AT527418A4 - Scharnierbohrlehre zur Herstellung eines Bohrbildes für Scharniere in einer Möbelplatte - Google Patents
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Abstract
Scharnierbohrlehre (10) zur Herstellung eines Bohrbildes für Scharniere (4) in einer Möbelplatte (3a), umfassend: - wenigstens einen Grundkörper (11), - wenigstens einen Zylinderkopfbohrer (12) zur Herstellung einer zylindrischen Ausnehmung (7) zur Aufnahme eines Scharniertopfes (6) in der Möbelplatte (3a), - wenigstens zwei voneinander beabstandete Klemmvorrichtungen (16a, 16b) zum Klemmen der Möbelplatte (3a) relativ zum Grundkörper (11), - wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) zur Anlage des Grundkörpers (11) an einer Stirnseite (19a) der Möbelplatte (3a), wobei ein Spannhebel (15) vorgesehen ist, durch welchen die wenigstens zwei Klemmvorrichtungen (16a, 16b) gemeinsam betätigbar sind und/oder wobei die wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) in einem zentralen Bereich des wenigstens einen Grundkörpers (11) zwischen den wenigstens zwei Klemmvorrichtungen (16a, 16b) angeordnet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Scharnierbohrlehre zur Herstellung eines Bohrbildes für
Scharniere in einer Möbelplatte, umfassend:
— wenigstens einen Grundkörper,
— wenigstens einen Zylinderkopfbohrer zur Herstellung einer zylindrischen Ausnehmung zur Aufnahme eines Scharniertopfes in der Möbelplatte,
— wenigstens zwei voneinander beabstandete Klemmvorrichtungen
zum Klemmen der Möbelplatte relativ zum Grundkörper,
— wenigstens eine Anschlagvorrichtung zur Anlage des
Grundkörpers an einer Stirnseite der Möbelplatte.
Eine solche Scharnierbohrlehre wird von der Anmelderin seit vielen Jahren unter dem Namen „ECODRILL“ vertrieben. Hierbei handelt es sich um ein einfach zu bedienendes und transportierbares Handgerät zum präzisen Bohren von Löchern in Möbelteilen. Hierbei ist ein bestimmtes Scharnierbohrbild einstellbar, sodass der Zylinderkopfbohrer zur Herstellung einer zylindrischen Bohrung zur Aufnahme eines Scharniertopfes mittels einer Handbohrmaschine an einer vorgegebenen Stelle in das Möbelteil eingebohrt werden kann. Neben dem zentralen Zylinderkopfbohrer sind zusätzlich zwei seitliche Dübelbohrer vorgesehen, welche einen kleineren Durchmesser als der Zylinderkopfbohrer aufweisen und welche zur Herstellung von weiteren zylindrischen Bohrungen zur Aufnahme eines
aufspreizbaren Befestigungsdübels des Möbelscharniers aufweisen.
Ein Nachteil der bekannten Konstruktion besteht darin, dass die beiden Klemmvorrichtungen zur Klemmung der Möbelplatte voneinander gesondert betätigt werden müssen. Hierbei kann sich das Problem ergeben, dass die beiden Klemmvorrichtungen ungleichmäßig eingestellt werden, sodass also von den beiden
Klemmvorrichtungen eine unterschiedliche Klemmkraft auf die
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Möbelplatte ausgeübt wird. Dies kann dazu führen, dass die Möbelplatte während des Bohrprozesses eine Relativbewegung zum Grundkörper der Scharnierbohrlehre ausführt und das Loch letztlich an einer falschen Stelle gebohrt wird. Zudem sind zwei voneinander gesonderte Anschläge zur Anlage an einer Stirnseite der Möbelplatte vorgesehen, durch welche ein Abstand des Zylinderkopfbohrers relativ zur Stirnseite der Möbelplatte einstellbar ist. Auch hier kann sich das Problem ergeben, dass die beiden Anschläge aus Unachtsamkeit oder Unkenntnis unterschiedlich eingestellt werden, sodass auch in diesem Fall die Gefahr einer Fehlbohrung gegeben ist. Solche Fehlbohrungen können letztlich dazu führen, dass die Möbelplatten, welche oftmals eine hochwertige und teure Dekorbeschichtung aufweisen,
nicht mehr zu gebrauchen und zu entsorgen sind.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Scharnierbohrlehre der eingangs erwähnten Gattung unter
Vermeidung der oben diskutierten Nachteile anzugeben.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs l erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
Gemäß der Erfindung ist ein Spannhebel vorgesehen, durch welchen die wenigstens zwei Klemmvorrichtungen gemeinsam betätigbar sind und/oder wobei die wenigstens eine Anschlagvorrichtung in einem zentralen Bereich des wenigstens einen Grundkörpers zwischen den
wenigstens zwei Klemmvorrichtungen angeordnet ist.
Mit anderen Worten ist ein Spannhebel vorgesehen, durch welchen die wenigstens zwei voneinander beabstandeten Klemmvorrichtungen zur Klemmung der Möbelplatte gleichzeitig zwischen einer
Spannstellung und einer LöÖösestellung bewegbar sind. Eine
unterschiedliche Einstellung und/oder eine Fehlbedienung der
Klemmvorrichtungen kann damit verhindert werden.
Alternativ oder ergänzend ist die wenigstens eine Anschlagvorrichtung in einem zentralen Bereich des Grundkörpers zwischen den beiden Klemmvorrichtungen angeordnet. Auch durch diese Maßnahme kann eine unterschiedliche Einstellung von zwei
verschiedenen Anschlägen verhindert werden.
Die Anschlagvorrichtung kann beispielsweise eine bewegbare, vorzugsweise linear verschiebbare und/oder stufenlos einstellbare, Anschlagplatte zur Anlage an der Möbelplatte
aufweisen.
Zur Einstellung einer Lage der Anschlagplatte kann beispielsweise ein drehbares Einstellrad vorgesehen sein, wobei die Lage der Anschlagplatte relativ zum Grundkörper durch eine
Drehung des Einstellrades einstellbar ist.
Anstelle des drehbaren Einstellrades kann die Anschlagplatte auch über wenigstens ein Langloch verschiebbar sein, wobei eine voreingestellte Lage der Anschlagplatte durch eine
Feststellschraube feststellbar ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
Fig. la, 1b zeigen ein Möbel mit einem Möbelkorpus und einem relativ zum Möbelkorpus bewegbaren Möbelteil sowie das bewegbare Möbelteil in perspektivischen Ansichten,
Fig. 2a, 2b zeigen ein Ausführungsbeispiel einer
Scharnierbohrlehre in zwei verschiedenen
Ansichten mit dem Spannhebel in einer Spannstellung und in einer Lösestellung,
Fig. 3a, 3b zeigen die Scharnierbohrlehre in einer Ansicht von vorne und in einer Ansicht von oben, wobei sich der Spannhebel in einer Spannstellung befindet,
Fig. 4a, 4b zeigen die Scharnierbohrlehre mit dem Spannhebel in einer LöÖösestellung und in einer Spannstellung,
Fig. 5a, 5b zeigen die Scharnierbohrlehre mit dem Spannhebel in einer LÖösestellung und in einer Spannstellung in teilweise aufgebrochenen Ansichten,
Fig. 6a, 6b zeigen einen Querschnitt der Scharnierbohrlehre mit dem Spannhebel in der LöÖsestellung sowie eine Seitenansicht der Scharnierbohrlehre mit dem Spannhebel in der Spannstellung,
Fig. 7a-7C zeigen verschiedene Ansichten eines Zylinderkopfbohrers mit einem Spanbrecher,
Fig. 8a, 8b zeigen den in Montagelage befindlichen Zylinderkopfbohrer in zwei verschiedenen
Ansichten.
Fig. la zeigt ein Möbel 1 mit einem Möbelkorpus 2 und einem relativ zum Möbelkorpus 2 bewegbar gelagerten Möbelteil 3 in Form einer Möbelplatte 3a. Das bewegbare Möbelteil 3 ist über zwei oder mehrere Scharniere 4 relativ zum Möbelkorpus 2
schwenkbar gelagert.
Die Scharniere 4 weisen jeweils einen am Möbelkorpus 2 zu befestigenden Scharnierarm 5 und einen am bewegbaren Möbelteil 3 zu befestigenden Scharniertopf 6 auf. Der Scharniertopf 6 ist mit dem Scharnierarm 5 schwenkbar verbunden, beispielweise über
wenigstens einen Gelenkhebel. Der Scharniertopf 6 ist über
wenigstens einen Befestigungsflansch 9 am bewegbaren Möbelteil 3
zu befestigen.
Fig. 1b zeigt das bewegbare Möbelteil 3 in Form der Möbelplatte 3a in einer perspektivischen Ansicht. Zur Befestigung des Scharniertopfes 6 an der Möbelplatte 3a ist eine zylindrische Ausnehmung 7, vorzugsweise mit 35 mm Durchmesser, vorgesehen, wobei der Scharniertopf 6 in einem montierten Zustand an der Möbelplatte 3a zumindest bereichsweise innerhalb der
zylindrischen Ausnehmung 7 aufgenommen ist.
Zusätzlich zur zylindrischen Ausnehmung 7 sind zwei seitliche Dübelbohrungen 8a, 8b vorgesehen, welche zur Aufnahme eines aufspreizbaren Dübels (nicht gezeigt) des Scharniers 4 vorgesehen sind. Solche Dübel können an einer Unterseite des
Befestigungsflansches 9 des Scharniers 4 angeordnet sein.
Die zylindrische Ausnehmung 7 zur Aufnahme des Scharniertopfes 6 und die Dübelbohrungen 8a, 8b zur Aufnahme von Dübeln des Scharniers 4 sind jeweils mit einem vorgegebenen Abstand relativ zu einer Stirnseite 19a und relativ zu Seitenflächen 19b, 19c
der Möbelplatte 3a angeordnet.
Die beiden seitlichen Dübelbohrungen 8a, 8b sind jedoch nicht zwingend notwendig, weil der Befestigungsflansch 9 des Scharniers 4 auch über konventionelle Schrauben an der
Möbelplatte 3a befestigt werden kann.
Die zylindrische Ausnehmung 7 zur Aufnahme des Scharniertopfes 6 und die Dübelbohrungen 8a, 8b zur Aufnahme von Dübeln des Scharniers 4 können über eine noch zu beschreibende Scharnierbohrlehre 10 (Fig. 2a) zur Herstellung eines Bohrbildes
für die Scharniere 4 in der Möbelplatte 3a hergestellt werden.
Fig. 2a zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel einer
Scharnierbohrlehre 10 in einer perspektivischen Ansicht.
Die Scharnierbohrlehre 10 umfasst — wenigstens einen Grundkörper 11, — wenigstens einen Zylinderkopfbohrer 12 zur Herstellung einer
zylindrischen Ausnehmung 7 zur Aufnahme eines Scharniertopfes
6 in der Möbelplatte 3a,
— wenigstens zwei voneinander beabstandete Klemmvorrichtungen 16a, 16b zum Klemmen der Möbelplatte 3a relativ zum
Grundkörper 11,
— wenigstens eine Anschlagvorrichtung 28 (Fig. 2b) zur Anlage des Grundkörpers 11 an einer Stirnseite 19a (Fig. 1b) der Möbelplatte 3a,
— einen Spannhebel 15, durch welchen die wenigstens zwei Klemmvorrichtungen 16a, 16b gemeinsam betätigbar sind und/oder wobei die wenigstens eine Anschlagvorrichtung 28 in einem zentralen Bereich des wenigstens einen Grundkörpers 11 zwischen den wenigstens zwei Klemmvorrichtungen 16a, 16b
angeordnet ist.
Durch den Spannhebel 15 sind die beiden Klemmvorrichtungen 16a, 16b gemeinsam zwischen einer Spannstellung und einer Lösestellung bewegbar gelagert, wobei Fehlbedienungen der
Klemmvorrichtungen 16a, 16b vermieden werden können.
Die Klemmvorrichtungen 16a, 16b können jeweils ein, vorzugsweise drehbar gelagertes, Feststellelement 17a, 17b aufweisen, durch welches die Möbelplatte 3a relativ zum Grundkörper 11
vorklemmbar ist.
Zur endgültigen Fixierung der Möbelplatte 3a relativ zum
Grundkörper 11 ist ein bewegbarer, vorzugsweise schwenkbarer,
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Spannhebel 15 vorgesehen, wobei durch eine Betätigung des Spannhebels 15 über die Klemmvorrichtungen 16a, 16b eine im Wesentlichen gleichmäßige Klemmkraft auf die Möbelplatte 3a
ausübbar ist.
Der Zylinderkopfbohrer 12 ist über einen Drehantrieb 18a rotierbar, wobei der Zylinderkopfbohrer 12 durch eine Drehung des Drehantriebes 18a mittels einer Handbohrmaschine 31 (Fig.
4a, Fig. 4b) antreibbar ist.
Zusätzlich zum Zylinderkopfbohrer 12 sind zwei weitere Dübelbohrer 20 vorgesehen, welche zum Bohren der beiden Dübelbohrungen 8a, 8b (Fig. 1b) vorgesehen sind. Die Dübelbohrungen 8a, 8b sind zur Aufnahme von Dübeln des
Scharniers 4 vorgesehen.
Die Herstellung der Dübelbohrungen 8a, 8b kann allerdings, wie bereits erwähnt, entfallen, da auch Schrauben zur Befestigung des Befestigungsflansches 9 des Scharniers 4 vorgesehen werden
können.
Die beiden Dübelbohrer 20 weisen jeweils ebenfalls einen Drehantrieb 18b, 18c auf, wobei die Dübelbohrer 20 durch Antreiben der Drehantriebe 18b, 18c mittels einer
Handbohrmaschine 31 in Rotation versetzbar sind.
Soll hingegen anstelle der beiden Dübelbohrungen 8a, 8b nur eine Körnung in Form einer Markierung in der Möbelplatte 3a zum Ansetzen einer Schraube hergestellt werden, so sind (hier nicht ersichtliche) Zusatzteile in Form Distanzstücken vorgesehen. Die Distanzstücke, welche vorzugsweise als C-Cl1ip ausgebildet sind, können unterhalb der Drehantriebe 18b, 18c auf den Schaft aufgesteckt werden. Auf diese Weise sind die Drehantriebe 18b,
18c beim Antreiben mit der Handbohrmaschine 31 nur über einen
geringen Teilbereich in Richtung des Grundkörpers 11 bewegbar, sodass im Wesentlichen nur die Zentrierspitze der Dübelbohrer 20 zur Herstellung der Markierung in die Möbelplatte 3a eintauchbar
ist.
Der Spannhebel 15 ist zwischen einer Spannstellung und einer Lösestellung bewegbar gelagert. In Fig. 2a ist die Spannstellung des Spannhebels 15 gezeigt, in welcher ein Zugang zu wenigstens einem Drehantrieb 18a, 18b, 18c, vorzugsweise zu allen vorgesehenen Drehantrieben 18a, 18b, 18c, der Scharnierbohrlehre
10 möglich ist.
Befindet sich der Spannhebel 15 hingegen in einer Lösestellung, so ist ein Zugang zu einem Drehantrieb 18a, 18b, 18c, vorzugsweise zu allen Drehantrieben 18a, 18b, 18c, versperrt. Dies stellt einen erheblichen Sicherheitsaspekt dar, weil die Drehantriebe 18a, 18b, 18c erst dann mittels einer Handbohrmaschine 31 zugänglich sind, wenn die Möbelplatte 3a relativ zum Grundkörper 11 der Scharnierbohrlehre 10
ordnungsgemäß fixiert ist.
Es ist wenigstens ein Anschlag 21a vorgesehen, welcher an der Scharnierbohrlehre 10 bewegbar, vorzugsweise ausklappbar, gelagert ist und/oder wenigstens eine Skala 22a zur Anzeige eines Abstandes des Zylinderkopfbohrers 12 relativ zu einer Seitenfläche 19b, 19c (Fig. 1b) der Möbelplatte 3a aufweist. Die Position des Anschlages 21a entlang der Skala 22a ist durch eine
Klemmschraube 26a feststellbar.
Durch wenigstens eine Absaugöffnung 27 ist eine Absaugung des Spanmaterials möglich. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Absaugöffnung 27 schräg in Richtung des Zylinderkopfbohrers 12 verläuft und/oder wenigstens einen O-Ring
zur Klemmung eines Saugstutzens aufweist.
Fig. 2b zeigt die Scharnierbohrlehre 10 in einer Draufsicht, wobei sich der schwenkbare Spannhebel 15 in einer Lösestellung befindet. In der LöÖösestellung des Spannhebels 15 ist eine Betätigung der Drehantriebe 18a, 18b, 18c durch die Handbohrmaschine 31 nicht möglich, weil der Spannhebel 15 den
Zugang zu den Drehantrieben 18a, 18b, 18c versperrt.
Die Scharnierbohrlehre 10 kann wenigstens einen Handgriff 23, vorzugsweise in Form eines U-förmigen Bügels, zum Handling oder
zum Transport der Scharnierbohrlehre 10 aufweisen.
Die wenigstens eine Anschlagvorrichtung 28 zur Anlage des Grundkörpers 11 an einer Stirnseite 19a (Fig. 1b) der Möbelplatte 3a ist in einem zentralen Bereich des wenigstens einen Grundkörpers 11 zwischen den wenigstens zwei
Klemmvorrichtungen 16a, 16b angeordnet.
Die Anschlagvorrichtung 28 kann eine bewegbare, vorzugsweise linear verschiebbare und/oder stufenlos einstellbare,
Anschlagplatte 28a zur Anlage an der Möbelplatte 3a aufweisen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Position der Anschlagplatte 28a über wenigstens ein Langloch 28b einstellbar und/oder nach erfolgter Einstellung durch eine drehbar gelagerte
Rändelschraube 28c fixierbar.
Selbstverständlich können zur, vorzugsweise stufenlosen, Einstellung der Anschlagplatte 28a auch andere Möglichkeiten vorgesehen werden, beispielsweise wenigstens ein selbsthemmend ausgebildetes Einstellrad, einen selbsthemmend ausgebildeten
Exzenter oder ein selbsthemmendes Schneckengetriebe.
Die Anschlagvorrichtung 28 kann wenigstens ein Fenster 24 aufweisen, welches eine Durchsicht zu einer an der Möbelplatte 3a angeordneten oder anordenbaren Markierung 25 ermöglicht. Das Fenster 24 ist relativ groß ausgebildet, sodass eine markante
Ablesemöglichkeit der Markierung 25 zur Verfügung steht.
Fig. 3a zeigt die Scharnierbohrlehre 10 in einer Ansicht von vorne, wobei der Zylinderkopfbohrer 12, der Spanbrecher 14 und
die beiden seitlichen Dübelbohrer 20 gezeigt sind.
Zu erkennen ist, dass der wenigstens eine Zylinderkopfbohrer 12 und wenigstens ein Dübelbohrer 20, vorzugsweise beide Dübelbohrer 20, in Höhenrichtung um einen Betrag X zueinander
versetzt sind, vorzugsweise um etwa 3 mm.
Durch die versetzte Anordnung zwischen dem Zylinderkopfbohrer 12 und den seitlichen Dübelbohrern 20 wird die Gefahr einer Verklemmung von langen Spänen und damit ein Verkratzen einer
Dekoroberfläche der Möbelplatte 3a reduziert.
Der Zylinderkopfbohrer 12 und die Dübelbohrer 20 sind jeweils durch einen Drehantrieb 18a, 18b, 18c gesondert voneinander antreibbar. Zum Antreiben der Drehantriebe 18a, 18b, 18Cc ist eine Handbohrmaschine 31 und ein in die Drehantriebe 18a, 18b, 18c eingreifbarer Schraubbit 30 (Fig. 4a, Fig. 4b) erforderlich. Der Schraubbit 30 kann beispielsweise als Kreuzschrauben-Bit, als
Pozidriv-Bit oder als Torx-Bit ausgebildet sein.
Fig. 3b zeigt die Scharnierbohrlehre 10 in einer Ansicht von oben, wobei die Möbelplatte 3a durch den Schwenkhebel 15 klemmend fixiert ist. Der Schwenkhebel 15 befindet sich also in einer Spannstellung, in welcher der Zugang zu den Drehantrieben 18a, 18b, 18c mit einer
Handbohrmaschine 31 möglich ist. In der LöÖsestellung des
Spannhebels 15 ist ein Zugang zu den Drehantrieben 18a, 18b, 18c
hingegen versperrt.
Die Scharnierbohrlehre 10 weist zusätzlich zu den in Fig. 2a gezeigten Anschlag 21a wenigstens einen weiteren Anschlag 21b auf, wobei der Anschlag 21a zur Anlage an einer ersten Seitenfläche 19b (Fig. 1b) der Möbelplatte 3a und der weitere Anschlag 21b zur Anlage an der zweiten Seitenfläche 19c der
Möbelplatte 3a vorgesehen ist.
Die Position des weiteren Anschlages 21b entlang der Skala 22b
ist durch eine Feststellschraube 26b fixierbar.
Die beiden Anschläge 21a, 21b können bei Nichtgebrauch relativ
zum Grundkörper 11 der Scharnierbohrlehre 10 eingeklappt werden.
Der Abstand des Zylinderkopfbohrers 12 relativ zur Stirnseite 19a der Möbelplatte 3a ist durch die Anschlagvorrichtung 28 einstellbar. Die Anschlagvorrichtung 28 umfasst eine linear verschiebbare und/oder stufenlos einstellbare Anschlagplatte 28a, welche zur Anlage an der Stirnseite 19a der Möbelplatte 3a
ausgebildet ist.
Zur Einstellung der Anschlagplatte 28a wird die Rändelschraube 28c gelöst und die Anschlagplatte 28a über das wenigstens eine Langloch 28b an die gewünschte Position verschoben. Die voreingestellte Lage der Anschlagplatte 28a ist anschließend
durch die Rändelschraube 28c wieder fixierbar.
Zur Ablesung einer Lage der Anschlagvorrichtung 28 sind wenigstens zwei Skalen 29a, 29b vorgesehen, wobei eine erste der beiden Skalen 29a einen Abstand zu einer Mitte der
herzustellenden zylindrischen Ausnehmung 7 und eine zweite der
beiden Skalen 29b einen Abstand zu einem Rand der
herzustellenden zylindrischen Ausnehmung 7 anzeigt.
Die Bereitstellung von zwei Skalen 29a, 29b hat den Vorteil, weil im Zusammenhang mit einem Korpuskonfigurator oder einem Produktkatalog zur Bohrung der zylindrischen Ausnehmung 7 zwei verschiedene Maßangaben existieren, welche durch die beiden Skalen 29a, 29b anzeigbar sind. Selbstverständlich kann nur eine
einzige der beiden Skalen 29a, 29b vorgesehen werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Grundkörper 11 wenigstens ein Aufnahmefach 50 zur Aufnahme einer, vorzugsweise als Montagewinkel ausgebildeten, Bohrlehre 51 für einen Scharnierarm 5 eines
Scharniers 4 aufweist.
Zur lösbaren Befestigung der Bohrlehre 51 im Aufnahmefach 50 kann wenigstens ein Magnet 52 verwendet werden. Die als Zusatzteil ausgebildete Bohrlehre 51 ist zur Herstellung eines
Bohrbildes für den Scharnierarm 5 am Möbelkorpus 2 ausgebildet.
Fig. 4a zeigt die Scharnierbohrlehre 10 mit dem Grundkörper 11, dem am Grundkörper 11 angeordneten Handgriff 23 und dem relativ
zum Grundkörper 11 schwenkbaren Spannhebel 15.
In Fig. 4a befindet sich der Spannhebel 15 in einer Lösestellung, in welcher der Spannhebel 15 den Drehantrieb 18a des Zylinderkopfbohrers 12 zumindest bereichsweise verdeckt und so ein Zugang zum Drehantrieb 18a versperrt ist. In Fig. 4a ist also eine Betätigung des Drehantriebes 18a mittels des
Schraubbits 30 der Handbohrmaschine 31 nicht möglich.
In Fig. 4b befindet sich der Spannhebel 15 hingegen in einer
Spannstellung, in welcher der Drehantrieb 18a des
Zylinderkopfbohrers 12 für den Schraubbit 30 der Handbohrmaschine 31 frei zugänglich ist. In der Spannstellung des Spannhebels 15 kann also die zylindrische Ausnehmung 7 in der Möbelplatte 3a an einer vorgegebenen Stelle durch Antreiben des Drehantriebes 18a mittels der Handbohrmaschine 31 gebohrt
werden.
Fig. 5a zeigt eine teilweise aufgebrochene Ansicht der Scharnierbohrlehre 10 mit dem Spannhebel 15 in der LöÖösestellung. Die Spannvorrichtungen 16a, 16b weisen jeweils eine Achse 33
auf, welche in einem Langloch 32 mit Spiel geführt ist.
Der Spannhebel 15 ist um eine Drehachse 37 (Fig. 6a) am Grundkörper 11 drehbar gelagert und/oder weist wenigstens eine am Spannhebel 15 angeordnete Exzenterfläche 34 zur Bewegung der wenigstens zwei Klemmvorrichtungen 16a, 16b relativ zum
Grundkörper 11 auf.
Die Drehachse 37 des Spannhebels 15 verläuft im Wesentlichen rechtwinklig zur Drehachse 39 (Fig. 7a-7c) des Zylinderkopfbohrers 12.
Die Achse 33 ist mit einem Klemmbügel 35 (Fig. 6a, 6b) verbunden, welcher zur Anlage an einer Unterseite 19d (Fig. 6a,
6b) der Möbelplatte 3a ausgebildet ist.
Wenigstens eine Klemmvorrichtung 16a, 16b, vorzugsweise beide Klemmvorrichtungen 16a, 16b, weist oder weisen wenigstens einen Kraftspeicher 38 (Fig. 6b) auf, welcher den Klemmbügel 35 mit einer Kraft in Richtung einer die Möbelplatte 3a vorklemmenden
Stellung beaufschlagt.
Die vorklemmende Stellung der mit dem Klemmbügel 35 verbundenen Achse 33 ist durch die drehbaren Feststellelemente 17a, 17b feststellbar.
Die Feststellung der vorklemmenden Stellung durch die Feststellelemente 17a, 17b ist jedoch nur einmal notwendig. Wenn die vorklemmende Stellung relativ zu einer Materialstärke der Möbelplatte 3a einmal eingestellt ist, so wird eine Klemmung und ein Lösen der Möbelplatte 3a nur durch eine Betätigung des
Spannhebels 15 herbeigeführt.
Fig. 5b zeigt eine teilweise aufgebrochene Ansicht der Scharnierbohrlehre 10 mit dem Spannhebel 15 in der
Spannstellung.
Die Achse 33 ist durch eine Schwenkbewegung des Spannhebels 15 ausgehend von der LöÖösestellung gemäß Fig. 5a in die Spannstellung gemäß Fig. 5b bewegbar, wobei sich die Achse 33 an einem Ende des Langlochs 32 befindet und wobei die Spannstellung
des Spannhebels 15 durch die Exzenterfläche 34 festgestellt ist.
Fig. 6a zeigt einen Querschnitt der Scharnierbohrlehre 10 mit dem Spannhebel 15 in der Lösestellung, in welcher der Drehantrieb 18a des Zylinderkopfbohrers 12 für eine Betätigung
mittels der Handbohrmaschine 31 nicht zugänglich ist.
Die Klemmvorrichtung 16a, 16b weist wenigstens einen Klemmbügel 35 zur Anlage an einer Unterseite 19d der Möbelplatte 3a auf. Durch wenigstens einen Kraftspeicher 38 (Fig. 6b) ist der Klemmbügel 35 mit einer Kraft in Richtung einer die Möbelplatte 3a vorklemmenden Stellung beaufschlagt. Der wenigstens eine Kraftspeicher 38 kann beispielsweise als Zugfeder oder als
Druckfeder ausgebildet sein.
Durch Kraftausübung auf einen Griff 36 entgegen einer Kraft des Kraftspeichers 38 ist die vorklemmende Stellung des Klemmbügels
35 lösbar.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die vorklemmende Stellung des Klemmbügels 35 lösbar, indem der Griff 36 in eine nach unten weisende Richtung (d.h. in eine parallel zur Drehachse 39 des Zylinderkopfbohrers 12 verlaufende Richtung) gedrückt wird. Auf diese Weise wird der Klemmbügel 35 nach unten bewegt, sodass die Möbelplatte 3a und die Scharnierbohrlehre 10 relativ zueinander
ausrichtbar oder voneinander trennbar sind.
Ist die Möbelplatte 3a relativ zur Scharnierbohrlehre 10 schließlich korrekt ausgerichtet, so kann die vorklemmende Position der Möbelplatte 3a durch das Klemmelement 17a, 17b der
Klemmvorrichtung 16a, 16b vorfixiert werden.
Der wenigstens eine Zylinderkopfbohrer 12 weist in einer Nullposition einen Abstand von mehr als 3 mm zu einer Nullebene auf, in welcher eine unbehandelte Oberfläche 19e der Möbelplatte 3a anordenbar ist. Auf diese Weise wird die Gefahr einer
Verklemmung von langen Spänen reduziert.
Fig. 6b zeigt eine Seitenansicht der Scharnierbohrlehre 10 mit dem Spannhebel 15 in der Spannstellung, in welcher der Zugang
zum Drehantrieb 18a des Zylinderkopfbohrers 12 möglich ist.
Durch den um die Drehachse 37 (Fig. 6a) schwenkbaren Spannhebel 15 ist die vorklemmende Position endgültig fixierbar, sodass die zylindrische Ausnehmung 7 durch Antreiben des Drehantriebes 18a
mittels der Handbohrmaschine 31 gebohrt werden kann.
Schematisch angedeutet ist der Kraftspeicher 38, welcher den Klemmbügel 35 mit einer Kraft in Richtung einer die Möbelplatte
3a vorklemmenden Stellung beaufschlagt.
Fig. 7Ja-7c zeigen verschiedene Ansichten eines Zylinderkopfbohrers 12 für eine Scharnierbohrlehre 10 zur Herstellung eines Bohrbildes für Scharniere 4 in einer
Möbelplatte 3a.
Fig. 7a zeigt eine Ansicht eines Zylinderkopfbohrers 12 und eines am Zylinderkopfbohrer 12 angeordneten oder anordenbaren
Spanbrechers 14,
Der Zylinderkopfbohrer 12 umfasst:
— wenigstens einen um eine Drehachse 39 drehbaren Schaft 40 zum Einspannen des Zylinderkopfbohrers 12 in die Scharnierbohrlehre 10,
— wenigstens einen Schneidkopf 41 mit wenigstens einer stirnseitigen Hauptschneide 13 zur Herstellung einer
zylindrischen Ausnehmung 7 in der Möbelplatte 3a,
— wenigstens einen Spanbrecher 14 zum Zerkleinern von anfallendem Spanmaterial, wobei der wenigstens eine Spanbrecher 14 zumindest bereichsweise konisch ausgebildet ist, um das zu zerkleinernde Spanmaterial ausgehend von der Drehachse 39 in eine von der Drehachse 39 wegweisende
Richtung zu drängen.
Die konische oder kegelstumpfförmige Form des Spanbrechers 14 ist dazu ausgebildet, das anfallende Spanmaterial beim Bohren der zylindrischen Ausnehmung 7 ausgehend von der Drehachse 39 schräg nach außen zu transportieren, wobei das verdrängte Spanmaterial durch mehrere Schneidkanten 43 des rotierenden
Spanbrechers 14 zerkleinerbar ist.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der wenigstens eine
Spanbrecher 14 im Wesentlichen kronenförmig ausgebildet.
Der wenigstens eine Spanbrecher 14 kann wenigstens eine, vorzugsweise kreisrunde, Öffnung 44 zur Aufnahme des Schaftes 40
aufweisen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der wenigstens eine Spanbrecher 14 als ein vom Zylinderkopfbohrer 12 gesondertes Bauteil ausgebildet, welches mit dem Zylinderkopfbohrer 12 fest
verbunden, vorzugsweise geklebt, verschweißt oder verpresst ist.
Alternativ ist es möglich, den Spanbrecher 14 und den Zylinderkopfbohrer 12 über wenigstens eine Formschlussverbindung lösbar miteinander zu verbinden. In einem verbundenen Zustand ist der Spanbrecher 14 mit dem Zylinderkopfbohrer 12 über die Formschlussverbindung drehfest verbunden. Bei einer allfälligen Beschädigung oder Abnutzung ist der Spanbrecher 14 problemlos
austauschbar.
Alternativ ist es möglich, dass der wenigstens eine Spanbrecher 14 zusammen mit dem Zylinderkopfbohrer 12 einstückig ausgebildet
ist.
Der wenigstens eine Spanbrecher 14 kann wenigstens einen, vorzugsweise muldenförmigen und/oder konisch zulaufenden,
Abführkanal 45 zum Abführen von Spanmaterial aufweist. Vorzugsweise sind mehrere, vorzugsweise muldenförmige und/oder
konisch zulaufende, Abführkanäle 45 zum Abführen von
Spanmaterial vorgesehen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Abführkanäle 45 in einer Draufsicht im Wesentlichen halbelliptisch ausgebildet und/oder über die konische oder kegelstumpfförmige Umfangsfläche
des wenigstens einen Spanbrechers 14 gleichmäßig verteilt.
Zwischen zwei benachbarten Abführkanälen 45 kann wenigstens eine Schneidfläche 43 zum Zerkleinern des Spanmaterials angeordnet
sein.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der wenigstens eine Spanbrecher 14 zwölf Abführkanäle 45 und/oder zwölf Schneidflächen 43 auf.
Gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel können die Abführkanäle 45 konisch zulaufen, vorzugsweise innerhalb eines
Winkelbereiches zwischen 20° und 30°.
Der Zylinderkopfbohrer 12 kann wenigstens eine, vorzugsweise seitliche und/oder stegförmige, Schneidfläche 46 zum Zerkleinern des Spanmaterials und/oder wenigstens eine Zentrierspitze 42 zum Zentrieren des Zylinderkopfbohrers 12 an der Möbelplatte 3a
aufweisen.
Die Längsrichtung der Schneidfläche 46 kann im Wesentlichen
parallel zur Drehachse 39 des Zylinderkopfbohrers 12 verlaufen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Zylinderkopfbohrer 12 zusätzlich zur wenigstens einen Hauptschneide 13 wenigstens eine weitere, vorzugsweise spitzenförmige, stirnseitige Schneide 47
auf.
Fig. 7b zeigt den am Zylinderkopfbohrer 12 angeordneten
Spanbrecher 14, wobei der Spanbrecher 14 in einer
Vorschubrichtung des Zylinderkopfbohrers 12 hinter dem Schneidkopf 41 angeordnet ist.
Fig. 7/c zeigt den am Zylinderkopfbohrer 12 angeordneten
Spanbrecher 14 in einem Querschnitt.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein größter Durchmesser des wenigstens einen Spanbrechers 14 kleiner als der kleinste Durchmesser des wenigstens einen Schneidkopfes 41 ausgebildet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Abtragen des Materials der Möbelplatte 3a, vorzugsweise ausschließlich, durch den Schneidkopf 41 und nicht durch den Spanbrecher 14 erfolgt.
Der konische oder kegelstumpfförmige Spanbrecher 14 weist zwei entlang der Drehachse 39 voneinander beabstandete Grundflächen verschiedener Größe auf, wobei eine größere Grundfläche des Spanbrechers 14 einen größeren Abstand zum Schneidkopf 41 als
die kleinere Grundfläche aufweist.
Der wenigstens eine Spanbrecher 14 ist benachbart zum Schneidkopf 41 am Schaft 40 angeordnet und/oder ist auf den Schneidkopf 41 aufgesetzt.
Ein Konuswinkel des wenigstens einen Spanbrechers 14 kann zwischen 50° und 90°, vorzugsweise zwischen 70° und 80°,
betragen.
Eine in Richtung der Drehachse 39 gemessene Länge des wenigstens einen Spanbrechers 14 kann kleiner oder gleich als die größte
vorkommende Länge des Schneidkopfes 41 ausgebildet sein.
Fig. 8a zeigt den in einer Montagelage befindlichen
Zylinderkopfbohrer 12 in einem Querschnitt. Der Schneidkopf 41
20733
kann eine Zentrierspitze 42, wenigstens eine stirnseitige
Hauptschneide 13 und eine stirnseitige Schneide 47 aufweisen.
Der konusförmige oder kegelstumpfförmige Schneidbrecher 14 ist in Vorschubrichtung des Zylinderkopfbohrers 12 hinter dem Schneidkopf 41 angeordnet und weist mehrere über die Mantelfläche des Schneidbrechers 14 verteilte Abführkanäle 45 zum Abführen des Spanmaterials und/oder mehrere über die konische Mantelfläche des Schneidbrechers 14 verteilte
Schneidflächen 46 zum Zerkleinern des Spanmaterials auf.
Durch die beiden Dübelbohrer 20 sind die Dübelbohrungen 8a, 8b
(Fig. 1b) zur Aufnahme von Dübeln des Scharniers 4 herstellbar.
Fig. 8b zeigt den Zylinderkopfbohrer 12 mit dem Spanbrecher 14 in einer Ansicht von unten. Der Grundkörper 11 der Scharnierbohrlehre 10 weist wenigstens eine Gegenfläche 48 und/oder Engstelle 49 auf, welche benachbart zum Zylinderkopfbohrer 12 angeordnet ist und an welche das zu zerkleinernde Spanmaterial über den wenigstens einen Spanbrecher
14 drängbar ist.
Durch den Spanbrecher 14 ist das anfallende Spanmaterial zerkleinerbar, sodass eine Verklemmung von langen Spänen zwischen dem Zylinderkopfbohrer 12, den Dübelbohrern 20 und der Möbelplatte 3a und damit die Gefahr einer Beschädigung einer
Oberfläche 19e der Möbelplatte 3a reduziert wird.
Innsbruck, am 26. Februar 2024
21733
Claims (1)
- Patentansprüche1. Scharnierbohrlehre (10) zur Herstellung eines Bohrbildes für Scharniere (4) in einer Möbelplatte (3a), umfassend:— wenigstens einen Grundkörper (11),— wenigstens einen Zylinderkopfbohrer (12) zur Herstellung einer zylindrischen Ausnehmung (7) zur Aufnahme eines Scharniertopfes (6) in der Möbelplatte (3a),— wenigstens zwei voneinander beabstandete Klemmvorrichtungen (16a, 16b) zum Klemmen der Möbelplatte(3a) relativ zum Grundkörper (11),— wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) zur Anlage des Grundkörpers (11) an einer Stirnseite (19a) der Möbelplatte (3a),dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannhebel (15) vorgesehen ist, durch welchen die wenigstens zwei Klemmvorrichtungen (16a, 16b) gemeinsam betätigbar sind und/oder wobei die wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) in einem zentralen Bereich des wenigstens einen Grundkörpers (11) zwischen denwenigstens zwei Klemmvorrichtungen (16a, 16b) angeordnet ist.2. Scharnierbohrlehre (10) nach Anspruch 1, wobei der wenigstens eine Zylinderkopfbohrer (12) in einer Nullposition einen Abstand von mehr als 3 mm zu einer Nullebene aufweist, in welcher eine unbehandelte Oberfläche (19e) der Möbelplatte(3a) anordenbar ist.3. Scharnierbohrlehre (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Scharnierbohrlehre (10) zusätzlich zum Zylinderkopfbohrer (12) wenigstens einen Dübelbohrer (20), vorzugsweise zwei Dübelbohrer (20), aufweist, vorzugsweise wobei der wenigstens eine Zylinderkopfbohrer (12) und der wenigstens eine Dübelbohrer (20) in Höhenrichtung zueinander versetzt sind,vorzugsweise um etwa 3 mm.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Spannhebel (15) um eine Drehachse (37) am Grundkörper (11) drehbar gelagert ist und/oder wenigstens eine am Spannhebel (15) angeordnete Exzenterfläche (34) zur Bewegung der wenigstens zwei Klemmvorrichtungen (16a, 16b)relativ zum Grundkörper (11) aufweist.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Spannhebel (15) zwischen einer Spannstellung und einer LÖösestellung bewegbar gelagert ist, wobei in der Lösestellung ein Zugang zu einem Drehantrieb (18a) desZylinderkopfbohrers (12) versperrt ist.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei wenigstens eine Klemmvorrichtung (16a, 16b) wenigstens einen Klemmbügel (35) zur Anlage an einer Unterseite (19d) der Möbelplatte (3a) aufweist, vorzugsweise wobei wenigstens eine Klemmvorrichtung (16a, 16b) wenigstens einen Kraftspeicher (38) aufweist, welcher den Klemmbügel (38) mit einer Kraft in Richtung einer die Möbelplatte (3a)vorklemmenden Stellung beaufschlagt.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) eine bewegbare, vorzugsweise linear verschiebbare und/oder stufenlos einstellbare, Anschlagplatte (28a) zur Anlage an der Möbelplatte (3a) aufweist, vorzugsweise wobei eine Position der Anschlagplatte (28a) über wenigstens ein Langloch (28b) einstellbar und/oder nach erfolgterEinstellung durch eine Rändelschraube (28c) fixierbar ist.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobeidie wenigstens eine Anschlagvorrichtung (28) wenigstens ein11.12.3 093416-21/svFenster (24) aufweist, welches eine Durchsicht zu einer an der Möbelplatte (3a) angeordneten oder anordenbaren Markierung(25) ermöglicht.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei wenigstens eine Skala (29a, 29b), vorzugsweise zwei Skalen (29a, 29b), vorgesehen sind, wobei eine erste der beiden Skalen (29a) einen Abstand zu einer Mitte der herzustellenden zylindrischen Ausnehmung (7) und eine zweite der beiden Skalen (29b) einen Abstand zu einem Rand der herzustellendenzylindrischen Ausnehmung (7) anzeigt.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Scharnierbohrlehre (10) wenigstens einen Anschlag (21a, 21b), vorzugsweise wenigstens zwei Anschläge (21a, 21b), zur Anlage an einer Seitenfläche (19b, 19c) der Möbelplatte (3a) aufweist.Scharnierbohrlehre (10) nach Anspruch 10, wobei der wenigstens eine Anschlag (21a, 21b), vorzugsweise beide Anschläge (21a, 21b), an der Scharnierbohrlehre (10) bewegbar, vorzugsweise ausklappbar, gelagert sind und/oder wenigstens eine Skala (22a, 22b) zur Anzeige eines Abstandes des Zylinderkopfbohrers (12) relativ zur Seitenfläche (19b,19c) der Möbelplatte (3a) aufweist oder aufweisen.Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der wenigstens eine Grundkörper (11) wenigstens ein Aufnahmefach (50) zur Aufnahme einer, vorzugsweise als Montagewinkel ausgebildeten, Bohrlehre (51) für einen Scharnierarm (5) eines Scharniers (4) aufweist, vorzugsweise wobei wenigstens ein Magnet (52) zur 1lösbaren Befestigung derBohrlehre (51) vorgesehen ist.13. Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der wenigstens ein Zylinderkopfbohrer (12) — wenigstens einen um eine Drehachse (39) drehbaren Schaft (40) zum Einspannen des Zylinderkopfbohrers (12) in dieScharnierbohrlehre (10) aufweist, und/oder— wenigstens einen Schneidkopf (41) mit wenigstens einer stirnseitigen Hauptschneide (13) zur Herstellung einer zylindrischen Ausnehmung (7) in der Möbelplatte (3a) aufweist, und/oder— wenigstens einen Spanbrecher (14) zum Zerkleinern von anfallendem Spanmaterial aufweist, vorzugsweise wobei der wenigstens eine Spanbrecher (14) zumindest bereichsweise konisch ausgebildet ist, um das zu zerkleinernde Spanmaterial ausgehend von der Drehachse (39) in eine vonder Drehachse (39) wegweisende Richtung zu drängen.14. Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der wenigstens eine Grundkörper (11) eine Gegenfläche (48) und/oder Engstelle (49) aufweist, welche benachbart zum Zylinderkopfbohrer (12) angeordnet ist und an welche das zu zerkleinernde Spanmaterial über den wenigstens einenSpanbrecher (14) drängbar ist.15. Scharnierbohrlehre (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei wenigstens eine Absaugöffnung (27) zum Absaugen des Spanmaterials vorgesehen ist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Absaugöffnung (27) schräg in Richtung des Zylinderkopfbohrers (12) verläuft und/oder wenigstens einenO-Ring zur Klemmung eines Saugstutzens aufweist.Innsbruck, am 26. Februar 2024
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