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Einrichtung zur Erneuerung unbrauchbar gewordenen Steinpflasters bei Aufrechterhaltung des vollen Wagenverkehres und bei Verwendung des alten Steinmateriales.
Die Oberfläche von Strassenfahrbahnen, welche mit Steinen gepflastert sind, hat bei Verwendung sorgfältig bearbeiteter Steine in neuem Zustande das Aussehen der Fig. 1.
Durch den Verkehr erhält diese Oberfläche nach und nach das Aussehen der Fig. 2. Die Strasse ist dann für den Verkehr nicht mehr geeignet, beschädigt die Fuhrwerke und wird modernen, schnellen Fahrzeugen gefährlich.
Es ergibt sich die Notwendigkeit, das Pflaster in Stand zu setzen. Das erstemal kann man die Strasse bei Verwendung desselben Steinmateriales umpflastern ; dabei wird man dieselben Steine umkehren und wieder verwenden. Dann erhält die Oberfläche wieder die Beschaffenheit wie in Fig. 1, die abgenützt Seite der Steine ist unten. Wenn nun die Strasse nochmals schlecht geworden ist, müssen bei der Umpflasterung neue Steine verwendet werden ; das herausgenommene Steinmat, erial ist auch für untergeordnete Zwecke fast ganz unverwendbar.
Diese vielen Kosten und Arbeiten können fast ganz vermieden werden, wenn die Instandsetzung der Strasse auf folgende Art erfolgt :
Die abgenützte Fahrbahn wird in langsamsten Tempo von einem Wagen befahren, welcher einen oder mehrere Hämmer H, Ri trägt, wie das in Fig. 3 dargestellt ist.
Jeder der Hämmer besitzt mehrere kurze Spitzen an der Schlagfläche ; das Gewicht und die genaue Form der Hämmer sowie die Schnelligkeit und Intensität der Bewegung richtet sich nach der Art des zu bearbeitenden Steinmateriales. Während der langsamen Vorwärtsbewegung des Wagens in der Richtung A bewegen sich die Hämmer fortwährend in der Richtung B, B' und C, C'und schlagen auf die emporstehenden Teile der Pflastersteine. Die Bewegung der Hämmer nach oben wird durch vorgelegte Federn J und J'mittels des Zapfens Z aufgefangen.
Bei der Abwärtsbewegl. 1ng treffen die Hämmer anfangs die Pflastersteine und schlagen nach und nach die flache Schichte R, R'-C, G'ab. Wenn das geschehen ist, kann der Hammer die Pflastersteine nicht mehr treffen, da der am Hammer befestigte Zapfen Z dann von den Platten P, P' aufgehalten wird, bevor der Hammer die Steine erreicht.
Die Platten P, P'können etwas gehoben oder gesenkt werden, dadurch kann die Hammerbewegung etwas tiefer reichen und das Pflaster auf eine mehr oder weniger grosse Tiefe abgeschlagen werden.
Durch diesen Vorgang wird erreicht, dass die abgenützte runde Oberfläche der einzelnen
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Aussehen (G, G') erhält, wie in Fig. 1.
Die Strasse ist dann wieder vollständig instand gesetzt, es ist weder eine Umpflasterung noch eine Anschaffung neuer Steine nötig. Die Steine werden auch nicht durch häufiges Pflastern und Verladen unnötig verschlechtert. Man kann mit denselben Steinen die Oberfläche oft erneuern. Dieser Vorgang bietet aber noch einen weiteren Vorteil : Bei einer neuen Pflasterung, liegen die Steine erst nach dem Ablaufe eines längeren Zeitraumes wirklich fest, die anfänglich lockere Lage der Steine ist aber die Ursache, dass die Steinoberfläche ziemlich schnell anfängt verdorben zu werden.
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PATENT-ANSPRÜCHE-
1. Einrichtung zur Erneuerung unbrauchbar gewordenen Steinpflasters bei Aufrechterhaltung des vollen Wagenverkehres und bei Verwendung des alten Steinmateriales, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere an den Schlagfläche mit vielen Spitzen versehene Hämmer an einem langsam fahrenden Wagen so angeordnet sind, dass sie in lotrechter oder schiefer Richtung auf die Pflastersteine schlagen, zum Zwecke, die hervorstehenden Teile der Pflastersteine abzuschlagen und so eine neue Steinoberfläche zu erzeugen, welche der alten Oberfläche der Form nach gleicht, jedoch etwas tiefer liegt wie die ursprüngliche.