AT507146B1 - Verteilerstation einer pneumatischen saugförderanlage für schüttgut - Google Patents

Verteilerstation einer pneumatischen saugförderanlage für schüttgut Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verteilerstation einer pneumatischen Saugförderanlage für Schüttgut. Die Kupplung zwischen zu verbindenden Rohrenden (2, 8) in der Verteilerstation ist als Steckkupplung ausgeführt. An unverkuppelten Rohrenden (2) liegt ein bezüglich einem feststehenden Anlagenteil (5) geführt beweglicher Dichtkörper (3) unter Druck an.

Description

österreichisches Patentamt AT507146B1 2010-05-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Verteilerstation einer pneumatischen Saugförderanlage für Schüttgut mit einem ersten Satz von Rohrleitungen, die von einer Mehrzahl von Sendern in die Verteilerstation führen, sowie einem zweiten Satz von Rohrleitungen, die von der Verteilerstation zu einer Vielzahl von Abnehmern führen, wobei ein Ende jeder Rohrleitung des ersten Satzes frei wählbar mit einem Ende einer Rohrleitung des zweiten Satzes kuppelbar ist, sowie einem an einem Rohrende anordenbaren Dichtkörper.
[0002] Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Versorgung von mehreren Kunststoffspritzgussmaschinen aus einem gemeinsamen Materiallager. Dabei sind die Kunststoffspritzgussmaschinen die Empfänger, von denen aus Granulat mittels eines Sauggerätes über eine Rohr-bzw. Schlauchleitung angesaugt wird (im Sinne dieser Beschreibung wird des weiteren auch für Schläuche, als für flexible Rohre, vereinfacht die Bezeichnung "Rohr" angewandt). Die Sender sind die einzelnen Lagergefäße, in welchen jeweils eine Sorte von zu verarbeitendem Kunststoffgranulat zwecks späterer Verarbeitung gelagert ist. Von diesen Behältnissen führen Rohre zur der Verteilerstation. Von der Verteilerstation führen Rohre zu den Kunststoffspritzgussmaschinen. In der Verteilerstation werden flexible Verbindungen zwischen dem Ansaugrohr jeder Kunststoffspritzgussmaschine und einem Senderrohr des jeweils richtigen Lagergefäßes hergestellt.
[0003] Die erfindungsgemäße Verteilerstation ist dann besonders vorteilhaft anwendbar, wenn eine Mehrzahl von Empfängern flexibel wählbar von einer Mehrzahl von Sendern mit Schüttgut beliefert werden soll.
[0004] Üblicherweise enden die Rohre in der Verteilerstation an mittels Bajonettverschluss lösbar miteinander verbindbaren Kupplungsendstücken, wobei üblicherweise die Enden der von den Lagerbehältnissen kommenden "sendenden" Rohre in ihrer Stellung fixiert sind und die zu den saugenden Abnehmern führenden Rohren flexibel beweglich sind. Eine derartige Anlage kann beispielsweise der DE 38 31 467 A1 entnommen werden.
[0005] Eine gute Übersichtlichkeit erhält man, wenn - wie in der DE 36 37 701 C1 vorgeschlagen - die Enden der von den Lagerbehältnissen kommenden Rohre in einer matrixartigen Anordnung angeordnet sind, wobei beispielsweise alle Enden einer Zeile von einem gemeinsamen Lagerbehältnis aus beliefert werden und alle Enden einer Spalte genau einem bestimmten Abnehmer zugeordnet sind. Die jeweils freien Enden der von den Lagerbehältnissen kommenden Rohre müssen durch einen separaten Verschluss verschlossen sein, da sonst durch sie Falschluft in die Saugförderanlage angesaugt werden würde und damit aus dem jeweiligen Lagerbehältnis nicht mehr herausgefördert werden würde. Das Verschließen der freien Enden erfolgt üblicherweise durch "blinde" Flansche, welche mittels eines Bajonettverschlusses an einem komplementären Kupplungsteil des jeweiligen Endes eines Rohres fixiert werden. Alternativ hierzu wird in der DE 1 812 367 A1 eine Rohrweiche vorgeschlagen, die über ein plattenähnliches Element verfügt, das an einem flexiblen Ende einer Rohrleitung angeordnet ist und bei Verschließen eines weiteren Rohrendes eine benachbarte Öffnung eines Rohres verschließt. Nachteilig an einer derartigen Anordnung ist jedoch, dass das plattenförmige Element an einem flexiblen Rohrende angeordnet ist und damit nur in unmittelbarer Nachbarschaft eines gekoppelten Rohrendes eingesetzt werden kann.
[0006] Dem Erfinder ist aufgefallen, dass bei den bestehenden Bauweisen für Verteilerstationen der Platzbedarf zu groß ist und dass es zu häufig zu Störungen kommt, weil das erforderliche Verschließen von unverkuppelten Enden der von den Sendebehältern kommenden Rohre vergessen wird. Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht daher darin, diese Mängel zu beheben.
[0007] Zum Lösen der Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Dichtkörper durch Verschwenken von einer Offenstellung in einer Schließstellung und wieder zurück überführbar ist, wobei der Dichtkörper in der Schließstellung an dem Rohrende eines unverkuppelten Rohres angeordnet ist und an einem feststehenden Anlagenteil der Verteilerstation befestigt ist. 1/8 österreichisches Patentamt AT507146B1 2010-05-15 [0008] Es wird zum Lösen der Aufgabe daher vorgeschlagen, die Kupplung zwischen zu verbindenden Rohrenden in der Verteilerstation vorzugsweise als Steckkupplung auszuführen und das erforderliche Verschließen von unverkuppelten freien Rohrenden mittels eines geführt beweglichen Dichtkörpers, der automatisch an die Stirnfläche des jeweiligen Rohrendes angedrückt wird, zu bewerkstelligen. Mit "Steckkupplung" ist gemeint, dass die Kupplungsverbindung zwischen zwei Endbereichen von Rohren hergestellt wird, indem einer der beiden Rohrendbereiche stirnseitig einen Außendurchmesser aufweist, welcher größer ist als der stirnseitige Innendurchmesser des zweiten Rohrendebereiches und indem die beiden Rohrendebereiche durch eine axiale Relativbewegung übereinander geschoben werden, so dass ein Rohrendbereich den anderen Rohrendbereich umfasst.
[0009] Die Erfindung wird einschließlich vorteilhafter optionaler Weiterentwicklungen davon anhand von Prinzipzeichnungen zu einer beispielhaften Ausführungsform veranschaulicht und näher erläutert: [0010] Fig. 1: zeigt eine beispielhafte erfindungsgemäße Verteilerstation in Seitenansicht. Die von der Verteilerstation wegführenden Rohre sind nicht gezeigt.
[0011] Fig. 2: zeigt die Verteilerstation von Fig. 1 von oben.
[0012] Fig. 3: zeigt das Detail der Verteilerstation von Fig. 1 und Fig. 2 in einer seitlichen Teil schnittansicht ein unverkuppeltes Ende einer von einem Sender kommenden Rohrleitung.
[0013] Fig. 4: zeigt das Detail der Verteilerstation von Fig. 1 und Fig. 2 einer seitlichen Teil schnittansicht zwei miteinander verkuppelte Enden von Rohrleitungen.
[0014] Gemäß Fig. 1 führt von einem - in der Zeichnungen nicht dargestellten - Sendebehältnis eine Rohrleitung 1 zur Verteilerstation. In der Verteilerstation sind von der Rohrleitung 1 wie die Zähne eines Kammes eine Reihe von Stichrohren 2 nach oben hin abgezweigt, die alle weiter oben gleicher Höhe enden und in dieser Position starr fixiert sind.
[0015] Die von weiteren Sendebehältnissen kommenden Rohre 1 und ihre Endbereiche sind in der Verteilerstation genau gleich aufgebaut und in der zur gemeinsamen Ebene der Rohre 1 und 2 normal liegenden Richtung in regelmäßigem Abstand hintereinander angeordnet, sodass sie in Fig. 1 durch den ersten Endbereich verdeckt sind und dass sich die bei Draufsicht gemäß Fig. 2 erkennbare matrixartige Anordnung jener Rohrendbereiche ergibt, welche zu den von den Sendebehältnissen her führenden Rohren gehören. Entlang der Zeilen in dieser Matrix liegen Öffnungen, welche vom gleichen Sendebehältnis her beliefert werden. Sie Öffnungen entlang den Spalten dieser Matrix sollten nur genau einem Abnehmer zugeordnet werden damit übersichtliche Verhältnisse gewahrt bleiben.
[0016] In Fig. 3 ist gut erkennbar, wie die Öffnungen jener Stichrohre 2, an denen gerade kein wegführendes Rohr angekuppelt ist, durch einen separaten Dichtkörper 3 verschlossen sind. Der Dichtkörper 3 ist typischerweise ein kreiszylinderförmiger Vollkörper aus einem dichten, weichen gummielastischem Material. Um das Rohr 2 zu verschließen liegt er im wesentlichen nur zufolge seiner Schwerkraft mit seiner unteren Stirnfläche von oben auf der Stirnfläche des Rohres 2 auf. Damit dabei die ausreichende Dichtwirkung zu Stande kann brauchen nur die Stirnfläche des Rohres 2 und die untere Stirnfläche des Dichtköpers 3 einigermaßen glatt zu sein und die durch den schwenkbaren Hebel 4 gebildete Halterung und Führung des Dichtkörpers 3 muss so bemessen sein, dass sie das Anliegend des Dichtkörpers 3 am Rohrende nicht behindert. Diese Bedingungen sind im Rahmen von fachmännischem Handeln problemlos erfüllbar.
[0017] Dass die ausreichende Dichtwirkung so einfach zu Stande zu bringen ist liegt erstens daran, dass in den Rohrleitungen Unterdrück herrscht, womit der Dichtkörper „von selbst" in die richtige Stellung gesaugt wird und zweitens daran, dass die Dichtheitsanforderung bei Förderanlagen dieser Art ohnedies nicht sehr hoch ist. Der Schwenkhebel 4 ist mit einem Ende an der ortsfesten Leiste 5 fixiert. An dem demgegenüber nach oben schwenkbaren Ende ist der Dichtkörper 3 befestigt. Um bei Bedarf die Dichtwirkung noch weiter zu verbessern kann man entwe- 2/8

Claims (8)

  1. österreichisches Patentamt AT507146B1 2010-05-15 der ein zusätzliches Gewicht an dem schwenkbaren Ende des Hebels 4 anbringen oder eine so zwischen dem schwenkbaren Ende des Hebels 4 und einem feststehenden Teil anordnen und Vorspannen, dass sie das schwenkbare Ende des Hebels auf die Stirnseite des Rohres 2 hin zu schwenken trachtet. [0018] In Fig. 4 ist der genauere Aufbau der Kupplung zwischen dem Ansaugen 8 und dem sendenden Rohr 2 gezeigt. Das vorzugsweise flexible Rohr 8, welches vorzugsweise von oben her kommt, endet in einer, beispielsweise durch Kleben damit dauerhaft verbundenen, rotationssymmetrischen Kupplungshülse 6, welche typischerweise als Drehteil aus rostfreiem Stahl gebildet ist. Im vorderen Längenbereich ist der Innendurchmesser der Kupplungshülse 6 geringfügig größer als der Außendurchmesser des damit lösbar zu verkuppelnden Rohres 2, sodass die Kupplungshülse von der Stirnseite her über das Rohr 2 gestülpt werden kann. In einem Abstand zur vorderen Stirnseite springt der Innendurchmesser der Kupplungshülse 6 auf einen Durchmesser, welcher bevorzugt ganz geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser des Rohres 2. In verkuppeltem Zustand liegt die Kupplungshülse 6 daher mit der zwischen ihren beiden Innendurchmesserbereichen liegenden ringförmigen Übergangsfläche 6.1 an der Stirnseite des verkuppelten Rohres 2 an. Vorzugsweise ist Dichtring 7 aus einem gummielastischen Material im kreiszylinderförmigen Spalt zwischen der Kupplungshülse 6 und Mantel des Rohres 2 angebracht. Vorzugsweise ist zwecks Fixierung des Dichtrings 7 die vordere Innenmantelfläche der Kupplungshülse 6 mit einer Nut versehen. [0019] Es ist deshalb vorteilhaft das sendende Rohr von unten an die Kupplungsstelle zu führen und das saugende Rohr von oben, da damit erreicht wird, dass gefördertes Material, welches sich beim Abstellen des Saugvorganges vor dem Umkuppeln in eine andere Stellung im Verbindungsbereich in den Rohren befindet, in das sendende Rohr -zu Material gleicher Art -zurückfällt. Damit wird Vermischen von verschiedenen Materialien vermieden. [0020] Die erfindungsgemäße Bauweise führt zu sehr einfacher Bedienbarkeit. Zum Herstellung der Verbindung zwischen einem saugenden und einem sendenden Rohrende ist nur der Dichtkörper 3 am von unten kommenden Rohr 2 hochzuklappen und die Kupplungshülse 6 des von oben kommenden Rohres 8 von oben über die Stirnseite des Rohres 2 zu stülpen. Zum Lösen der Verbindung ist nur die Kupplungshülse nach oben abzuziehen. Der Dichtkörper 3 fällt von selbst wieder auf die Stirnseite des abzudichtenden unteren Rohres 2 und dichtet. [0021] Auf Grund der schlanken Kupplungsbauweise beansprucht die erfindungsgemäße Vorrichtung in der zu den Rohren 2 bzw. 8 normal liegenden Ebene nur sehr wenig Platz. Es ist damit problemlos möglich, gegenüber Bauweisen mit Kupplungen mit Bajonettverschluss deutlich mehr als 50% Fläche einzusparen. [0022] Zu den genannten Vorteilen ist die erfindungsgemäße Bauweise überdies auch besonders kostengünstig. Patentansprüche 1. Verteilerstation einer pneumatischen Saugförderanlage für Schüttgut mit einem ersten Satz von Rohrleitungen, die von einer Mehrzahl von Sendern in die Verteilerstation führen, sowie einem zweiten Satz von Rohrleitungen, die von der Verteilerstation zu einer Vielzahl von Abnehmern führen, wobei ein Ende (8) jeder Rohrleitung des ersten Satzes frei wählbar mit einem Ende (2) einer Rohrleitung des zweiten Satzes kuppelbar ist, sowie einem an einem Rohrende (2) anordenbaren Dichtkörper (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper (3) durch Verschwenken von einer Offenstellung in eine Schließstellung und wieder zurück überführbar ist, wobei der Dichtkörper (3) an einem feststehenden Anlagenteil der Verteilerstation befestigt ist und in der Schließstellung an dem Rohrende (2) eines unverkuppelten Rohres anliegt.
  2. 2. Verteilerstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper (3) als kreiszylinderförmiger Vollkörper vorzugsweise aus gummielastischem Material ausgebildet ist. 3/8 österreichisches Patentamt AT507146B1 2010-05-15
  3. 3. Verteilerstation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper (3) mittels Schwerkraft und/oder Federkraft an dem Rohrende (2) eines unverkuppelten Rohres anordenbar ist.
  4. 4. Verteilerstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrenden (2) der Rohrleitungen des zweiten Satzes matrixartig aufgebaut sind, wobei die Rohrenden (2) Spalten und Reihen zugeordnet sind, und jede Spalte von Rohrenden (2) einem einzigen Abnehmer zugeordnet ist, während jede Reihe von Rohrenden (2) einem Sender zugeordnet ist.
  5. 5. Verteilerstation nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rohrleitung des ersten Satzes über eine Steckkupplung mit zumindest einer Rohrleitung des zweiten Satzes kuppelbar ist.
  6. 6. Verteilerstation nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitungen des zweiten Satzes zumindest in ihrem Endbereich (2) starr ausgeführt sind, während zumindest die Rohrenden (8) der Rohrleitungen des ersten Satzes flexibel ausgeführt sind.
  7. 7. Verteilerstation nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitungen des ersten Satzes an ihrem jeweiligen Rohrende (8) eine Kupplungshülse aufweisen, die im gekuppelten Zustand das Rohrende (2) einer Rohleitung des zweiten Satzes zumindest teilweise umfasst.
  8. 8. Verteilerstation nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtring (7) in dem durch zwei axial ineinander geschobene Rohrenden (2, 8) gebildeten kreiszylindermantelförmigen Spalt angeordnet ist. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 4/8
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