckmässiger Anordnung durch Schlierenbildung zerstören, wie sie bei richtiger Anordnung unterstützen. 



  Die Zellen, deren Wirkungskreis für die Kochsalzelektrolyse näher erläutert wurde. können natüf'iK'h unverändert für die Chlorkaliumelektrolyse usw. verwendet werden. 



  PATENT ANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Elektrolyse von Alkalisalzlösungen, bei welchem der Anodenraum unten nur durch die annähernd horizontal gelagerten Kathoden abgegrenzt wird, welche keine geschlossene, sondern eine beispielsweise streifenweise unterbrochene Fläche bilden, so dass der Elektrolyt ausschliesslich oder grösstenteils durch die Zwischenräume, welche die Kathodenflache offen lässt, von oben nach unten, somit hauptsächlich annähernd quer zur Kathodennälhe   
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   von.

   seitlichen Bewegungen   der Elektrolytfliissigkeit geleitet wird, dadurch gekennzeichnet,   da LI Ilie Kathoden durch   an den Seitenwänden geschlossene und nur in ihrer unteren ganzen Lange oder nur an einzelnen   Stellen offene stromdurchlässige   Membranen, welche   Zwischenräume     zwischen den Kathoden   oder ihren Teilen freilassen, eingehüllt werden. 



   2. Abänderung des Verfahrens nach   Anspsnch l, dadurch gekennzeichnet,   dass die   Membranen   die Kathoden innerhalb des Elektrolyten schlauchförmig völlig umschliessen, so dass die Kathoden- 
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Claims (1)

  1. mchtaufgehobenwird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet. EMI4.3
AT54101D 1909-07-12 1909-07-12 Verfahren zur Elektrolyse von Flüssigkeiten. AT54101B (de)

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