AT411244B - Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines glaswollebahnmaterials - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Glaswollebahnmaterials, gemäss welchem die Glaswolle zu einer Bahn vorbestimmter Dicke geformt, diese abgelängt sowie zu einer Rolle aufgewickelt und gegebenenfalls verpackt wird, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung und Verpackung von Glaswollebahnen sind hin- langlich bekannt ZB wird gemäss der GB 1 414 596 A die hergestellte Bahn in Längsrichtung in zwei Lagen geschnitten, die getrennt aufgewickelt werden ; der US 2 684 107 A wird die Bahn dagegen zunächst komprimiert und danach zick-zack-gefaltet. Jede Anlage zur Herstellung von Glaswollebahnmaterialien ist für eine bestimmte Produktions- kapazität ausgelegt, welcher bei gleichbleibender Bahnbreite eine optimale Dicke der Bahn ent- spricht. Soll eine Bahn mit geringerer als der optimalen Dicke hergestellt werden, muss zur Ausnut- zung der Produktionskapazität die Liniengeschwindigkeit, gesteigert werden. Diese ist aber nach oben begrenzt, da bei zu hoher Geschwindigkeit die Glasfaserverteilung in der hergestellten Bahn ungleich wird. Sollen daher dünnere als optimal dicke Bahnen hergestellt werden, kann bei beste- hender Anlage in der Regel die Produktionskapazität nicht ausgenützt werden, was technisch und wirtschaftlich von Nachteil ist. Ziel der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung, gemäss welchen beliebige Dicken von Glaswollebahnmaterialien bei stets optimalen Produktionsbedingungen gefertigt werden können. Dieses Ziel wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Bahn vor dem Ablängen unter Bildung von wenigstens zwei Lagen mit vorzugs- weiser gleicher Dicke in Längsrichtung durchschnitten und im durchschnittenen Zustand aufge- wickelt wird. Dadurch, dass die Glaswollebahn zunächst in einer optimalen Dicke produziert und erst da- nach in zwei oder mehrere Lagen durchschnitten wird, kann die Produktionskapazität jeweils ausgenützt werden. Da im Zuge des Aufwickelns (und eventuell gleichzeitigen) Verpackens der von der endlosen Bahn abgeschnittenen Stücke eine Komprimierung der Bahndicke erfolgt, wer- den die an sich getrennten Lagen soweit zusammengedrückt, dass sie ähnlich einer Klettverbin- dung aneinander haften. Dies hat den Vorteil, dass die Glasfaserbahnstücke entweder in voller Dicke oder in Teildicken, d. h. in Form einzelner Lagen, zum Einsatz kommen können. Im letztge- nannten Fall können die einzelnen Lagen (zwei oder mehrere, mit jeweils gleicher Dicke oder mit ungleichen Dicken) in einfacher Weise durch Abziehen voneinander getrennt werden. Um eine sichere Haftung der einzelnen Lagen zu gewährleisten, ist es zweckmässig, wenn die Bahn vor dem Aufwickeln kompnmiert wird. Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens eignet sich eine Vorrichtung, bestehend aus einer Bahnherstellungsanlage, welcher in Durchlaufrichtung der Bahn wenigstens ein Härte- ofen, eine Ablängeinrichtung sowie eine Wickel- und gegebenenfalls Verpackungseinrichtung nachgereiht sind. Bei dieser ist im Einklang mit der Erfindung zwischen dem Härteofen und der Ablängeinrichtung eine die Bahn durchsetzende Schneideinrichtung vorgesehen. Die Bauweise der Schneideinrichtung kann herkömmlich sein - am einfachsten ist eine Bandsäge. Das verfahrensmässig vorgeschlagene Kompnmieren kann im Einklang mit der Erfindung durch eine Vorrichtung erfolgen, bei der vor der Wickel- und gegebenenfalls Verpackungseinrichtung eine Komprimiereinrichtung angeordnet ist. Komprimiereinrichtungen als solches sind in unterschiedli- chen Bauweisen bekannt. Im einfachsten Fall reicht ein sich verengender Spalt aus, der zwischen zwei endlosen Transportbändern gebildet wird, wobei die Glaswollebahn bzw. das von dieser abgelängte Stück auf einem der Bänder aufliegt. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung prinzipiell veranschaulichten Ausführungsbeispieles der Vorrichtung näher erläutert. In der Zeichnung ist der für das Verständnis der Erfindung massgebende Teil der Vorrichtung in Schrägansicht dargestellt. An die (nicht darge- stellte) Bahnherstellungsanlage ist ein Härteofen 1 angeschlossen. Diesem ist eine Besäumungs- einrichtung 2, eine die Bahn durchsetzende Schneideinrichtung 3, eine Ablängeinrichtung 4, eine Komprimiereinrichtung 5 sowie eine Wickel- und Verpackungseinrichtung 6 nachgereiht. Eine aus dem Härteofen 1 endlos austretende Glaswollebahn 7 vorbestimmter Dicke wird durch die Besäu- mungseinrichtung 2 seitlich beschnitten und anschliessend durch die Schneideinrichtung 3 bei- spielsweise in zwei Lagen 7a, 7b mit gleicher Dicke getrennt. Die Anzahl der durchgeschnittenen Lagen sowie deren Dicken können jedoch je nach Bedarf gewählt werden. Die in Lagen 7a, 7b <Desc/Clms Page number 2> zerschnittene Bahn 7 wird sodann in der Ablängeinrichtung 4 auf eine vorgegebene Länge ge- schnitten. Danach werden die abgelängten Stücke der aufeinander befindlichen Lagen 7a, 7b in die Kompnmiereinrichtung 5 geschoben, in der die Gesamtdicke der Lagen 7a, 7b verringert wird und eine intensive Verflechtung bzw. quasi Verfilzung der aufeinander treffenden Grenzflächen der durchschnittenen Lagen 7a, 7b erfolgt. Anschliessend wird das abgetrennte Bahnstück in der Wickel- und Verpackungseinrichtung 6 aufgewickelt und gleichzeitig verpackt. Die Komprimierein- richtung 5 kann auch weggelassen werden, da durch den Wickelvorgang alleine eine Komprimie- rung der Lagen 7a, 7b und damit eine ausreichende Haftverbindung ihrer beider Grenzflächen erfolgt. Die getrennten, aber aneinander lösbar haftenden Lagen 7a, 7b können am Ort ihrer Verwen- dung (d. i. in der Regel zu Dämmzwecken) entweder gemeinsam oder nach Abziehen voneinander separat eingesetzt werden. Das erfindungsgemässe Verfahren und die hiefür geeignete Vorrichtung gewährleisten somit nicht nur eine produktivere Herstellung von Glaswollebahnen, sondern auch eine bessere Variabilität ihrer Verwendung. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines Glaswollebahnmaterials, gemäss welchem die Glaswolle zu einer Bahn vorbestimmter Dicke geformt, diese abgelängt sowie zu einer Rolle aufge- wickelt und gegebenenfalls verpackt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (7) vor dem Ablängen unter Bildung von wenigstens zwei Lagen (7a, 7b) mit vorzugsweiser glei- cher Dicke in Längsrichtung durchschnitten und im durchschnittenen Zustand aufgewickelt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn vor dem Aufwickeln komprimiert wird.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer Bahnherstellungsanlage, welcher in Durchlaufrichtung der Bahn wenigstens ein Härteofen, eine Ablängeinrichtung sowie eine Wickel- und gegebenenfalls Verpackungseinrichtung nachgereiht sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Härteofen (1) und der Ablängeinrichtung (4) eine die Bahn (7) durchsetzende Schneideinrichtung (3) vorgesehen ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 3 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Wickel- und gegebenenfalls Verpackungseinrichtung (6) eine Komprimiereinrichtung (5) angeordnet ist.HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| AT0007202A AT411244B (de) | 2002-01-17 | 2002-01-17 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines glaswollebahnmaterials |
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- 2002-01-17 AT AT0007202A patent/AT411244B/de not_active IP Right Cessation
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- 2003-01-17 WO PCT/AT2003/000017 patent/WO2003060213A2/de not_active Ceased
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