AT502903B1 - Verfahren und anlage zur unmittelbaren weiterverarbeitung von schmelzflüssiger hochofen- und ld-schlacke am ort ihres anfalles - Google Patents

Verfahren und anlage zur unmittelbaren weiterverarbeitung von schmelzflüssiger hochofen- und ld-schlacke am ort ihres anfalles Download PDF

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AT502903B1
AT502903B1 AT0194705A AT19472005A AT502903B1 AT 502903 B1 AT502903 B1 AT 502903B1 AT 0194705 A AT0194705 A AT 0194705A AT 19472005 A AT19472005 A AT 19472005A AT 502903 B1 AT502903 B1 AT 502903B1
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    • C21METALLURGY OF IRON
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Description

2 AT 502 903 B1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Beschickung einer Trockenkühlvorrichtung für Hüttenschlacke mit einem der Trockenkühlvorrichtung vorgelagerten, die aus einem Hochofen bzw. einem LD-Konverter stoßartig anfallende Hüttenschlacke aufnehmenden Zwischenspeicher, dessen Schlackenauslauf in Abhängigkeit von der auslaufenden Schlackenmenge regelbar ist.
Die heute übliche Weiterverarbeitung von Hüttenschlacken erfolgt in Nebenbetrieben nach einem Schienenzwischentransport in Kübeln. Hochofenschlacke wird nass granuliert, um Hüttensand für die Zementerzeugung zu gewinnen. Der Transport der Flüssigschlacke in offenen Kübeln ist gefährlich. Der große Wärmeinhalt der Flüssigschlacken wird vernichtet. Die Umwelt wird belastet. Um hier Verbesserungen zu schaffen, wurde bereits vorgeschlagen (US 6 250 109 B1), einen Zwischenspeicher zur Aufnahme der anfallenden Hüttenschlacke vorzusehen, die dann über einen Verteilerkanal an eine nachfolgenden Trockenkühlvorrichtung weitergeleitet wird. Zu diesem Zweck ist das stehende Zwischenspeichergefäß mit einem bodenseitigen Schlackenauslass versehen, der über einen Stopfen gesteuert werden kann, und zwar in Abhängigkeit von einem Fühler, der die Dicke der auf die Trockenkühlvorrichtung aufgebrachten Schlackenschicht bestimmt. Nachteilig ist bei diesen bekannten Anlagen vor allem, dass mit Hilfe des Stopfens die Regelung der Durchflussmenge nicht feinfühlig vorgenommen werden kann. Außerdem muss der Stelltrieb für den Stopfen durch das Schlackenbad geführt werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine einfache Steuerung des Schlackenflusses zur Beschickung der Trockenkühlvorrichtung vorzusehen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Zwischenspeicher aus einem im wesentlichen halbzylinderförmigen Gefäß mit liegender Achse besteht, das auf einer Umfangsseite den als Schlackenüberlauf ausgebildeten Schlackenauslauf aufweist, und dass das Gefäß zur Regelung der auslaufenden Schlackenmenge mit Hilfe eines Schwenktriebes um seine Achse verschwenkbar ist.
Mit Hilfe des Schwenktriebes kann somit das Gefäß um seine Achse verschwenkt werden, um eine gleichmäßige Schlackenmenge an die nachfolgende Trockenkühlvorrichtung abgeben zu können. Die von der jeweiligen Schwenklage des Gefäßes abhängige Höhe der Schlackenströmung im Bereich des Schlackenüberlaufes bestimmt ja die auslaufende Schlackenmenge.
Obwohl das Gefäß mit Hilfe von stirnseitigen Achsstummeln schwenkbar gelagert werden kann, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn das Gefäß auf Rollen drehbar gelagert ist. Fällt die Achse des Gefäßes nach einer Seite hin ab, so kann sich im abfallenden Bereich des Gefäßes allenfalls vorhandenes Roheisen sammeln. Auf der abfallenden Seite kann dann das Gefäß eine verschließbare Abstichöffnung für angesammeltes Roheisen aufweisen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Anlage zur Beschickung einer Trockenkühlvorrichtung für Hüttenschlacke in einem schematischen, zum Teil aufgerissenen Schaubild und Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Anlage.
Die in der Fig. 1 dargestellte Anlage zur Beschickung einer Trockenkühlvorrichtung für Hüttenschlacke besteht im Wesentlichen aus einem halbzylinderförmigen Gefäß 3 mit geringfügig nach einer Seite hin abfallender Achse. Die Lagerung des Gefäßes 3 erfolgt mit Hilfe von kreisrunden Schienenbögen 9 auf dem Zylindermantel und dazugehörigen Laufrollenböcken 10. Die Drehbewegung wird durch einen Schwenktrieb 4 in Form eines Stellzylinders bewerkstelligt, der die nötigen Impulse von einer Mengenregeleinrichtung 13 erhält. Das Gefäß 3 wird aus einem

Claims (3)

  1. 3 AT 502 903 B1 soliden Außenmantel aus Stahl mit einer guten Wärmeisolierung 5 auf der Innenseite gebildet. Diese Wärmeisolierung 5 trägt eine verschleißfeste Ausmauerung aus feuerfesten Spezialziegeln, die gegenüber flüssiger Hochofenschlacke chemisch resistent sind. Das Gefäß 3 wird durch einen gewölbten, isolierten Stahlblechdeckel 11 nach oben geschlossen, damit über den Flüssigkeitsspiegel keine Strahlungswärme verloren geht und es zu keiner Deckelbildung bzw. Erstarrung an der Oberfläche der Flüssigschlacke kommt. Das Gefäß 3 hat eine Neigung von ca. 10°, damit es leicht ganz entleert werden kann und zugleich das sedimentierte flüssige Roheisen an einem Ende konzentriert anfällt. Die Neigung kann den praktischen Erfordernissen angepasst werden. Am tiefer liegenden Gefäßende befindet sich eine Abstichöffnung 7 mit Stopfen oder Schieber, damit in größeren zeitlichen Abständen das angesammelte flüssige Roheisen entnommen und rückgeführt werden kann. In einer alternativen Fahrweise kann das flüssige Roheisen auch über den Schlackenauslauf 8 entleert werden, indem das Gefäß 3 entsprechend weit gedreht wird. Der Deckel 11 verfügt an den Enden über Ausnehmungen. Am oberen Ende befindet sich der Schlackeneinlauf für Zulaufrinnen 2, die von einer Schlackenquelle 1, im vorliegenden Fall ein Hochöfen, beschickt werden. Am unteren Ende befinden sich die Schlackenausläufe 8, die als Schlackenüberlauf ausgebildet sind, über den die flüssige Schlacke zur Trockenkühlvorrichtung 12 fließt. Die in der Fig. 2 dargestellte Anlage wird von einer Schlackenquelle 1 beschickt, die als LD-Konverter ausgebildet ist. Der grundsätzliche Aufbau der Anlage entspricht dem der Anlage nach Fig. 1. Die Anlage ist allerdings hinsichtlich des Schlackenaufnahmevolumens entsprechend kleiner. Es ist nur eine Zulaufrinne 2 sowie ein Schlackenauslauf 8 in Form eines Überlaufes vorgesehen. Zur Regelung der über den Schlackenauslauf 8 zur Trockenkühlvorrichtung 12 fließenden Hüttenschlacke ist sowohl bei der Anlage nach Fig. 1 als auch bei der nach Fig. 2 eine Mengenregeleinrichtung 13 vorgesehen, mit deren Hilfe die Höhe des Schlackenstroms im Schlackenauslauf 8 erfasst werden kann, um in Abhängigkeit dieses Parameters den Schwenktrieb 4 so anzusteuern, dass eine konstante Höhe des Schlackenstroms im Schlackenauslauf 8 sichergestellt wird. Patentansprüche: 1. Anlage zur Beschickung einer Trockenkühlvorrichtung für Hüttenschlacke mit einem der Trockenkühlvorrichtung vorgelagerten, die aus einem Hochofen bzw. einem LD-Konverter stoßartig anfallende Hüttenschlacke aufnehmenden Zwischenspeicher, dessen Schlackenauslauf in Abhängigkeit von der auslaufenden Schlackenmenge regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher aus einem im wesentlichen halbzylinderförmigen Gefäß (3) mit liegender Achse besteht, das auf einer Umfangsseite den als Schlackenüberlauf ausgebildeten Schlackenauslauf (8) aufweist, und daß das Gefäß (3) zur Regelung der auslaufenden Schlackenmenge mit Hilfe eines Schwenktriebes (4) um seine Achse verschwenkbar ist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäß (3) auf Rollen (10) drehbar gelagert ist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Gefäßes (3) nach einer Seite hin abfällt und dass das Gefäß (3) auf der abfallenden Seite eine verschließbare Abstichöffnung (7) für angesammeltes Roheisen aufweist.
AT0194705A 2005-12-05 2005-12-05 Verfahren und anlage zur unmittelbaren weiterverarbeitung von schmelzflüssiger hochofen- und ld-schlacke am ort ihres anfalles AT502903B1 (de)

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