AT528490A4 - Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe - Google Patents

Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe (1), wobei das Abzugssystem einen Abzug (301) und einen im Abzug (301) verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel (302) umfasst, der Unterbrecherhebel (302) einen Hebelarm (310) und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen (311) umfasst, wobei der Lagerzapfen (311) in zumindest einer Ausnehmung (320) des Abzugs (301) aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel (302) unentfernbar im Abzug (301) gelagert ist. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung dieses Abzugssystems.

Description

Beschreibung
ABZUGSSYSTEM FÜR EINE HANDFEUERWAFFE
[0001] Die Erfindung betrifft ein Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe, wobei das Abzugssystem einen Abzug und einen im Abzug verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel umfasst.
[0002] Derartige Abzugssysteme mit Unterbrecherhebel finden typischerweise Anwendung in halbautomatischen Handfeuerwaffen, bei denen ein kontrolliertes Auslösen des Schlagsystems von entscheidender Bedeutung ist, um eine sichere und präzise Handhabung der Waffe zu gewährleisten.
[0003] Der Unterbrecherhebel hat die wesentliche Aufgabe, eine automatische Schussabgabe zu verhindern, wenn der Abzug nach der Schussabgabe weiterhin gedrückt bleibt. In Abzugssystemen herkömmlicher Handfeuerwaffen trennt der Unterbrecherhebel nach der Auslösung des Schusses den mechanischen Eingriff zwischen dem Abzug und dem Schlagsystem, bevor der Abzug in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Diese Trennung sorgt dafür, dass der nächste Schuss erst dann ausgelöst werden kann, wenn der Abzug vollständig losgelassen und erneut betätigt wird. Auf diese Weise wird eine ungewollte, kontinuierliche Schussabgabe vermieden, was insbesondere bei halbautomatischen Waffen von zentraler Bedeutung ist. Der Unterbrecherhebel gewährleistet somit die kontrollierte Abfolge einzelner Schüsse und trägt entscheidend zur Sicherheit und Funktionsweise des gesamten Abzugssystems bei.
[0004] Typischerweise ist der Unterbrecherhebel mechanisch mit dem Abzug verbunden, indem er um eine Achse im Abzug selbst drehbar gelagert ist, d.h. der Abzug und der Unterbrecherhebel weisen gegengleiche Löcher auf, in die ein Bolzen eingeführt wird. Hierbei handelt es sich um ein bewährtes System, jedoch sind der Arbeitsaufwand und die Fertigungskosten für eine Kleinserienfertigung relativ hoch.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Abzugssystem bereitzustellen, das diese Nachteile überwindet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe gelöst, wobei das Abzugssystem einen Abzug und einen im Abzug verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel umfasst, wobei der Unterbrecherhebel einen Hebelarm und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen umfasst, wobei der Lagerzapfen in zumindest einer Ausnehmung des Abzugs aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel unentfernbar im Abzug gelagert ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass das Abzugssystem in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt werden kann, z.B. indem es 3D-gedruckt wird und dabei der Unterbrecherhebel unmittelbar im Abzug mitgedruckt wird, ohne jedoch mit diesem permanent verbunden zu sein. Dies kann beispielsweise mittels eines Metall-Sinterverfahrens durchgeführt werden.
[0008] Da das Abzugssystem in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt werden kann, sind die Herstellungskosten für das erfindungsgemäße Abzugssystem sind somit wesentlich geringer als bei einem Abzugssystem nach dem Stand der Technik, wo ein gesonderter Bolzen durch den Abzug und den Unterbrecherhebel geführt wird, wofür mehrere Arbeitsschritte notwendig sind.
[0009] Bevorzugt ist, wenn genau ein Lagerzapfen vorliegt, der an einer Seite des Hebelarmes vorliegt, und wobei der eine Lagerzapfen zwei vom Hebelarm abstehende Auskragungen ausbildet, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs gelagert sind. In dieser Variante befindet sich der Lagerzapfen beispielsweise an einem Ende des Unterbrecherhebels, sodass ein einziger Lagerzapfen die zwei Auskragungen ausbildet. Dies hat den Vorteil, dass der Durchmesser des Lagerzapfens nicht durch die Dicke des Hebelarms beschränkt ist, und dass der Hebelarm nur auf einer Seite des Lagerzapfens vorliegt, sodass auf der dem Hebelarm gegenüberliegenden Seite keine weiteren Elemente am Lagerzapfen vorgesehen sind, die einen Bauraum im Abzug benötigen würden.
[0010] Alternativ kann jedoch vorgesehen sein, dass zwei Lagerzapfen vorliegen, die jeweils an
einer Seitenwand des Hebelarmes vorliegen und zwei vom Hebelarm abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs gelagert sind. Dies kann z.B. dann vorteilhaft sein, wenn der Lagerzapfen dünner als der Hebelarm ausgeführt werden soll.
[0011] Bevorzugt ist die zumindest eine Ausnehmung eine durchsetzende Öffnung, d.h. der Lagerzapfen ist von einer Seite des Abzugs aus durch die Öffnung ersichtlich. Dies kann vorteilhaft sein, wenn die Seitenwände des Abzugs dünn ausgeführt werden sollen. In einer alternativen Ausführungsform könnte die zumindest eine Ausnehmung aber auch ein Sackloch sein, sodass der Lagerzapfen von einer Seite des Abzugs aus nicht ersichtlich ist. Dies kann vorteilhaft sein, um Verschmutzungen zu vermeiden.
[0012] In der Praxis hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Unterbrecherhebel und der Abzug aus einem Metall gefertigt sind, bevorzugt aus demselben Material. Dies kann z.B. durch einen Lasersinterdruck erzielt werden.
[0013] Das genannte Abzugssystem kann insbesondere in einer Handfeuerwaffe eingesetzt werden, wobei die Handfeuerwaffe ferner ein Griffstück umfasst, in dem das Abzugssystem gelagert ist.
[0014] Wie eingangs erwähnt eignet sich das erfindungsgemäße Abzugssystem insbesondere für Kleinserienfertigungen. Aus diesem Grund ist es besonders vorteilhaft, das Abzugssystem auch bei Handfeuerwaffen einzusetzen, die im Schießsport eingesetzt werden. Beispielsweise kann das Abzugssystem in einer Handfeuerwaffe zum Einsatz kommen, die einen im Griffstück gelagerten Lauf mit einer Laufachse, ein Schlagsystem, eine Visierschiene und einen verschieblich am Griffstück gelagerten Schlitten umfasst, wobei die Visierschiene derart unbeweglich am Griffstück arretierbar ist, dass die Laufachse zwischen dem Griffstück und der Visierschiene liegt, wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems an der Visierschiene gelagert ist, wobei der Schlitten bei einer Schussabgabe von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, und wobei bevorzugt eine vordere Seite der Visierschiene hinter einer vorderen Seite des Schlittens liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe.
[0015] In einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Abzugssystems wobei der Unterbrecherhebel und der Abzug zusammen in einem einzigen Arbeitsschritt mit einem additiven Fertigungsverfahren, vorzugsweise mittels 3D-Druck, besonders bevorzugt mittels selektivem Lasersinterdruck, hergestellt werden. Mit diesem Verfahren wird nur ein einziger Arbeitsschritt benötigt, um das Abzugssystem herzustellen.
[0016] Um die vorliegende Erfindung besser zu verstehen, werden im Folgenden die beigefügten Figuren näher beschrieben. Diese Figuren veranschaulichen beispielhafte Ausführungsformen eine beispielhafte Handfeuerwaffe mit dem erfindungsgemäßen Abzugssystem und zeigen die wesentlichen Merkmale und Komponenten, die zur Erreichung der angestrebten Vorteile beitragen. Die nachfolgenden Figuren sollen die Beschreibung der Erfindung ergänzen und das Verständnis der technischen Details und der Funktionsweise erleichtern. Die Figuren zeigen jedoch bloß bevorzugte Ausführungsformen und sind daher nicht einschränkend anzusehen. Insbesondere ist anzumerken, dass es sich um eine „best mode“-Ausführungsform handelt und es beispielsweise nicht notwendig ist, den tiefen Lauf, das Drehlaufverriegelungssystem oder die kurze Visierschiene umzusetzen.
[0017] Figur 1 zeigt eine Handfeuerwaffe gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Perspektivansicht, wobei sich die Pistole in einem verriegelten Zustand befindet.
[0018] Figur 2 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich die Pistole in einem entriegelten Zustand befindet.
[0019] Figur 3 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich der Lauf in einem verdrehgesicherten Zustand befindet.
[0020] Figur 4 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich der Schlitten in einer maximal zurückgefahrenen Position befindet.
[0021] Figur 5 zeigt das Griffstück der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0022] Figur 6 zeigt eine Visierschiene der Handfeuerwaffe in einer Seitenansicht.
[0023] Figur 7 zeigt einen Schlitten der Handfeuerwaffe in einer Seitenansicht.
[0024] Figur 8 zeigt den Schlitten mit darin aufgenommener Visierschiene in
einer Seitenansicht.
[0025] Figur 9 zeigt das Zusammensetzen des Schlittens und der Visierschiene in einer Schnittansicht.
[0026] Figur 10 zeigt die im Schlitten aufgenommene Visierschiene mit weiteren Komponenten der Handfeuerwaffe.
[0027] Die Figuren 11a und 11b zeigen einen Montagebolzen der Handfeuerwaffe, wobei der Montagebolzen für Linkshänder ausgelegt ist.
[0028] Die Figuren 12a und 12b zeigen einen Montagebolzen der Handfeuerwaffe, wobei der Montagebolzen für Rechtshänder ausgelegt ist.
[0029] Die Figuren 13a und 13b zeigen das Arretieren der Visierschiene im Griffstück mittels des Montagebolzens.
[0030] Figur 14 zeigt das Einschieben der Stützstreben der Visierschiene in den Montagebolzen in einer schematischen Draufsicht.
[0031] Figur 15 zeigt das hintere Ende der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0032] Figur 16 zeigt den Lauf der Handfeuerwaffe in einer schematischen Seitenansicht.
[0033] Figur 17 zeigt den Lauf der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0034] Figur 18 zeigt das Griffstück mit darin aufgenommenem Lauf in einer
Perspektivansicht, wobei Elemente des Laufs sowohl in einer entriegelten Position als auch in einer verriegelten Position dar-
gestellt sind.
[0035] Figur 19 zeigt eine schematische Schnittansicht entlang der Schnittfläche A-A von Figur 18.
[0036] Figur 20 zeigt das vordere Ende der Handfeuerwaffe in einer schemati-
schen Perspektivansicht in einem Ruhezustand des Schlittens.
[0037] Figur 21 zeigt die Handfeuerwaffe in einer Zwischenstellung des Schlittens in einem Schnitt durch eine vertikale Ebene, in der die Laufachse liegt.
[0038] Figur 22 zeigt die Handfeuerwaffe in einer Zwischenstellung des Schlittens in einem Schnitt normal zur Laufachse.
[0039] Die Figuren 23a bis 23d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einer Ruheposition des Schlittens.
[0040] Die Figuren 24a bis 24d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einem Zwischenzustand des Schlittens kurz vor der Freigabe der Verriegelungswarzen.
[0041] Die Figuren 25a bis 25d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einem Zwischenzustand des Schlittens kurz nach der Freigabe der Verriegelungswarzen.
[0042] Die Figuren 26a bis 26d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einer maximal zurückgefahrenen Position des Schlittens.
[0043] Die Figur 27 zeigt den Schlagmechanismus der Handfeuerwaffe vor einer Schussabgabe.
[0044] Die Figur 28 zeigt den Schlagmechanismus der Handfeuerwaffe nach einer Schussabgabe mit gedrücktem Abzug.
[0045] Figur 29 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Perspektivansicht.
[0046] Figur 30 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Seitenansicht.
[0047] Figur 31 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Schnittansicht.
[0048] Figur 1 zeigt eine Handfeuerwaffe 1 bzw. Pistole, die sich insbesondere für den IPSCSchießsport eignet. Diese Handfeuerwaffe 1 könnte aber auch für andere Anwendungszwecke eingesetzt werden. Gleichfalls könnten die im Folgenden beschriebenen Komponenten dieser Handfeuerwaffe 1 bei anderen Handfeuerwaffen eingesetzt werden. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine beispielhafte Handfeuerwaffe 1 handelt, bei der das unten erläuterte Abzugssystem umgesetzt wird, das im Ubrigen auch bei anderen Handfeuerwaffen 1 eingesetzt werden könnte.
[0049] Die Handfeuerwaffe 1 umfasst ein Griffstück 100, einen Lauf 200, ein Schlagsystem 300, eine Visierschiene 400 und einen Schlitten 500. Die Handfeuerwaffe 1 kann weitere Elemente wie einen Montagebolzen 600, ein oder mehrere Visiere wie ein Korn 701, eine Kimme 702 oder ein optisches Visier 703 oder andere Komponenten umfassen, die im Folgenden beschrieben werden.
[0050] Besonders ist bei dieser Handfeuerwaffe 1, dass diese eine tiefe Laufachse L (hierunter wird die Zentralachse des Laufs 200 verstanden) und eine geringe Verschlussmasse aufweist, um damit den Hochschlag so gering wie möglich zu halten, was ein angenehmes und kontrollierbares Schussverhalten ermöglicht.
[0051] An dieser Stelle sei festgehalten, dass diese Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch eine Schussrichtung definiert, wobei sich jedoch versteht, dass die Schussrichtung der Handfeuerwaffe 1 auch dann klar definiert ist, wenn kein Schuss abgegeben wird oder sogar, wenn einige Elemente der Handfeuerwaffe 1 demontiert wurden. Die Schussrichtung ist daher auch ein inhärentes Merkmal des Griffstücks 100, des Laufs 200, des Schlagsystems 300, der Visierschiene 400 und des Schlittens 500. Die hierin verwendeten Begriffe „vorne“, „hinten“, „oben“, „unten“, „links“ und „rechts“ und Abwandlungen davon sind anhand der Schussrichtung definiert und bezüglich der Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch zu lesen. Gleichfalls wird festgehalten, dass die Laufachse L aufgrund der Konstruktion der Handfeuerwaffe 1 nicht nur ein Merkmal des Laufs 400 selbst, sondern ein Merkmal der gesamten Handfeuerwaffe 1 und der einzelnen Elemente der Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch ist. Hierin bedeutet „in Richtung der Laufachse“ auch „parallel zur Laufachse“, sofern nichts anderes angegeben ist.
[0052] Das Griffstück 100, das in Figur 5 dargestellt ist, besteht in der Regel aus Kunststoff und/ oder Metall und ist jenes Element, das den Abzug 301 des Schlagsystems 300 lagert und vom Benutzer ergriffen wird, um die Handfeuerwaffe 1 zu bedienen, d.h. um einen Schuss abzugeben. An der Unterseite 101 des Griffstücks 100 kann ein Magazin 710 eingeführt werden. Das Griffstück 100 kann weiters eine optionale Griffschale 102 aufweisen. Wie insbesondere in Figur 5 zu sehen ist, weist das Griffstück 100 eine ebene Schnittfläche auf, wobei nur Montagelemente mit
einem Vorsprung 103 von der Schnittfläche hervorragen, mit denen die Visierschiene 400 am Griffstück 100 befestigt wird. Insbesondere ist bevorzugt, wenn von der Schnittebene genau zwei Montageelemente hervorragen, die zur Arretierung der Visierschiene 400 dienen. Es versteht sich jedoch, dass hiervon auch abweichende Konstruktionen umgesetzt werden können.
[0053] Der Lauf 200 ist in der Regel ein geschmiedeter und gegebenenfalls spanend nachbearbeiteter Lauf, der in der dargestellten Ausführungsform derart ausgeführt ist, um ein Drehlaufverriegelungssystem umzusetzen. Unter einem Drehlaufverriegelungssystem wird eine mechanische Verriegelung verstanden, die den Lauf 200 und den Schlitten 500 so verbindet, dass sie sich während des Schusses gemeinsam bewegen, bis der Gasdruck im Lauf 200 auf ein sicheres Niveau gesunken ist. Dies ist insbesondere aus dem Ablauf der Figuren 1 bis 4 ersichtlich. In Figur 1 befindet sich der Schlitten 500 in einer Ruheposition, d.h. die Handfeuerwaffe 1 befindet sich in einem verriegelten Zustand, und auch der Lauf 200 befindet sich in einer vorderen (ersten) Stellung. In Figur 2 befindet sich die Handfeuerwaffe 1 in einem entriegelten Zustand und der Schlitten 500 befindet sich in einer Zwischenstellung. Es ist ersichtlich, dass sich der Lauf 200 gegenüber der vorderen Position von Figur 1 nach hinten bewegt hat. Der Lauf 200 befindet sich hier in einer hinteren (zweiten) Stellung und kann nicht weiter nach hinten bewegt werden, was aus Figur 3 ersichtlich ist, da sich der Lauf 200 weiterhin an derselben Position befindet, während sich der Schlitten 500 weiter nach hinten bewegt hat. Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, kann der Schlitten 500 weiter nach hinten verfahren, bis er sich in einer maximal zurückgefahrenen Position befindet, wobei sich der Lauf 200 jedoch weiterhin in der Stellung von Figur 2 bzw. 3 befindet. Wie dies mechanisch umgesetzt wird, ist unten anhand der Figuren 16 bis 26d dargestellt.
[0054] An dieser Stelle sei jedoch hervorgehoben, dass die Handfeuerwaffe 1 nicht zwingend mit einem Drehlaufverriegelungssystem umgesetzt werden muss, sondern es könnte auch ein Kippblocksystem, ein Masseverschluss oder ein Gasdrucklader eingesetzt werden, wobei der Lauf je nach System während des Schusses entweder statisch oder beweglich sein kann.
[0055] Wie bereits erwähnt soll die Handfeuerwaffe 1 eine tiefe Laufachse L aufweisen. Dies wird dadurch erzielt, dass das Schlagsystem 300 zumindest teilweise über der Laufachse L liegt. Um dies umzusetzen, wird die in Figur 6 dargestellte Visierschiene 400 eingesetzt, die im Griffstück 100 unbeweglich arretierbar ist. In anderen Worten kann die Visierschiene 400 am Griffstück 100 befestigt werden, wobei sich die Visierschiene 400 während eines Schusses relativ zum Griffstück 100 nicht bewegt. Die Visierschiene 400 kann aber auch vom Griffstück 100 abgenommen werden, um die Handfeuerwaffe 1 zu demontieren.
[0056] Die Visierschiene 400 soll derart am Griffstück 100 montiert werden, dass die Laufachse L zwischen dem Griffstück 100 und der Visierschiene 400 liegt. Dadurch können Teile des Schlagsystems 300 über dem Lauf 200 gelagert werden und die Laufachse L weiter nach unten versetzt werden. In der Folge kann sich ein Hahn 305 des Schlagsystems 300 in einer gespannten Stellung im Wesentlichen über dem Lauf 200 befinden und bei einer Schussabgabe mit einem Ende nach unten verschwenken.
[0057] Der in Figur 7 dargestellte Schlitten 500 sitzt verschieblich auf dem Griffstück 100 auf und umgreift dabei die Visierschiene 400 zumindest teilweise, beispielsweise auch von oben. Der Schlitten 500 umfasst den Verschluss 501, der den Lauf 200 in der Ruheposition des Schlittens 500 verschließt. Der Verschluss 501 wird von einem Schlagbolzenkanal 502 durchsetzt, in dem der in Figur 10 dargestellte Schlagbolzen 503 eingesetzt ist. Der Verschluss 501 kann in bekannter Art und Weise einen Auszieher umfassen, der eine Hülse zum Auswerfen am Rand greift.
[0058] Der Schlitten 500 ist sowohl am Griffstück 100 als auch an der Visierschiene 400 gelagert. Insbesondere umfasst der Schlitten 500 am vorderen Ende zwei Frontalführungen 511, die jeweils in eine Führung 111 am vorderen Ende des Griffstücks 100 eingreifen (vergleiche Figur 2). Die Visierschiene 400 weist am hinteren Ende auf zwei gegenüberliegenden Seitenflächen Führungsaufnahmen 420 auf, in die entsprechende Führungselemente des Schlittens eingreifen können. Es versteht sich, dass andere Arten von Führungen möglich sind.
[0059] In der dargestellten Variante ist besonders, dass eine vordere Seite S1 der Visierschiene
400 hinter einer vorderen Seite S3 des Schlittens 500 liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe 1. Dies ist in Figur 10 dargestellt. In anderen Worten liegt der Schlitten 500 in der Ruheposition näher an der Laufmündung (d.h. das in Schussrichtung vorne gelegene Ende des Laufs 200) als die Visierschiene 400. Damit befindet sich ein Abstand a zwischen der Vorderseite S1 der Visierschiene 400 und einer Innenseite S3 des vorderen Abschnitts des Schlittens 500. Dieser Abstand a entspricht zumindest oder im Wesentlichen dem Versatz zwischen der Ruheposition des Schlittens 500 und der maximal zurückgefahrenen Position des Schlittens 500. Dieser Bereich zwischen der Vorderseite S1 der Visierschiene 400 und einer Innenseite S3 des vorderen Abschnitts des Schlittens 500 ist in der Regel vom Schlitten 500 überdeckt, z.B. seitlich als auch von oben.
[0060] Insgesamt kann die Visierschiene 400 somit auch kürzer als der Schlitten 500 sein, d.h. im zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 100 überragt der Schlitten 500 eine größere Länge des Laufs 200 als die Visierschiene 400 entlang der Richtung der Laufachse L.
[0061] Insbesondere aus den Figuren 1 bis 4 ist auch ersichtlich, dass der Schlitten 500 am vorderen Ende einen Abschnitt 504 mit einer Krümmung aufweist, die der Form des Laufs 200 angepasst ist. Dadurch kann der Schlitten 500 am vorderen Ende unmittelbar über dem Lauf 200 gleiten bzw. unmittelbar über diesem liegen. Es ist auch ersichtlich, dass das Griffstück 100 auch einen Abschnitt 101 mit einer Krümmung aufweist, in dem der Lauf 200 liegt. Der gekrümmte Abschnitt 101 des Griffstücks 100 und der gekrümmte Abschnitt des Schlittens 500 bilden zusammen eine Ausnehmung, die passgenau für den Lauf 200 ist.
[0062] Die hierin beschriebene Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500 schafft einige neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Handfeuerwaffe 1. Beispielsweise kann, wie in Figur 10 dargestellt, eine Schließfeder 505 vorgesehen sein, die sich zwischen der Visierschiene 400 und dem Schlitten 500 erstreckt. Dies ist anders als bei üblichen Ausführungsformen wie der EP3472549B1, wo die Schließfeder zwischen dem Schlitten und dem Griffstück vorliegt.
[0063] In der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform umfasst die Visierschiene 400 einen vorderen Abschnitt 410, einen mittleren Abschnitt 411 und einen hinteren Abschnitt 430, die einstückig aneinander anschließen. In anderen Varianten könnten der vordere Abschnitt 410, der mittlere Abschnitt 411 und der hintere Abschnitt 430 jedoch auch durch unterschiedliche Bauteile verwirklicht sein und z.B. zusammengeschraubt sein.
[0064] Der vordere Abschnitt 410 umfasst optional einen Federkörper, der eine Ausnehmung darstellt, in welchen die Schließfeder 505 eingesetzt werden kann. Der vordere Abschnitt des Schlittens 500 weist einen Angriffspunkt 506 für die Schließfeder 505 auf. Somit erstreckt sich die Schließfeder 505 zwischen dem Federkörper und dem Angriffspunkt 506 im Schlitten 500.
[0065] Die Visierschiene 400 weist zudem einen mittleren Abschnitt 411 auf, der auf seiner Oberseite eine Visieraufnahme 412 umfasst. Die Visieraufnahme 412 liegt an der Oberseite frei, und zwar unabhängig davon, ob sich der Schlitten 500 in der Ruheposition, in der maximal zurückgefahrenen Position oder in einer beliebigen Position zwischen der Ruheposition und der maximal zurückgefahrenen Position befindet.
[0066] Gleichfalls überdeckt der Schlitten 500 die Visierschiene 400 in einem zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 oberhalb der Visierschiene 400 in einem Bereich, der in Schussrichtung hinter der genannten Visieraufnahme 412 der Visierschiene 400 liegt. In diesem Bereich liegt eine Visieraufnahme 512 am Schlitten vor. Je nach Belieben des Benutzers kann ein Visier damit auf der während des Schusses statischen Visierschiene 400 montiert werden oder auf dem während des Schusses bewegten Schlitten 500.
[0067] Aus den Figuren 1 bis 4 ist ersichtlich, dass die Handfeuerwaffe 1 ein Korn 701 auf einem vorderen Abschnitt des Schlittens 500, eine Kimme 702 auf einem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und ein optisches Visier 703 auf der Visierschiene 400 aufweisen kann. Es versteht sich, dass andere Varianten eingesetzt werden können. Beispielsweise kann, unabhängig ob ein Korn 701 eingesetzt wird, in einer ersten Option eine Kimme 702 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und kein Visier auf der Visierschiene 400, in einer zweiten Option eine Kimme 702 auf
der Visierschiene 400 und kein Visier auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500, in einer dritten Option eine Kimme 702 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und ein optisches Visier 703 auf der Visierschiene 400 oder in einer vierten Option ein optisches Visier 703 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und eine Kimme 702 auf der Visierschiene 400 vorgesehen werden. Der hintere Abschnitt des Schlittens 500 bezeichnet jenen oberen Abschnitt des Schlittens 500, der hinter der Visierschiene 400 liegt und der vordere Abschnitt des Schlittens 500 bezeichnet jenen oberen Abschnitt des Schlittens 500, der vor der Visierschiene 400 liegt.
[0068] Die Visiere 701, 702, 703 können einstückig oder mehrstückig ausgeführt sein. Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, kann die Kimme 702 eine Montageplatte 704 und einen auf die Montageplatte 704 aufgesetzten Kimmenaufsatz 705 umfassen. Alternativ könnte die Kimme 702 auch einstückig vorgesehen werden. Gleiches gilt für das Korn 701 und das optische Visier 703.
[0069] Zu den Visieraufnahmen 412, 512 ist weiters zu sagen, dass diese ein Montageloch (Figur 10), zwei Montagelöcher (Figur 9) oder mehr als zwei Montagelöcher aufweisen können, in denen die Visiere 701, 702, 703 fixiert werden können.
[0070] Es sei erwähnt, dass der Schlitten 500 die Visierschiene 400 in einem zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 auch oberhalb der Visierschiene 400 in einem Bereich überdecken kann, der in Schussrichtung vor der genannten Visieraufnahme 412 der Visierschiene 400 liegt. Der Schlitten 500 kann in diesem Bereich eine Aufnahme 507 für ein Korn 508 umfassen, siehe die Figuren 9 und 10. In dieser bevorzugten Ausführungsform weist der Schlitten 500 daher eine obere Ausnehmung auf, welche eine Länge x3 aufweist, die zumindest der Länge x1 des Teils der oben herausragenden Visierschiene 400 plus die Versatzlänge x2 zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position entspricht, vergleiche Figur 4. Der Schlitten könnte die Visierschiene 400 aber auch nur vor oder hinter der Visieraufnahme 412 überdecken.
[0071] Im mittleren Abschnitt 411 der Visierschiene 400 liegen zudem Montageelemente 413 für das Schlagsystem 300 vor. Konkret werden die Abzugsstange 304 und der Hahn 305 am mittleren Abschnitt 411 gelagert.
[0072] Am hinteren Abschnitt 430 der Visierschiene 400 liegt eine Fläche 414 vor, die im Wesentlichen normal zur Laufachse L steht. Auf dieser Fläche 414 kann ein Bildschirm montiert werden, der dem Benutzer Informationen anzeigen kann. Der Bildschirm kann beispielsweise mit einem Sensor verbunden sein, und am Bildschirm können Messdaten des Sensors oder aus Messdaten des Sensors abgeleitete Daten angezeigt werden. Beispielsweise kann der Sensor anzeigen, ob die Handfeuerwaffe 1 schussbereit ist, z.B. indem der Sensor erkennt, ob sich eine Patrone im Lauf 200 befindet und sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet. Weiters könnte der Sensor eine Temperatur der Handfeuerwaffe 1 erkennen und am Bildschirm kann die Temperatur angezeigt werden, oder es kann aus der Temperatur abgeleitet werden, ob die Handfeuerwaffe 1 überhitzt ist, was auch am Bildschirm angezeigt werden könnte. Weiters könnte der Sensor die Anzahl an im Magazin verbleibenden Patronen erkennen, was am Bildschirm angezeigt werden könnte.
[0073] Um die Handfeuerwaffe 1 zusammenzusetzen, werden zuerst das Griffstück 100, der Lauf 200, die Visierschiene 400 und der Schlitten 500 bereitgestellt. Die Elemente des Schlagsystems 300 sind hierbei bereits am Griffstück 100, in der Visierschiene 400 und im Schlitten 500 montiert. Der Lauf 200 wird in das Griffstück 100 eingelegt, konkret in den vorderen Abschnitt 101 des Griffstücks 100 mit Krümmung. Wie in Figur 9 dargestellt werden danach die Visierschiene 400 und der Schlitten 500 zusammengeführt. In der dargestellten Variante kann auch davon gesprochen werden, dass die Visierschiene 400 in den Schlitten 500 eingesetzt wird. Dadurch erhält man die Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500, die in den Figuren 8 bis 10 dargestellt ist. Diese Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500 kann in der Folge auf das Griffstück 100 mit Lauf 200 aufgesetzt werden, um die zusammengesetzte Handfeuerwaffe 1 zu erhalten.
[0074] Die Visierschiene 400 wird wie folgt mit dem Griffstück 100 verbunden. Die Visierschiene 400 weist zwei Stützstreben 401 auf, die von einem Körper der Visierschiene 400 nach unten
abstehen. Damit können die Stützstreben 401 in das Griffstück 100 hineinragen und mit diesem verbunden werden. Ublicherweise werden zwei Stützstreben 401 eingesetzt, die beidseitig der Laufachse Lin das Griffstück 100 eingeführt sind und im zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 den Lauf 200 links und rechts umgeben. In anderen Fällen kann jedoch auch nur eine Stützstrebe 401 eingesetzt werden.
[0075] Die Stützstreben 401 können beispielsweise mittels eines Montagebolzens 600 mit dem Griffstück 100 verbunden werden. Das Griffstück 100 kann eine Ausnehmung aufweisen, in welche der Montagebolzen 600 eingesetzt wird, siehe die Figuren 1 bis 4. Die Stützstreben 401 weisen an der dem Montagebolzen 600 zugewandten Seite (d.h. an der dem Körper der Visierschiene 400 abgewandten Seite) eine dem Montagebolzen 600 entsprechende Krümmung auf. Wenn sich der Montagebolzen 600 passgenau in dieser Krümmung befindet, kann dadurch ein Verschieben der Visierschiene 400 nach vorne und/oder nach hinten unterbunden werden, je nach Abhängigkeit der Krümmung. Wenn die Krümmung nur ein Viertelkreis ist (oder im Allgemeinen eine stetig nur steigende oder nur fallende Krümmung), kann dadurch ein Verschieben in eine Richtung unterbunden werden. Wenn die Krümmung jedoch ein Halbkreis ist (oder im Allgemeinen eine sowohl steigende als auch fallende Krümmung mit einem Maximum zwischen den äußersten Punkten, wie in Figur 6 dargestellt ist) kann dadurch ein Verschieben sowohl nach vorne als auch nach hinten unterbunden werden. Es kann zusammengefast werden, dass der Montagebolzen 600 das Versetzen der Visierschiene 400 in zumindest eine Richtung parallel zur Laufachse L verhindert, wenn sich der Montagebolzen 600 im Griffstück 100 befindet.
[0076] Im Allgemeinen könnte der Montagebolzen 600 in das Griffstück 100 einführbar und wieder aus diesem herausführbar, d.h. entnehmbar, sein. Hier würde sich der Montagebolzen 600 in einer ersten Position befinden und die Visierschiene 400 arretieren, wenn der Montagebolzen 600 in das Griffstück 100 eingeführt ist, und die Visierschiene 400 freigeben, wenn er aus dem Griffstück 100 entnommen wurde. Wie im Folgenden beschrieben ist, kann aber auch eine Variante umgesetzt werden, bei der der Montagebolzen 600 nicht aus dem Griffstück 100 entnommen werden muss, um die Visierschiene 400 freizugeben.
[0077] Wie in den Figuren 11a und 11b dargestellt kann der Montagebolzen 600 im Wesentlichen zwei parallel zur Laufachse L verlaufende erste Nuten 601 aufweisen. Die Nuten 601 sind jeweils genauso breit wie die Stützstreben 401 oder auch breiter. Der Montagebolzen 600 kann innerhalb des Griffstücks 100 in zwei verschiedene Positionen gebracht werden, wobei der Montagebolzen 600 die Visierschiene 400 in einer ersten Position arretiert (Figur 13b) und in einer zweiten Position (Figur 13a) freigibt. In der ersten Position sind die Nuten 601 nicht mit den Stützstreben 401 ausgerichtet, d.h. die Nuten 601 befinden sich in einer Richtung normal zur Laufachse L in einem Abstand zu den Stützstreben 401, wodurch der zylindrische Körper des Montagebolzens 600 die Stützstreben 401 daran hindert, nach vorne bzw. nach hinten zu verfahren, da sich die Krümmung der Stützstreben 401 hier passgenau über dem Montagebolzen 600 befindet oder da sich die Stützstreben 401 noch nicht über dem Montagebolzen 600 befinden und die genannte Krümmung verhindert, dass die Stützstreben 401 über den Montagebolzen 600 verbracht werden.
[0078] Wenn die Nuten 601 jedoch mit den Stützstreben 401 fluchten, werden die Stützstreben 401 nicht durch den zylindrischen Körper des Montagebolzens 600 blockiert, sodass die Stützstreben 401 dank der Nuten 601 am Montagebolzen 600 vorbei fahren können. Bevorzugt die die Krümmung der Stützstreben 401 derart ausgeführt, dass das vordere Ende 431 der Stützstreben 401 tiefer liegt als das hintere Ende 432. Das hintere Ende 432 ist dabei genauso tief ausgeführt, dass es über die Nuten 601 gleiten kann, wenn sich der Montagebolzen in der zweiten Stellung befindet. Da das vordere Ende 431 jedoch tiefer liegt als das hintere Ende 432, kann das vordere Ende 431 einen Stopp der Stützstreben 401 am Montagebolzen 600 definieren, wenn sich die Visierschiene 400 in einer Montageposition befindet. Die vorderen Enden 431 verhindern damit, dass die Visierschiene 400 zu weit in das Griffstück 100 eingeführt wird.
[0079] Im einfachsten Fall könnte der Montagebolzen 600 derart weit auf beiden Seiten aus dem Griffstück 100 herausstehen, dass er manuell durch Drücken von links oder rechts von der ersten Position in die zweite Position verschoben werden kann.
[0080] Bevorzugte Varianten sehen jedoch vor, dass der Montagebolzen 600 mittels eines Federmechanismus in die erste Position vorgespannt ist. Der Federmechanismus kann z.B. durch einen Federdraht 602 umgesetzt werden, der mit dem Körper des Montagebolzens 600 verbunden ist. Ausgehend vom Körper des Montagebolzens 600 verläuft der Federdraht 602 zuerst im Wesentlichen parallel zur Laufachse L, ist danach jedoch in eine Richtung normal zur Laufachse L gekrümmt, um den Montagebolzen 600 in die erste Position vorzuspannen.
[0081] Weiters kann ein Mechanismus vorgesehen werden, um den Montagebolzen 600 automatisch in die zweite Position zu verbringen, wenn die Visierschiene 400 im Griffstück 100 arretiert werden soll. Hierzu weist der Montagebolzen 600 Fasen 603 auf, um die Nuten 601 vorne zu erweitern. Die Stützstreben 401 können jeweils eine gegengleiche Fase 409 auf der hinteren Seite aufweisen. Wie in Figur 14 dargestellt ist, können die Stützstreben 401 auch zwei Fasen 409 auf der hinteren Seite aufweisen, und zwar eine an der linken hinteren Seite und eine an der rechten hinteren Seite. Dadurch kann der Montagebolzen 600 für Rechtshänder mit einem Montagebolzen 600 für Linkshänder ausgetauscht werden, wie unten näher erläutert wird.
[0082] Wenn nun die Stützstreben 401 in die Ausgangsstellung verbracht werden, die in der Figur 13a gezeigt ist, d.h. sich vor dem Montagebolzen 600 befinden, ist es möglich, die Visierschiene 400 nach hinten zu verschieben. Aufgrund der Fasen 603 wird sich der Montagsbolzen 600 entgegen der Federkraft von der ersten Position in die zweite Position versetzten, sodass die Stützstreben 401 durch die Nuten 601 verschoben werden können, bis sich die Stützstreben 401 genau über dem Montagebolzen 600 befinden, d.h. die Visierschiene 400 befindet sich in einem Montagezustand. Durch die Federwirkung wird sich der Montagebolzen 600 zu diesem Zeitpunkt automatisch in die erste Position zurückversetzen, und die Visierschiene 400 ist im Griffstück arretiert, siehe Figur 13b.
[0083] Während die Figuren 11a und 11b den Montagebolzen 600 in einer Ausführungsform für Linkshänder zeigen, zeigen die Figuren 12a und 12b den Montagebolzen 600 in einer Version für Rechtshänder. Der Unterschied ist, dass der Federdraht 602 jeweils in eine andere Richtung vorgespannt ist und sich die Fasen an unterschiedlichen Seiten der Nuten 601 befinden. Wenn das Griffstück 100 eine Y-förmige Aufnahme 105 für den Federdraht 602 aufweist, kann dasselbe Griffstück 100 sowohl mit dem Montagebolzen 600 für Rechtshänder als auch mit dem Montagebolzen 600 für Linkshänder eingesetzt werden, da der Federdraht 602 in jeweils einen anderen Schenkel der Y-förmigen Aufnahme 105 eingesetzt werden kann.
[0084] Aus den Figuren 11a und 11b ist weiters ersichtlich, dass der Montagebolzen 600 mittig eine Einkerbung 604 für den Lauf 200 umfasst. Dadurch kann der Lauf 200 teilweise durch den Montagebolzen 600 gelegt werden, wodurch die Laufachse L weiter gesenkt werden kann. Dies ist jedoch rein optional. Weiters kann der Montagebolzen 600 auf einer Seite einen Griff 605 aufweisen, der in der ersten Stellung des Montagebolzens 600 im Griffstück 100 versenkt ist. Dadurch kann der Montagebolzen 600 von einer dem Griff 605 gegenüberliegenden Seite gedrückt werden und danach von der Seite des Griffs 605 gezogen werden, um den Montagebolzen 600 in die zweite Position zu verbringen. Da das Drücken alleine nicht ausreicht, um den Montagebolzen 600 in die zweite Stellung zu verbringen, ist eine zweihändige Betätigung des Montagebolzens 600 erforderlich, um die Visierschiene 400 zu demontieren, was ein unbeabsichtigtes Entfernen der Visierschiene 400 unterbindet.
[0085] Wie in den Figuren 13a und 13b dargestellt ist, kann die Visierschiene 400 zusätzlich zu den Stützstreben 401 zweite Montageelemente aufweisen, die z.B. durch L-förmige Nuten oder Ausnehmungen 402 ausgeführt sein können. Ein erster Schenkel der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 verläuft vom unteren Ende einer Seitenwand des Körpers der Visierschiene 400 nach oben und der zweite Schenkel der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 verläuft vom oberen Ende des ersten Schenkel nach vorne. Das Griffstück 100 weist wiederum einen L-förmigen oder T-förmigen Vorsprung 103 mit einem Schenkel auf, der in die L-förmigen Nut oder Ausnehmung eingeführt werden kann. Im vorgenannten Ausgangszustand wird der Vorsprung 103 in den ersten Schenkel der L- förmigen Nut oder Ausnehmung 402 eingeführt, bis sich dieser am oberen Ende des ersten Schenkels (bzw. im hinteren Ende des zweiten Schenkels) der L-förmigen Nut
oder Ausnehmung 402 der Visierschiene 400 befindet, siehe Figur 13a. Wird die Visierschiene 400 nun nach hinten in den Montagezustand versetzt, befindet sich der Schenkel des Vorsprungs 103 im vorderen Ende des zweiten Schenkels der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 der Visierschiene 400, siehe Figur 13b.
[0086] Wie in Figur 15 dargestellt ist, weist die Visierschiene 400 optional weiters dritte Montageelemente auf, die z.B. durch einen T-förmigen Vorsprung 406 auf der hinteren Seite der Visierschiene 400 gebildet sind. Der T-förmige Vorsprung 406 ist in eine T-förmige Nut 106 des Griffstücks 100 einführbar. Im vorgenannten Ausgangszustand liegt der T- förmige Vorsprung 406 vor der T-förmigen Nut 106. Nach dem Zurückschieben der Visierschiene 400 in den Montagezustand liegt der T-förmige Vorsprung 406 in der T- förmigen Nut 106.
[0087] Zusammengefasst weist die dargestellte Handfeuerwaffe 1 drei Montagepunkte auf, an denen die Visierschiene 400 mit dem Griffstück 100 verbunden ist, und zwar die Stützstreben 401 (d.h. erste Montagelemente), die zweiten Montagelemente und die dritten Montagelemente. Im Montagezustand, in dem die Visierschiene 400 im Griffstück 100 arretiert ist, verhindern die Stützstreben 401 und der Montagebolzen 600 ein Versetzen der Visierschiene 400 nach vorne und hinten, die zweiten Montageelemente verhindern ein Versetzen der Visierschiene 400 nach hinten und nach oben und die dritten Montageelemente verhindern ein Versetzen der Visierschiene 400 nach oben. Die Stützstreben 401 sind in der Regel die vordersten Montageelemente. In Schussrichtung liegen die zweiten Montageelemente zwischen den ersten Montageelementen und den dritten Montageelementen. In anderen Fällen könnten aber auch nur zwei Montageelemente zum Einsatz kommen, z.B. die ersten Montageelemente und die zweiten Montagelemente oder die ersten Montageelemente und die dritten Montagelemente.
[0088] Im Folgenden werden Anhand der Figuren 16 bis 26d die Details des Drehlaufverriegelungssystem beschrieben. Aus den Figuren 16 und 17 ist ersichtlich, dass der Lauf 200 einen im Wesentlichen zylindrischen Körper 201, eine Steuerwarze 202, eine Führungswarze 203 und zwei Verriegelungswarzen 204 aufweist. Der Lauf 200 könnte aber auch nur eine Verriegelungswarze 204 oder mehr als zwei Verriegelungswarzen 204 aufweisen. Werden zwei oder mehr Verriegelungswarzen 204 eingesetzt, liegen diese im Wesentlichen entlang einer Linie parallel zur Laufachse L. Die Verriegelungswarzen 204 liegen am hinteren Ende des Laufs 200, insbesondere im hinteren Drittel des Laufs 200. Die Steuerwarze 202 und die Führungswarze 203 liegen in der vorderen Hälfte des Laufs 200. Für die unten beschriebenen Zwecke weist die Führungswarze 203 in der Regel am vorderen Ende eine Fase 205 auf. In Schussrichtung gesehen liegt die Steuerwarze 202 auf einer 6 Uhr Position, die Führungswarze 203 auf einer 3 Uhr Position und die Verriegelungswarzen 204 auf einer 12 Uhr Position, jeweils in einer Ruheposition des Schlittens 500. Diese Ausrichtungen können einem Winkelversatz unterliegen, z.B. von +/- 10% oder +/- 20%. In anderen Worten befindet sich die Steuerwarze 202 in einer 180°+/-20°-Position und die Führungswarze 203 in einer 90°+/-20°-Position oder 270°+/-20°-Position, wenn sich die zumindest eine Verriegelungswarze 204 in einer 0°-Position befindet, gesehen in Richtung der Laufachse L.
[0089] Die Steuerwarze 202 wird in einer Steuerkurve 110 im Griffstück 100 geführt. Dadurch ist der Lauf 200 von einer ersten Stellung, die der Lauf 200 in der Ruheposition des Schlittens einnimmt, in eine zweite Stellung verbringbar, wobei die zweite Stellung hinter der ersten Stellung liegt. Wenn sich der Lauf 200 in der ersten Stellung befindet, liegt die Steuerwarze 202 am vorderen Ende oder zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende der Steuerkurve 110. Wenn sich der Lauf 200 in der zweiten Stellung befindet, liegt die Steuerwarze 202 in der Regel am hinteren Ende der Steuerkurve 110.
[0090] Die Steuerkurve 110 ist derart ausgeführt, dass sich der Lauf 200 beim Zurückfahren des Schlittens 500 dreht. Hierzu weist die Steuerkurve 110 zumindest einen Abschnitt auf, der schräg zur Laufachse L verläuft, um die Drehung des Laufs zu bewirken. Es wird insbesondere auf Figur 19 verwiesen, aus der ersichtlich ist, dass die Steuerkurve 110 einen vorderen ersten Abschnitt aufweist, der im Wesentlichen parallel zur Laufachse L verläuft, wodurch eine reine lineare Bewegung des Laufs 200 ohne Rotation erfolgt. Dieser erste Abschnitt ist jedoch nicht zwingend
und kann auch nur dazu vorgesehen werden, um das Einsetzen des Laufs 200 in das Griffstück 100 zu erleichtern. Weiters weist die Steuerkurve 110 jedoch auch einen zweiten Abschnitt auf, der schräg verläuft, was eine Rotation des Laufs 200 bewirkt, wenn die Steuerwarze 202 in der Steuerkurve 110 geführt wird.
[0091] Es wird wieder auf Figur 1 verwiesen, aus der ersichtlich ist, dass der Lauf 200 die erste Stellung einnimmt, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet. In Figur 2 befindet sich der Schlitten 500 in der Zwischenstellung, in welcher der Lauf 200 die zweite Stellung einnimmt. Ein weiteres Zurückfahren des Schlittens 500 ändert die Position des Laufs 200 nicht, sodass der Lauf 200 in der zweiten Position verbleibt, wenn der Schlitten 500 von der Zwischenstellung in die maximal zurückgefahrene Position verfährt.
[0092] Um zu bewirken, dass der Lauf 200 nur teilweise mit dem Schlitten 500 mitgeführt wird, werden die Verriegelungswarzen 204 vorgesehen, die in einem Verriegelungskörper 510 des Schlittens 500 aufgenommen sind, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet. Beim Zurückfahren des Schlittens 500 verbleiben die Verriegelungswarzen 204 so lange im Verriegelungskörper 510, bis sich der Lauf 200 so weit gedreht hat, dass sich die Verriegelungswarzen 204 aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Wie aus Figur 7 ersichtlich ist, ist der Verriegelungskörper 510 hierfür seitlich offen, d.h. auf einer rechten Seite, gesehen in Schussrichtung. Dadurch können sich die Verriegelungswarzen 204 durch die Drehbewegung in einer Richtung normal zur Laufachse aus dem Verriegelungskörper herausdrehen, womit die Verriegelungswarzen 204 nicht mehr im Verriegelungskörper 510 vorliegen und keine Kopplung zwischen Lauf 200 und Schlitten 500 mehr besteht.
[0093] Figur 18 zeigt das Bewegungsschema der Verriegelungswarzen 204 in einer überlagerten Darstellung, während Figur 19 das Bewegungsschema der Steuerwarze 202 in einer überlagerten Darstellung zeigt. Mit T1 ist dargestellt, dass sich der Lauf 200 in der ersten Stellung befindet, d.h. der Schlitten 500 befindet sich in der Ruheposition und die Verriegelungswarzen 204 sind im Verriegelungskörper 510 aufgenommen. Der Schlitten 500 fährt bei einer Schussabgabe nach hinten, sodass der Lauf 200 vom Schlitten 500 mitgenommen wird, da die Verriegelungswarzen 204 im Verriegelungskörper 510 aufgenommen sind. Figur 19 zeigt jedoch, dass sich die Steuerwarze 202 und damit der gesamte Lauf 200 beim Zurückfahren durch die schräge Steuerkurve 110 in die zweite Stellung dreht, was mit T2 bezeichnet ist. Aus Figur 18 ist ersichtlich, dass sich dadurch auch die Verriegelungswarzen 204 in die Stellung T2 gedreht haben, und zwar derart, dass sie sich aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Damit wird der Lauf 200 bei einer weiteren Bewegung jedoch nicht mehr mit dem Schlitten 500 mitgenommen, und der Schlitten 500 verfährt ohne Lauf 200 bis zur maximal zurückgefahrenen Position.
[0094] Ohne weitere Vorkehrungen würde jedoch die Gefahr bestehen, dass sich der Lauf 200 wieder in seine ursprüngliche Stellung bewegt (d.h. dass sich die Steuerwarze 202 in der Steuerkurve 110 nach vorne bewegt), nachdem sich die Verriegelungswarzen 204 aus dem Verriegelungskörper 510 bewegt haben. Aus diesem Grund wird die Führungswarze 203 eingesetzt, da diese ein Zurückdrehen des Laufs 200 verhindert.
[0095] Es sei wiederholt, dass der Schlitten 500 am vorderen Ende einen Abschnitt 504 mit einer Krümmung aufweist, die der Form des Laufs 200 angepasst ist, siehe Figur 20. Weiters erstrecken sich zwei Spitzen der Krümmung links und rechts des Laufs 200 nach unten, die auch als Frontalführung 511 bezeichnet werden. In der Ruheposition des Schlittens 500 werden die Frontalführungen 511 von einer Führung 111 im vorderen Abschnitt des Griffstücks 100 geführt und stehen mit dieser im Eingriff. Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, ist die Führung 111 jedoch auf einer Seite nur kurz, sodass sich hinter der Führung 111 auf einer Seite eine Einkerbung 112 befindet, in der die Führungswarze 203 in der zweiten Stellung des Laufs 200 aufgenommen werden kann. Die Führung 111 auf der anderen Seite ist durchgehend ausgeführt und führt eine der Frontalführungen 511 während des gesamten Schussvorganges.
[0096] Figur 20 zeigt die Stellung des vorderen Abschnitts 504 des Schlittens 500 mit den zwei Frontalführungen 511 vor der Schussabgabe. Es ist ersichtlich, dass sich die Frontalführungen 511 auf den Führungen 111 des Griffstücks 100 befinden. Figur 21 zeigt den Zustand der Hand-
feuerwaffe 1 nach der Schussabgabe zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Schlitten 500 in einer Zwischenstellung befindet. Es ist ersichtlich, dass sich der vordere Abschnitt 504 und damit auch eine der Frontalführungen 511 des Schlittens 500 auf einer Seite von der Führung 111 herunterbewegt hat und nun über der Auskerbung 112 vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt liegt jedoch die Führungswarze 203 in der Ausnehmung 112 und unter einer der Frontalführungen 511 vor, wodurch verhindert wird, dass die Führungswarze 203 nach oben gedreht wird. Damit wird ein Zurückdrehen des Laufs 200 unterbunden, nachdem die Verriegelungswarzen 204 vom Schlitten 500 gelöst wurden. Dies ist auch in Figur 22 ersichtlich.
[0097] Bei Betrachtung der Figur 21 kann auch entnommen werden, dass die Führungswarze 203 die Drehung des Laufs 200 nicht behindert, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet, da zu diesem Zeitpunkt der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 noch vor der Führungswarze 203 liegt und die Frontalführungen 511 auf der Führung 111 des Griffstücks 100 liegen.
[0098] Oben wurde bereits erwähnt, dass die Führungswarze 203 am vorderen Ende eine Fase 205 aufweist. Dies dient dazu, damit der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 bzw. eine der Frontalführungen 511 leichter auf die Führungswarze 203 auffahren kann. Der vordere Abschnitt 504 kann auch eine entsprechende Fase aufweisen.
[0099] Die Länge der Führungswarze 203 ist derart gewählt, dass der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 im gesamten Zeitraum über der Führungswarze 203 liegt, in dem der Schlitten 500 von der Zwischenstellung in die maximal zurückgefahrene Position verfährt.
[00100] Beispielsweise weist die Führungswarze 203 eine Länge auf, die zumindest einem Viertel der Länge des Laufs 200 entspricht.
[00101] Es sei darauf hingewiesen, dass in den vorstehenden Figuren die Auskerbung 112 auf einer Seite vorlag. Diese Seite bestimmt sich nach der von der Steuerkurve 110 vorgegebenen Drehrichtung des Laufs 200. Die Auskerbung 112 könnte auf der anderen Seite liegen, wenn die Steuerkurve 110 eine entsprechend andere Drehrichtung des Laufs 200 vorgibt.
[00102] Zusammenfassend ist das Wirkungsprinzip des Drehlaufsystems in den Figuren 23a — 26d nochmals anhand von Schnittdarstellungen in den verschiedenen Zuständen der Handfeuerwaffe 1 während der Schussabgabe dargestellt.
[00103] Die Figuren 23a — 23d zeigen den Zustand in der Ruheposition des Schlittens 500 vor der Schussabgabe. Es ist ersichtlich, dass sich die Führungswarze 203 über der Führung 111 bzw. der Ausnehmung 112 befindet. Die Steuerwarze 202 befindet sich am vorderen Ende des zweiten Abschnitts der Steuerkurve 110. Die Verriegelungswarzen 204 sind im Verriegelungskörper 510 aufgenommen.
[00104] Die Figuren 24a — 24d zeigen den Zustand kurz nachdem sich die Verriegelungswarzen aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Die Steuerwarze 202 befindet sich am hinteren Ende der Steuerkurve 110. Es ist ersichtlich, dass sich die Führungswarze 203 in die Ausnehmung 112 hineinbewegt hat. Die Frontalführung 511 hat sich bereits von der Führung 111 herunterbewegt, befindet sich jedoch noch nicht über der Führungswarze 203.
[00105] Die Figuren 25a — 25d zeigen den Zustand kurz nachdem sich die Frontalführung 511 über die Führungswarze 203 bewegt hat und somit ein zurückdrehen des Laufs 200 verhindert. Die Steuerwarze 202 befindet sich weiterhin am hinteren Ende der Steuerkurve 110 und die Verriegelungswarzen 204 befinden sich weiterhin außerhalb des Verriegelungskörpers 510.
[00106] Die Figuren 26a — 26d zeigen den Zustand, nachdem sich die Frontalführung 511 an das hintere Ende der Führungswarze 203 bewegt hat und sich der Schlitten in der maximal zurückgefahrenen Position befindet. Die Steuerwarze 202 befindet sich weiterhin am hinteren Ende der Steuerkurve 110 und die Verriegelungswarzen 204 befinden sich weiterhin außerhalb des Verriegelungskörpers 510.
[00107] Im Folgenden wird auf das Schlagsystem 300 eingegangen, das in den Figuren 27 und 28 dargestellt ist. Das Schlagsystem 300 umfasst den Abzug 301, einen Unterbrecherhebel 302,
einen Unterbrecherbolzen 303, eine Abzugsstange 304 und einen Hahn 305. Der Abzug 301 ist im Griffstück 100 gelagert, z.B. indem ein Gewindebolzen per Schraubenkleber in den Abzug 501 geklebt wird. Der Unterbrecherhebel 302 ist verschwenkbar am Abzug 301 gelagert. Der Unterbrecherbolzen 303 ist verschieblich im Schlitten 500 gelagert. Die Abzugsstange 304 und der Hahn 305 sind verschwenkbar an der Visierschiene 400 gelagert.
[00108] Die Hauptfunktion des Unterbrecherhebels 302 besteht darin, sicherzustellen, dass die Handfeuerwaffe 1 nach jeder Schussabgabe nur einen einzelnen Schuss auslöst, selbst wenn der Abzug 301 weiterhin gedrückt bleibt. Ohne den Unterbrecherhebel 302 würde die Waffe unkontrolliert in den vollautomatischen Modus übergehen.
[00109] Figur 27 zeigt das Schlagsystem 300 vor der Schussabgabe. Der Unterbrecherhebel 302 befindet sich in einer Stellung, in der er im Wesentlichen normal auf den Unterbrecherbolzen 303 steht. Wird der Abzug 301 gedrückt, bewegt sich der Abzug 301 nach hinten und der Unterbrecherhebel 302 im Wesentlichen nach oben. Da der Unterbrecherhebel 302 im Wesentlichen normal auf den Unterbrecherbolzen 303 steht, wird durch Drücken des Abzugs 301 auch der Unterbrecherbolzen 303 nach oben gedrückt, bis die Abzugsstange 304 ausreichend verschwenkt wurde, um den Hahn 305 freizugeben, der sodann auf den Schlagbolzen 503 trifft. Durch die Bewegung des Schlagbolzens 503 auf eine im Lauf befindliche Patrone wird ein Schuss abgegeben.
[00110] Nach der Schussabgabe bewegt sich der Schlitten 500 nach hinten. Dadurch bewegt sich jedoch auch der Unterbrecherbolzen 303 nach hinten, sodass dieser vom Unterbrecherhebel 302 gelöst wird. Der Unterbrecherbolzen 303 fällt dadurch im Schlitten 500 wieder nach unten. Wenn der Abzug 301 weiterhin gedrückt ist, und der Schlitten 500 wieder in die Ruheposition zurückgefahren ist, wird sich der Unterbrecherhebel 302 jedoch neben dem Unterbrecherbolzen 303 befinden, wie in Figur 28 dargestellt ist. Eine automatische Schussabgabe ist daher nicht möglich, und der Abzug 301 muss zuerst wieder in seine ursprüngliche Stellung gebracht werden, damit der Unterbrecherhebel 302 unter den Unterbrecherbolzen 303 bewegt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Stellung von Figur 21 wiederhergestellt und eine weitere Schussabgabe kann initiiert werden.
[00111] Um den Abzug 301 verschwenkbar mit dem Unterbrecherhebel 302 zu verbinden, wurde im Stand der Technik vorgesehen, dass der Abzug 301 und der Unterbrecherhebel 302 jeweils ein Loch umfassen, und ein Bolzen wurde durch dieses Loch geführt. Es wurde jedoch eine Verbesserung dieses Systems gefunden, indem der Unterbrecherhebel 302 und der Abzug 301 in einem Schritt gefertigt werden, z.B. mittels eines 3D-Druckverfahrens, z.B. Metall-Sintern. Damit befindet sich der Unterbrecherhebel 302 unlösbar und unentfernbar im Abzug 301.
[00112] Um den Unterbrecherhebel 302 während eines 3D-Druckverfahrens unlösbar im Abzug 301 zu fertigen, kann der Unterbrecherhebel 302 wie in den Figuren 29 und 30 gezeigt ausgeführt werden. Wie dargestellt kann dieser Unterbrecherhebel 302 einen Hebelarm 310 und einen einstückig daran ausgeführten Lagerzapfen 311 umfassen. Der Lagerzapfen 311 bildet zwei seitlich des Hebelarms 310 abstehende Auskragungen. Der Lagerzapfen 311 bzw. die Auskragungen des Lagerzapfens 311 kann bzw. können in zwei ringförmigen Aufnahmen 320 des Abzugs aufgenommen werden, wobei der Hebelarm 310 zwischen den ringförmigen Aufnahmen 320 aus dem Abzug 301 hervortritt. In anderen Worten kann sich der Unterbrecherhebel 302 nur um eine Rotationsachse drehen, aber ansonsten in Bezug auf den Abzug 301 im Wesentlichen keine translatorische Bewegung durchführen, ohne dass der Abzug 301 verformt und/oder zerstört wird. Der Unterbrecherhebel 302 ist somit verschwenkbar im Abzug 301 gelagert und in allen drei Raumrichtungen formschlüssig mit dem Abzug 301 verbunden.
[00113] Wie in den Figuren 29 bis 31 dargestellt ist, könnte somit genau ein Lagerzapfen 311 vorliegen, der an einer (unteren) Seite des Hebelarmes 310 vorliegt, und der Lagerzapfen 311 kann zwei vom Hebelarm 310 abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen 320 des Abzugs 301 gelagert sind. Es versteht sich jedoch, dass der Unterbrecherhebel 302 nicht wie in den Figuren 29 und 30 dargestellt ausgeführt sein muss, sondern es könnten beispielsweise zwei Lagerzapfen 311 vorgesehen sein, sodass
der Unterbrecherhebel 302 durch einen Hebelarm 310 mit zwei (oder nur einem) seitlich von diesem abstehenden Lagerzapfen 311 gebildet sein könnte, die jeweils eine Auskragung bilden, wobei die Lagerzapfen 311 bzw. Auskragungen in den Aufnahmen 320 des Abzugs 301 gelagert sind. In anderen Worten können zwei Lagerzapfen 311 vorliegen, die jeweils an einer Seitenwand des Hebelarmes 310 vorliegen und zwei vom Hebelarm 310 abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs 301 gelagert sind.
[00114] Wenn die Kombination aus Abzug 301 und Unterbrecherhebel 302, hierin „Abzugssystem“ genannt, in dieser Ausführung in einem Arbeitsschritt 3D-gedruckt wird, kann der Unterbrecherhebel 302 nicht mehr aus dem Abzug 301 entfernt werden, d.h. er liegt unentfernbar in dem Abzug 301 vor. Eine derartige Fertigung eignet sich insbesondere für Kleinserienfertigungen, bei der nur eine überschaubare Stückzahl produziert wird und der Arbeitsaufwand des Einführens des Bolzens eingespart werden kann.
[00115] Aus Figur 30 ist weiters ersichtlich, dass am Unterbrecherhebel 302 ein Zapfen 312 für eine Feder zwischen Abzug 301 und Unterbrecherhebel 302 vorgesehen sein kann. Der Zapfen 312 kann einstückig am Hebelarm 310 ausgebildet sein, wobei der Zapfen 312 eine Feder führt, die zwischen dem Hebelarm (310) und dem Abzug 301 vorliegt.
[00116] Figur 31 zeigt den Unterbrecherhebel 302 des Schlagmechanismus in einer Schnittansicht. Es ist ersichtlich, dass die Ausnehmungen 320 durchsetzende Öffnungen sind. Die Ausnehmungen 320 könnten jedoch auch als Sacklöcher ausgeführt sein, sodass der bzw. die Lagerzapfen außen abgedeckt sind.
Patentansprüche
1. Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe (1), wobei das Abzugssystem einen Abzug (301) und einen im Abzug (301) verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel (302) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecherhebel (302) einen Hebelarm (310) und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen (311) umfasst, wobei der Lagerzapfen (311) in zumindest einer Ausnehmung (320) des Abzugs (301) aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel (302) unentfernbar im Abzug (301) gelagert ist.
2. Abzugssystem nach Anspruch 1, wobei genau ein Lagerzapfen (311) vorliegt, der an einer Seite des Hebelarmes (310) vorliegt, und wobei der eine Lagerzapfen (311) zwei vom Hebelarm (310) abstehende Auskragungen ausbildet, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen (320) des Abzugs (301) gelagert sind.
3. Abzugssystem nach Anspruch 1, wobei zwei Lagerzapfen (311) vorliegen, die jeweils an einer Seitenwand des Hebelarmes (310) vorliegen und zwei vom Hebelarm (310) abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs (301) gelagert sind.
4. Abzugssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine Ausnehmung (320) eine durchsetzende Öffnung ist.
5. Abzugssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest eine Ausnehmung (320) ein Sackloch ist.
6. Abzugssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Unterbrecherhebel (302) und der Abzug (301) aus einem Metall gefertigt sind.
7. Abzugssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Zapfen (312) einstückig am Hebelarm (310) ausgebildet ist, wobei der Zapfen (312) eine Feder führt, die zwischen dem Hebelarm (310) und dem Abzug (301) vorliegt.
8. Handfeuerwaffe (1), umfassend ein Abzugssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Handfeuerwaffe (1) ferner ein Griffstück (100) umfasst, in dem der Abzug (301) gelagert ist.
9. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 8 umfassend, einen im Griffstück (100) gelagerten Lauf (200) mit einer Laufachse (L), ein Schlagsystem (300), eine Visierschiene (400) und einen Schlitten (500) umfasst, wobei das Abzugssystem (200) ein Teil des Schlagsystems (300) ist, wobei die Visierschiene (400) derart unbeweglich am Griffstück (100) arretierbar ist, dass die Laufachse (L) zwischen dem Griffstück (100) und der Visierschiene (400) liegt, wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems (300) an der Visierschiene (400) gelagert ist, wobei der Schlitten (500) bei einer Schussabgabe von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, und wobei bevorzugt eine vordere Seite der Visierschiene (400) hinter einer vorderen Seite des Schlittens (500) liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe (1).
10. Verfahren zur Herstellung eines Abzugssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecherhebel (302) und der Abzug (301) zusammen in einem einzigen Arbeitsschritt mit einem additiven Fertigungsverfahren, vorzugsweise mittels 3D-Druck, besonders bevorzugt mittels selektivem Lasersinterdruck, hergestellt werden.
Hierzu 16 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Neue Patentansprüche
1. Abzugssystem für eine Handfeuerwaffe (1), wobei das Abzugssystem einen Abzug (301) und einen im Abzug (301) verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel (302) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecherhebel (302) einen Hebelarm (310) und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen (311) umfasst, wobei der Lagerzapfen (311) in zumindest einer Ausnehmung (320) des Abzugs (301) aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel (302) unentfernbar im Abzug (301) gelagert ist.
2. Abzugssystem nach Anspruch 1, wobei genau ein Lagerzapfen (311) vorliegt, der an einer Seite des Hebelarmes (310) vorliegt, und wobei der eine Lagerzapfen (311) zwei vom Hebelarm (310) abstehende Auskragungen ausbildet, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen (320) des Abzugs (301) gelagert sind.
3. Abzugssystem nach Anspruch 1, wobei zwei Lagerzapfen (311) vorliegen, die jeweils an einer Seitenwand des Hebelarmes (310) vorliegen und zwei vom Hebelarm (310) abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs (301) gelagert sind.
4. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zumindest eine Ausnehmung (320) eine durchsetzende Öffnung ist.
5. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die zumindest eine Ausnehmung (320) ein Sackloch ist.
6. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Unterbrecherhebel (302) und der Abzug (301) aus einem Metall gefertigt sind.
7. Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Zapfen (312) einstückig am Hebelarm (310) ausgebildet ist, wobei der Zapfen (312) eine Feder führt, die zwischen dem Hebelarm (310) und dem Abzug (301) vorliegt.
8. Handfeuerwaffe (1), umfassend ein Abzugssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Handfeuerwaffe (1) ferner ein Griffstück (100) umfasst, in dem der Abzug (301) gelagert ist.
9. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 8 umfassend, einen im Griffstück (100) gelagerten Lauf (200) mit einer Laufachse (L), ein Schlagsystem (300), eine Visierschiene (400) und einen Schlitten (500) umfasst, wobei das Abzugssystem (200) ein Teil des Schlagsystems (300) ist, wobei die Visierschiene (400) derart unbeweglich am Griffstück (100) arretierbar ist, dass die Laufachse (L) zwischen dem Griffstück (100) und der Visierschiene (400) liegt, wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems (300) an der Visierschiene (400) gelagert ist, wobei der Schlitten (500) bei einer Schussabgabe von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, und wobei bevorzugt eine vordere Seite der Visierschiene (400) hinter einer vorderen Seite des Schlittens (500) liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe (1).
10. Verfahren zur Herstellung eines Abzugssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecherhebel (302) und der Abzug (301) zusammen in einem einzigen Arbeitsschritt mit einem additiven Fertigungsverfahren, vorzugsweise mittels 3D-Druck, besonders bevorzugt mittels selektivem Lasersinterdruck, hergestellt werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10775122B1 (en) * 2018-07-10 2020-09-15 James J. Rofkahr, Jr. Trigger energy absorption apparatus and method
EP4224108B1 (de) * 2022-02-04 2024-07-17 Sako OY Abzugsmechanismus einer schusswaffe und verfahren zum auslösen einer schusswaffe

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