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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn, insbesondere aus einer Zellstoff-, TMP- oder Altpapiersuspension, mit einem Entwässerungsteil bestehend aus Ober- und Untersieb, wobei eine erste Entwässerungszone vorgesehen ist, die keilförmig ausgebildet und die an ihrem Ende einstellbar ausgeführt ist.
Eine derartige Vorrichtung ist zum Beispiel aus der AT 405538B bekannt. Hier wird bereits eine Vorrichtung mit einer keilförmigen Entwässerungzone beschrieben, die an ihrem Ende einstellbar ausgeführt ist. Es wird hier eine Faserstoffsuspension mit einer Konsistenz von beispielsweise ca.
1-1, 5% eingebracht, wobei am Ende des Keils die Faserstoffbahn einen Trockengehalt im Bereich von ca. 12 - 14% T. S. (Trockensubstanz) aufweist. Durch weitere Massnahmen, insbesondere das Nachschalten einer Hochdruckpresse, wird versucht einen möglichst hohen Trockengehalt der Faserstoffbahn zu erreichen. Dies ist speziell wichtig für eine nachfolgende thermische Trocknung, die durch höhere Trockengehalte am Eintritt einen geringeren Energieeinsatz benötigt. Die Anforderungen an die Entwässerungsaggregate steigen kontinuierlich hinsichtlich des Durchsatzes sowie der Entwässerungsleistung, um auch die spezifischen Kosten zu minimieren.
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die gegenüber bisherigen Vorrichtungen zur Entwässerung von Faserstoffen höhere Endtrockengehalte erreicht und bei der in einfacher Weise bestehende Anlagen umgerüstet werden können.
Die Erfindung ist daher dadurch gekennzeichnet, dass nach der keilförmigen Entwässerungszone mindestens ein Presswalzenpaar vorgesehen ist, wobei die Presswalzen glatt oder gerillt ausgeführt sein können. Wird zusätzlich nach der Keilzone eine Presszone aus mehreren Presswalzenpaaren vorgesehen, so kann bereits hier ein höhere Trockengehalt erzielt werden, was zu einem wesentlich höheren Endtrockengehalt führt.
Eine günstige Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Presswalzenpaar eine Bahnaufwärmeinrichtung, beispielsweise ein Dampfblaskasten, vorgesehen ist.
Durch die Anordnung einer Bahnaufwärmeinrichtung wird die Viskosität des in der Bahn enthaltenen Wassers herabgesetzt und damit das Auspressen in der nachfolgenden Schuhpresse erleichtert, was wiederum zu höheren Trockengehalten führt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an das Presswalzenpaar und gegebenenfalls eine Bahnaufwärmeinrichtung eine geschlossene Bahnüberführung vom Untersieb in eine nachfolgende Schuhpresse vorgesehen ist. Durch eine Umgestaltung der bisherigen konventionellen Pressen durch eine Schuhpresse lassen sich wesentlich höhere Pressdrücke und somit ein höherer Trockengehalt nach dieser Presse erzielen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beispielhaft beschrieben, wobei Fig. 1 eine Variante der Erfindung, zeigt.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit einem ersten Entwässerungsteil 1, dem eine Faserstoffsuspension von einer Zellstoff-, TPM- oder Altpapieranlage über einen Stoffauflauf 2 zugeführt wird. Die Konzentration beträgt hier etwa 1 bis 2%. Der erste Entwässerungsteil 1 weist hierbei ein Obersieb 3 und ein Untersieb 4 auf, das im Bereich der Entwässerungzone 5 keilförmig zueinander läuft. Daran anschliessend befindet sich eine einstellbare und anpressbare weitere Keilzone 6. Am Ende des Untersiebs ist ein Dampfblaskasten 7 vorgesehen, durch den die Bahn aufgewärmt wird. Der Dampf wird über zugeordnete Absaugeinrichtungen 7'abgeführt.
Durch die Bahnerwärmung wird die Viskosität des darin enthaltenen Wassers herabgesetzt, wodurch in den nachfolgenden Pressen eine bessere Auspressbarkeit gegeben ist. Am Ende des Untersiebs 4 des ersten Entwässerungsteils 1 wird die Bahn 20 vom Untersieb 4 mittels einer Saugpresse 8, einer Schuhpresseinheit 9 zugeführt. Die Schuhpresseinheit 9 besteht aus einer Schuhwalze 10 und einer zugeordneten Biegungsausgleichswalze 11, über die jeweils Filze 12,13 geführt sind. Gegenüber Linienkräften in der Höhe von ca. 350N/mm Arbeitsbreite bei konventionellen Pressen können durch Schuhpressen wesentlich höhere Linienkräfte im Bereich von bis zu 1500 N/mm Arbeitsbreite über eine längere Entwässerungsstrecke auf die auszupressende Bahn aufgebracht werden.
Durch die Verwendung von Filzen wird das Wasser dort aufgenommen und in einfacher Weise aus der Presszone entfernt. Zur weiteren Trockengehaltssteigerung wird die Faserstoffbahn 20 mittels einer Saugwalze 14 einer weiteren Schuhpresseinheit 15 zugeführt. Diese besteht aus einer Schuhwalze 16, einer Biegungsausgleichswalze 17 sowie den entsprechenden Filzen 18 und 19.
Bei dieser Ausgestaltung können nach Ende der Schuhpresseinheit 15 Trockengehalte über 50% T. S. (Trockensubstanz) erreicht werden. Anschliessend daran wird die Faserstoffbahn 20 einem
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Trockner 21 zugeführt. Weiters sind nach der Keilzone 5,6 zwei Presswalzenpaare 22, 22'zur Erhöhung des Trockengehalts vorgesehen. Je nach Produktion können hier ein bis drei Presswalzenpaare vorgesehen werden. Durch die Verwendung dieser Presswalzenpaare lässt sich der Trockengehalt am Ende des Untersiebs 4 auf ca. 20 - 25% erhöhen. Insgesamt kann somit am Ende der weiteren Schuhpresseinheit 15 ein Trockengehalt von etwa 53 bis 55%, je nach Stoffart und Produktion, erzielt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn, insbesondere aus einer Zellstoff-, TMP- oder Altpapiersuspension, mit einem Entwässerungsteil bestehend aus Ober- und
Untersieb, wobei eine erste Entwässerungszone vorgesehen ist, die keilförmig ausgebildet und die an ihrem Ende einstellbar ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass nach der keilförmigen Entwässerungszone (5,6) mindestens ein Presswalzenpaar (22,22') vorgese- hen ist.