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Die Erfindung betrifft einen Behälter für fliessfähige, insbesondere pastös-zähe Massen, beste- hend aus einem Beutel aus flexiblem Werkstoff, z. B. faser- oder gewebeverstärktem Kunststoff, und einem Aufnahmegestell für den Beutel, das eine Bodenplatte und eine mit der Bodenplatte verbundene, den gefüllten Beutel seitlich stützende Wand aufweist, wobei der Beutel unten eine Füll- und eine Entnahmeöffnung für die fliessfähige Masse aufweist, die über Rohrleitungen seitlich aus dem Aufnahmegestell herausgeführt sind, wobei die Füll- und Entnahmeöffnung und die Rohr- leitung gegebenenfalls als eine gemeinsame Öffnung mit einer gemeinsamen Rohrleitung ausge- bildet sind.
Ein Behälter der eingangs genannten Gattung ist aus der älteren Anmeldung 2346/93 (= AT 401 917 B1) bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der eingangs genannten Gattung an- zugeben, dessen Aufnahmegestell so ausgebildet ist, dass mehrere Aufnahmegestelle raumspa- rend gestapelt werden können.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Bodenplatte mit der den Beutel seitlich stützenden Wand im Abstand über dem unteren Rand der Wand verbunden ist und dass an der Aussenseite der Wand wenigstens drei Stützfüsse vorgesehen sind, die über den unteren Rand der Wand nach unten ragen.
Dadurch, dass die Bodenplatte mit der Wand des Aufnahmegestells bei dem erfindungsgemä- #en Behälter im Abstand von dem unteren Rand der Wand verbunden ist und Stützfüsse des Auf- nahmegestells über den unteren Rand der Wand nach unten ragen, können Aufnahmegestelle erfindungsgemässer Behälter, wenn die für die Aufnahme der Masse bestimmten Beutel der Behäl- ter leer sind, raumsparend ineinandergestapelt werden, um beispielsweise zum Erzeuger der fliessfähigen Masse die in den Behältern zu einem Verwender transportiert werden sollen, zurück- zutransportieren. So wird erheblich an Transportvolumen für die leeren Behälter gemäss der Erfin- dung eingespart.
Eine besonders einfache Ausführungsform des erfindungsgemässen Behälters zeichnet sich dadurch aus, dass die Wand in Draufsicht, wie an sich bekannt, kreisrund ist. In diesem Zusam- menhang ist darauf hinzuweisen, dass es aus der US 4 165 024 A für einen Behälter einer anderen als der erfindungsgemässen Gattung an sich bekannt ist, seitlich stützende Wände kreisrund auszubilden.
Wenn gemäss einem Vorschlag der Erfindung die Wand mit der Bodenplatte einstückig ausge- bildet ist, dann lässt sich das Aufnahmegestell für den Beutel des erfindungsgemässen Behälters besonders einfach, beispielsweise auch aus Kunststoff herstellen.
Gemäss einem Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, dass die Wand gestuft oder konisch ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform ist vorteilhaft, dass die Aufnahmegestelle der erfin- dungsgemässen Behälter noch raumsparender gestapelt werden können. Dies, weil der obere Rand der Wand von Aufnahmegestellen in den Raum zwischen den unteren Rand der Wand und den Stützfüssen eines darüber gestapelten Gestells eingreifen kann.
Dies wird noch verbessert, wenn vorgesehen ist, dass die Füsse im Bereich des unteren, durch- messerverjüngten Bereiches der Wand gegenüber dieser einen Abstand aufweisen.
Eine einfache Konstruktion des erfindungsgemässen Behälters bzw. eines Aufnahmegestells ergibt sich, wenn vorgesehen ist, dass die den Beutel seitlich stützende Wand starr ausgebildet ist.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist noch vorgesehen, dass in der Bo- denplatte des Aufnahmegestells im Bereich der Entnahme- und Einfüllöffnung eine Vertiefung vorgesehen ist und dass die Entnahme- und Fülleitung vom tiefsten Punkt der Vertiefung ausgeht.
Diese Vertiefung in der Bodenplatte ist besonders vorteilhaft, da sie nicht nur dafür sorgt, dass Masse zur Entnahmeöffnung des Beutels strömt, sondern weil auch zusätzlich Raum für leere Beutel, die in das Aufnahmegestell hineingepackt werden, geschaffen wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Es zeigt : 1 ein Aufnahmegestell mit Beutel, Fig. 2 ineinandergestapel- te Aufnahmegestelle nach der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 3 ein Aufnahmegestell nach Fig. 2 von unten gesehen und Fig. 4 ineinandergestapelte Aufnahmegestelle nach Fig. 2 in 'Schrägan- sicht.
Der erfindungsgemässe Behälter 1 besitzt ein Aufnahmegestell 2 und einen Beutel 3.
Das in Fig. 1 gezeigte, nicht erfindungsgemäss ausgebildete Aufnahmegestell 2 -besteht aus
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einer palettenartig ausgebildeten Bodenplatte 4 und einer von dieser nach oben abstehenden seitlichen Stützwand 5. die aus drei teleskopartig auseinanderzieh- und ineinanderschiebbaren Wandteilen 6,7 und 8 zusammengesetzt ist. Die Wandteile 6,7 und 8 können eine rechteckige oder quadratische Grundrissform haben. Sie sind bevorzugt kreisrund ausgeführt.
Im Bodenbereich 9 des Beutels 3 ist eine Öffnung 10 vorgesehen, von der eine Leitung 11aus- geht, die zum seitlichen Rand der Bodenplatte 4 geführt ist und dort eine (Schnell-)Kupplung 12 trägt, über die eine weitere Leitung 13 angeschlossen werden kann. Das innere, nach oben in den Beutel 3 greifende Ende der Leitung 11 ist mit dem Bodenbereich 9 des Beutels 3 durch eine Schraubverbindung 40 dicht verbunden. Durch die Leitung 13 wird aus dem Behälter 1 entnomme- ne Masse 17 zu einem Verbraucher, z. B. zu einem Versiegelungsautomaten gefördert.
Beim Füllen des Beutels 3 wird Masse 17 über die Leitung 11und die Öffnung 10 in den Beutel 3 eingefüllt.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform können im Bodenbereich 9 des Beutels 3 eine Füll- öffnung und eine Entnahmeöffnung vorgesehen sein. Dementsprechend sind dann zwei mit Kupp- lungen 12 versehene Leitungen 11 vorgesehen, die zum Rand des Aufnahmegestells 2 geführt sind.
Wenn der Beutel 3 mit Masse 17 gefüllt wird, füllt dieser nach und nach das Aufnahmegestell 2 aus. Die Wand 5 des Aufnahmegestells 2 nimmt entweder durch das Auseinanderfalten des Beu- tels 3, unterstützt durch nicht gezeigte Hebezeuge oder von Hand aus, eine teleskopartig ausei- nandergezogene Stellung ein. Es versteht sich, dass nicht gezeigte Mittel vorgesehen sind, welche die Relatiwerschiebung der Wandteile 6,7 bzw. 7,8 begrenzen, wenn diese die auseinanderge- zogene Stellung eingenommen haben.
Am oberen Ende des Beutels 3 ist eine Entlüftungsöffnung 14 vorgesehen, der ein Rück- schlagventil zugeordnet sein kann, das den Austritt von Gas (Luft) aus dem Inneren des Beutels 3 gestattet, den Eintritt von Gas (Luft) in den Beutel 3 aber verhindert. Im Bereich der Entlüftungsöff- nung 14 ist noch ein Beschlag, z. B. ein Ring 15 befestigt, an den ein Hebezeug 16 angeschlossen werden kann.
Im Beutel 3 enthaltene Luft strömt beim Füllen des Beutels 3 durch die Entlüftungsöffnung 14 ab. Dies kann durch Anschliessen einer Unterdruckleitung unterstützt werden.
In der Bodenplatte 4 des Aufnahmegestells 2 ist eine muldenartige Vertiefung 20 vorgesehen, an deren tiefster Stelle die Öffnung 10 des Beutels 3 liegt.
Wenn Masse 17 zur Gänze aus dem Beutel 3 entnommen worden ist, wird dieser zusammen- gefaltet und in den von den ineinandergeschobenen Wandteilen 6,7, 8 umgrenzten Bereich des Aufnahmegestells 2 hineingelegt, so dass er geschützt wieder zum Erzeuger der fliessfähigen Masse 17 zurücktransportiert werden kann, ohne dass er viel Transportvolumen beansprucht.
In den Fig. 2 bis 4 ist eine erfindungsgemässe, stapelbare Ausführungsform eines Aufnahme- gestells 30 für Beutel 3 gezeigt.
Die seitliche Stützwand 31 des Aufnahmegestells 30 für den mit Masse 17 gefüllten Beutel 3 ist als kreisrunder Zylindermantel ausgebildet. Die Stützwand 31 kann auch eine andere, z. B. mehr- eckige Grundrissform besitzen. Am unteren Rand der Wand 31 ist die Bodenplatte 33 vorgesehen, die vorzugsweise vom Rand, d. h. von der Wand 31 weg zur Mitte hin abfallend ausgebildet ist. Von der Mitte, d. h. dem tiefsten Bereich der Bodenplatte 33 des Aufnahmegestells 30 geht die Leitung 11 aus, die an die Öffnung 10 des Beutels 3 angeschlossen ist.
Von der Bodenplatte 33 ragt ein Schurz 32 nach unten, der eine der Stützwand 31 entspre- chende, beispielsweise eine ebenfalls kreisrunde Grundrissform aufweist. Durch eine Ausnehmung 34 im Schurz 32 ragt die Leitung 11 mit dem an ihm befestigten Teil der (Schnell-)Kupplung 12 nach aussen.
Der Aussendurchmesser des Schurzes 32 ist so bemessen, dass er in den von der Wand 31 umgrenzten Raum eingeschoben werden kann, wenn Aufnahmegestelle 30 mit leeren Beuteln 3, wie in den Fig. 2 und 4 gezeigt, übereinandergestapelt werden. Um das Stapeln durch die nach aussen ragende Leitung 11 nicht zu behindern, ist in der Wand 31 eine nach oben offene Ausspa- rung 35 vorgesehen, die genau über dem äusseren Ende der Leitung 11angeordnet ist.
An der Aussenseite der Wand 31 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel vier Füsse 36 befestigt, die über den unteren Rand 37 des Schurzes 32 überstehen.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die unteren Enden der Füsse 36 von der Aussenfläche des Schur-
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zes 32 Abstand aufweisen, so dass die Wand 31 eines weiteren Aufnahmegestells 30 zwischen dem Schurz 32 und die Füsse 36 eingeschoben werden kann, wenn Aufnahmegestelle 30 gestapelt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leitung 11im Bereich ihres nach oben weisen- den Teiles mit dem Bodenbereich 9 des Beutels 3 verschraubt. Die Leitung 11 ist durch nicht gezeigte Mittel mit der Bodenplatte 33 des Aufnahmegestells 30 verbunden.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt werden:
Ein Behälter 1 für pump- und fliessfähige Massen 17 besteht aus einem sackförmigen Beutel 3 aus flexibler, diffusionsdichter Kunststoffolie, der druckdicht geschlossen ist. Der Beutel 3 kann im Bereich einer oben liegenden Entlüftungsöffnung 14 mit einem Hebezeug 16 verbunden werden.
Vom unteren Ende 9 des Beutels 3 geht von seiner Entnahmeöffnung 10, die gleichzeitig auch die Füllöffnung sein kann, eine Entnahmeleitung 11 aus, an die eine Saugleitung 13 angekuppelt werden kann. Beim Entnehmen von Masse 17 aus dem Beutel 3 wird dieser fortschreitend ange- hoben. Dadurch und unter der Wirkung des im Inneren des Beutels 3 herrschenden, verringerten Druckes nimmt der Beutel 3 eine immer schlanker werdende, birnenförmige Gestalt an. Dadurch sammelt sich die Masse 17 im Bereich der Mündung 10 der Entnahmeleitung 11an und die Masse 17 kann problemlos und ohne Lufteinschlüsse vollständig entnommen werden. Um den Beutel 3, wenn er gefüllt ist, seitlich zu stützen und zu schützen, ist ein Aufnahmegestell 30 vorgesehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter für fliessfähige, insbesondere pastös-zähe Massen, bestehend aus einem Beutel aus flexiblem Werkstoff, z. B. faser- oder gewebeverstärktem Kunststoff, und einem Auf- nahmegestell (30) für den Beutel, das eine Bodenplatte(33) und eine mit der -Grundplatte (33) verbundene, den gefüllten Beutel seitlich stützende Wand (31) aufweist, wobei der
Beutel unten eine Füll- und eine Entnahmeöffnung für die fliessfähige Masse aufweist, die über Rohrleitungen (11) seitlich aus dem Aufnahmegestell (2,30) herausgeführt sind, wobei die Füll- und Entnahmeöffnung und die Rohrleitung (11) gegebenenfalls als eine gemeinsame Öffnung mit einer gemeinsamen Rohrleitung (11 ) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (33) mit der den Beutel seitlich stützenden Wand (31) im Abstand über dem unteren Rand (32)
der Wand (31) verbunden ist und dass an der
Aussenseite der Wand (31) wenigstens drei Stützfüsse (36) vorgesehen sind, die über den unteren Rand (32) der Wand (31 ) nach unten ragen.