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Die Erfindung bezieht sich auf eine Düse, vorzugsweise für einen Whirlpool mit Wasserumwälzung in geschlossenem Kreislauf, die einen Grundkörper mit rohrförmigem Kanal umfasst, weicher die Zuleitung der Düse mit einem Düsenkopf verbindet, aus dem das zugeführte Medium austritt.
Um das körperliche Wohlbefinden zu steigern, eine Massagewirkung zu erzielen und die Entspannung zu fördern wird bei einem Whirlpool Wasser, Luft oder ein Gemisch beider Medien durch unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche angeordnete Düsen in ein wassergefülltes Becken eingepresst.
Eine Duse besteht vorzugsweise aus einem Grundkörper, der mit den Zuleitungen für Luft bzw. Wasser in Verbindung steht und gegebenenfalls die Vermischung beider Medien gestattet, sowie einem Düsenkopf, der den Austritt der Düse in den Whirlpool bildet. Auf diese Weise ist es sowohl möglich, durch Verwendung unterschiedlicher Düsenköpfe das Strömungsbild des Whirlpools bei einheitlichem Grundkörper zu variieren, als auch die Montage der Düse zu vereinfachen.
In aller Regel werden Whirlpools mit Wasserumwälzung in geschlossenem Kreislauf betrieben, d. h. das Wasser wird dem Becken durch eine Ansaugöffnung entnommen und den Düsen nach Druckbeaufschlagung durch eine Pumpe zugeleitet. Die nachteilige Folge sind erhebliche hygienische Probleme, da sich im Wasser des Beckens eine Vielzahl von Schmutzstoffen befinden, z. B. Seife und Badezusätze, Haare, Hautpartikel oder Fettreste, die sich gemeinsam mit dem im Wasser enthaltenen Kalk im Leitungssystem ablagern.
Die bei regelmässigem Betrieb des Whirlpools beständig feuchten Belagschichten stellen für gesundheitsbedenkliche Bakterien und Pilzen einen optimalen Lebensraum dar, so dass ihre Entfernung in regelmässigen Zeitabständen notwendig ist Eine gründliche Reinigung zur Einhaltung unbedenklicher Keimzahlen lässt sich im Stande der Technik jedoch allenfalls durch umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien erreichen, da das Leitungsinnere einer mechanischen Reinigung nicht zugänglich ist
Vor diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Entwicklung einer Düse zur Aufgabe gestellt, durch die das Innere der Zuleitungen leicht erreichbar ist, so dass sie sich auch auf mechanische Weise reinigen lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass Abschnitte des Kanals und Abschnitte der Zuleitung jeweils in spitzem Winkel und/oder Bogen ineinander übergehen, der Düsen- kopf lösbar am Grundkorper befestigt ist und radiale Verengungen des Kanalquerschnitts gegen- über dem Querschnitt der Zuleitung durch den Düsenkopf begrenzt sind.
Die vorgeschlagene Düse umfasst einen Düsenkopf, der den Wasseraustritt bildet, und einen
Grundkörper mit einem Kanal, der den Düsenkopf mit der Zuleitung verbindet Um die Einführung von Reinigungsgeräten in den Kanal zu gestatten ist der Düsenkopf lösbar am Grundkörper befes- tigt. Radiale Verengungen des Kanalquerschnitts, beispielsweise zur Beeinflussung der Strömung oder Siebe, werden ausschliesslich durch den Düsenkopf erzeugt Dabei kann die Verengung in einer oder mehreren Öffnungen im Düsenkopf oder Durchlässen zwischen ihm und der Wandung des Kanals bestehen. Nach Abnahme des Düsenkopfes vom Grundkörper entsteht somit ein Kanal mit konstantem oder zur Zuleitung hin abnehmendem Querschnitt, in den sich Werkzeuge zur
Reinigung leicht einführen lassen.
Beschränkungen des Bauraumes, speziell wenn der Whirlpool an eine Zimmerwand an- schliesst, erfordern es, dass die Zuleitung im Winkel zur Düsenachse verläuft. Im Stande der Tech- nik ist es daher üblich, eine im rechten Winkel zur Düsenachse verlaufende Ringleitung zu verwen- den. Auf diese Weise wird das Einführen mechanischer Werkzeuge in die Zuleitung jedoch verhin- dert oder zumindest erheblich erschwert Daher gehen im Winkel zueinander verlaufende Ab- schnitte von Kanal und Zuleitung jeweils spitzwinklig ineinander über, wobei insbesondere Winkel bis zu 45 Grad bevorzugt sind. Denkbar sind auch gekrümmte Übergänge, etwa im Kreisbogen, wobei die Abschnitte vorzugsweise gleichfalls in spitzem Winkel zueinander verlaufen. Ein recht- oder gar stumpfwinkliges Abknicken der Reinigungsgeräte wird damit vermieden.
Somit ist es nach Abnahme des Düsenkopfes möglich, beispielsweise eine Reinigungslanze mit radialen Öffnungen an ihrer Spitze einzuschieben, aus der eine Reinigungsflüssigkeit unter hohem Druck austritt und Beläge in der Zuleitung vollständig ablöst. Auch Bürsten sind nach
Abnahme des Düsenkopfes zur Säuberung der Zuleitungen verwendbar. Belagschichten lassen sich auf mechanische Weise entfernen, so dass ein hygienischer Betrieb des Whirlpools gewähr- leistet ist und die Keimansiedlung im Leitungsinneren verhindert wird Eine chemische Desinfektion wird in ihrer Wirkung unterstützt und erübrigt sich in der Mehrzahl der Fälle.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Düsenkopf mit einem Ende in den Kanal eingesetzt, wobei auch denkbar ist, dass sich der Düsenkopf vollständig im Grundkörper befindet. Auf diese Weise entsteht ein kompakter Aufbau der Düse, so dass sie allenfalls geringfügig über die Wandung des Whirlpools in seinen Innenraum hinein ragt.
Um die Notwendigkeit eines separaten Gebläses zu vermeiden, erfolgt die Beaufschlagung eines Whirlpools mit einem Luft-Wassergemisch vorzugsweise derart, dass sich der Strömungsquerschnitt der Düse zu einem Venturikanal mit seitlicher Ansaugöffnung zur umgehendem Luft verengt. Die Kanalverengung hat eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit zur Folge, so dass der hydrodynamische Druck abnimmt und Luft durch die meist schlitzförmige Ansaugöffnung eingesaugt wird. Vorzugsweise schliesst sich an die Aussenseite der Ansaugöffnung eine Luftleitung an, die oberhalb des Wasserspiegels endet. Damit wird bei druckloser Zuleitung ein Wasseraustritt durch die Ansaugöffnung vermieden und die Möglichkeit eröffnet, die Luftzufuhr durch ein Sperrventil in der Luftleitung zu verändern.
Weiterhin ist es zweckmässig, die Ansaugöffnung mit einem Rückschlagventil zu versehen, das den Wasseraustritt gleichfalls verhindert. Ein Rückschlagventil ist auch im Fall einer Luftleitung von Vorteil, deren Verschmutzung und Feuchtwerden derart unter Verbesserung der hygienischen Gegebenheiten vermieden wird.
Das Becken eines Whirlpools besteht meist aus einer vergleichsweise dünnwandigen Metalloder Kunststoffwanne. An ihr lässt sich der Grundkörper mit einer hohlzylindrischen Konterhülse befestigen, deren Rand an der Wandung der Wanne abgestützt ist und die in eine Erweiterung des Kanals eingreift. Zu diesem Zweck lässt sich die Kanalinnenseite beispielsweise mit einem Gewinde versehen, das mit einem Aussengewinde der Konterhülse zusammenwirkt. Der freie Innendurchmesser der Konterhülse ist in diesem Fall mindestens gleich dem der angrenzenden Kanalabschnitte sowie dem Zuleitungsquerschnitt, da die Innenfläche der Konterhülse die Innenseite des Kanals bildet. Somit wird der Düsenkopf auf bzw. in der Konterhülse befestigt. Als vorteilhaft erweist sich, dass für jede Düse lediglich eine Öffnung in den Whirlpool einzubringen ist, die auch zur Befestigung dient.
Somit verringert sich sowohl der Arbeitsaufwand bei der Herstellung als auch die Zahl abzudichtender Öffnungen. Bei einer schraubbaren Konterhülse ist die Verbindung auf einfache Weise lösbar.
Aus optischen Gründen und zum Schutz vor Korrosion sind dem Whirlpoolinneren zugewandte Flächen des Düsenkopfes zweckmässig mit einer Verblendung versehen, z. B. einem verchromten oder in Farbe des Whirlpools emaillierten Metallteil. Durch Aufsatz unterschiedlicher Verblendungen lassen sich einheitliche, in grossen Stückzahlen herstellbare Düsenköpfe an unterschiedlich gestaltete Becken anpassen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung schliesst die Innenwand der Zuleitung bündig, d. h. in einer glatten Fläche an die Innenwand des gleichfalls rohrförmigen Kanals an, bei dem es sich beispielsweise um eine Bohrung im Grundkörper handelt. Folglich ist ein Verhaken mechanischer Gerätschaften zur Reinigung der Zuleitung am Übergang ausgeschlossen.
Da sich glatte Flächen optimal von Belägen reinigen lassen, wird vorgeschlagen, dass die
Innenwand von Zuleitung und Kanal frei von Kanten, insbesondere von Stufen ist. Zudem wird auch auf diese Weise ein Verhaken des Reinigungswerkzeuges an den Wandungen vermieden.
Aufgrund der Gestalt des Whirlpools mit schrägen und gekrümmten Oberflächen ist es vielfach erforderlich, dass der Kanal des Grundkörpers zum Inneren des Whirlpools hin ansteigt. Die nach- teilige Folge besteht darin, dass auch nach Ablassen des Whirlpoolinhaltes und Entleerung der
Zuleitungen Flüssigkeit im Inneren der Düse verbleibt, wenn ihr Abfliessen durch Verengungen ver- hindert wird. Da stehendes Wasser die Keimansiedlung erheblich begünstigt, wird zur Vermeidung vorgeschlagen, den Kanal mit einer bodenseitigen Bohrung oder Nut zu versehen, durch die ein
Flüssigkeitsablauf mit Gefälle möglich ist. Denkbar ist sowohl, dass die Verbindung zum Innenraum des Whirlpools hin erfolgt als auch eine Verbindung zu einem Zuleitungsabschnitt mit Gefälle vorzunehmen. In beiden Fällen wird der Ablauf von Flüssigkeitsresten ermöglicht.
In einer bevorzugten Ausgestaltung lässt sich die Zuleitung durch einfaches Aufstecken mit dem
Grundkörper verbinden. Zu diesem Zweck weist der Kanal auf Seiten der Zuleitung eine Erweite- rung auf, in die eine hohlzylindrische Hülse eingeschoben ist. Sie liegt federnd elastisch an der
Innenwand der Erweiterung an. An der Innenseite des Hohlzylinders sind Widerhaken in der Weise angeordnet, dass sich die Zuleitung in die Hülse einschieben lasst, ihr Herausziehen jedoch
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verhindert wird. Bevorzugt besteht auch die Zuleitung aus einem elastischen Material oder ist mit aussenseitigen Kanten versehen, um den Eingriff der Widerhaken zu gestatten. Ferner presst sich eine elastische Zuleitung bei Druckbeaufschlagung gegen die Innenseite der Hülse, so dass sich die Belastbarkeit der Verbindung vergrössert.
Eine Lösung der Verbindung erfolgt durch Zusammenpressen der Hülse oder Entriegelung einer ggf. vorhandenen Arretierung, wonach sich die Hülse aus der Erweiterung des Grundkörpers herausziehen lässt. Dabei dehnt sie sich aufgrund des elastischen Materials in radialer Richtung aus. In der Folge lösen sich die Widerhaken von der Zuleitung, so dass sich die Hülse von ihr abziehen lässt-
Um einen sicheren Halt der Zuleitung zu gewährleisten, ist ein vergleichsweise starres Material der Widerhaken bevorzugt, z. B. ein Metall wie Messing oder Stahl. Zur Vereinfachung der Fertigung soll die Hülse gleichzeitig aus einem einheitlichen Werkstoff bestehen. Eine ausreichende Elastizität lässt sich dabei durch eine achsparallele Schlitzung der Hülse erreichen, die von der dem Grundkörper zugewandten Stirnseite her erfolgt.
Zweckmässig ist die Zuleitung gegenüber dem Grundkörper stirnseitig durch einen O-Ring abgedichtet. Damit wird die Gefahr von Undichtigkeiten ausgeschlossen und ein Kontakt des Wassers mit der Hülse vermieden. Korrosive Zerstörungen, die sowohl zu einem Versagen des Bauteils als auch zu unzulässigen Schwermetallbelastungen des Wassers führen können, sind damit ausgeschlossen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgenden Beschreibungsteil entnehmen, in dem anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher erläutert ist. Die Zeichnung zeigt in prinzipienhafter Darstellung Figur 1 : durch eine erfindungsgemässe Düse in Explosionsdarstellung, Figur 2 : VergrösserteExplosionsdarstellung der Verbindung zwischen Zuleitung und Grund- körper.
In Figur 1 ist eine Düse mit einem Grundkörper (1) dargestellt, dessen Kanal (2) durch die Zuleitung (3) mit Wasser beaufschlagbar ist. Der Grundkörper (1) ist im Whirlpool mittels einer Konterhülse (5) festgelegt, die in ein Gewinde (6) im Kanal (2) eingedreht ist und deren Rand (7) an der Wandung (4) des Whirlpools anliegt, wobei Dichtungen (8,9) den Austritt des Wassers aus seinem Innenraum (10) verhindern.
Die Strömungscharakteristik der Düse wird durch einen Düsenkopf (11) bestimmt, der lösbar in den Kanal (2) eingesetzt ist. Sämtliche Verengungen (12) des Kanalquerschnitts werden durch Teile des Düsenkopfes (11) gebildet, so dass der freie Querschnitt des Kanals (2) nach Herausnahme des Düsenkopfes (11) dem der Zuleitung (3) entspricht. Die Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit in der Verengung (12) bewirkt insbesondere einen lokalen Abfall des hydrodynamischen Drucks im Kanal (2), so dass Luft durch die als Schlitz ausgebildete Ansaugöffnung (13) in die Strömung hinein gesaugt wird und ein Luft-Wassergemisch aus der Düse austritt. Zweckmässig erfolgt die Luftzuführung durch eine Luftleitung (14), die ebenso wie die Zuleitung (3) endseitig in Erweiterungen (15,16) von Kanal (2) bzw.
Ansaugöffnung (13) eingeschoben und stirnseitig durch O-Ringe (17,18) abgedichtet ist Durch eine aussenseitige Verblendung (19) lässt sich das Aussehen der Düse auf die Gestaltung der Wandung (4) abstimmen.
Figur 2 zeigt in vergrösserter Darstellung eine vorteilhafte Ausführung der Verbindung zwischen Grundkörper (1) und Zuleitung (3) bzw. Luftleitung (14). Dabei entspricht der Innendurchmesser der Zuleitung (3) weiterhin dem Durchmesser des Kanals (2) im Grundkörper (1). Die Erweiterung (15) ist jedoch mehrstufig ausgebildet, wobei die innerste Stufe (20) den Anschlag für die Stirnseite der Zuleitung (3) bildet. Die äussere Stufe der Erweiterung (15) dient zur Aufnahme einer Hülse (21), die in einem Ring (22) zu ihrer Befestigung eingesetzt ist.
Aufgrund achsparalleler Schlitze (23) sowie eines elastischen Materials wird die Hülse (21) beim Einschieben in den Ring (22) im Grundkörper (1) in radialer Richtung zusammengepresst, d. h sie weist gegenüber Ring (22) und/oder Erweiterung (16) ein Übermass auf. Wird die Zuleitung (3) eingeschoben, so verhakt sie sich an den Widerhaken (24) auf der Innenseite der Hülse (21) mit der Folge, dass eine sichere Fixierung entsteht. Zum Lösen der Verbindung ist es erforderlich, die Hülse (21) aus dem Grundkörper (1) herauszuziehen, so dass sie sich in radialer Richtung aufspreizt und die Widerhaken (24) sich von der Zuleitung (3) lösen.
Im Ergebnis entsteht eine Düse für einen Whirlpool, die nach Herausnahme des Düsenkopfes (11) aufgrund des konstanten, mit dem Querschnitt der Zuleitung (3) übereinstimmenden Quer-
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schnitts eine einfache Reinigung mit mechanischen Geräten gestattet. Dabei stellt der Bogen (25) zwischen der Achse des Kanals (2) und der Zuleitung (3) sicher, dass Knickungen des Reinigungsgeräts vermieden werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Düse, vorzugsweise für einen Whirlpool mit Wasserumwälzung in geschlossenem Kreis- lauf, die einen Grundkörper mit rohrförmigem Kanal umfasst, welcher die Zuleitung der
Düse mit einem Düsenkopf verbindet, aus dem das zugeführte Medium austritt, dadurch gekennzeichnet, dass - Abschnitte des Kanals (2) und Abschnitte der Zuleitung (3) jeweils in spitzem Winkel und/oder einem Bogen (25) ineinander übergehen, - der Düsenkopf (11) lösbar am Grundkörper (1) befestigt ist - und radiale Verengungen (12) des Kanalquerschnitts gegenüber dem Querschnitt der
Zuleitung (3) durch den Düsenkopf (11) begrenzt sind.