AT503166A1 - Zylinderschloss sowie flachschlüssel - Google Patents
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Description
.. Zylinderschloss sowie Flachschlüssel Die Erfindung betrifft ein Zylinderschloss mit Zylinderkern und Gehäuse, in dem federbelastete Zuhaltestifte, umfassend Gehäusestifte und Zylinderkernstifte, zum Abfragen von am Schlüssel befindlichen Einschnittfräsungen vorgesehen sind. Des weiteren betrifft die Erfindung einen Flachschlüssel für ein Zylinderschloss, wobei der Flachschlüssel vorzugsweise als Wendeschlüssel mit zwei Schlüsselflachseiten und zwei Schlüsselschmalseiten ausgebildet ist, und wobei der Flachschlüssel unterschiedlich tiefe Einschnittfräsungen an zumindest einer Schlüsselschmalseite, bevorzugt an zwei Schlüsseischmalseiten und gegebenenfalls weitere Steuerflächen, Einkerbungen oder Steuerbahnen an den Schlüsselflachseiten aufweist. Bekannt sind Zylinderschlösser, die unterschiedliche Einschnittfräsungen oder Profilnuten abtasten. Eine Erhöhung der Variationsmöglichkeiten der Einschnittfräsungen oder Profilnuten am Schlüssel führt jedoch im Normalfall dazu, dass die Konstruktion der Schlösser immer aufwendiger wird, was sowohl nachteilig für die Funktionssicherheit der Schlösser ist, als auch zu höheren Produktionskosten führt. Auch bei den Schlüsseln birgt die Erhöhung der Variationsmöglichkeit meist Nachteile, wie zB einen erhöhten Herstellungsaufwand durch die Verwendung verschiedener Fräsmaschinen bzw der Bearbeitung des Rohlings in mehreren Schritten auf unterschiedlichen Maschinen, wodurch auch hier die Kosten für den einzelnen Schlüssel wesentlich höher ausfallen. Es ist somit Aufgabe der Erfindung ein Sehloss zu schaffen, das höhere Variationsmöglichkeiten bei der Kodierung der Schlüssel zulässt, wobei gleichzeitig die Konstruktion des Schlosses einfach gehalten wird, wodurch erhöhte Funktionssicherheit gegeben ist sowie die Herstellungskosten gering gehalten werden. Femer ist es Aufgabe der Erfindung einen Schlüssel zu schaffen, der ebenfalls erhöhte Variationsmöglichkeiten bietet, dabei aber gleichzeitig einfach und billig herzusteilen ist und eine hohe Schliesssicherheit aufweist. Dies wird bei einem erfindungsgemässen Zylinderschloss dadurch erreicht, dass die Zylinderkernstifte an dem in den Schlüsselkanal ragenden Ende als Abtastfortsätze ausgebildet sind, die schmäler als der Durchmesser des Zylinderkernstifts sind und in a Längsrichtung des Schlüsselkanals ausgerichtet sind, wobei zumindest zwei Zylinderkernstifte voneinander unterschiedliche entweder mittig entlang der Längsmittelebene des Schlüsselkanals oder links oder rechts parallel versetzt dazu angeordnete Abtastfortsätze aufweisen. Die Abtastfortsätze können als Stege ausgebildet sein, die in unterschiedlichem Normalabstand, parallel zur Längsmittelebene oder mittig entlang der Längsmittelebene anordbar sind. Durch die unterschiedliche Anordnung der Abtastfortsätze wird die Variationszahl des Schlosses wesentlich erhöht, da nicht nur unterschiedliche tiefe Einschnittfräsungen abfragbar sind, sondern auch mehrere verschiedene Normalabstände zur Längsmittelebene möglich sind. Dabei bleibt die Konstruktion des Schlosses weiterhin einfach, da gegenüber einem herkömmlichen Zylinderschloss mit geteilten Zuhaltestiften lediglich die Zylinderkernstifte abgewandelt sind. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist es, dass die Abtastfortsätze die gleiche Breite aufweisen oder unterschiedliche Breiten aufweisen. Durch die Variation der Breiten kann die Zahl der Variationsmöglichkeiten des Zylinderschlosses weiter erhöht werden. Ferner ist es ein Merkmal der Erfindung, dass die Zylinderkernstifte seitliche Fortsätze aufweisen, welche in entsprechenden Nuten im Zylinderkem angeordnet sind, wodurch das Verdrehen der Zylinderkernstifte verhindert ist. Weiters wird die Aufgabe für einen erfindungsgemässen Flachschlüssel dadurch gelöst, dass die Einschnittfräsungen am Flachschlüssel schmäler als die Schlüsselschmalseite sind, und dass zumindest zwei Einschnittfräsungen voneinander unterschiedlich entweder mittig entlang der Längsmittelebene des Schlüssels oder links oder rechts parallel versetzt dazu angeordnet sind. Zumindest eine der Einschnittfräsungen kann von zwei Rippen verbleibenden Schlüsselmaterials seitlich verdeckt sein, was die Nachmachbarkeit des Schlüssels erschwert. Ferner ist es ein Merkmal, dass zumindest eine Einschnittfräsung an einem Rand der Schlüsselschmalseite angeordnet ist. Um eine hohe Variationszahl sowie eine hohe Sperrsicherheit zu gewährleisten ist es ein weiteres Merkmal, dass zumindest drei, vorzugsweise fünf voneinander in ihrem a . . Normalabstand zur Längsmittelebene unterschiedliche, gegebenenfalls sich überschneidende Einschnittfräsungen vorgesehen sind. Die Einschnittfräsungen können eine Steuerfläche in Form eines Kreisbogenabschnittes aufweisen, wobei es ein weiteres Merkmal sein kann, dass die Kreisbogenabschnitte der Einschnittfräsungen alle den gleichen Radius aufweisen. Es ist somit möglich den Schlüssel durch den Einsatz eines Rundfräsers mit gleichbleibendem Fräsradius möglichst schnell und kostengünstig zu fertigen. Des weiteren können entlang der Schlüsselflachseiten Längsprofiinuten vorgesehen sein, wobei als weiteres Merkmal zumindest zwei der Längsprofiinuten auf den gegenüber-liegenden Schlüsselflachseiten überlappend angeordnet sein können. Das bedeutet, dass die Längsprofiinuten in ihrer Tiefe zumindest bis zur Längsmittelebene des Schlüssels heranreichen oder sogar über diese hinausgehen. Weitere Merkmale sind den Ansprüchen, der Beschreibung sowie den beiliegenden Zeichnungen zu entnehmen. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Schlüssels mit daran angeordneten Zylinderkernstiften. Fig. 2 zeigt einen schematischen Detailquerschnitt durch einen Zylinderkern mit eingeschobenen Schlüssel. Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf mögliche Ausführungsformen von Zylinderkernstiften eines erfindungsgemässen Zylinderschlosses. Fig.4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Zylinderkernstifte aus Fig. 3. Fig. 5 zeigt einen Detailauschnitt eines erfindungsgemässen Flachschlüssels in einer Seitenansieht. Fig. 6 zeigt einen Detailausschnitt des Schlüsseis aus Fig. 5 in einer Aufsicht. Der in Fig. 1 gezeigte Flachschlüssel 1 besitzt einen Schlüsselgriff 2 sowie einen Schlüsselschaft mit zwei Schlüsselflachseiten 4 und zwei Schlüsselschmalseiten 3. Angeordnet an den Schlüssel 1 sind Zylinderkernstifte 7 des Zylinderschlosses gezeigt, welche mit ihren Abtastfortsätzen 9 die Einschnittfräsungen 6 an der Schlüsselschmalseite 3 abtasten. Der Einfachheit halber sind die übrigen Schlossteile, wie Gehäuse, Zylinderkem mit Schlüsselkanal und Kernbohrungen, sowie die Gehäusestifte und Federn nicht gezeigt. Damit die parallel zur Längsrichtung ausgerichteten Abtastfortsätze 9 der Zylinderkernstifte 7 in den entsprechenden Kernbohrungen nicht verdreht werden können, sind seitliche Fortsätze 8 vorgesehen, welche in entsprechenden Nuten im Zylinderkern 10 angeordnet sind. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemässen Flachschlüssel 1 sowie einen schematischen Detailquerschnitt durch einen Zylinder 10 eines erfindungsgemässen Zylinderschlosses. Das umliegende Gehäuse ist zur einfacheren Darstellung nicht gezeigt. Die an den Schlüsselschmalseiten 3 angeordneten Einschnittfräsungen 6 weisen kreisbogenförmige Steuerflächen 11 auf. An den Schlüsselflachseiten 4 sind Längsprofiinuten 5 angeordnet, von denen wie in Fig. 2 gezeigt zumindest zwei überlappend angeordnet sind. Fig. 3 zeigt mögliche Ausführungsformen für Zylinderkernstifte 7 eines erfindungsgemässen Zylinderschlosses in einer Aufsicht. Wie in dieser Figur gezeigt können die Abtastfortsätze 9 auch als Stege 12 mit gleicher oder unterschiedlicher Breite ausgebildet sein. Die hier als Stege 12 ausgebildeten Abtastfortsätze weisen alle die gleiche Breite auf, die randseitigen Abtastfortsätze 9 sind in diesem Ausführungsbeispiel breiter angeordnet. Die seitlichen Fortsätze 8, die im Zylinderkern in entsprechenden Nuten angeordnet sind verhindern, dass sich die Zylinderkernstifte 7 in den entsprechenden Kernbohrungen verdrehen können. Bei dem gezeigten Beispiel werden drei verschiedene Zylinderkernstifte 7 hergestellt. Sie weisen entweder einen mittig entlang der Längsmittelebene angeordneten Steg 12, einen in einem ersten Normalabstand zur Längsmittelebene seitlich versetzten Steg oder einen randseitig angeordneten Abtastfortsatz 9 auf. Die Stifte mit seitlich versetztem Steg 12 oder mit randseitigem Abtastfortsatz 9 können in zwei verschiedenen Ausrichtungen in die Zylinderkernbohrungen eingebracht werden, wodurch sich fünf verschiedene Möglichkeiten zur Abtastung seitlich versetzter Einschnittfräsungen ergeben. Die Breite der Stege 12 oder der Abtastfortsätze 9 kann auch unterschiedlich breit gewählt werden, wodurch eine weitere Erhöhung der Variationszahl möglich ist. In der in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausführungsformen ist der randseitige Abtastfortsatz 9 breiter ausgebildet als die Stege 12, was jedoch für die entsprechende Breite der Einschnittfräsung 6 in diesem Fall keine Rolle spielt, da die entsprechenden Einschnittfräsungen 6 ebenfalls am Rand der Schlüsselflachseite 3 angeordnet sind und somit zur jeweiligen Schlüsselflachseite 4 hin offen sind. Die Figuren 5 und 6 zeigen eine Detailansicht eines erfindungsgemässen Flachschlüssels in einer Seitenansicht und einer Aufsicht. Wie in Fig. 5 dargestellt weisen die Einschnittfräsungen 6 eine kreisbogenförmige Steuerfläche 11 auf. Strichliert eingezeichnet sind andere mögliche Steuerflächen 11 für die unterschiedlichen Tiefen der Einschnittfräsungen 6 gezeigt. All diese Steuerflächen 11 weisen den gleichen Radius auf, wodurch sie einfach mit dem gleichen Rundfräser herstellbar sind. Fig. 6 zeigt den Schlüssel aus Fig. 5 in einer Aufsicht, wobei die unterschiedlichen seitlichen Anordnungen der Einschnittfräsungen 6 ersichtlich sind. Die Einschnittfräsungen 6 können entweder zu beiden Seiten hin von Stegen aus verbleibenden Schlüsselmaterial verdeckt sein, was die Nachmachbarkeit des Schlüssels erschwert und scharfe Kanten an den Schlüsselschmalseiten, die zu Verletzungen führen könnten, vermindert, oder am Rand einer Schlüsselschmalseite angeordnet sein. Des weiteren können sich einzelne Einschnittfräsungen 6 an jenen Positionen, die nicht durch die Abtastfortsätze 9 abgefragt werden überschneiden, was ebenfalls zu einer erschwerten Nachmachbarkeit des Schlüssels führt.
Claims (13)
1. Zylinderschloss mit Zylinderkern und Gehäuse, in dem federbelastete Zuhaltestifte, umfassend Gehäusestifte und Zylinderkernstifte, zum Abfragen von am Schlüssel befindlichen Einschnittfräsungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkernstifte (7) an dem in den Schlüsselkanal ragendenden Ende als Abtastfortsätze (9) ausgebildet sind, die schmäler als der Durchmesser des Zylinderkernstifts (7) sind und in Längsrichtung des Schlüsselkanals ausgerichtet sind, wobei zumindest zwei Zylinderkernstifte (7) voneinander unterschiedliche entweder mittig entlang der Längsmittelebene des Schlüsselkanals oder links oder rechts parallel versetzt dazu angeordnete Abtastfortsätze (9) aufweisen.
2. Zylinderschloss nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastfortsätze (9) als Stege (12) ausgebildet sind, die in unterschiedlichem Normalabstand, parallel zur Längsmittelebene oder mittig entlang der Längsmittelebene anordbar sind.
3. Zylinderschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastfortsätze (9) die gleiche Breite aufweisen.
4. Zylinderschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastfortsätze (9) unterschiedliche Breiten aufweisen.
5. Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkernstifte (7) seitlich Fortsätze (8) aufweisen, welche in entsprechenden Nuten im Zylinderkern angeordnet sind, wodurch das Verdrehen der Zylinderkernstifte verhindert ist.
6. Flachschlüssel für ein Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Flachschlüssel vorzugsweise als Wendeschlüssel mit zwei Schlüsselflachseiten und zwei Schlüsselschmalseiten ausgebildet ist, und wobei der Flachschlüssel unterschiedlich tiefe Einschnittfräsungen an zumindest einer Schlüsselschmalseite, bevorzugt an zwei Schlüsselschmalseiten und gegebenenfalls weitere Steuerflächen, Einkerbungen oder Steuerbahnen an den Schlüsselflachseiten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnittfräsungen (6) schmäler als die
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Schlüsselschmalseite (3) sind, und wobei zumindest zwei Einschnittfräsungen (6) voneinander unterschiedlich entweder mittig entlang der Längsmittelebene des Schlüssels (1) oder links oder rechts parallel versetzt dazu angeordnet sind.
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Patentansprüche
7. Flachschlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Einschnittfräsung (6) von zwei Rippen verbleibenden Schlüsselmaterials seitlich verdeckt ist.
8. Flachschlüssel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Einschnittfräsung (6) an einem Rand der Schlüsselschmalseite angeordnet ist.
9. Flachschlüssel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest 3, vorzugsweise 5 voneinander in ihrem Normalabstand zur Längsmittelebene unterschiedliche, gegebenenfalls sich überschneidende Einschnittfräsungen (6) vorgesehen sind.
10. Flachschlüssel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnittfräsungen (6) eine Steuerfläche (11 ) in Form eines KreisbogenabSchnittes aufweisen.
11. Flachschlüssel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreisbogenabschnitte der Einschnittfräsungen (6) alle den gleichen Radius aufweisen.
12. Flachschlüssel nach einem der Ansprüche 6 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Schlüsselflachseiten (4) Längsprofiinuten (5) vorgesehen sind.
13. Flachschlüssel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Längsprofiinuten (5) auf den gegenüberliegenden Schlüsselflachseiten überlappend angeordnet sind.
Wien, am 2. Februar 2006
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