AT410395B - Vorrichtung zum trocknen und anwärmen von bekleidungsstücken - Google Patents
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Description
AT 410 395 B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen und Anwärmen von Bekleidungsstücken, vorzugsweise Schuhe und Handschuhe, wobei die zu trocknenden/anzuwärmenden Gegenstände auf Haltevorrichtungen aufsteckbar sind und jeder dieser Haltevorrichtungen ein jeweils über eine eigene Schalteinrichtung einzeln aktivierbares Heizelement zugeordnet ist.
Vorrichtungen zum Trocknen und Aufwärmen von Schuhen und Handschuhen sind beispielsweise aus der FR 21 99 452 A und der DE 26 23 405 A1 bekannt und verwenden nach dem bisherigen Stand der Technik elektrische Heizelemente, fluidische Medien oder Warmluft zur Wärmeübertragung. Bei den meisten dieser bekannten Lösungen erfolgt die Wärmeleitung in einer oder mehreren Rohrschlangen, was sich als nachteilig für den Energieverbrauch erwiesen hat.
Aus der DE 296 17 186 U1 ist es bekannt, Profilrohre als Haltevorrichtung für die zu trocknenden Bekleidungsgegenstände einzusetzen, in denen ein PTC-Widerstand, der das Wärmeelement bildet, angeordnet ist. Aufgrund des hohen Wirkungsgrades des PTC-Widerstandes kann bei der genannten Lösung eine Reduzierung des Energiebedarfs erzielt werden.
Nachteilig an diesem Stand der Technik ist der Umstand, daß bei Inbetriebnahme der Trok-kenvorrichtung alle Haltevorrichtungen erwärmt werden. Weiters kann durch die Verwendung von geraden Profilrohren ein seitliches Kippen der aufgesteckten Schuhe kaum vermieden werden.
Eine Trockenvorrichtung für Schuhe, bei der jede der Haltevorrichtungen über eine eigene einzeln aktivierbare Schalteinrichtung verfügt, zeigt die US 4,136,464.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Trockenvorrichtung der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die sowohl eine Reduzierung des Energiebedarfs als auch eine Fixierungsmöglichkeit der zu trocknenden/anzuwärmenden Bekleidungsstücke auf den Haltevorrichtungen ermöglicht.
Dies wird gemäß einem Aspekt der Erfindung dadurch erreicht, daß die Schalteinrichtung zur berührungslosen Erfassung des Vorhandenseins eines Bekleidungsstückes auf der jeweiligen Haltevorrichtung ausgebildet ist.
Bei Inbetriebnahme der Trockenvorrichtung werden jedenfalls nur mehr die Heizelemente derjenigen Haltevorrichtungen aktiviert, deren Schalteinrichtung ein Vorhandensein eines Bekleidungsstückes erfaßt hat.
In einer vorteilhaften Ausführungsform umfaßt die Schalteinrichtung eine optische Schranke, deren Sender in der Haltevorrichtung und deren Empfänger im Träger der Haltevorrichtung integriert sind. Wird nun das zu trocknende/anzuwärmende Bekleidungsstück auf die Haltevorrichtung aufgesteckt, wird der Sender verdeckt, die Lichtschranke somit unterbrochen und in weiterer Folge das Heizelement der jeweiligen Haltevorrichtung aktiviert. Heizelemente nicht bestückter Haltevorrichtungen bleiben inaktiv, womit eine erhebliche Reduzierung des Energiebedarfs erzielt wird.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß dem Heizelement ein Thermostat vorgeschaltet ist. Wie sich gezeigt hat, liegt die optimale Betriebstemperatur der Heizelemente zwischen + 35° und + 65°C, vorzugsweise + 55°C. Bei Erreichen dieser voreingestellten Betriebstemperatur deaktiviert der Thermostat das jeweilige Heizelement, wodurch ein Überhitzen, welches zu Beschädigungen der zu trocknenden/anzuwärmenden Bekleidungsstücke führen könnte, vermieden wird. Gleichzeitig wird natürlich Energie gespart.
Zur besseren Wärmeverteilung in der Haltevorrichtung ist es vorteilhaft, daß Teile der Schalteinrichtung, der Thermostat und das Heizelement auf einer Trägerschiene angebracht sind. Vorzugsweise ist diese aus einem wärmeleitfähigen Metall hergestellt.
Weiters sollte eine verbesserte Fixierungsmöglichkeit der Bekleidungsstücke auf den Haltevorrichtungen angegeben werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird dies durch die Verwendung von Haltevorrichtungen erreicht, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Haltevorrichtung aus Metall, vorzugsweise Nirosta oder Aluminium, hergestellt und im wesentlichen L-förmig ausgebildet sind, wobei der kurze Schenkel nach oben weist. Im Gegensatz zu den bisher üblichen geraden Rohrprofilen wird durch die Verwendung der erfindungsgemäßen L-förmigen Haltevorrichtung ein seitliches Kippen der aufgesteckten Schuhe verhindert, und diese in der optimalen Trocknungsposition (Spitze nach oben, Einstiegsöffnung nach unten) fixiert.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine derartige Haltevorrichtung, und 2
Claims (2)
- AT 410 395 B Fig. 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird ein elektrisches Heizelement 2, dem ein Thermostat 7 vorgeschaltet ist, verwendet. Die Schalteinrichtung 3 weist eine optische Schranke 4 zur berührungslosen Erfassung des Verhandenseins eines Bekleidungsstückes auf der Haltevorrichtung 1 auf. Außer der verbesserten Fixierungsmöglichkeit des Bekleidungsstückes durch die L-förmige Ausbildung der Haltevorrichtung 1 bietet der nach oben weisende kurze Schenkel T der Haltevorrichtung 1 eine optimale Positionierungsmöglichkeit für den Sender 4' der optischen Schranke 4. Der Empfänger 4" der optischen Schranke 4 ist im Träger 5 der Haltevorrichtung 1 angebracht. Die Trägerschiene 8 erstreckt sich vom Träger 5 durch die Haltevorrichtung 1 bis in den kurzen Schenkel T. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind Teile der Schalteinrichtung 3, der Thermostat 7 und das Heizelement 2 auf der vorzugsweise U-förmig ausgebildeten Trägerschiene 8 angebracht. Zur besseren Wärmeverteilung in der Haltevorrichtung 1 hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Trägerschiene 8 aus Metall, vorzugsweise Aluminium oder Kupfer zu fertigen. Besonders für eine Serienproduktion mittels einer Bestückungsmaschine bietet sich Kupfer als ideales Material für die Trägerschiene 8 an. Gemäß einer weiteren Variante ist auch die Haltevorrichtung 1 aus Metall hergestellt. Vorzugsweise kommt hierfür Nirosta zum Einsatz, für ein Serienprodukt im Durchgußverfahren wird Aluminium verwendet. Fig. 3 zeigt schematisch eine vertikale Montage der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung, wobei die Anzahl der Haltevorrichtungen 1 je Träger 5 selbstverständlich den örtlichen Gelegenheiten angepaßt werden kann. Zwischen der Stromquelle 6 und dem Kabel 11, über das die Stromzufuhr zur Trocknungsvorrichtung erfolgt und das im Träger 5 angeordnet ist, ist eine Zeitschaltuhr 9 angeordnet, über die die Betriebszeiten der Trocknungsvorrichtung derart steuerbar sind, daß der Trocknungsvorgang beispielsweise während der Nachtzeit, also mit billigerem Nachtstrom, erfolgt. Selbstverständlich ist der Erfindungsgegenstand auch für eine horizontale Montage geeignet. Ebenso eignen sich neben den bereits beschriebenen elektrischen Heizelementen auch Heizelemente, welche zur Wärmeübertragung flüssige bzw. gasförmige Mittel einsetzen. PATENTANSPRÜCHE: 3 AT 41 0 395 B
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebszeiten der Trocknungseinrichtung mittels einer Zeitschaltuhr (9) steuerbar sind. HIEZU 2 BLATT ZEICHNUNGEN 4
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| FR2199452A1 (de) * | 1972-09-20 | 1974-04-12 | Fuster Antoine | |
| DE2623405A1 (de) * | 1976-05-25 | 1977-12-08 | Hans Woedl | Waerm- und trockenvorrichtung fuer schuhe |
| US4136464A (en) * | 1977-10-12 | 1979-01-30 | Alexander Hay | Boot drying apparatus |
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1999
- 1999-08-09 AT AT136399A patent/AT410395B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| ATA136399A (de) | 2002-09-15 |
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