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Die Erfindung betrifft ein Vorrichtung zum Einlagern und Auslagern von Stückgut in ein bzw. aus einem Lagerfach eines sich parallel zur Bewegungsrichtung einer höhenverstellbaren Stück- gut-Transporteinrichtung erstreckenden Regales, mit einem Ladehilfsmittel, auf welches das Stück- gut aufschiebbar ist.
Bisher mussten zur Einlagerung von Stückgut in die Fächer eines Regallagers, insbesondere von Stückgut mit variablen Abmessungen, Fachböden zur Aufnahme des Stückgutes und relativ aufwendige Schiebeeinrichtungen verwendet werden, um das Stückgut von der Transporteinrich- tung in Richtung quer zu dieser in das Fach zu bewegen. Anderseits sind auch schon aufwendige Ausziehvorrichtungen bekannt, mit denen das Stückgut aus dem Regalfach auf die Transportein- richtung ziehbar ist.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher die Stückgutübergabe und Einlagerung vereinfacht und mit geringerem Konstruktionsaufwand als bisher vorgenommen werden kann, wobei auch unterschiedliche Stückgutarten und verschiedene Abmessungen dessel- ben berücksichtigt werden sollen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Ladehilfsmittel auf einem von der Transporteinrichtung getragenen Lastaufnahmemittel abgestützt ist, das zur Bewe- gung des Stückgutes in ein bzw. aus einem Regalfach quer zur Bewegungsrichtung der Transport- einnchtung relativ zu dieser ausfahrbar ist, wobei das Ladehilfsmittel in Richtung quer zum Regal- fach schmäler als mit gegenseitigem Abstand zueinander angeordnete seitliche Stückgut- Aufnahmeleisten des Regalfaches ausgebildet ist, so dass das Ladehilfsmittel mit Hilfe des über die Transporteinrichtung höhenverstellbaren Lastaufnahmemittels zwischen den Aufnahmeleisten zur Stückgutübergabe bzw. -aufnahme bewegbar ist.
Es sei erwähnt, dass es aus der AT-PS 293 277 bekannt ist, mit einem Transportwagen dauer- haft heb- und senkbare Plattformen zum Abstützen von Paletten zu verbinden, die in die Regal- fächer überstellt werden Demgegenüber besteht das Besondere der erfindungsgemässen Lösung gerade darin, dass zunächst das Ladehilfsmittel mit dem Stückgut gemeinsam bewegt wird und nach dem Einlagervorgang leer auf die Ladestation zurückbewegt wird. Damit kommt man vorteil- haft mit einer geringen Ladehilfsmittelanzahl aus, wogegen die bekannte Lösung eine grosse An- zahl von Ladehilfsmitteln benötigt und damit unwirtschaftlich und teuer ist. Der Kerngedanke der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, dass nach Art der Serviertechnik nur wenige Ladehilfs- mittel benötigt werden, um Stückgut im Regal abzusetzen.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen näher erläutert. Die Fig. 1a - 1d zeigen der Reihe nach in einer Stirn- ansicht, einer Draufsicht, einer Seitenansicht und in einem Detail aus Fig. 1a eine Ladevorrichtung gemäss der Erfindung ; Fig. 2a - 2d zeigen in gleicher Weise eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Gemäss den Fig. 1a - 1d ist ein zur Aufnahme eines Stückgut-Behatters 1 bestimmtes Lade- hilfsmittel 2A im wesentlichen als Plattform mit an deren Unterseite vorgesehenen C-Profilen 2 und mit Versteifungssicken 2' ausgebildet. Das Ladehilfsmittel 2A wird mit dem Behälter 1 in einer nicht weiter gezeigten Ladestation in der in Fig 1 a angegebenen z-Richtung beladen.
Der Behälter 1 wird dabei von einer Abstützung, z.B. von einer nicht gezeigten Vertikal-Fördereinrichtung, mit Hilfe einer ebenfalls nicht gezeigten Schiebeeinrichtung horizontal in der z-Richtung auf das Ladehilfs- mittel 2A geschoben
Das Ladehilfsmittel 2A ist zur Übernahme des Stückgutes 1 über Schrägen 2" der C-Profite 2 formschlüssig auf den der Ladestation zugeordneten Kragarmen 3 zentriert, so dass das Lade- hilfsmittel 2A auf den Kragarmen 3 durch die Reibkräfte beim Aufschieben des Behälters 1 in der z-Richtung nicht verrutschen kann.
In der Folge wird das Ladehilfsmittel 2A, wie nachstehend erläutert wird, mit Hilfe seiner C-Profile 2 auf einem in Fig. 1a schematisch dargestellten Lastaufnahmemittel 4 aufgenommen, welches zu einer nicht weiter gezeigten, höhenverstellbaren Transporteinrichtung T gehört. Diese Transporteinrichtung T hebt das Lastaufnahmemittel 4 von den Kragarmen 3 in der angegebenen y-Richtung ab und verfährt es anschliessend in der x-Richtung zum Einlagervorgang zu einem in Fig. 1c erkennbaren Regelfach R eines angedeuteten Regallagers RG, insbesondere Hochregal- lagers.
Wie aus Fig. 1c erkennbar ist, ist das Lastaufnahmemittel 4 auf der in der x-Richtung linear
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bewegbaren und in der y-Richtung heb- und senkbaren Transporteinrichtung T in einem mit der
Transporteinrichtung verbundenen Rahmen 5 abstützt. Der Rahmen 5 trägt innenseitige C-Profile
5' zur Führung von Rädern bzw. Radpaaren 4' des in der z-Richtung bewegbaren Lastaufnahme- mittels 4. Die Räder 4' sind ausserdem an C-Profilen 6' eines Mitteltisches 6 geführt, der seinerseits mittels einer Getriebeeinrichtung 7 und einer Zahnstange 8 zur Bewegung in der z-Richtung, d. h. quer zur Bewegungsrichtung der Transporteinrichtung T antreibbar ist, um relativ zur Transportem- richtung auszufahren.
Durch die Relativbewegungen des Mitteltisches 6 und des Lastaufnahmemittels 4 ist der Stück- gutbehälter 1 bzw. das Ladehilfsmittel 2A in ein Regalfach R bewegbar. Bei dem Einlagervorgang in der z-Richtung wird der Stückgutbehälter 1 im Regalfach R auf die Höhe von mit gegenseitigem
Abstand zueinander angeordneten, seitlichen winkelförmigen Auflageleisten R' des Regalfaches bewegt. Bei einem anschliessenden Absenkvorgang des Lastaufnahmemittels 4 über die Transport- einrichtung T bleibt der Stückgutbehälter 1 auf den Auflageleisten R' im Regalfach R stehen, weil die Erstreckung des Ladehilfsmittels 2A in der x-Richtung kleiner als der gegenseitige Abstand der freien Kanten der Auflageleisten R' ist.
Das Ladehilfsmittel 2A kann nun mittels des Lastaufnahme- mittels 4 in seine Ausgangsposition auf der Transporteinrichtung T und mittels dieser auf die
Kragarme 3 zurückgesetzt werden.
Beim Auslagervorgang aus dem Regelfach R wird das leere Ladehilfsmittel 2A unter den aus- zulagernden Stückgutbehälter 1 im Regalfach bewegt. Nach einem kurzen Hubvorgang mit Hilfe der Transporteinrichtung T in der y-Richtung wird der Stückgutbehälter 1 über das Ladehilfsmittel 2A von den Auflageleisten R' abgehoben und in der z-Richtung aus dem Regalfach R auf die Transporteinrichtung T ausgelagert.
Alle vorstehend geschilderten Bewegungsabläufe werden über eine nicht gezeigte automati- sche Steuereinrichtung gesteuert, die beispielsweise durch Lichtschranken aktivierte Elemente enthält.
Bei variablen Stückgutabmessungen, z.B. Kartons, ist gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die in den Fig. 2a - 2d dargestellt ist, das ansonsten wie in den Fig. 1a - 1d ausge- bildete Ladehilfsmittel 2B in der x-Richtung so bemessen, dass es mit den Regalfach-Auflageleisten R' beim Absenken in Eingriff kommt und auf diesen ruhen bleibt. Es bleibt also bei der Ausfüh- rungsform nach den Fig. 2a - 2d der Stückgutbehälter 1 nach dem Aufschiebevorgang in der z-Richtung auf dem Ladehilfsmittel 2B liegen und wird gemeinsam mit diesem in einem Regalfach R auf die Auflageleisten R' desselben abgesenkt. Damit wird das Ladehilfsmittel 2B bei jedem La- gervorgang mit dem Stückgut gemeinsam ein- und ausgelagert.
Der Vorteil der vorstehend erläuterten Ausführungsform liegt darin, dass Stückgut mit beliebig variablen Abmessungen gehandhabt werden kann, wobei zusätzlich zu berücksichtigen ist, dass beispielsweise für die Lagerung von Kartons mit variablen Abmessungen ansonsten benötigte Fachboden regale eingespart werden können.
Der Antrieb der Ladehilfsmittel 2A, 2B in der z-Richtung erfolgt bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1a - 1d und 2a - 2d mit Hilfe eines endlos umlaufenden Zugmittels, das über nicht gezeigte Umlenkrollen geführt ist und mit der Unterseite des Lastaufnahmemittels 4 in Eingriff steht.
Die Erfindung kann im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens verschiedentlich abge- wandelt werden. So ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, die Lastplattform 4, die gemäss Fig. 2 als Tisch ausgebildet ist, stattdessen als Doppelgabel auszuführen. Die beiden Gabelarme der Doppelgabel können dann seitlich aussen neben den durch die Profile 2 gebildeten Vertie- fungen in z-Richtung einfahren. Damit stützt die Doppelgabel das Lastgewicht an der Unterkante der Lastplattform 2B anstatt auf den Unterkanten der Profile 2 ab. Werden nun anstelle der Aufla- gewinkel R' sogenannte Fachbodenregaie eingesetzt, so wird die Lastplattform 2B beim Absenken mit den Profilen 2 auf den Fachboden abgesetzt. Dies ermöglicht den Einsatz kostengünstiger Fachbodenregale.