AT410699B - Arbeitsverfahren einer brennkraftmaschine und brennkraftmaschine - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Arbeitsverfahren einer Brennkraftmaschine mit mindestens jeweils einem zueinander bewegbaren und zusammenwirkenden Kolben und Zylinder, wobei vorzugswei- se der Kolben eine Kurbelwelle durch Kraftübertragungsmittel antreibt und dabei der Kolben im Zylinder in laufender Folge eine untere und eine obere Totpunktlage unter Bildung eines grössten und eines kleinsten Zylinderinnenraumes einnimmt und der Zylinderraum, zum Beispiel durch gesteuerte Ventile, zeitweise verschliessbar ist, wobei eine rekuperative Erwärmung eines in den Zylinderraum eingebrachten gasförmigen Mediums und nach einer Verbrennung eines Arbeitsflui- des vom Abgas eine Rekuperatorerwärmung erfolgt. Weiters umfasst die Erfindung eine Brennkraftmaschine mit einer Druckerhöhungseinrichtung in der Gaszuführung mit mindestens jeweils einem zueinander bewegbaren und zusammenwirken- den Kolben und Zylinder, wobei eine Kurbelwelle durch Kraftübertragungsmittel, vorzuweise von Kolben, antreibbar ist und dabei der Kolben in laufender Folge eine untere und eine obere Tot- punktlage unter Bildung eines grossen und eines kleinsten Zylinderinnenraumes einnimmt und der einen bewegbaren Rekuperator, welcher von dem zugeführten Gas und dem Verbrennungsgas durchströmbar ist, aufweisenden Zylinderinnenraum, zum Beispiel durch gesteuerte Ventile, zeit- weise gegenüber einer Gaszuführungs- und einer Abgasaustragseinrichtung verschliessbar ist und gegebenenfalls Einleit- und/oder Zündmittel für ein Arbeitsfluid bzw. Kraftstoffgemisch aufweist. Das Arbeitsverfahren von bekannten Brennkraftmaschinen mit in einem Zylinder bewegten Kolben umfasst im wesentlichen einen Ladetakt mit einem Einbringen von Luft oder einem brennba- ren Gasgemisch in den Zylinderinnenraum sowie einer Komprimierung derselben durch den in die obere Totpunktlage bewegten Kolben, wonach in einem Arbeitstakt eine Verbrennung von Arbeits- fluid unter Temperatur- und Druckerhöhung und dadurch ein Verschieben des Kolbens in die untere Totpunktlage erfolgen, worauf in einem Ausstosstakt die verbrannten Gase bzw. Abgase aus dem Zylinderinnenraum ausgebracht werden. Der Ablauf der Gaszuführung, der Kompression und des Abgasaustrages wird durch bewegbare Verschliessmittel, insbesondere Ventile, im Bereich des sogenannten Zylinderkopfes in Abhängigkeit von der Kurbelwellendrehung gesteuert. Diese zu- meist als Viertaktverfahren bezeichnete Arbeitsweise kann durch ein Eindrücken von Luft oder brennbarem Gasgemisch in den Zylinderinnenraum, zum Beispiel mittels Turboladers oder Kom- pressors, zu höheren spezifischen Leistungen gebracht werden, weil dabei, insbesondere bei hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine, die Füllung der Zylinder mit brennbarem Medium vergrösserbar ist. Beim sogenannten Zweitaktverfahren wird durch den Kolben selbst im Bereich der unteren Totpunktlage ein Zuführungs- und ein Abgaskanal in der Zylinderwand freigegeben, so dass ein Gastransport durch den Zylinderinnenraum, ein sogenanntes Ausspülen von Abgas mit einem Frischgaseintrag erfolgen kann (CH-282 830). Nach dem Eintrag von Frischgas oder Gasgemisch, welcher durch eine Druckerhöhung in diesem bewirkt wird, wird der Kolben bei Kompression des Frischgases zur oberen Totpunktlage hinbewegt, in welchem Bereich eine Verbrennung von Arbeitsfluid ausgelöst wird. Eine Druckerhöhung des Frischgases bzw. Gasgemisches erfolgt durch eine Verdrängungswirkung des Kolbens selbst und/oder durch ein Druckerhöhungsmittel. Es sind Brennkraftmaschinen bekannt geworden, welche zur Erhöhung des Wirkungsgrades Wärmetauscher aufweisen, welche Wärmetauscher bzw. Rekuperatoren im Wesentlichen festste- hend mit Gas durchströmbar (CH 282 830, GB 2 033 961, FR 2 587 063, DE 20 35 605) oder beweglich im Zylinderraum (US 4 928 658, US 4 790 284) angeordnet sein können. Auch wurden Kompressor-Turbinen - Konzeptionen mit aussenliegenden Regeneratoren vorgeschlagen (W081/02912). Alle bekannten Arbeitsverfahren von Brennkraftmaschinen haben jedoch die Nachteile gemein- sam, dass einerseits keine adiabatische oder isentrope Ausdehnung des Verbrennungsgases auf im wesentlichen den Umgebungsdruck ablaufen gelassen wird bzw. werden kann, und anderer- seits eine isochore Abfuhr der dem Verbrennungsgas innewohnende Wärme bei Austrag dessel- ben aus dem Zylinderinnenraum erfolgt und somit die Nutzung der Energie des Arbeitsfluid bzw. Brenngases gering ist. Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen und setzt sich zum Ziel, ein Arbeitsverfahren einer Brennkraftmaschine zu erstellen, mit welchem die Energienutzung des Arbeitsfluids bei der Verbrennung wesentlich zu erhöhen ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Brennkraftmaschine zu schaffen, mit welcher ein wesentlich verbesserter Wirkungsgrad erreicht <Desc/Clms Page number 2> wird. Dieses Ziel wird bei einem gattungsgemässen Verfahren dadurch erreicht, dass in einem Lade- vorgang in den im Bereich der oberen Totpunktlage des Kolbens gebildeten Zylinderinnenraum bei Offenstellung mindestens eines Einlass-Verschliessmitttels komprimiertes gasförmiges Medium eingebracht, der Zylinderinnenraum verschlossen und das komprimierte gasförmige Medium rekuperativ isochor erwärmt wird, worauf in einem Arbeitstakt in dem im Zylinderraum eingeschlos- senen gasförmigen, auf erhöhte Temperatur gebrachten Medium eine Verbrennung eines in dieses eingebrachten Arbeitsfluids unter Temperatur- und Druckerhöhung ablaufen gelassen und der Kolben unter Temperatur- und Druckerniedrigung des verbrannten Mediums zur unteren Totpunkt- lage gedrückt wird, wonach in einem Ausstosstakt mindestens ein Auslass-Verschliessmittel geöffnet, das Verbrennungs- bzw. Abgas unter rekuperativem Entzug von Wärmeenergie durch den zur oberen Totpunktlage bewegten Kolben aus dem Zylinderraum ausgefördert wird. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass einerseits ein Ent- spannen des Verbrennungsgases bis auf etwa den Umgebungsdruck, wodurch eine Verbesserung der Energienutzung erreichbar ist, ermöglicht ist. Die in dem Verbrennungsgas verbleibende Wär- me bzw. Energie wird erfindungsgemäss andererseits weiters durch eine Wärmeabgabe in einen Rekuperator erniedrigt, so dass das Abgas auf ein wesentlich geringeres Energieniveau gebracht werden kann und somit die Energiebilanz des Prozesses durch Einbringen von im Rekuperator gespeicherter Energie in das Frischgas wesentlich verbessert ist. Dadurch wird erreicht, dass die für den Prozess nicht nutzbare Restenergie im letztlich ausgetragenen Abgas wesentlich verringert ist und dass das Arbeitsverfahren bezogen auf die eingesetzte oder eingebrachte Energie mittels des Arbeitsfluids oder Gasgemisches einen wesentlich erhöhten Wirkungsgrad aufweist. Von besonderem Vorteil ist dabei, wenn im Arbeitstakt die Druckerniedrigung bei Erreichen der unteren Totpunktlage des Kolbens auf im wesentlichen den Umgebungsdruck vorgesehen wird. Bei einer Verwendung von Diesel,- Otto- oder dergleichen Kraftstoffen kann es als günstig er- achtet werden, wenn beim Ladevorgang sauerstoffhaltiges, gasförmiges Medium bzw. sauerstoff- haltiges Gas, insbesondere Verbrennungsluft, in den Zylinderraum eingedrückt und dabei bzw. darinnen rekuperativ erwärmt wird, worauf im Arbeitstakt in den Zylinderraum Arbeitsfluid bzw. Kraftstoff eingeführt und vorzugsweise durch Selbstzündung oder gegebenenfalls Fremdzündung zur Verbrennung gebracht wird. Durch eine Einstellung des Eintragsdruckes für das Gas und der Menge des eingeführten Arbeitsfluids können die Voraussetzungen für eine Verbrennung dessel- ben und die Energienutzung optimiert werden. Wenn, wie weiters in günstiger Weise vorgesehen werden kann, im Ladevorgang brennbares gasförmiges Medium, insbesondere ein Benzin- oder dergleichen und/oder Gas-Luft-Gemisch, in den Zylinderraum eingedrückt und darinnen erwärmt wird, worauf im Arbeitstakt dieses Brenngas durch Fremdzündung oder Selbstzündung zur Verbrennung gebracht wird, ist eine Verwendung von Kraftstoffen für zum Beispiel Otto, - Diesel - oder Gasmotoren mit erfindungsgemäss wesentlich verbesserten Wirkungsgraden möglich. Bei dem Arbeitsverfahren entsprechend der Erfindung ist es ablaufmässig aber auch hinsichtlich einer Verbesserung des Wirkungsgrades von besonderer Bedeutung, dass das für den Ladevor- gang vorgesehene gasförmige Medium isotherm verdichtet bzw. komprimiert, in den Zylinderinnen- raum eingebracht und darin isochor erwärmt wird, wonach beim Arbeitstakt durch die Verbrennung eine weitere isochore, gegebenenfalls isochore und/oder isobare Temperaturerhöhung mit an- schliessender, durch die Kolbenbewegung bewirkter, isentroper Ausdehung des Verbrennungs- gases erfolgen und beim Ausfördern desselben aus dem Zylinderinnenraum während des Ausstoss- taktes die fühlbare Wärme dem Abgas zumindest teilweise isobar entzogen wird. Nur bei einer Einhaltung dieser Taktfolge bzw. Schrittfolge kann ein gewünscht hoher thermischer Wirkungsgrad bei der Verbrennung des Arbeitsfluids oder Gases erreicht werden. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Erwärmung des gasförmigen Mediums vor dem Arbeitstakt rekuperativ mittels der beim Ausbringen der Verbrennungsgase in einem Speichermittel im wesentlichen über den Querschnitt gleichmässig verteilt gespeicherten Wärmeenergie durchge- führt wird. Besonders vorteilhaft dabei ist, wenn die rekuperative Erwärmung des gasförmigen Mediums im Zylinderinnenraum durchgeführt wird. Eine Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art ist gemäss der Aufgabe der Erfindung <Desc/Clms Page number 3> dadurch bestimmt, dass im Bereich der Druckerhöhungseinrichtung oder zwischen dieser und dem Einlassverschliessmittel in der Gaszuführungseinrichtung ein, vorzugsweise mittels einer Regelein- richtung nutzbarer Druckspeicher für das gasförmige Medium angeordnet ist und dass dieser Druckspeicher gegebenenfalls unabhängig vom Betrieb der Brennkraftmaschine durch einen Fremdantrieb über mechanische Kuppelmittel zur Druckerhöhungseinrichtung durch diese auflad- bar ist und die Brennkraftmaschine einen im Zylinderraum bewegbar, insbesondere in Zylinderax- richtung verschiebbar, angeordneten Rekuperator aufweist, welcher nur in der oberen und unteren Totpunktlage vom Kolben bewegbar und von dem zugeführten Gas und dem Verbrennungsgas bzw. Abgas abwechselnd durchströmbar ist. Dabei ist es besonders günstig, wenn der Rekuperator im Zylinderinnenraum im wesentlichen querschnittsfüllend, angeordnet ist. Es kann dabei von Vorteil sein, wenn die bewegbare Rekuperatorhalterung und/oder ein Reku- peratorteil zusätzlich als Ein- und/oder Auslassverschliessmittel ausgebildet ist. Um sowohl eine hohe Effizienz als auch eine hohe Haltbarkeit zu erreichen, kann es günstig sein, wenn der Rekuperator aus Metall und/oder Keramik gebildet ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn der Rekuperator eine katalytische Beschichtung trägt. Damit wird einerseits, wie an sich bekannt, der Anteil an Kohlenmonoxid im Abgas vermindert, anderer- seits jedoch die bei der Katalyse gebildete Wärmeenergie für eine Erwärmung des in den Zylinder- innenraum eingebrachten gasförmigen Mediums nutzbar gemacht und der thermische Wirkungs- grad der Brennkraftmaschine verbessert. Für eine im wesentlichen unmittelbare Steuerung der Beaufschlagung der Brennkraftmaschine, aber auch im Hinblick auf eine möglichst funktionell günstige Ausbildung derselben, kann es von Vorteil sein, wenn eine Druckerhöhungseinrichtung im Zuführungsbereich für das gasförmige Medium angeordnet ist. Dabei ist es insbesondere für einen Gleichlastbetrieb vorteilhaft, wenn die Druckerhöhungseinrichtung mittels einer Wirkverbindung zur Kurbelwelle oder zum Arbeitskolben durch diese antreibbar ist. Im Hinblick auf den Gesamtwirkungsgrad kann es jedoch auch günstig sein, wenn die Druckerhöhungseinrichtung zumindest teilweise durch Fremdenergie antreibbar ist. Dabei ist es auch zum Beispiel bei einem Fahrzeug möglich, die Fremdenergie aus dem Bremspro- zess zu gewinnen. Von besonderem Vorteil ist dabei, wenn im Bereich der Druckerhöhungseinrichtung oder zwi- schen dieser und dem Einlassverschliessmittel in der Gaszuführungseinrichtung ein vorzugsweise mittels einer Regeleinrichtung nutzbarer Druckspeicher für das gasförmige Medium angeordnet ist und dieser Druckspeicher gegebenenfalls unabhängig vom Betrieb der Brennkraftmaschine durch einen Fremdantrieb über mechanische Kuppelmittel zur Druckerhöhungseinrichtung durch diese aufladbar ist. im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 schematisch den Aufbau einer erfindungsgemässen Einrichtung Fig. 2 bis Fig. 7 den Ablauf des erfindungsgemässen Verfahrens in den wesentlichen Schritten. In Fig. 1 ist ein Zylinder 1, in welchem ein Kolben 2 bewegbar ist, dargestellt, wobei der Kolben 2 mit einer Kurbelwelle 8 in Wirkverbindung steht. Verbrennungsluft V oder brennbares Gasge- misch ist einer Druckerhöhungseinrichtung 5 zuleitbar, von weicher dieses Medium einer Regelein- richtung 6 mit vorzugsweise einem angeschlossenen Druckspeicher 7 bereitgestellt wird. Durch diese Druckerhöhungseinrichtung 5, weiche mittels jeweils einer Kupplung 81,91 mit der Kurbel- welle 8 oder einem Fremdantrieb 9 verbindbar ausgeführt ist und/oder dem Druckspeicher 7, erfolgt über die Regelvorrichtung 6 eine Bereitstellung von gasförmigem Medium M in einer Gaszu- führungseinrichtung 11zum Zylinder 1. Im Zylinder 1 ist im Bereich vom Zylinderkopf im wesentli- chen querschnittsfüllend ein Rekuperator 3 angeordnet. Verbrennungs- oder Abgas A kann durch eine Abgasaustragseinrichtung 13 aus dem Zylinderinnenraum ausgebracht werden. In Fig. 2 ist ein Ladevorgang einer erfindungsgemässen Brennkraftmaschine schematisch dar- gestellt, wobei ein isotherm verdichtetes gasförmiges Medium M durch eine Gaszuführungseinrich- tung 11 in den Innenraum eines Zylinders 1 bei Offenstellung eines Einlassverschliessmittels 12 eingebracht wird. Ein Rekuperator 3 mit erhöhter Temperatur befindet sich dabei angenähert an einen Kolben 2, welcher sich unter Freigabe eines oberen Zylinderinnenraumes im Bereich seiner oberen Totpunktlage befindet. <Desc/Clms Page number 4> Nach einem in Fig. 3 dargestellten Schliessen des Einlassverschliessmittels 12 erfolgt ein Verbringen des Rekuperators 3 in den oberen Zylinderinnenraum mittels einer Verschiebeeinrich- tung 31, wobei das gasförmige Medium den Rekuperator 3 durchströmt und dabei isochor erwärmt wird. In Fig. 4 ist die Situation bei einer Verbrennung eines Arbeitsfluid oder Kraftstoffgemisches dar- gestellt, bei welcher die Verbrennung so von einem Zünd- oder Einbring- Mittel im Bereich E des Zylinders 1 ausgehend den Kolben 2 in Pfeilrichtung in eine untere Totpunktlage drückt. Bei Erreichen der unteren Totpunktlage U des Kolbens 2, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist, kann nach einer isentropen Ausdehnung des Verbrennungsgases dieses im wesentlichen den Umge- bungsdruck angenommen haben. In weiterer Folge des erfindungsgemässen Arbeitsverfahrens wird, wie in Fig. 6 dargestellt, der Rekuperator 3 in Richtung zur unteren Totpunktlage U verscho- ben sowie ein Auslassverschliessmittel 14 offen gestellt und eine Verbindung zu einer Abgasaus- tragseinrichtung 13 geschaffen. Durch eine darauffolgende Bewegung des Kolbens 2 in Pfeilrich- tung zur oberen Totpunktlage hin erfolgt ein Fördern von Abgas A durch den Rekuperator 3, wobei sich bei Abkühlung des Abgases A dieser erwärmt. In der oberen Totpunktlage des Kolbens 2 im Zylinder 1 erfolgt, wie in Fig.7 dargestellt ist, ein Schliessen des Auslassverschliessmittels 14, wo- nach die Brennkraftmaschine für einen weiteren Ladevorgang eingerichtet ist. Weil nun vor einem Ausfördern in eine Abgaseinrichtung 13 das Abgas A mittels eines Rekupe- rators 3 gekühlt wird, ist eine thermische Belastung von Zylinderkopf und Auslassverschliessmittel 14 verringert. Es kann sogar eine Isolation zumindest von Teilen des Zylinders 1 zur Verbesserung des Wirkungsgrades der Brennkraftmaschine vorgesehen sein. PATENTANSPRÜCHE: 1. Arbeitsverfahren einer Brennkraftmaschine mit mindestens jeweils einem zueinander be- wegbaren und zusammenwirkenden Kolben und Zylinder, wobei vorzugsweise der Kolben eine Kurbelwelle durch Kraftübertragungsmittel antreibt und dabei der Kolben im Zylinder in laufender Folge eine untere und eine obere Totpunktlage unter Bildung eines grössten und eines kleinsten Zylinderinnenraumes einnimmt und der Zylinderraum, zum Beispiel durch gesteuerte Ventile, zeitweise verschliessbar ist, wobei eine rekuperative Erwärmung eines in den Zylinderraum eingebrachten gasförmigen Mediums und nach einer Verbren- nung eines Arbeitsfluids vom Abgas eine Rekuperatorerwärmung erfolgt, dadurch ge- kennzeichnet, dass in einem Ladevorgang in den im Bereich der oberen Totpunktlage des Kolbens gebildeten Zylinderinnenraumes bei Offenstellung mindestens eines Einlass- Verschliessmittels komprimiertes, gasförmiges Medium eingebracht, der Zylinderinnenraum verschlossen und das komprimierte gasförmige Medium rekuperativ isochor erwärmt wird, worauf in einem Arbeitstakt in dem im Zylinderraum eingeschlossenen gasförmigen, auf erhöhte Temperatur gebrachten Medium eine Verbrennung eines in dieses eingebrachten Arbeitsfluids unter Temperatur- und Druckerhöhung ablaufen gelassen und der Kolben unter Temperatur- und Druckerniedrigung des verbrannten Mediums zur unteren Totpunkt- lage gedrückt wird, wonach in einem Ausstossakt mindestens ein Auslass-Verschliessmittel geöffnet, das Verbrennungs- bzw. Abgas unter rekuperativem Entzug von Wärmeenergie durch den zur oberen Totpunktlage bewegten Kolben aus dem Zylinderraum ausgefördert wird.
Claims (1)
- 2. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Arbeitstakt die Druckerniedrigung bei Erreichen der unteren Totpunktlage des Kolbens auf im wesentli- chen den Umgebungsdruck vorgesehen wird.3. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ladevor- gang sauerstoffhaltiges, gasförmiges Medium bzw. sauerstoffhaltiges Gas, insbesondere Verbrennungsgas, in den Zylinderraum eingdrückt und darinnen erwärmt wird, worauf im Arbeitstakt in den Zylinderraum Arbeitsfluid bzw. Kraftstoff eingeführt und vorzugsweise durch Selbstzündung oder gegebenenfalls durch Fremdzündung zur Verbrennung ge- bracht wird.4. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ladevorgang <Desc/Clms Page number 5> brennbares gasförmiges Medium, insbesondere ein Benzin- oder dergleichen Gas-Luft- Gemisch, in den Zylinderinnenraum eingedrückt, darinnen erwärmt wird, worauf im Arbeitstakt dieses Brenngas durch Fremdzündung oder Selbstzündung zur Verbrennung gebracht wird.5. Arbeitsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das für den Ladevorgang vorgesehene gasförmige Medium isotherm verdichtet bzw. kompri- miert, in den Zylinderinnenraum eingebracht und darin isochor erwärmt wird, wonach beim Arbeitstakt durch die Verbrennung eine weitere isochore, gegebenenfalls isochore und/oder isobare Temperaturerhöhung mit anschliessender, durch die Kolbenbewegung bewirkter, isentroper Ausdehnung des Verbrennungsgases erfolgen und beim Ausfördern desselben aus dem Zylinderinnenraum während des Ausstossaktes die fühlbare Wärme dem Abgas zumindest teilweise isobar entzogen wird.6. Arbeitsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung des gasförmigen Mediums beim Ladevorgang rekuperativ mittels der beim Ausbringen der Verbrennungsgase in einem Speichermittel im wesentlichen über den Querschnitt gleichmässig verteilt gespeicherten Wärmeenergie durchgeführt wird.7. Arbeitsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die rekuperative Erwärmung des gasförmigen Mediums im Zylinderraum durchgeführt wird.8. Brennkraftmaschine mit einer Druckerhöhungseinrichtung (5) in der Gaszuführung (11) mit mindestens jeweils einem zueinander bewegbaren und zusammenwirkenden Kolben (2) und Zylinder (1), wobei eine Kurbelwelle (8) durch Kraftübertragungsmittel, vorzugsweise von Kolben, antreibbar ist und dabei der Kolben in laufender Folge eine untere und eine obere Totpunktlage unter Bildung eines grössten und eines kleinsten Zylinderinnenraumes einnimmt und der einen bewegbaren Rekuperator, welcher von dem zugeführten Gas und dem Verbrennungsgas durchströmbar ist, aufweisenden Zylinderinnenraum, zum Beispiel durch gesteuerte Ventile, zeitweise gegenüber einer Gaszuführungs- und einer Abgasaus- tragseinrichtung (11,13) verschliessbar ist und gegebenenfalls Einleit- und/oder Zündmittel (E) für ein Arbeitsfluid bzw.Kraftstoffgemisch aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Druckerhöhungseinrichtung (5) oder zwischen dieser und dem Einlassver- schliessmittel (12) in der Gaszuführungseinrichtung (11) ein, vorzugsweise mittels einer Regeleinrichtung (6) nutzbarer, Druckspeicher (7) für das gasförmige Medium (M) ange- ordnet ist und dass dieser Druckspeicher (7) gegebenenfalls unabhängig vom Betrieb der Brennkraftmaschine durch einen Fremdantrieb (9) über mechanische Kuppelmittel (91) zur Druckerhöhungseinrichtung (5) durch diese aufladbar ist und die Brennkraftmaschine einen im Zylinderraum bewegbar, insbesondere in Zylinderaxrichtung verschiebbar, ange- ordneten Rekuperator (3) aufweist, welcher nur in der oberen und unteren Totpunktlage vom Kolben bewegbar und von dem zugeführten Gas (M) und dem Verbrennungsgas bzw.Abgas (A) abwechselnd durchströmbar ist.9. Brennkraftmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rekuperator (3) im Zylinderraum, wie an sich bekannt, im wesentlichen querschnittsfüllend angeordnet ist.10. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbare Rekuperatorhalterung (31) und/oder ein Rekuperatorteil zusätzlich als ein- und/oder Auslassverschliessmittel ausgebildet ist.11. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rekuperator (3), wie an sich bekannt, aus Metall und/oder Keramik gebildet ist.12. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rekuperator 3, wie an sich bekannt, eine katalytisch wirksame Beschichtung trägt.13. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckerhöhungseinrichtung (5) im Zuführungsbereich für das gasförmige Medium (M) angeordnet ist.14. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerhöhungseinrichtung (5) mittels einer Wirkverbindung (81) zur Kurbelwelle (8) oder zum Arbeitskolben durch diese antreibbar ist.15. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerhöhungsreinrichtung (5) zumindest teilweise durch Fremdenergie (9) antreibbar <Desc/Clms Page number 6> ist.16. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Teile des Zylinders (1) aussenseitig ungekühlt oder wärmeisoliert ausgeführt sind.HIEZU 3 BLATT ZEICHNUNGEN
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