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Die Erfindung bezieht sich auf ein Kopfband für Sportler, mit mindestens einer Schicht aus kraftverteilendem Material, insbesondere Kunststoffschaum, welche mit Einschnitten, deren Längserstreckung im Wesentlichen quer zur Längserstreckung des Kopfbandes verläuft, und mit einem elastischen textilen Überzug versehen ist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kopfbandes.
Ein Kopfband wie vorstehend angegeben ist aus der AT 407 822 B bekannt. Dieses Kopfband ist insoweit nachteilig, als es bei intensiver Schweissbildung und Verschmutzung nicht pflegeleicht ist. Die textile Umhüllung muss ferner sehr elastisch sein, wenn sie selbst nicht mit Einschnitten versehen ist. Dies verschlechtert den dauerhaften Sitz des Kopfbandes beim Tragen.
Aus der US 5 305 470 A ist ein Kopfband bekannt, welches aus Frottiermaterial besteht und ausser der Schweissabsorption im Wesentlichen der Kühlung dienen soll. Von der Materialbeschaffenheit her ist ein solches Kopfband nur ungenügend geeignet, gegen Verletzungen zu schützen.
Die US 5 946 734 A beschreibt ein Kopfband für Sportler, dessen Hauptzweck der Schutz des Kopfes vor Verletzungen bei Stürzen ist. Das Bandmaterial ist sehr aufwändig und teuer, da es aus einer inneren Bienenwabenstruktur besteht, deren Zellen teilweise mit einem Fluid gefüllt sind. Das Bandmaterial ist aussen und innen mit einer Gelauskleidung belegt, auf welche innen eine pflegeempfindliche Frottierabdeckung und aussen eine Stoffabdeckung vorgesehen ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Kopfband zu schaffen, welches die dem Stand der Technik angehörenden Nachteile nicht aufweist und insbesondere auch bei starkem Schwitzen pflegeleicht und hygienisch ist sowie dauerhafte Elastizität aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einem Kopfband der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der textile Überzug lediglich an der Aussenseite der mindestens einen Schicht vorgesehen und im Thermoverfahren aufgepresst sowie der Verbund aus der wenigstens einen Schicht und dem textilen Überzug mit den Einschnitten durch Stanzen versehen ist.
Ein solches Kopfband ist einfach im Aufbau und leicht herzustellen. Aufgrund des Umstandes, dass der textile Überzug lediglich, an der Aussenseite der mindestens einen Schicht vorgesehen ist, ist das Kopfband pflegeleicht. Da die sich innen befindende Schicht aus kraftverteilendem Material keinen textilen Überzug aufweist, kann der aufgesaugte Schweiss leicht abgewaschen werden. In wenigen Minuten ist das Kopfband trocken, sauber und wieder aufsetzbar bzw. verwendbar. Es bleibt auch dauerhaft elastisch, weil der Verbund aus der wenigstens einen Schicht und dem textilen Überzug mit den Einschnitten durch Stanzen versehen ist.
Besonders vorteilhaft für eine hygienische Pflege ist es, wenn die Kunststoffschaum-Schicht aus Schweiss aufnehmendem Polyurethanschaum besteht.
Wenn gemäss einem weiterbildenden Erfindungsmerkmal auf der Schicht aus kraftverteilendem Material eine weitere Schicht angeordnet ist, die aus Energie aufnehmendem Polyurethanschaum besteht, wird nicht nur die Stossabsorption verbessert, sondern es erfolgt durch das Aufpressen des äusseren textilen Überzuges auch zugleich eine Verdichtung des Polyethylenschaumes, so dass eine noch bessere Kraftverteilung erzielt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des vorliegenden Kopfbandes zeichnet sich auf einfache Weise dadurch aus, dass zuerst Schichten aus Polyethylenschaum und Polyurethanschaum sowie ein äusserer textiler Überzug miteinander verklebt werden und dann ein thermisches Pressen und Stanzen erfolgt. Bei dem Stanzvorgang werden die Ränder der Stanzschnitte thermisch verpresst, wodurch ein Ausfransen des Textilteiles verhindert wird. Ein auf diese Weise hergestelltes Kopfband öffnet bei Dehnung die Schlitze, ohne dass diese einreissen, und Luft kann an die Kopfhaut gelangen.
Auf diese Weise ergibt sich ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zur Herstellung eines Kopfbandes für Sportler, das einerseits Schweiss aufsaugt, allfällige Stürze abdämpft und schliesslich an der Aussenseite optisch ansprechend gestaltet ist.
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dungsgemässes Kopfband ; Fig. 2 eine Seitenansicht dieses Kopfbandes ; Fig. 3 einen Schnitt durch das Kopfband gemäss der Linie 111-111 in Fig. 1 ; Fig. 4 eine Ansicht eines Teils eines Kopfbandes in nicht-gestrecktem Zustand ; und Fig. 5 dieses Teil in gestrecktem Zustand.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Kopfband 1 dargestellt, das aus einem Streifen besteht, dessen Enden 2 miteinander verbunden sind, so dass ein Ring entsteht. Ein seitlicher Bereich 3 des Kopf-
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bandes 1, weicher bei bestimmungsgemässem Gebrauch des Kopfbandes 1 an dem Hinterkopf anliegt, ist verbreitert bzw. erhöht, weil erfahrungsgemäss dort am ehesten Kopfverletzungen entstehen können.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist das Kopfband 1 eine Schicht 4 aus Polyethylenschaum und eine damit verbundene innere Schicht 5 aus Polyurethanschaum auf. Auf der Schicht 4 aus Polyethylenschaum ist ein textiler Überzug 6 im Thermoverfahren aufgepresst.
Aus den Fig. 4 und 5 ergibt sich, dass die beiden Schichten 4 und 5 mit in Abständen angebrachten Einschnitten 7 versehen sind, wobei die Längserstreckung dieser Einschnitte 7 im Wesentlichen quer zur Längserstreckung des Kopfbandes 1 verläuft. Die Einschnitte 7 werden zweckmässig durch Stanzen angebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kopfband (1) für Sportler, mit mindestens einer Schicht (4,5) aus kraftverteilendem Mate- rial, insbesondere Kunststoffschaum, welche mit Einschnitten (7), deren Längserstreckung im Wesentlichen quer zur Längserstreckung des Kopfbandes (1) verläuft, und mit einem elastischen textilen Überzug (6) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Überzug (6) lediglich an der Aussenseite der mindestens einen Schicht (4,5) vorgesehen und im Thermoverfahren aufgepresst sowie der Verbund aus der mindestens einen
Schicht (4,5) und dem textilen Überzug (6) mit den Einschnitten (7) durch Stanzen verse- hen ist.