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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bereitstellen von Teilen für deren Bearbeitung und/ oder deren Verarbeitung mit einem Teilelager mit mehreren Aufnahmefächern für die zu bearbeitenden und/oder zu verarbeitenden Teile und mit einem Roboter zum Entnehmen von wenigstens einem Teil aus einem Fach des Teilelagers und zum Verbringen dieses Teils zu einer Be- undloder Verarbeitungsstelle, wobei der Roboter durch eine Steuerung funktional mit dem Teilelager verknüpft ist.
Bei der Fertigung und/oder Bearbeitung, insbesondere bel der voll- oder teilautomatisierten Fertigung oder Bearbeitung, ist es erforderlich, den richtigen Teil zum richtigen Zeitpunkt zur Verfugung zu stellen.
Aus der DE-35 02 359 A 1 ist eine Anordnung der eingangs genannten Gattung bekannt. Bei der bekannten Anordnung, die als Einrichtung zum Transport stapelbarer, flacher Teile, insbeson- dere Kraftfahrzeug-, Karosserieteile, ausgebildet ist, eine Ablagestation vorgesehen, die um eine lotrecht Achse verdrehbar Ist, so dass die bei der bekannten Einrichtung als Abstandhalter ausgebildeten Facher aufeinanderfolgend zu einem Roboter bewegt werden können, mit dem Teile eingelegt oder entnommen werden können
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung zur Verfügung zu stellen, mit der dem oben genannten Erfordernis entsprochen werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einer Anordnung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Fächer aus einem Gehäuse herausziehbare und in dieses wieder hineinschiebbare Laden sind, und dass in jede Lade eine herausnehmbare Tragplatte mit Aufnahmestellen für die zu bearbeitenden und/oder zu verarbeitenden Teile eingelegt ist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Anordnung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Dadurch dass bei der erfindungsgemässen Anordnung das Teilelager mit einem EntnahmeRoboter steuerungsmässig verbunden ist, kann der jeweils richtige Teil zum richtigen Zeitpunkt aus der richtigen, aus dem Gehäuse des dem Teilelagers herausgezogenen Lade entnommen und zur Weiterverwendung bereit gehalten, beispielsweise einem Zusammenbau-Roboter oder einer Bearbeitungsvorrichtung, übergeben werden.
Da bei der erfindungsgemäss Vorrichtung die Fächer als aus dem Gehäuse herausziehbare und in dieses hineinschiebbare Laden ausgebildet sind, kann jedes Fach mit geringem Aufwand in die für das Entnehmen von Teilen aus dem Fach richtige Lage gebracht werden. Da bei der erfindungsgemässen Vorrichtung weiters in jeder Lade Tragplatten für die zu bearbeitenden undloder zu verarbeitenden Teile eingelegt sind, sind die Teile in den Laden an jeweils definierten Stellen angeordnet, so dass die vom Roboter auch "gefunden" werden können. Durch die erfindungsgemäss vorgeschlagene Massnahme, dass die Tragplatten aus den Laden herausnehmbar sind, kann die erfindungsgemässe Anordnung auf einfache Weise durch Austausch von Tragplatten an die Form, Anzahl undloder Grösse der in den Laden vorrätig gehaltenen Teile angepasst werden.
Uberdies erlaubt es diese Massnahme jeweils mit Teilen bestückte Tragplatten in die Laden einzulegen, so dass das Beschicken der Fächer mit den im Teilelager vorrätig gehaltenen Teilen auf einfache Weise möglich ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemässen Anordnung, an Hand der Zeichnung in der in Schrägansicht und teilweise schematisch eine erfindungsgemässe Anordnung dargestellt ist.
Ein im Rahmen der Erfindung verwendbares Teilelager besteht aus einem Gehäuse 1, in dem verschiebbar mehrere Laden 2 aufgenommen sind, in denen Tragplatten 3 mit Vertiefungen für die Aufnahme der Teile angeordnet sind. Die Tragplatten 3 können zum Beschicken derselben mit Teilen aus den Laden 2 entnommen werden, wie dies rechts in Fig. 1 dargestellt ist.
An dem Gehäuse 1 sind in den vier Ecken der oberen Wand Anschlussstellen 8 für den An- schluss eines Hebezeuges (z. B eines Kranes) vorgesehen, damit das Teilelager, falls erforderlich, auch mit einem Kran od. dgl, angehoben und versetzt werden kann Für gewöhnlich genügt es aber, wenn das Teilelager über an seiner beispielsweise sockelartigen Grundplatte 5 vorgesehene Rollen 4 (Lenkrollen) an seinen Einsatzort verschoben wird.
Wie in Fig. 1 gezeigt, sind an der Grundplatte 5 wenigstens auf einer Seite zwei vorspnngende Zapfen 7 vorgesehen, mit denen das Teilelager genau ausgerichtet, beispielsweise gegenüber
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einem in Fig. 1 schematisch gezeigten Roboter 16 ausgerichtet festgelegt werden kann. Die exakte gegenseitige, räumliche Zuordnung zwischen Teilelager und dem Entnahme-Roboter 16 ist u. a. für das zuverlässige Arbeiten der erfindungsgemässen Anordnung vorteilhaft. Der Entnahme-Roboter
16 kann über ein Kabel 15 mit dem Teilelager verbunden werden.
Den einzelnen Laden 2 sind in Fig. 1 nicht gezeigte Antriebe zum Öffnen und Schliessen derselben zugeordnet, wobei an den Laden 2 auch Handgriffe 9 zum manuellen Öffnen und Schliessen der Laden vorgesehen sind.
An den Seitenflanken der Laden 2 sind Schnittstellen 10, z. B. zum elektronischen Blockieren der Laden 2, vorgesehen.
Des weiteren sind an den Seitenwänden der Laden 2 Anzeigevorrichtungen 11 für das Erfassen der Position (offen, geschlossen) der Laden 2 vorgesehen.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind an der Grundplatte 5 nach unten offene Ausschnitte 6 vorgesehen, die den Angriff von Hebezeugen eines Gabelstaplers od. ä. ertauben.
An der oberen Endwand des Gehäuses 1 ist ein Bedienfeld 12 vorgesehen, das auch die nötigen Anschlüsse für das funktionelle Verbinden des Teilelagers mit dem Roboter 16 aufweist In einem Bedienfeld kann ein Interface 14 vorgesehen sein, dem zur Programmkoordination des Roboters 16 mit dem Teilelager z. B. eine Chip-Karte durch Einschieben in einen Aufnahmeschlitz zugeordnet werden kann.
Mit der erfindungsgemässen Anordnung kann auch so gearbeitet werden, dass wenigstens ein Teil vom Roboter 16 aus einer der Aufnahmevertiefungen in der Platte 3 einer Lade 2 entnommen und allenfalls nach der Bearbeitung wieder als bearbeitetes Teil in die Lade zurückgegeben wird.
In jedem Fall ist es vorteilhaft, dass bei der erfindungsgemässen Anordnung durch die zentrale Steuerung jeweils erfasst ist, welche bzw. wie viele Teile in einer Lade 2 aufgenommen sind undloder wo in einer Lade 2 bearbeitete und nicht bearbeitete Teile angeordnet sind.
Beim Arbeiten mit der erfindungsgemässen Anordnung wird das mit Teilen beschickte Teillager beispielsweise auf einer Führungsbahn zum Roboter 16 hinbewegt, der mit einem Greiferarm (nicht gezeigt) durch die Zentralsteuerung gesteuert den jeweils richtigen Teil aus der richtigen Lade 2 entnimmt. Dabei kann das Öffnen der Lade 2 durch den Roboter 16 selbst oder einen hiezu gesondert vorgesehenen Greiferarm erfolgen, oder aber das Öffnen der Lade 2 erfolgt mit Hilfe eines in dem Teilelager vorgesehenen Antriebes.
Vorteilhaft ist es, wenn der Roboter 16 Teile jeweils von einer Seite des Teilelagers (im Beispiel der Fig. 1 links) entnimmt, wogegen in nach rechts der Fig. 1, beispielsweise von Hand aus geöffnete Laden 2 neu mit Teilen beschickten Platten 3 eingesetzt werden, oder aber beim Bearbeiten von Teilen eine Platte 3 mit bearbeiteten Teilen gegen eine Platte 3 mit nicht bearbeiteten Teilen ausgetauscht wird.
Die Steuerung übernimmt die Zentralsteuerung mit beispielsweise einem Steuerungskartensystem mit der Schnittstelle 14 zum Roboter 16, wobei durch die Karten der Arbeitsablauf geprüft und gesteuert wird. Ausserdem gibt es für jede Lade 2 einen Produkt-Identifikations-Code mit einer Schnittstelle zum Roboter 16. Der Beschickungszustand der einzelnen Laden 2 kann visuell und/ oder durch die vorhandenen Sensoren, die mit der Zentralsteuerung verbunden sind, beispielsweise über einen Bildschirm am Bedienfeld 13, jederzeit überpruft werden.
Die Laden 2 bzw. die in ihnen angeordneten Tragplatten 3 können wahlweise von Hand aus oder maschinell mit Teilen beladen werden.
Die Steuerung für das Bewegen der Laden 2 kann über optische Sensoren oder von Hand aus über die Software zwischen Laden 2 mit bearbeiteten Teilen und solchen mit unbearbeiteten Teilen unterscheiden, wobei die Laden 2 von Hand aus oder maschinell ausgewechselt werden können.
Es ist ersichtlich, dass die erfindungsgemässe Anordnung ein einfaches Lager mit kleinen Abmessungen ist. Dieses Lager ist mit Laden 2 ausgestattet, In denen verschiedene, zu bearbeitende Teile gelagert sind, und weist eine Schnittstelle 14 für den Roboter 16 oder für den manuellen Zugang über die Kontrolleinheit des Teilelagers auf. Die erfindungsgemässe Anordnung erlaubt es, den Lagerbestand durch eine elektrische und/oder elektronische, computergesteuerte Überwa- chung zu erfassen.
In der erfindungsgemässen Anordnung ist eine Schnittstelle für einen Roboter im Verarbeitungsbereich bzw. Bearbeitungsbereich vorgesehen. Das im Rahmen der erfindungsgemässen Anordnung bevorzugt verwendete Teilelager kann mit beliebigen Fördermitteln transportiert werden
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oder auch von Hand aus an den Einsatzort verschoben werden, wenn es mit Laufrädern 4 ausge- stattet Ist
Das erfindungsgemässe Teilelager kann über an ihm vorgesehene Schnittstellen in mehrere Arbeitsgänge eingebunden werden und an die entsprechenden Verarbeitungsmaschinen, Palettierungssysteme u. dgl. angeschlossen werden, bei welchen es auf das Erkennen und das Verarbeiten sowie die Ordnung von gelagerten Teilen ankommt.
Die an den Laden 2 vorgesehenen Signaleinrichtungen 11 erlauben es, beispielsweise durch optische Mittel, zu erfassen, ob eine Lade in das Gehäuse 1 eingeschoben oder ganz oder teilweise aus diesem herausgezogen Ist, wie dies für die unterste und oberste Lade in Fig. 1 gezeigt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Bereitstellen von Teilen für deren Bearbeitung undloder deren Verarbei- tung mit einem Teileiager mit mehreren Aufnahmefächern (2) für die zu bearbeitenden und/oder zu verarbeitenden Teile und mit einem Roboter (16) zum Entnehmen von wenig- stens einem Teil aus einem Fach (2) des Teilelagers und zum Verbringen dieses Teils zu einer Be- und/oder Verarbeitungsstelle, wobei der Roboter (16) durch eine Steuerung funk- tional mit dem Teilelager verknüpft ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fächer aus einem Gehäuse (1) herausziehbare und in dieses wieder hineinschiebbare Laden (2) sind, und dass in jede Lade (2) eine herausnehmbare Tragplatte (3) mit Aufnahmestellen für die zu bearbeitenden und/oder zu verarbeitenden Teile eingelegt ist.