AT412127B - Zünder für pyrotechnische ladungen - Google Patents

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AT412127B
AT412127B AT174399A AT174399A AT412127B AT 412127 B AT412127 B AT 412127B AT 174399 A AT174399 A AT 174399A AT 174399 A AT174399 A AT 174399A AT 412127 B AT412127 B AT 412127B
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Hirtenberger Praez Stechnik Gm
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/12Bridge initiators
    • F42B3/121Initiators with incorporated integrated circuit

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description


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   Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zünder für pyrotechnische Ladungen mit einer Zünd- brücke und einer Anzündladung, wobei die Zündbrücke und die Anzündladung in einem hermetisch dichten Zündergehäuse angeordnet sind, sowie mit einer Zündelektronik. 



   Pyrotechnische Zünder werden in grosser Anzahl in der Kfz-Industrie verwendet, wo sie zum Zünden von Gasgeneratoren von Air-Bags und Sicherheitsgurtstraffern dienen. Die Anzündladung ist dabei üblicherweise in einem eigenen, hermetisch dichten Zündergehäuse untergebracht, damit die Anzündladung nicht im Laufe der Jahre durch Aufnahme von Feuchtigkeit unbrauchbar wird. 



  Ausserhalb des Zünders befinden sich üblicherweise elektronische Bauteile, die verhindern sollen, dass der Zünder infolge von elektrostatischen Aufladungen (ESD-Verträglichkeit) oder auf Grund elektrischer oder magnetischer Felder (EMV-Verträglichkeit) zündet. 



   Ein Zünder der eingangs genannten Art ist aus der DE 4002088 C1 bekannt. Die Zündelektro- nik ist hier in einer aussen liegenden Öffnung des Zündergehäuses untergebracht. Es ist dort zwar beschrieben, dass diese Öffnung vergossen werden kann, dies kann aber nicht als hermetisches Abdichten angesehen werden. In der Praxis kommt es immer wieder zum Eindringen von Feuch- tigkeit entlang der Grenzflächen - z. B. zwischen Metall und Vergussmasse. Dies wird natürlich durch Vibrationen und Temperaturwechsel, wie sie in Fahrzeugen stets auftreten, begünstigt, wodurch sich zwischen der Vergussmasse und dem Metall langsam ein Spalt bildet. Weiters kommt es auch immer wieder zum Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Kabelisolierungen und Litzen. 



   In der DE 4141908 A1 ist beschrieben, wie ein (ev. hermetisch dichter) Zünder in einen Gas- generator integriert werden kann. In der DE 4307774 A1 ist ein Zünder beschrieben, wobei aber weder ein Hinweis auf eine Elektronik noch ein Hinweis auf ein hermetisch dichtes Gehäuse zu finden ist. 



   Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einfach herzustellenden Zünder zu schaffen, der gut vor Umwelteinflüssen, Missbrauch, ESD und EMV geschützt ist. 



   Diese Aufgabe wird gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass die Zündelektro- nik zusammen mit der Anzündladung und der Zündbrücke in dem hermetisch dichten Zünderge- häuse integriert ist. Durch moderne Integrationstechniken lässt sich Elektronik heute bereits auf kleinstem Raum unterbringen. Somit ist es möglich, die Zündelektronik im Zündergehäuse unter- zubringen. Es ist dadurch kein zusätzlicher Aufwand notwendig, die Zündelektronik vor Umweltein- flüssen zu schützen, weil ja die Anzündladung ohnehin hermetisch dicht abgeschlossen ist. Da das Zündergehäuse aus leitfähigem Material besteht, ergibt sich auch eine besonders hohe ESD- und EMV-Verträglichkeit.

   Wenn die Elektronik nur dann eine Zündung auslöst, wenn ein bestimmter Code eingegeben wird (wie dies in der EP-A1-279.796 beschrieben ist), ergibt sich auch ein sehr hoher Schutz vor Missbrauch, weil die Zuleitungsdrähte zur Zündbrücke nicht zugänglich sind und daher ein Zünden durch Anlegen einer Kleinspannung nicht möglich ist. 



   Besonders vorteilhaft ist auch, dass der Zünder, sobald er hergestellt ist, vor ESD geschützt ist und nicht erst später, wenn er mit einer externen Elektronik verbunden wird. Dadurch können auch höchstempfindliche Zünder sicher verarbeitet werden. 



   Es zweckmässig, wenn die Zündelektronik in Kunstharz eingegossen ist. Die Zündelektronik ist dadurch nicht nur beim Zusammenbau vor mechanischer Beanspruchung geschützt, sondern auch vor der Explosionsdruckwelle. Die Elektronik bleibt daher funktionstüchtig und es kann kein Kurz- schluss zwischen den Anschlussleitungen entstehen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn es sich um Busleitungen handelt. 



   Schliesslich ist es günstig, wenn die Aussenkontur des Kunstharzes an die Innenkontur des Zündergehäuses angepasst ist. Dadurch wird die Zündelektronik auf einfachste Weise im Zünder- gehäuse fixiert. 



   Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die vorliegende Erfindung näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Zünder im Schnitt, und Fig. 2 zeigt die hermetisch dichte Durchführung der Anschlussdrähte. 



   Der Zünder weist ein metallisches Zündergehäuse 1 auf, das die Anzündladung 2 enthält. Das Zündergehäuse 1 weist eine Sollbruchstelle 3 auf, wo das Zündergehäuse 1 bricht, wenn die Anzündladung 2 detoniert. Hinter der Sollbruchstelle 3 befindet sich dann die Treibladung, welche vom Zünder gezündet werden soll. 



   Im Zündergehäuse 1 ist zusätzlich die notwendige Elektronik untergebracht. Es ist eine Platine 

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 4 vorgesehen, auf der ein IC 7, ein Kondensator 6 sowie weitere Bauteile 8, 9 angeordnet sind. An dem der Anzündladung 2 zugewandten Ende ist eine Zündbrücke 5 vorgesehen. Die gesamte Elektronik ist in Kunstharz 12 eingegossen. 



   Anschlussleitungen 13,14 sind durch einen Glaskörper 10 (siehe auch Fig. 2) dicht hindurch- geführt. Dieser Glaskörper 10 ist von einem Metallring 11 umgeben. Dieser Metallring 11 ist mit dem Zündergehäuse 1 verschweisst. Während des Schweissens wird die gesamte Elektronik samt Glaskörper 10 und Metallring 11 fest gegen die Anzündladung 2 gepresst, um eine gute Verbin- dung der Zündbrücke 5 mit der Anzündladung 2 zu gewährleisten. 



   Das Zündergehäuse 1 ist zur Erhöhung des mechanischen Schutzes mit einer Kunststoffum- mantelung 16 versehen, das anschlussseitige Ende ist durch eine Kunststoffkappe 15 geschützt. 



   Der erfindungsgemässe Zünder funktioniert wie folgt: 
Die Anschlussleitungen 13,14 verbinden den Zünder mit dem Bus des Fahrzeugs. Im Falle ei- nes Unfalls wird über den Bus ein bestimmter Code übertragen. Dieser wird vom IC 7 erkannt. 



  Darauf wird die Energie, die im Kondensator 6 stets gespeichert ist, auf die Zündbrücke 5 gelegt, die sich dadurch so stark erhitzt, dass die Anzündladung 2 zündet. 



   PATENTANSPRÜCHE: 
1. Zünder für pyrotechnische Ladungen mit einer Zündbrücke und einer Anzündladung, wo- bei die Zündbrücke und die Anzündladung in einem hermetisch dichten Zündergehäuse angeordnet sind, sowie mit einer Zündelektronik, dadurch gekennzeichnet, dass die 
Zündelektronik (4,6-9) zusammen mit der Anzündladung (2) und der Zündbrücke (5) in dem hermetisch dichten Zündergehäuse (1) integriert ist.

Claims (1)

  1. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündelektronik (4,6-9) in Kunstharz (12) eingegossen ist.
    3. Zünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenkontur des Kunsthar- zes (12) an die Innenkontur des Zündergehäuses (1) angepasst ist.
    HIEZU 2 BLATT ZEICHNUNGEN
AT174399A 1999-10-15 1999-10-15 Zünder für pyrotechnische ladungen AT412127B (de)

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ATA174399A ATA174399A (de) 2004-02-15
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1621413A1 (de) * 2004-07-26 2006-02-01 Daicel Chemical Industries, Ltd. Zünder
CZ306315B6 (cs) * 2008-07-18 2016-11-30 Indet Safety Systems A. S. Univerzální elektrický zážehový systém na bázi chráněné pyrotechnické pilule a způsob jeho výroby

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DE4307774A1 (de) * 1993-03-12 1994-09-15 Dynamit Nobel Ag Anzündeinrichtung

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