AT406346B - Verfahren und einrichtung zum entfernen von etiketten - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entfernung von Etiketten oder Etikettenresten von Glasgefässen oder Glasscherben Die Entfernung von Etiketten von Gefässen erfolgt meist mit Hilfe von auf den Kleber der Etiketten abgestellten Losungsmittel, bel denen es sich meist um flüchtige Kohlenwasserstoffe handelt Dabei ergibt sich einerseits ein nicht unbeträchtliches Umweltschutzproblem, andererseits ergeben sich auch Probleme, wenn Etiketten von Gefässen abgelöst werden sollen, deren Kleber nicht bekannt ist, wie dies bei der Behandlung z. B. von Fremdflaschen der Fall sein kann. Weiters stellen Etikettenreste an Glasscherben, bel deren Aufbereitung zur Wiederverwertung ein erhebliches Problem dar, da solche Reste, Insbesondere wenn es sich um metallisierte Etikettenreste handelt, diese von den bel der Altglasaufbereitung verwendeten Sensoren als Fremdstoffe klassifiziert und daher solche Scherben ausgeschieden werden, obwohl sie durchaus eingeschmolzen werden konnten Solche Etikettenreste können von Scherben zwar relativ leicht durch Abbrennen entfernt werden, doch ergeben sich dabei merkliche Umweltprobleme, abgesehen davon ist auch ein erheblicher Energieeinsatz erforderlich. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die eine einfache und umweltschonende Entfernung von Etiketten und Etikettenresten ermöglicht Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht Durch die vorgeschlagenen Massnahmen kommt es zu einem mechanischen Abtragen der Etiketten oder Etikettenreste, das sich leicht Im Hinblick auf eine Schonung der Umwelt beherrschen lässt. So bereitet es keine Probleme den bel der Entfernung der Etiketten entstehenden Staub an einer unbeschrankten Ausbreitung in der Umgebung zu hindern, bzw. diesen zurückzuhalten Bisher wurde Im wesentlichen sphansches Glasgranulat zum Strahlen von Teilen aus rostfreiem Stahl, insbesondere von Schweissnahten solcher Teile verwendet um allfällige Korrosionsschichten im Bereich der Nähte zu entfernen. Durch die Merkmale des Anspruches 2 wird eine Beschädigung der Glasoberfläche der zu EMI1.1 die Merkmale des Anspruches 4 vorzusehen Für die Behandlung von Glasscherben zur Altglasaufbereitung ist es günstiger die Merkmale des Anspruches 3 vorzusehen, da auf diese Weise das Entfemen von Etikettenresten besonders rasch möglich ist. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn beim erfindungsgemässen Verfahren die Merkmale des Anspruches 5 eingehalten werden, wobei zur Behandlung von Glasgefässe zweckmässigerweise mit niedrigeren Drücken gearbeitet wird Grundsätzlich können aber auch andere Druckmedien verwendet werden. Ein weiteres Ziel der Erfindung Ist es, eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens vorzuschlagen Ausgehend von einer Einrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 6 werden erfindungsgemäss die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 6 vorgeschlagen. Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ergibt sich eine in konstruktiver Hinsicht sehr einfache Lösung. Dabei ist auch eine kontinuierliche Beschickung der Strahikammer möglich Ausserdem ist dadurch auch sichergestellt, dass die Glasscherben Im wesentlichen nur einlagig durch den Klemmspalt zwischen den beiden Stebtrommetn hindurchgezogen werden und daher sichergestellt ist, dass die Scherben an belden Seiten einem mit Glasgranulat versetzen Druckmediumstrahl ausgesetzt sind. Durch die Merkmale des Anspruches 7 ist sichergestellt, dass problemlos Scherben mit unterschiedlicher Dicke behandelt werden konnen und die Gefahr einer Beschädigung der Stebtrommetn weitgehend vermieden 1St. Die Merkmale des Anspruches 8 ermöglichen auf einfache Weise die Behandlung von Glasgefässen. Durch die Merkmale des Anspruches 9 ergibt sich dabei eine In konstruktiver Hinsicht sehr einfache Lösung, bei der sich nur sehr wenige Verschleissteile ergeben Die Merkmale des Anspruches 10 ermöglichen eine mehrmalige Verwendung des eingesetzten Glasgranulates, wobei die ausgeschiedenen Staubpartikel problemlos eingeschmolzen werden können Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert Dabei zeigen <Desc/Clms Page number 2> Fig 1 schematisch eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zum Entfernen von Etikettenresten von Altglas und Glasgefässen, Fig 2 und 3 schematisch verschiedene Ausführungsformen von Strahlkammem Wie aus der Flg. 1 ersichtlich, wird das mit Etikettenresten behaftete Altglas 1, das z B In einer nicht dargestellten Altglasaufbereltungsanlage, z. B. einer Aufbereitungsanlage nach der AT 400 906, anfÅallt, In einem Behalter 2 gesammelt und einer Strahlkammer 3 zugeführt In dieser werden die mit Etikettenresten behafteten Glasscherben oder GlasgefÅassen einem mit Glasgranulat versetztem Druckmediumstrahl 4, vorzugsweise einem Druckluftstrom, ausgesetzt Zur Erzeugung des mit Glasgranulat versetzten Druckmediumstrahles 4 ist mindestens eine Strahlpistole 5 vorgesehen, die einerseits mit einer Druckluftquelle 9 und einem Vorratsbehälter 6 fur das Glasgranulat über entsprechende Leitungen 7,8 verbunden ist und eine Duse 21 aufweist, aus der der mit Glasgranulat versetzte Druckmediumstrahl 4 austritt. Die Strahipistole 5 ist lediglich aus Grunden einer besseren Übersichtlichkeit ausserhalb der Strahlkammer 3 dargestellt, tatsächlich ist die Strahlpistole im Inneren der Strahikammer 3 angeordnet Die gereinigten Glasscherben 10 werden aus der Strahlkammer 3 ausgetragen. Unterhalb der Strahlkammer 3 ist ein Sammelbehälter 11 fur das verwendete Glasgranulat angeordnet, In dem sich auch der Feinabrieb des Papiers der Etiketten sammelt. Dieses Material wird über eine Leitung 12 einem Zyklon 13 zugeführt, in dem Glas- und Paplerstaub abgeschieden werden Das weiter verwendbare Glasgranulat, das eine Körnung von 20um bis ca 300pm auf weist wird im Zyklon 13 nach aussen geschleudert, Im Trichter 14 gesammelt und dem Vorratsbehälter 6 zugefuhrt und wiederverwendet, wobei der Vorratsbehälter 6 bei Bedarf mit frischem Glasgranulat aufgefüllt werden kann. Der Staub wird in einem zentral angeordneten Staubbehälter 15 gesammelt und aus diesem von Zeit zu Zeit ausgetragen Die für den Betrieb des Zyklons 13 erforderliche Luft wird über eine Abluftleitung 16 abgeführt Die Fig. 2 zeigt schematisch eine Strahlkammer 3 für die Behandlung von mit Etikettenresten behaftetem Altglas In dieser sind zwei gegenläufig antreibbare Siebtrommel 17,18 angeordnet, die einen Klemmspalt 19 bestimmen, der sich im wesentlichen unterhalb eines abgebogenen Einlassrohres 20 zur Zufuhr der zu behandelnden Glasscherben befindet. Dabei ist die Siebtrommel 17 in gegen die Achse der Siebtrommel 17 verschiebbar gehaltenen Lagern 23 gehalten, die in Führungen 24 geführt und mit nicht dargestellten Federn gegen die Achse der Siebtrommel 18 vorgespannt sind Im Inneren der beiden S ! ebtrommein 17,18 sind Strahipistolen 5 angeordnet, deren Düsen 21 jeweils gegen den Klemmspalt 19 gerichtet sind. Unterhalb der beiden Siebtrommel 17, 18 ist ein umlaufendes Siebband 22 vorgesehen, auf das die von Etikettenresten befreiten Scherben fallen und mittels des Siebbandes ausgetragen werden. Das Glasgranulat und der Papierstaub sammelt sich im Sammelbehälter 11 und wird, wie bereits beschrieben weiterbehandelt. Die Fig 3 zeigt schematisch eine Strahlkammer 3'für die Behandlung von Glasscherben, die aber auch für das Ablösen von Etiketten von Glasgefässen geeignet ist. Durch die Strahlkammer 3'ist ein umlaufendes Siebband 22 hindurchgeführt, wobei ober- und unterhalb des Siebbandes 22 Strahlpistolen 5 angeordnet sind, deren Düsen 21 gegen das Siebband 22 gerichtet sind. In der dargestellten Anordnung der Strahipistolen 5 ist die Strahikammer 3'eher für die Behandlung von Glasscherben oder auf dem Siebband 22 liegenden Glasgefässen geeignet. Grundsätzlich wäre es aber auch möglich Glasgefässe stehend auf dem Siebband 22 zu transportieren. In einem solchen Fall ist es vorteilhaft, die Strahlpistolen in einer zum oberen Trum des Siebbandes 22 parallelen Ebene oberhalb und zu beiden Seiten desselben anzuordnen. Weiters ist die Strahlkammer 3'mit einem Sensor 23 versehen, der das Siebband 22 überwacht und die Zufuhr von Glasgranulat und Druckluft zu den Strahlpistolen 5 unterbricht, wenn auf dem Siebband 22 kein weiteres Material zugeführt wird. Dadurch wird Glasgranulat und Druckluft eingespart.
Claims (1)
- Patentansprüche : 1 Verfahren zum Entfernen von Etiketten oder Etikettenresten von Glasgefässen oder Glasscherben, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasgefässe oder Glasscherben mit Glasgranulat in einem Druckmediumstrahl gestrahlt werden.2. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Im Druckmediumstrahl Glasgranulat mit im wesentlichen kugeliger Struktur mit einem Durchmesser von 20pm bis 600pm aufgegeben wird.3 Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Behandlung von Glasscherben Glasgranulat mit einer Körnung von 200pm bis 600pm im Druckmediumstrahl aufgegeben wird 4 Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Behandlung von EMI3.1 aufgegeben wird 5 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasgranulat in einem Pressluftstrom aufgegeben wird, wobei die Pressluft mit einem Druck von 2bar bis 8bar durch eine Düse (21) strömt 6.Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bel der eine Strahlkammer (3) zur Aufnahme der zu behandelnden Galsgefässe oder Glasscherben und mindestens eine mit einer Druckmediumquelle (9) und einem Vorratsbehälter (6) zur Aufnahme des Glasgranulates verbundene Düse (21) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Strahikammer (3) zwei gegenläufig antreibbare und einen Klemmspalt (19) definierende, bzw einander berührende Stebtrommeln (17,18) angeordnet sind, in deren Innerem Im wesentlichen gegen die Berührungslinie der belden Trommeln (17, 18) genchtete Düsen (21) angeordnet sind.7. Einrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Siebtrommel (17) in Richtung der Achse der zweiten Siebtrommel (18) beweglichen Lagern (23) gehalten ist, die gegen die Achse der zweiten Siebtrommel (18) federnd vorgespannt sind.8. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der eine Strahikammer (3') zur Aufnahme der zu behandelnden Gefässe und mindestens eine mit einer Druckmediumque ! le (9) und einem Vorratsbehälter (6) zur Aufnahme des Glasgranulates verbundene Düse (21) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass In der Strahlkammer (3') eine Aufnahmeeinrichtung zum Halten eines Glasgefässes angeordnet ist, die gegenüber mindestens einer Duse (21) relativ bewegbar ist 9 Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinnchtung durch ein Siebband (22) gebildet ist und zu beiden Seiten des Siebbandes (22) Düsen (21) angeordnet sind, die gegen die auf dem Siebband (22) befindlichen Glasgefässe gerichtet sind 10.Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden der Strahikammer (3, 3') eine Austragungseinrichtung für das mit Etikettenresten versetzte Glasgranulat vorgesehen ist, die mit einem Zyklon (13) zur Abscheidung von Glas- und Papierstau verbunden ist
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1996
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