AT4539U1 - Vorrichtung zum schutz der insassen eines fahrzeuges - Google Patents

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AT4539U1
AT4539U1 AT0042300U AT4232000U AT4539U1 AT 4539 U1 AT4539 U1 AT 4539U1 AT 0042300 U AT0042300 U AT 0042300U AT 4232000 U AT4232000 U AT 4232000U AT 4539 U1 AT4539 U1 AT 4539U1
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Austria
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sensor
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vehicle
sensors
motor
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AT0042300U
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Juergen Dipl Ing Stockmar
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Magna Europa Ag
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Abstract

In einer Vorrichtung zum Schutz der Insassen eines Fahrzeuges mit motorisch betriebenen Fensterhebern (4) und Sensoren (8,8; 9,9; 11,11) sind mindestens ein Sensor (8,8; 9,9; 11,11) und der Motor eines Fensterhebers (4,4) mit einem Steuergerät (12) wirkverbunden, das bei Ansprechen eines der Sensoren auf den Fensterhebern (4,4) dahingehend einwirkt, dass dieser das Fenster schnell schließt. Das Ausgangssignal eines der Sensoren (8,8; 9,9; 11,11) löst auch das Entfalten mindestens eines Seitenairbags (7,7) aus.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz der Insassen eines Fahrzeuges, das motorisch betriebene Fensterheber und Sensoren besitzt. 



  Derartige Ausrüstung ist bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse bereits selbstverständlich. Insbesondere sind Sensoren zur Erfassung von Längskollisionen (bei Frontalzusammenstössen oder Auffahrunfällen) zwecks Auslösung von Airbags in der Lenkradnabe oder vor dem Beifahrersitz immer und Sensoren zur Erfassung von Seitenkollisonen zwecks Auslösung von Seitenairbags oft vorhanden. 



  Der Fortschritt der Sicherheitstechnik richtet sich neuerdings verstärkt auf den Schutz der Fahrzeuginsassen bei Seitenkollisionen. Dabei sind die Verhältnisse wegen der kürzeren Verformungsweg und der Nähe der Köpfe zu den Seitenfenstem weit schwieriger. Zwar ist es aus der EP 723 893 Al bekannt, die Fensterscheiben an ihrer Innenseite mit einer reissfesten Folie zu überdecken, doch wirkt diese nur bei geschlossenem Fenster. 



  Bei geöffnetem Fenster wird der Kopf des Insassen auf die Seite gerissen, bei halb geöffnetem Fenster wird er dabei an die Fensteroberkante gedrückt, was zu schweren Kopfverletzungen führt. In der EP 723 893 Al soll die Folie 

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 einen Seiten-Airbag abstützen. Wenn in diesem Fall das Fenster nicht ganz geschlossen ist, quillt der Airbag aus der Fensteröffnung heraus und verfehlt so seine Wirkung. Auch wenn das Fenster nur ganz wenig geöffnet ist, ist die Fensterscheibe an ihrem oberen Rand frei und kann nicht ihre volle   Tragkraft :   entwickeln. Die Auslösung eines Seiten-Airbags erfolgt durch einen Sensor, wie etwa in der EP 616 926 Al beschrieben. 



  Aber auch im Falle eines Überschlages, der ja meist um die Längsachse erfolgt, sind die Folgen bei geöffnetem Fenster schwerer, ganz abgesehen von einer Landung des Fahrzeuges in einem Gewässer. 



  Es ist daher Ziel der Erfindung, die Insassen eines Fahrzeuges auch in den angegebenen Fällen wirksam zu schützen. Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass der mindestens eine Sensor und der Motor mindestens eines Fensterhebers mit einem Steuergerät wirkverbunden sind, das bei Ansprechen eines Sensors auf den Motor eines Fensterhebers dahingehend einwirkt, dass dieser das Fenster schnell schliesst. Bei entsprechender Auswahl und Positionierung des Sensors und ausreichend schnellem Schliessen des Fensters findet der Seiten-Airbag ausreichende Abstützung bzw können, wenn kein Seiten-Airbag vorhanden ist, Kopfverletzungen entschärft bzw vermieden werden. 



  In einer bevorzugten Ausbildung ist der Sensor ein an einer Seite des Fahrzeuges angeordneter Seitenkollisionssensor und wird das Fenster an derselben Seite des Fahrzeuges geschlossen (Anspruch 2). Bei geeigneter Anbringung des Sensors, etwa gemäss der EP 616 926   AI,   kann auch das Problem des kleinen Verformungsweges bei einer Seitenkollision gelöst werden. 

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   In einer Weiterentwicklung wird der Seitenkollisionssensor ein Annäherungssensor sein, dessen Ausgangssignal über einen Diskriminator dem Steuergerät zugeführt wird (Anspruch 3). Auf diese Weise kann der Sensor   soweit vorhalten",   dass das jeweilige Fenster im Moment der Kollision - auch wenn diese mit sehr hoher Geschwindigkeit erfolgt - auch ganz geschlossen ist. Der Diskriminator hat den Zweck, zu entscheiden, ob das Signal auch wirklich eine Kollision ankündigt. 



  Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Ausgangssignal des Sensors auch das Entfalten eines Seitenairbags auslöst (Anspruch 4). So kann ein einziger hochempfindlicher und daher teurer Sensor gleich beide Funktionen zeitlich abgestimmt auslösen. Anders gesehen : der für die Auslösung des SeitenAirbags vorgesehene Sensor kann auch den Schnellschluss des Fensters auslösen. 



  In einer weiteren oder zusätzlichen   Ausführungsform   der Erfindung ist der Sensor ein Überschlagssensor, dessen Ansprechen auf einen Überschlag des Fahrzeuges das Schliessen mindestens eines Fensters bewirkt (Anspruch 5). 



  Auch dieser Sensor kann nebst dem Schliessen vorzugsweise beider Seitenfenster auch das Ansprechen beider Seiten-Airbags auslösen (Anspruch 6). 



  Im folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar :
Fig.   l :   Einen Querschnitt durch ein mit der erfindungsgemässen
Vorrichtung ausgestattetes Fahrzeug,
Fig. 2 : ein mögliches Schaltschema einer erfindungsgemässen
Vorrichtung. 

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  Fig.   l   zeigt ein Fahrzeug A, kurz bevor es von einem Fahrzeug B, das sich mit einer Geschwindigkeit V auf ersteres zubewegt, seitlich gerammt wird. Vom Fahrzeug A ist eine linke Seitenwand bzw A-Säule   l   und eine linke vordere Tür 2 erkennbar. In dieser ist eine Fensterscheibe 3 geführt, auf- und abbewegbar von einem Fensterheber mit Elektromotor. An der A-Säule ist ein Rückblickspiegel 5 angebracht. Weiters ist im Dach 6 ein Seitenairbag 7 vorgesehen. 



  In der Tür 2 ist ein Seitenkollisionssensor 8 angebracht. Es handelt sich um einen Verzögerungssensor. Alternativ oder zusätzlich ist, vorzugsweise im äusseren Teil des Rückblickspiegels 5, ein Annäherungssensor 9 vorgesehen. 



  In der Mitte des Fahrzeuges in Bodennähe befindet sich ein Überschlagssensor 11 und im Fahrzeuginneren, etwa hinter dem Armaturenbrett   10, ein   Steuergerät 12. Die Anordnung dieser Komponenten ist nur beispielhaft, sie kann zweckmässig abgewandelt werden. Insbesondere kann das Steuergerät an beliebiger Stelle angeordnet oder mit einer der genannten Komponenten baulich vereint, oder auch überhaupt dezentralisiert sein. 



  Fig. 2 zeigt die die Komponenten verbindenden Signalleitungen schematisch, Energieleitungen sind weggelassen. Die auf der rechten Seite des Fahrzeuges in gleicher Weise angeordneten Komponenten sind mit denselben Bezugszeichen, jedoch apostrophiert, versehen. Der Seitenkollisionssensor 8 gibt bei Erreichen einer bestimmten Verzögerung ein Signal an das Steuergerät 12 ab. Alternativ oder zusätzlich ist der Annäherungssensor 9 vorgesehen. Bei diesem wird es sich um einen aktiven Sensor handeln, dessen Ausgangssignal erst in einem Diskriminator 20 analysiert werden muss. Nur, wenn das Ausgangssignal bestimmte Kriterien erfüllt, bildet er ein Eingangssignal für das Steuergerät 12. Der Überschlagssensor 11 ist 

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 naturgemäss nur einmal vorhanden, auch er liefert direkt ein Signal an das Steuergerät 12. 



  Wird dem Steuergerät 12 vom Annäherungssensor 9 eine bevorstehende Kollision oder vom Seitenkollisionssensor 8 eine beginnende Kollision gemeldet, so gibt es ein Signal ab, das zum Einschalten des Scheibenhebers 4 im Eilgang führt und gegebenenfalls zusätzlich ein Signal, das den Seitenairbag 7 auslöst. Diese Signale können in ihrem Zeitverhalten dem voraussichtlichen Unfallgeschehen angepasst werden. Im Falle einer Kollision 
 EMI5.1 
 eines Überschlages spricht der Überschlagssensor 11 an und aktiviert das Steuergerät in der Weise, dass beide Fensterheber 4, 4' und beide Seitenairbags 7, 7'ausgelöst werden.

Claims (5)

  1. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Schutz der Insassen eines Fahrzeuges, das motorisch betriebene Fensterheber und Sensoren besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (8, 8' ; 9, 9' ; 11, 11') und der Motor mindestens eines Fensterhebers (4, 4') mit einem Steuergerät (12) wirkverbunden sind, das bei Ansprechen eines der Sensoren auf den Motor eines Fensterhebers (4, 4') dahingehend einwirkt, dass dieser das Fenster schnell schliesst.
  2. 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein an einer Seite des Fahrzeuges angeordneter Seitenkollisionssensor (8 ; 8') ist und dass der Fensterheber (4 ; 4') an derselben Seite des Fahrzeuges angesteuert wird.
  3. 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenkollisionssensor ein Annäherungssensor (9, 9') ist, dessen Ausgangssignal über einen Diskriminator (20, 20') dem Steuergerät (12) zugeführt wird.
  4. 4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal eines der Sensoren (8, 8' ; 9, 9' ; 11, 11') auch das Entfalten eines Seitenairbags (7, 7') auslöst. <Desc/Clms Page number 7>
  5. 5. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein Überschlagssensor (11) ist, dessen Ansprechen auf einen Überschlag des Fahrzeuges das Einschalten mindestens eines Fensterhebers (4, 4') bewirkt. EMI7.1 EMI7.2
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