AT528680A1 - Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine - Google Patents
Schließeinheit für eine FormgebungsmaschineInfo
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Abstract
Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, mit einer festen Formaufspannplatte (2) und eine entlang einer Längsachse (9) relativ zur festen Formaufspannplatte (2) bewegbar gelagerten beweglichen Formaufspannplatte (10), wobei die bewegliche Formaufspannplatte (10) und die feste Formaufspannplatte (2) an einem Rahmen (4) gelagert sind und der Rahmen (4) an einer lateralen rahmenseitigen Plattenseite der beweglichen Formaufspannplatte (10) und der festen Formaufspannplatte (2) angeordnet ist, wobei die feste Formaufspannplatte (2) in einem ersten Befestigungsbereich (3), welcher erste Befestigungsbereich (3) an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, fest mit einem Rahmen (4) der Schließeinheit (1) verbunden ist, wobei die feste Formaufspannplatte (2) in einem zweiten Befestigungsbereich (5), welcher an einer von der rahmenseitigen Plattenseite abgewandten zweiten Seite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, mittels wenigstens eines Aktuators (6) am Rahmen (4) der Schließeinheit (1) angebunden ist.
Description
[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, sowie eine Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit.
[0002] Unter Formgebungsmaschinen können Spritzgießmaschinen, Spritzpressen, Pressen und dergleichen verstanden werden. Auch Formgebungsmaschinen, bei welchen die plastifizierte Formmasse einem offenen Formwerkzeug zugeführt wird, sind durchaus denkbar.
[0003] Im Folgenden soll der Stand der Technik anhand einer Spritzgießmaschine umrissen werden. Analoges gilt allgemein für Formgebungsmaschinen.
[0004] Bekannte Ausführungsvarianten von Schließeinheiten von Formgebungsmaschinen umfassen zumeist eine feste Formaufspannplatte und eine relativ dazu bewegbare, bewegliche Formaufspannplatte. An diesen Formaufspannplatten werden Formwerkzeugteile eines Formwerkzeugs angeordnet, welche in einem geschlossenen Zustand eine Formkavität bilden, in welche Formkavität ein plastifizierter Kunststoff zum Erzeugen eines Formteiles eingespritzt werden kann.
[0005] Um den Spritzgießprozess zu betreiben, hat die Schließeinheit zwei Aufgaben zu erfüllen.
[90006] Zum einen über eine Relativbewegung der beweglichen Formaufspannplatte zur festen Formaufspannplatte, die Formwerkzeugteile des Formwerkzeugs auseinander und zusammen zu bewegen, wodurch nach dem Spritzgießen ein Formteil zur Entnahme freigestellt werden kann und/oder ein Einlegeteil in das Formwerkzeug zum Um- oder Anspritzen eingelegt werden kann. Diese Funktion der Bewegung der beweglichen Formaufspannplatte relativ zur festen Formaufspannplatte wird durch die Eilhubvorrichtung übernommen.
[0007] Zum anderen hat die Schließeinheit eine Schließkraft aufzubauen, welche die Formwerkzeugteile des Formwerkzeugs während des eigentlichen Spritzgießprozesses aneinanderhält und somit dem Einspritzdruck des eingespritzten Kunststoffes entgegenhält, wobei ungleich h6öhere Kräfte auftreten als bei der Eilhubvorrichtung.
[0008] Diese Schließkraft wird zumeist über einen Schließkraftmechanismus aufgebaut, welcher die bewegliche Formaufspannplatte in Richtung der festen Formaufspannplatte anpresst und somit eine Druckkraft — eine Schließkraft — auf das dazwischen angeordnete Formwerkzeug ausübt.
[0009] Bei bekannten Ausführungsvarianten des Standes der Technik — insbesondere bei sogenannten säulenlosen Schließeinheiten und/oder Schließeinheiten mit C-Rahmen — ist es üblich, eine feste Formaufspannplatte fest mit einem Rahmen der Schließeinheit zu verbinden, wohingegen die bewegliche Formaufspannplatte am Rahmen relativ zur festen Formaufspannplatte über eine Führung beweglich gelagert ist. Zur Bewegung und/oder dem Aufbau der Schließkraft der beweglichen Formaufspannplatte greift an der beweglichen Formaufspannplatte zumeist ein entsprechender Aktuator an, welcher sich am Rahmen der Schließeinheit abstützt.
[0010] Problematisch bei entsprechenden Ausführungsformen ist es jedoch, dass es unter den hohen Drücken und Kräften während des SpritzgieRprozesses, welche oft asymmetrisch zu einer zentralen Längsachse der Schließeinheit angreifen, zu einem einseitigen Aufklaffen oder einer Abweichung von der meist gewünschten parallelen Anordnung der Formaufspannplatten kommt.
[0011] Eine Parallelität der Formaufspannplatten gewährleistet jedoch, dass ein Formhohlraum des Formwerkzeugs an einer Trennebene während des Spritzgießprozesses einerseits abgeschlossen ist und andererseits die gewünschte geometrische Gestalt der Formkavität ausgebildet wird.
[0012] Wenn eine solche Parallelität nicht gewährleistet werden kann, kommt es zu Qualitätseinbußen des zu erzeugenden Formteiles, wenn nicht sogar zur Produktion von Ausschussteilen.
[0013] Somit sind verschiedenste Ausführungsvarianten des Standes der Technik bekannt, um eine nötige Formaufspannplatten-Parallelität gewährleisten zu können, welche zumeist eine Anpassung der Relativlage der beweglichen Formaufspannplatte zur festen Formaufspannplatte be-
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schreiben, um eine Parallelität während des Spritzgießprozesses aufrecht zu erhalten.
[0014] Auch Ausführungsvarianten des Standes der Technik sind bekannt, bei welchen eine Relativiage der festen Formaufspannplatte gegenüber der beweglichen Formaufspannplatte angepasst werden kann, wobei zumeist die feste Formaufspannplatte einseitig durch Betätigungselemente angekippt werden kann, um eine Relativkippung zur beweglichen Formaufspannplatte anzupassen.
[0015] So ist es beispielsweise aus der DE 197 32 337 A1 bekannt, über einen Druckstab eine leichte Verkippung der festen Formaufspannplatte unter Schließkrafteinfluss zu ermöglichen. Negativ daran ist jedoch, dass diese Verkippung zwangsläufig von der Schließkraft abhängig ist und nicht aktiv gezielt auf weitere Aspekte eingegangen werden kann.
[0016] Aus der DE 10 2014 005923 A1 ist es bekannt, die feste Formaufspannplatte mittels eines temperierten Stellgliedes am Rahmen zu lagern, wobei dieses Stellglied durch Erwärmung oder Abkühlung in seiner Ausdehnung beeinflusst werden kann, wodurch eine Relativverkippung der Formaufspannplatte zum Rahmen ermöglicht wird. Jedoch stellt auch diese Möglichkeit eine recht eingeschränkte und zeitverzögerte Möglichkeit zur Beeinflussung der Plattenparallelität dar. So ist die Temperatur eines Stellgliedes nur unter einem gewissen Zeiteinfluss einstellbar. Bei den immer höher werdenden Taktzeiten von Spritzgießmaschinen stellt jedoch die Zeitkomponente zur Steuer- oder Regelung einen entscheidenden Faktor dar.
[0017] Aufgabe ist es, eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, sowie eine Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit bereitzustellen, mit welcher die zuvor beschriebenen Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise verbessert werden können und/oder schneller oder individueller eine Formaufspannplatten-Parallelität umgesetzt werden kann und/oder welche eine kosten- oder aufwandsarme Alternative zur Beeinflussung einer FormaufspannplattenParallelität darstellt.
[0018] Diese Aufgabe wird durch eine Schließeinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie einer Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit gelöst.
[0019] Eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine gemäß einem Ausführungsbeispiel
umfasst eine feste Formaufspannplatte und eine entlang einer Längsachse relativ zur festen For-
maufspannplatte bewegbar gelagerte bewegliche Formaufspannplatte, wobei die bewegliche
Formaufspannplatten und die feste Formaufspannplatte an einem Rahmen gelagert sind und der
Rahmen an einer lateralen rahmenseitigen Plattenseite der beweglichen Formaufspannplatte und
der festen Formaufspannplatte angeordnet ist, wobei die feste Formaufspannplatte
- In einem, ersten Befestigungsbereich, welcher erste Befestigungsbereich an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte positioniert ist, fest mit einem Rahmen der Schließeinheit verbunden ist, und
- In einem zweiten Befestigungsbereich, welcher an einer von der rahmenseitigen Plattenseite abgewandten zweiten Seite der festen Formaufspannplatte positioniert ist, mittels wenigstens eines Aktuators am Rahmen der Schließeinheit angebunden ist.
[0020] Dadurch, dass die feste Formaufspannplatte in einem ersten Befestigungsbereich fest mit dem Rahmen verbunden ist und im zweiten Befestigungsbereich über einen Aktuator am Rahmen angeordnet ist, kann über den Aktuator eine Kraft auf die feste Formaufspannplatte ausgeübt werden, was zu einer elastischen Verformung und/oder Verkippung der festen Formaufspannplatte um den ersten Befestigungsbereich führt.
[0021] Da dieser erste Befestigungsbereich näher an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte positioniert ist als der zweite Befestigungsbereich — also die feste Anbindung der festen Formaufspannplatte näher am Rahmen als die Anbindung der festen Formaufspannplatte über den Aktuator am Rahmen vorgesehen ist — kann die feste Formaufspannplatte durch Betätigung des Aktuators insbesondere entgegen einer Rahmenverformung eines C- Rahmens umgesetzt werden.
[0022] Durch das Vorsehen eines Aktuators kann außerdem zielgerichtet eine Kraft auf die feste Formaufspannplatte und somit eine Verformung der festen Formaufspannplatte umgesetzt wer-
den, welche unabhängig von einer Schließkraft ist.
[0023] Dies ergibt den wesentlichen Vorteil, dass in einfacher, schneller und zielgerichteter Art und Weise auf eine Verformung der Schließeinheit durch entsprechendes Steuern oder Regeln des Aktuators eingegangen werden kann. Anders formulier, kann in bevorzugten Ausführungsformen ein Aufbiegen der Schenkel eines C-Rahmens kompensiert werden.
[0024] Zu erwähnen ist, dass in gewissen Spezialanwendungen eine leichte relative Schiefstellung der festen Formaufspannplatte zur beweglichen Formaufspannplatte gewünscht ist, beispielsweise weil asymmetrische Formteile hergestellt werden sollen. Um eine asymmetrische Auftreibkraft der Formmasse im Formwerkzeug zu kompensieren, kann eine leichte Schiefstellung der Formaufspannplatten von Vorteil sein. Zusätzlich zu den erwähnten Vorteilen kann ein entsprechendes Ausführungsbeispiel es auch leisten, eine gewünschte Schiefstellung gezielter und exakter zu realisieren.
[0025] Im Zuge des vorliegenden Dokuments ist — wenn von einer Platte die Rede ist — nicht zwangsläufig von einer ebenen, planen Platte auszugehen. Diese kann auch über Vertiefungen, Erhöhungen sowie eine konkave Bearbeitung für die Aufspannfläche für optimale Schließkraftverteilung im geschlossenen Zustand verfügen. Auch Ausführungsformen mit Rippen, Stegen oder anderen Strukturen zur Stabilisierung oder Verformungsoptimierung sind durchaus denkbar.
[0026] Unter Formgebungsmaschinen können Spritzgießmaschinen, Spritzpressen, Pressen und dergleichen verstanden werden. Auch Formgebungsmaschinen, bei welchen die plastifizierte Formmasse einem offenen Formwerkzeug zugeführt wird, sind durchaus denkbar.
[0027] Es ist durchaus denkbar, dass eine Schließeinheit gemäß der vorliegenden Offenbarung ihren Einsatz bei bereits bestehenden Systemen des Standes der Technik — wie beispielsweise in der Beschreibungseinleitung beschrieben — findet und sozusagen bei bestehenden Systemen nachgerüstet wird.
[0028] Es kann sich im Rahmen einer bei der vorliegenden Offenbarung beschriebenen SchlieBeinheit um eine horizontale Schließeinheit (bei welcher die Relativbewegung der beweglichen Formaufspannplatte gegenüber der festen Formaufspannplatte entlang einer zumindest Großteils horizontal ausgerichteten Bewegungsrichtung verläuft) oder vertikale Schließeinheit (bei welcher die Relativbewegung der beweglichen Formaufspannplatte gegenüber der festen Formaufspannplatte entlang einer zumindest Großteils vertikal ausgerichteten Bewegungsrichtung verläuft) handeln.
[0029] Bei einer Ausführungsvariante einer horizontalen Schließeinheit kann insbesondere vor-
gesehen sein, dass die feste Formaufspannplatte
- In einem unteren, ersten Befestigungsbereich fest mit einem Rahmen der Schließeinheit verbunden ist, und
- In einem zweiten Befestigungsbereich oberhalb des ersten Befestigungsbereichs mittels wenigstens eines Aktuators am Rahmen der Schließeinheit angebunden ist.
[0030] Weiters wird Schutz begehrt für eine Formgebungsmaschine mit einer Schließeinheit gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung.
[0031] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0032] Es kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Aktuator als hydraulische KolbenZylinder-Einheit und/oder als Piezo-Aktuator ausgebildet ist. Auch andere Ausführungsformen eines Aktuators, mit welchem hohe Kräfte bei niederen Aktuatorwegen umgesetzt werden können, sind durchaus denkbar.
[0033] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass wenigstens eine Ausnehmung, insbesondere ein Sackloch oder eine Bohrung, im Rahmen und/oder der festen Formaufspannplatte der Schließeinheit im zweiten Befestigungsbereich vorgesehen ist, welche wenigstens eine Ausnehmung zur Aufnahme des wenigstens einen Aktuators und/oder als Teil des wenigstens einen Aktuators, vorzugsweise als Zylinder einer Kolben-Zylinder-Einheit, ausgebildet ist.
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[0034] Es kann vorgesehen sein, dass die feste Formaufspannplatte im ersten Befestigungsbereich durch eine Schraubenverbindung und/oder stoffschlüssige Verbindung mit dem Rahmen umgesetzt ist.
[0035] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die feste Formaufspannplatte im ersten Befestigungsbereich und/oder der Rahmen angrenzend an den ersten Befestigungsbereich wenigstens ein Gelenk, vorzugsweise ein Festkörpergelenk, aufweist, welches wenigstens eine Gelenk eine Verkippung der festen Formaufspannplatte gestattet oder begünstigt.
[0036] Ein Festkörpergelenk kann beispielsweise durch eine geometrische Ausgestaltung durch eine Einschnürung in Querschnitt ausgebildet werden, wodurch sich die elastische Verformung lenken lässt.
[0037] Es kann vorgesehen sein, dass das Festkörpergelenk durch die Schraubenverbindung zwischen feste Formaufspannplatte und dem Rahmen im ersten Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei durch Verformung der Schraubenverbindung (insbesondere eine elastische Dehnung der Schrauben aufgrund einer Zugbeanspruchung) eine Bewegung des Festkörpergelenks gestattet wird.
[0038] Es kann vorgesehen sein, dass der erste Befestigungsbereich wenigstens zwei Teilbereiche aufweist, insbesondere wobei die wenigstens zwei Teilbereiche des ersten Befestigungsbereichs im Wesentlichen horizontal zueinander an der festen Formaufspannplatte positioniert sind.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass eine Plattenparallelität der festen Formaufspannplatte und der beweglichen Formaufspannplatte durch den wenigstens einen Aktuator steuer- oder regelbar ist.
[0040] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass eine Steuer- oder Regeleinrichtung vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, die Plattenparallelität während einer Beaufschlagung der Schließeinheit mit einer Schließkraft, vorzugsweise durch Steuern oder Regeln des wenigstens einen Aktuators, zu steuern oder zu regeln.
[0041] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die bewegliche Formaufspannplatte mit einem Schließkraftmechanismus verbunden ist, welcher dazu ausgebildet ist, eine Schließkraft über die bewegliche Formaufspannplatte zwischen der beweglichen Formaufspannplatte und der festen Formaufspannplatte aufzubauen.
[0042] Es kann vorgesehen sein, dass der Rahmen der Schließeinheit als C-Rahmen ausgebildet ist, an welchem die bewegliche Formaufspannplatte mittels einer Führung entlang der Längsachse bewegbar gelagert ist.
[0043] Eine Führung zwischen beweglicher Formaufspannplatte und Rahmen kann beispielsweise wenigstens eine Gleitführung und/oder wenigstens eine Wälzkörperführung umfassen.
[0044] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Schließeinheit als säulenlose Schließeinheit und/oder 2-Platten-Schließeinheit ausgebildet ist.
[0045] Weitere Einzelheiten und Vorteile werden im Folgenden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
[0046] Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit, und [0047] Fig. 2 die in Fig. 1 angedeutete Schnittdarstellung A-A. [0048] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit 1.
[0049] Dabei ist in Fig. 1 eine Draufsicht auf die Schließeinheit 1 dargestellt und in Fig. 2 eine Seitenansicht mit dem in Fig. 1 angedeuteten Schnitt A-A.
[0050] Die Schließeinheit 1 umfasst einen zweigeteilten Rahmen 4, welcher eine linke und eine rechte Seitenwange 26 aufweist.
[0051] Die Seitenwangen 26 werden einerseits über die feste Formaufspannplatte 2 und ande-
rerseits über die angeschraubte Trägerplatte 27 miteinander verbunden. Weiters kann vorgesehen sein, dass die Schließeinheit 1 Verbindungsstege umfasst, welche die zwei Seitenwangen 26 verbinden können.
[0052] Die Schließeinheit 1 weist eine feste Formaufspannplatte 2 und eine relativ zur festen Formaufspannplatte 2 entlang der Längsachse 9 verschiebbar gelagerte bewegliche Formaufspannplatte 10 auf.
[0053] Die bewegliche Formaufspannplatte 10 stützt sich am Rahmen 4 — genauer gesagt: den Seitenwangen 26 des Rahmens 4 über die Gleitführungen 12 und ist mittels der Eilhubvorrichtung 19 über die Antriebsplatte 15 und den UÜbertragungskörper 14 entlang der Längsachse 9 verschiebbar.
[0054] Die Eilhubvorrichtung 19 umfasst eine elektrische Antriebseinheit 20, welche zum Durchführen einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung der beweglichen Formaufspannplatte 10 ausgebildet ist, über das Getriebe 21 die Spindel 22 des Spindeltriebs anzutreiben, womit die an der Spindel 22 gelagerte Kugelumlaufmutter 23 linear bewegbar ist.
[0055] Diese Kugelumlaufmutter 23 ist wiederum bewegungsstarr durch eine Verschraubung mit der Anlenkbrücke 24 verbunden, welche Anlenkbrücke 24 wiederum die lineare Bewegung über die Anlenkstangen 25 an die Antriebsplatte 15 weitergibt.
[0056] Durch diese Eilhubvorrichtung 19 ist ein zwischen der beweglichen Formaufspannplatte 10 und der festen Formaufspannplatte 2 anordenbares Formwerkzeug Öffen- und/oder schließbar.
[0057] Nachdem ein entsprechendes Formwerkzeug über die Eilhubvorrichtung 19 geschlossen wurde, kann mittels des Schließkraftmechanismus 11 eine Schließkraft auf das Formwerkzeug ausgeübt werden.
[0058] Hierfür wird die mit der Antriebsplatte 15 verbundene Druckstange 16 durch Schließen der geteilten Verriegelungsmutter 17 mit dem Kolben 18 des als Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildeten Schließkraftmechanismus 11 verbunden.
[0059] Der Kolben 18 der Kolben-Zylinder-Einheit 28 ist in einer entsprechenden Ausnehmung der Trägerplatte 27 gelagert, diese Ausnehmung bildet den Zylinder 18 der Kolben-Zylinder-Einheit 28, wobei durch einen entsprechenden Druckaufbau eines Hydraulikfluids zwischen Trägerplatte 27 und Kolben 18 eine Kraft über die Druckstange 16, die Antriebsplatte 15, den Übertragungskörper 14 und die bewegliche Formaufspannplatte 10 auf ein zwischen beweglicher Formaufspannplatte 10 und fester Formaufspannplatte 2 angeordnetes Formwerkzeug ausgeübt werden kann (die sogenannte Schließkraft).
[0060] Bei sehr hohen Schließkräften kommt es zu Verformungen des Rahmens 4 — genauer gesagt: den Seitenwangen 26 des Rahmens 4 — welche zu einem Aufklaffen des C-förmigen Rahmens 4 führen und somit eine Plattenparallelität der beweglichen Formaufspannplatte 10 zur festen Formaufspannplatte 2 gefährden.
[0061] Um jedoch eine Plattenparallelität der beweglichen Formaufspannplatte 10 zur festen Formaufspannplatte 2 weiterhin bereitstellen zu können, ist einerseits die bewegliche Formaufspannplatte 10 über den UÜbertragungskörper 14 kippbar gelagert.
[0062] Der Rahmen 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel an einer lateralen rahmenseitigen Plattenseite der beweglichen Formaufspannplatte 10 und der festen Formaufspannplatte 2 angeordnet.
[0063] Die feste Formaufspannplatte 2 umfasst einen ersten Befestigungsbereich 3 und einen zweiten Befestigungsbereich 5.
[0064] Der erste Befestigungsbereich 3 ist an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte positioniert.
[0065] Der zweite Befestigungsbereich 5 ist an einer von der rahmenseitigen Plattenseite abge-
wandten zweiten Seite der festen Formaufspannplatte 2 positioniert.
[0066] Da die Schließeinheit 1 dieses Ausführungsbeispiels als horizontale Schließeinheit in CRahmen-Bauweise ausgebildet ist, ist somit der zweite Befestigungsbereich 5 oberhalb des ersten Befestigungsbereiches 3 angeordnet.
[0067] Im ersten Befestigungsbereich 3 ist die feste Formaufspannplatte 2 fest mit den Seitenwangen 26 des Rahmens 4 mittels der Schraubverbindung 13 verbunden.
[0068] Im zweiten Befestigungsbereich 5 ist die feste Formaufspannplatte 2 über den Aktuator 6 mit den Seitenwangen 26 des Rahmens 4 verbunden, wodurch durch entsprechende Steueroder Regelung des Aktuators 6 eine Verkippung der festen Formaufspannplatte 2 ermöglicht wird, um eine Plattenparallelität zwischen fester Formaufspannplatte 2 und beweglicher Formaufspannplatte 10 steuern oder regeln zu können.
[0069] Der Aktuator 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel als hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit 7 umgesetzt.
[0070] Der Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit 7 wird durch die feste Formaufspannplatte 2 und einer Ausnehmung 8 in dieser selbst dargestellt, in welcher der Kolben der Kolben-Zylinder-Einheit 7 geführt ist.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Schließeinheit
2 feste Formaufspannplatte
3 erster Befestigungsbereich 4 Rahmen der Schließeinheit 5 zweiter Befestigungsbereich 6 Aktuator
7 Kolben-Zylinder-Einheit
8 Ausnehmung
9 Längsachse
10 bewegliche Formaufspannplatte 11 Schließkraftmechanismus
12 Gleitführung
13 Schraubenverbindung
14 Übertragungskörper
15 Antriebsplatte
16 Druckstange
17 geteilte Verriegelungsmutter 18 Kolben
19 Eilhubvorrichtung
20 elektrische Antriebseinheit 21 Getriebe
22 Spindel
23 Kugelumlaufmutter
24 Anlenkbrücke
25 Anlenkstange
26 Seitenwange des Rahmens 27 Trägerplatte
28 Kolben-Zylinder-Einheit
Patentansprüche
1. Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, mit einer festen Formaufspannplatte (2) und eine entlang einer Längsachse (9) relativ zur festen Formaufspannplatte (2) bewegbar gelagerten beweglichen Formaufspannplatte (10), wobei die bewegliche Formaufspannplatte (10) und die feste Formaufspannplatte (2) an einem Rahmen (4) gelagert sind und der Rahmen (4) an einer lateralen rahmenseitigen Plattenseite der beweglichen Formaufspannplatte (10) und der festen Formaufspannplatte (2) angeordnet ist, wobei die feste Formaufspannplatte (2) in einem ersten Befestigungsbereich (3), welcher erste Befestigungsbereich (3) an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, fest mit einem Rahmen (4) der Schließeinheit (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die feste Formaufspannplatte (2) in einem zweiten Befestigungsbereich (5), welcher an einer von der rahmenseitigen Plattenseite abgewandten zweiten Seite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, mittels wenigstens eines Aktuators (6) am Rahmen (4) der Schließeinheit (1) angebunden ist.
2. Schließeinheit nach Anspruch 1, wobei der wenigstens eine Aktuator (6) als hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit (7) und/oder als Piezo-Aktuator ausgebildet ist.
3. Schließeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Ausnehmung (8), insbesondere ein Sackloch oder eine Bohrung, im Rahmen (4) und/oder der festen Formaufspannplatte (2) der Schließeinheit (1) im zweiten Befestigungsbereich (5) vorgesehen ist, welche wenigstens eine Ausnehmung (8) zur Aufnahme des wenigstens einen Aktuators (6) und/oder als Teil des wenigstens einen Aktuators (6), vorzugsweise als Zylinder einer Kolben-Zylinder-Einheit (7), ausgebildet ist.
4. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die feste Formaufspannplatte (2) im ersten Befestigungsbereich (3) durch eine Schraubverbindung (13) und/oder stoffschlüssige Verbindung mit dem Rahmen (4) verbunden ist.
5. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die feste Formaufspannplatte (2) im ersten Befestigungsbereich (3) und/oder der Rahmen (4) angrenzend an den ersten Befestigungsbereich (3) wenigstens ein Gelenk, vorzugsweise ein Festkörpergelenk, aufweist, welches wenigstens eine Gelenk eine Verkippung der festen Formaufspannplatte (2) gestattet.
6. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Befestigungsbereich (3) wenigstens zwei Teilbereiche aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens zwei Teilbereiche des ersten Befestigungsbereiches (3) im Wesentlichen horizontal zueinander an der festen Formaufspannplatte (2) positioniert sind.
7. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Plattenparallelität der festen Formaufspannplatte (2) und der beweglichen Formaufspannplatte (10) durch den wenigstens einen Aktuator (6) steuer- oder regelbar ist.
8. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Steueroder Regeleinrichtung vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, die Plattenparallelität während einer Beaufschlagung der Schließeinheit (1) mit einer Schließkraft, vorzugsweise durch Steuern oder Regeln des wenigstens einen Aktuators (6), zu steuern oder zu regeln.
9. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die bewegliche Formaufspannplatte (10) mit einem Schließkraftmechanismus (11) verbunden ist, welcher dazu ausgebildet ist, eine Schließkraft zwischen beweglicher Formaufspannplatte (10) und fester Formaufspannplatte (2) aufzubauen.
10. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rahmen (4) der Schließeinheit (1) als C-Rahmen ausgebildet ist, an welchen die bewegliche Formaufspannplatte (10) mittels einer Führung (12) entlang der Längsachse (9) bewegbar gelagert ist.
11. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schließ
einheit (1) als säulenlose Schließeinheit und/oder 2-Platten-Schließeinheit ausgebildet ist.
12. Formgebungsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine, mit mindestens einer Schließeinheit (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, mit einer festen Formaufspannplatte (2) und eine entlang einer Längsachse (9) relativ zur festen Formaufspannplatte (2) bewegbar gelagerten beweglichen Formaufspannplatte (10), wobei die bewegliche Formaufspannplatte (10) und die feste Formaufspannplatte (2) an einem Rahmen (4) gelagert sind und der Rahmen (4) an einer lateralen rahmenseitigen Plattenseite der beweglichen Formaufspannplatte (10) und der festen Formaufspannplatte (2) angeordnet ist, wobei die feste Formaufspannplatte (2)
- In einem ersten Befestigungsbereich (3), welcher erste Befestigungsbereich (3) an der rahmenseitigen Plattenseite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, fest mit einem Rahmen (4) der Schließeinheit (1) verbunden ist, und
- In einem zweiten Befestigungsbereich (5), welcher an einer von der rahmenseitigen Plattenseite abgewandten zweiten Seite der festen Formaufspannplatte (2) positioniert ist, mittels wenigstens eines Aktuators (6) am Rahmen (4) der Schließeinheit (1) angebunden ist
wobei die feste Formaufspannplatte (2) im ersten Befestigungsbereich (3) und/oder der Rah-
men (4) angrenzend an den ersten Befestigungsbereich (3) wenigstens ein Gelenk aufweist,
welches wenigstens eine Gelenk eine Verkippung der festen Formaufspannplatte (2) gestattet, dadurch gekennzeichnet, dass eine Plattenparallelität der festen Formaufspannplatte
(2) und der beweglichen Formaufspannplatte (10) durch den wenigstens einen Aktuator (6)
steuer- oder regelbar ist.
2. Schließeinheit nach Anspruch 1, wobei der wenigstens eine Aktuator (6) als hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit (7) und/oder als Piezo-Aktuator ausgebildet ist.
3. Schließeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Ausnehmung (8), insbesondere ein Sackloch oder eine Bohrung, im Rahmen (4) und/oder der festen Formaufspannplatte (2) der Schließeinheit (1) im zweiten Befestigungsbereich (5) vorgesehen ist, welche wenigstens eine Ausnehmung (8) zur Aufnahme des wenigstens einen Aktuators (6) und/oder als Teil des wenigstens einen Aktuators (6), vorzugsweise als Zylinder einer KolbenZylinder-Einheit (7), ausgebildet ist.
4. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die feste Formaufspannplatte (2) im ersten Befestigungsbereich (3) durch eine Schraubverbindung (13) und/oder stoffschlüssige Verbindung mit dem Rahmen (4) verbunden ist.
5. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens ein Gelenk als ein Festkörpergelenk ausgebildet ist.
6. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Befestigungsbereich (3) wenigstens zwei Teilbereiche aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens zwei Teilbereiche des ersten Befestigungsbereiches (3) im Wesentlichen horizontal zueinander an der festen Formaufspannplatte (2) positioniert sind.
7. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Steueroder Regeleinrichtung vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, die Plattenparallelität während einer Beaufschlagung der Schließeinheit (1) mit einer Schließkraft, vorzugsweise durch Steuern oder Regeln des wenigstens einen Aktuators (6), zu steuern oder zu regeln.
8. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die bewegliche Formaufspannplatte (10) mit einem Schließkraftmechanismus (11) verbunden ist, welcher dazu ausgebildet ist, eine Schließkraft zwischen beweglicher Formaufspannplatte (10) und fester Formaufspannplatte (2) aufzubauen.
9. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rahmen (4) der Schließeinheit (1) als C-Rahmen ausgebildet ist, an welchen die bewegliche Formaufspannplatte (10) mittels einer Führung (12) entlang der Längsachse (9) bewegbar gelagert ist.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
AT 528 680 A1 2026-04-15
Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schließeinheit (1) als säulenlose Schließeinheit und/oder 2-Platten-Schließeinheit ausgebildet ist.
.. Formgebungsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine, mit mindestens einer Schließ-
einheit (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche.
13713
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| KR1020250138896A KR20260048456A (ko) | 2024-10-03 | 2025-09-25 | 몰딩 기계용 클램핑 유닛 |
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| US19/345,651 US20260097548A1 (en) | 2024-10-03 | 2025-09-30 | Clamping unit for a molding machine |
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