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Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Tastsensors für den
Anschluss an einen Busankoppler der Gebäudesystemtechnik mit mehreren Bedienelementen, durch deren Betätigung verschiedene Hauptfunktionen, wie Schalten, Dimmen, Steuern von Jalou- sien und Lichtszenen, sowie Nebenfunktionen, wie das Einstellen verschiedener Infrarot-Codes, auslösbar sind, mit einem Empfänger zum Empfang von Signalen eines Infrarotsenders, wobei die
Einstellung verschiedener Infrarot-Codes zur definierten Ansteuerung des Tastsensors durch einen abgestimmten Infrarotsender erfolgt.
In der Gebäudesystemtechnik werden eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren eingesetzt, welche in ihren Funktionen programmierbar sind. Sensoren sind neben anderen Geräten auch Tastsensoren, welche eine oder mehrere Tasten aufweisen und welche auf Busankoppler aufge- steckt werden. Die Busankoppler können sowohl an Zweidrahtleitungen als auch an eine Netzlei- tung mit aufgeprägten Steuersignalen angeschlossen sein. Dadurch, dass den Tasten unterschied- liche Funktionen zugeordnet werden können, kann eine Taste des Tastsensors die Funktionen Schalten, Dimmen, Jalousiesteuerung, Lichtszenensteuerung, Wertgeber u.dgl. ausführen. Weiters sind auch Tastsensoren bekannt, welche einen Infrarotempfänger enthalten und in welchen Infra- rotsignale, welche von einem Handsender in codierter Form an den Tastsensor gesendet werden, in Telegramme der Gebäudesystemtechnik umgesetzt werden.
Der Handsender und der Tastsen- sor müssen dabei den gleichen Infrarot-Gruppencode aufweisen. Die Einstellung des Infrarot-Grup- pencodes erfolgt z. B. über Dreh- oder Schiebeschalter, welche am Tastsensor angebracht sind.
Hierfür muss der Tastsensor vom Busankoppler abgenommen werden, muss der Infrarot-Grupen- code an der Rückseite des Tastsensor eingestellt werden und muss er hierauf wieder aufgesteckt werden.
Aus der DE 42 10 827 A1 ist eine Fernbedienung bekannt, mittels welcher Geräte verschiede- ner Hersteller angesteuert werden können. Die Abstimmung erfolgt mittels Doppeltasten, wobei einer Taste mehrere Funktionen zugeordnet sind, jedoch nicht über die gleichzeitige Betätigung mehrerer Tasten. Aus der DE 38 03 920 A1 ist es weiters bekannt, die Einstellung bestimmter Be- triebsfunktionen durch die gleichzeitige Betätigung von zwei Tasten einzuleiten. Die Übernahme einer solchen ausgewählten Betriebsfunktion hinsichtlich einer bestimmten Taste der Fernsteue- rung ist jedoch umständlich.
Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vereinfachung in der Bedie- nung eines Tastsensors zu bewirken. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die Einstel- lung eines bestimmten Infrarot-Codes in an sich bekannter Weise durch die gleichzeitige Betäti- gung von mehreren als Tasten ausgebildeten, auch die Hauptfunktionen beeinflussenden Bedien- elementen einleitbar ist und dass durch eine darauffolgende Betätigung eines solchen als Taste ausgebildeten Bedienelementes innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes der dieser Taste zu- geordnete Infrarot-Code als Einstellung übernommen wird, wobei ein Wechsel zwischen der Beein- flussungsmöglichkeit von Haupt- und Nebenfunktion durch das Blinken zumindest einer den Tasten zugeordneten Leuchtdiode angezeigt wird.
Somit wird erfindungsgemäss die Betriebsfunktion durch eine darauffolgende Betätigung einer der Tasten innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes übernommen, d. h. es wird durch die wäh- rend des Zeitabschnittes betätigten Tasten die ausgewählte Funktion automatisch übertragen. Zu- dem wird ein Wechsel zwischen den Beeinflussungsmöglichkeiten von Haupt- und Nebenfunktio- nen durch das Blinken zumindest einer den Tasten zugeordneten Leuchtdiode dargestellt.
Vorzugsweise erfolgt die Erkennung der Tasten, die Ansteuerung der Leuchtdioden, die Infra- rot-Decodierung und der Datenaustausch mit dem Busankoppler durch einen Mikrocontroller.
Besondere Vorteile dieses Verfahrens bestehen auch dabei darin, dass die Anzahl der erforder- lichen Bauelemente, wie Drehschalter oder Schiebeschalter, IC-Baustein für die Infrarotcodierung und die Bauelemente für die IC-Bauteilbeschaltung stark vermindert wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestell- ten Ausführungsbeispiels eines Tastsensors näher erläutert. Es zeigen:
Fig 1 die Anordnung eines Tastsensors mit einem integrierten Infrarotempfänger und einem
Infrarotsender;
Fig. 2 die Draufsicht auf den Tastsensor mit dem Infrarotempfänger und
Fig 3 das Blockschaltbild des Tastsensors mit dem Infrarotempfänger.
In Fig. 1 ist ein mit einem Infrarotempfanger 5 ausgebildeter Tastsensor 4 dargestellt, welcher
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über eine Anwendungsschnittstelle 3 mit einem Busankoppler 2 verbunden ist. Der Busankoppler 2 ist an eine Busleitung 1 angeschlossen. Die Busleitung 1 kann durch eine Zweidrahtleitung oder durch eine Netzleitung mit aufgeprägten Steuersignalen gebildet sein.
Der Tastsensor 4 wird durch Betätigen der Tasten 10 bis 13 oder 14 bis 17 bedient, wobei des- sen Schaltzustand angezeigt wird. Durch die Betätigung der Tasten 7 einer Fernbedienung 6 kann uber deren Infrarotsender 8 ein Infrarotsignal 9 an den Infrarotempfänger 5 des Tastsensors 4 ge- sendet werden. Das Infrarotsignal 9 wird vom Tastsensor 4 so umgeformt, dass der Busankoppler 2 an die Busleitung 1 ein Telegramm abgibt Das Infrarotsignal 9 enthält einen Infrarot-Gruppencode, welcher am Tastsensor 4 und an der Fernbedienung 6 gleich eingestellt sein muss. In der Regel werden die Infrarot-Gruppencodes durch Buchstaben, z.B. A bis H, gekennzeichnet, wobei acht unterschiedliche Infrarot-Grupencodes einstellbar sind und somit acht Fernbedienungen mit unter- schiedlichen Infrarot-Gruppencodes zur Verfügung stehen.
Wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist der Tastsensor 4 den Infrarotempfänger 5, acht Tasten 10 bis 17 und vier Leuchtdioden 18 bis 21 auf. Durch eine Betätigung der Tasten 10 bis 17 können die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern von Lichtszenen ausgelöst werden. Der Infrarotempfänger 5 reagiert auf einen voreingestellten Infrarot-Code, der beispiels- weise der Infrarot-Code A sein kann.
Soferne der Tastsensor 4 auf einen anderen Infrarot-Code eingestellt werden soll, muss die Voreinstellung geändert werden. Dies erfolgt durch das gleichzeitige Drücken von mehreren Tas- ten, z. B. der Taste 11, der Taste 13 und der Taste 16. Der Tastsensor 4 bestätigt die gleichzeitige Betätigung durch das Blinken einer der Leuchtdioden 18 bis 21 für einen vorgegebenen Zeitab- schnitt, beispielsweise durch drei Sekunden hindurch. Für diesen Zeitabschnitt ist der Tastsensor 4 nicht mehr in demjenigen Zustand, dass er die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalou- sien und Steuern von Lichtszenen bei einer folgenden Betätigung auslöst. Stattdessen verändert die Betätigung einer der Tasten 10 bis 17 den Infrarot-Code der Grundeinstellung in eine der mög- lichen Infrarot-Codes A bis H.
Nach dem vorgegebenen Zeitabschnitt von drei Sekunden gelangt der Tastsensor 4 wieder in denjenigen Zustand, in welchem die Funktion Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern von Lichtszenen auslösbar sind.
Aus Fig. 3 sind die im Tastsensor 4 mit Infrarotempfänger 5 vorgesehene Anwendungsschnitt- stelle 3, die Anpassung 22 an den Mikrocontroller 23, die Tasten 10 bis 17 und die Leuchtdioden 18 bis 21 ersichtlich. Der Mikrocontroller 23 erkennt die Tastenbedienung und löst die Funktionen Schalten, Dimmen, Steuern der Jalousien und Steuern der Lichtszenen aus oder erkennt die gleichzeitige Betätigung von mehreren Tasten 10 bis 17. Der Mikrocontroller 23 steuert weiters auch die Leuchtdioden 18 bis 21 an und decodiert diejenigen Signale, welche vom Infrarotempfän- ger 5 eingehen. Über die Anwendungsschnittstelle 3 werden die Daten mit dem Busankoppler 2 ausgetauscht.
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