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Die Erfindung bezieht sich auf eine Sortier- und Stapeleinrichtung für Plattenaufteilanlagen mit mindestens einer Säge zur Durchführung von Längs- und Querschnitten zur Herstellung von Formatzuschnitten aus plattenförmigen Werkstücken und an die in Arbeitsrichtung gesehen letzte Säge der Plattenaufteilanlage eine die Formatzuschnitte aufnehmende Abnahmerollenbahn anschliesst und mindestens eine Transportrollenbahn zu mindestens einem einen Hubtisch, einen Anschlag und einen Schieber aufweisenden Stapelgerät führt, wobei die Abnahmerollenbahn und die Transportrollenbahn voneinander distanziert sind und zwischen diesen Bahnen ein Transportwagen mit einer Auflagefläche verfahrbar gelagert ist.
Sortier- und Stapeleinrichtungen für Plattenaufteilanlagen sind in vielen verschiedenen Ausführungsformen bekanntgeworden (AT 340 828 B, AT 343 538 B, AT 384 800 B, AT 402 196 B). Diese Einrichtungen erfüllen alle bezüglich Leistung, Flexibilität, Automatisierung und Anpassbarkeit an örtliche Gegebenheiten die an sie gestellten Forderungen, sie sind jedoch sehr teuer und erfordern viel Platz.
Die Einrichtung nach der EP 489 681 B1 ist im Vergleich zu den vorstehend erwähnten Anlagen weniger flexibel und besitzt vor allem eine längere Taktfrequenz, also eine geringere Arbeitsgeschwindigkeit, sie ist aber trotzdem sehr teuer.
Es gibt ferner Sortier- und Stapeleinrichtungen für Plattenaufteilanlagen, die mit Riemenförderer arbeiten. Der zur Erreichung einer geforderten Leistung und einer gewünschten Flexibilität notwendige Aufwand ist aber ausserordentlich gross, aus diesem Grund konnten sich diese Anlagen mit Riemenförderer auf dem Markt nicht durchsetzen.
Die eingangs erwähnten und bekannten Sortier- und Stapeleinrichtungen für Plattenaufteilanlagen (AT 340 828 B, AT 343 538 B, AT 384 800 B, AT 402 196 B) besitzen einen sehr hohen Entwicklungsstand, sind aber sehr aufwendig konstruiert und damit auch sehr teuer. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass eine wesentliche Senkung der Kosten möglich wäre, wenn eine Sortier- und Stapeleinrichtung entwickelt wird, die nur für Platten mit unempfindlichen Oberflächen eingesetzt werden. Platten mit unempfindlichen
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kommen in der Praxis häufiger vor als beschichtete Platten.
Beschichtete Platten bedürfen einer sehr sorgfältigen Manipulation, und dies ist auch der Grund dafür, dass die eingangs erwähnten Einrichtungen sehr aufwendig konstruiert sind, damit diese Platten maschinell in einer solchen Weise manipuliert werden, dass ihre Oberfläche nicht beeinträchtigt wird.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Sortier- und Stapeleinrichtung für Plattenaufteil-
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barkeit allen nur denkbaren Wünschen gerecht wird, andererseits aber dennoch zu einem angemessenen Preis angeboten werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass sich das dem Stapelgerät abgewandte Ende der Transportrollenbahn seitlich der Abnahmerollenbahn und über deren Länge erstreckt, dass die Abnahmerollenbahn und zumindest der seitlich derselben liegende Abschnitt der Transportrollenbahn seitlich frei auskragende Walzen aufweisen und die freien Enden dieser Walzen gegeneinander gerichtet sind,
dass der Transportwagen seitlich der Abnahmerollenbahn gelagert ist und dass die seitlich frei auskragenden Walzen der Transportrollenbahn und die Auflageebene des Transportwagens oder aber die Abnahmerollenbahn heb-und senkbar ausgebildet sind. Der grundsätzliche Unterschied liegt im Vergleich zu den bestehenden und vorbekannten Anlagen darin, dass hier die Platten beim Stapelvorgang direkt übereinandergeschoben werden, dass auch beim Transport zu den Stapelgeräten auf Plattentischen diese Platten längs und quer verschoben werden und dass die Längs- und Querschieber auch die Funktion von Ausrichtern übernehmen können. Dadurch sind einerseits hohe Arbeitsgeschwindigkeiten möglich, andererseits können die Kosten erheblich reduziert werden.
Besteht die Auflageebene des Transportwagens durch parallel zueinander und mit Abstand voneinander angeordnete Leisten, die zwischen die frei auskragenden Walzen der Transportro)) enbahn bzw. der Abnahmerollenbahn einfahrbar sind, so wird dadurch eine konstruktiv einfache Lösung geschaffen, um die Formatzuschnitte bzw. die aus den Formatzuschnitten gebildeten Pakete auf den Transportwagen zu überstellen.
Sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Länge der Abnahmerollenbahn, die Länge des heb-und senkbaren, der Abnahmerollenbahn benachbart liegenden Abschnittes der Transportrollenbahn und die Länge der Auflageebene des Transportwagens etwa gleich gross, so können auf jeder der erwähnten Baukomponenten gleich lange Werkstückstreifen aufgelegt werden, wobei die längsten Werkstückstreifen den maximalen, handelsüblichen Abmessungen der plattenförmigen Werkstücke entsprechen.
In jenem Bereich, in dem die Formatzuschnitte bzw. die daraus gebildeten Pakete gestapelt werden, müssen diese längs und quer verschoben werden. Dies ist am Ende der Transportrollenbahn der Fall. Es ist daher zweckmässig, dass die Transportrollenbahn an ihrem der Abnahmerollenbahn abgewandten Ende in eine ebene, glatte Auflagefläche übergeht. Werden die Formatzuschnitte auf ebenen, glatten Auflageflächen längs und quer verschoben, so wird deren Oberfläche weniger beansprucht, als wenn die Formatzuschnitte
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auf Rollen oder Walzen aufliegen würden.
Um Formatzuschnitte unterschiedlicher Grösse zu stapeln, ist vorgesehen, dass an der einen Längsseite der glatten Auftageftäche am Ende der Transportrollenbahn mehrere Hubtische mit je einem heb- und senkbaren Anschlag vorgesehen sind sowie je einem sich über die Länge des Hubtisches erstreckenden Schieber, die jeweils ein Stapelgerät bilden. Das Stapeln kann hier durch horizontales Verschieben der Formatzuschnitte bewerkstelligt werden.
Um die Stapel, die aus Formatzuschnitten gebildet sind, ohne grossen Kraftaufwand auf eine abführende Rollenbahn überstehen zu können, schliesst auf der der glatten Auflagefläche der Transportrollenbahn abgewandten Seite der Hubtische eine weitere Rollenbahn an, deren Transportrichtung parallel zur Transportrichtung der Transportrollenbahn verläuft und zumindest in jenem Bereich dieser Rollenbahn, der entlang der Hubtische verläuft, zwischen den Rollen oder Walzen heb- und senkbare Auflageschienen angeordnet sind, die sich parallel zu den Achsen der Rollen oder Walzen erstrecken.
Um die glatten Auflageflächen in Transportrichtung gegeneinander abzugrenzen und zusätzlich zum Ausrichten der Querkanten der hier eintreffenden Formatzuschnitte sind die am Ende der Transportrollenbahn vorgesehenen, glatten Auflagefläche mehrere sich quer zur Transportrichtung erstreckende und in Transportrichtung voneinander distanzierte, sowie sich über die Auflagefläche erstreckende Anschläge vorgesehen und die Anzahl dieser Anschläge entspricht der Anzahl der Hubtische.
Um dieses Ausrichten zu erleichtern, ist entlang eines Teiles der Transportrollenbahn ein quer sich über dieselbe erstreckender Schieber verfahrbar gelagert, der hier zwei Funktionen erfüllt, nämlich den Transport der Formatzuschnitte und das Ausrichten derselben bezüglich ihrer Querkanten.
Damit die Formatzuschnitte bzw. deren Pakete vom erwähnten Schieber ohne grossen Kraftaufwand transportiert werden können, weist die Transportrollenbahn in dem vom Schieber überfahrbaren Längsbereich frei drehbar gelagerte Walzen oder Rollen auf.
Um den Transport nach der Überstellung der Formatzuschnitte auf der Transportrollenbahn rasch durchführen zu können, ist die Ausgangsstellung des Schiebers in jenem Bereich der Transportrollenbahn vorgesehen, der zwischen den glatten Auflageflächen und dem heb-und senkbar gelagerten, der Abnahmerollenbahn gegenüberliegenden Abschnitt dieser Transportrollenbahn liegt.
Die von der Aufteilanlage kommenden Formatzuschnitte bzw. die Pakete aus solchen Formatzuschnitten, die eine Reihe bilden, liegen mit ihren Querkanten unmittelbar aneinander an. Um die nachfolgende Manipulation dieser Formatzuschnitte bzw. dieser Pakete zu erleichtern, ist es zweckmässig, diese voneinander zu trennen. Für diesen Zweck ist vorgesehen, dass die Walzen oder Rollen desjenigen Abschnittes der Transportrottenbahn, der in Arbeitsrichtung gesehen vor dem Schieber in seiner Ausgangsstellung liegt, antreibbar sind.
Der Aufteilplan, nach dem grossformatige plattenförmige Werkstücke aufgeteilt werden, wird in der Weise optimiert, dass der zwangsweise in Kauf zu nehmende Abfall möglichst gering ist. Dadurch ist nicht ausgeschlossen, dass Formatzuschnitte quer zu ihrer Längsrichtung transportiert werden müssen. Andererseits ist es notwendig, die Formatzuschnitte tängsorientiert zu stapeln, damit die dafür vorgesehenen Baukomponenten kleingehalten werden können.
Es ist daher nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass, in Arbeitsrichtung gesehen, dem Schieber ein Drehgerät vorgelagert ist, das aus einem um eine seitlich der Transportrollenbahn befindliche vertikale Achse drehbaren Armkreuz besteht und in dem von diesem Armkreuz überstreichbaren Bereich der Transportrollenbahn heb-und senkbare Rotten vorgesehen sind, deren Drehachsen gegen die vertikale Achse des Armkreuzes gerichtet sind. Mit Hilfe dieses Drehgerätes ist es möglich, Formatzuschnitte, die quer zu ihrer Längsrichtung am Anfang der Transportrollenbahn transportiert werden, auf dieser zu verdrehen, so dass ihre Längsrichtung parallel zur Transportrichtung liegt, und diese Formatzuschnitte nachfolgend längsorientiert gestapelt werden können.
Aufgrund der Optimierung der Aufteilpläne tritt häufig der Fall ein, dass ein Stapel nicht mit der erforderlichen Anzahl von Formatzuschnitten erstellt werden kann. Damit ein solcher vorerst unvollständiger Stapel den Arbeitsablauf nicht behindert, ist es zweckmässig, ihn zwischenzulagern. Diese Möglichkeit wird dadurch geschaffen, dass den Hubtischen auf der den glatten Auflageflächen gegenüberliegenden Seite hebund senkbar gelagerte Auflagen zugeordnet sind, die jeweils aus zwei horizontalen und mit Abstand übereinanderliegenden Reihen von einseitig auskragenden Holmen gebildet sind.
Um die Sortier- und Stapeleinrichtung der hohen Leistungsfähigkeit der Plattenaufteilanlage anzupassen, ist weiters vorgesehen, dass parallel zur Transportrotienbahn mit ihren Baukomponenten wie heb- und
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lenbahn vorgesehen ist mit diesen Baukomponenten und dem vom Transportwagen beschickbaren hebund senkbaren Abschnitt der Transportrotlenbahn auf der der ersten Transportrottenbahn abgewandten Seite ein Hubtisch beigesteOt ist mit einem verstellbaren Anschlag und dem Hubtisch und dem heb- und senkbaren Abschnitt der Transportrollenbahn ein Schieber zugeordnet ist, dessen Verschieberichtung mit
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der Fahrtrichtung des Transportwagens zusammenfällt.
Sind die Längen-und Breitenabmessungen der höhenverstellbaren, vom Transportwagen beschickbaren Abschnitte der Transportrollenbahnen unterschiedlich gross, so kann mit relativ geringem maschinellem Aufwand jedes noch so umfangreiche Aufteilprogramm für handelsübliche plattenförmige Werkstücke bewerkstelligt werden.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine schematisch dargestellte Sortier-und Stapeteinrichtung, wobei diese
Darstellung in zwei Figuren 1 a und 1 b aufgeteilt wurde zu Zwecken der Übersichtlichkeit ;
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 11 - 11 in Fig. 1 ;
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie tt-))) in Fig. 1 ;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Drehkreuz und
Fig. 5 eine Ansicht desselben.
Fig. 1 veranschaulicht eine Draufsicht auf eine Sortier- und Stapeleinrichtung, die unmittelbar an die
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lagen sind in vielen Ausführungsformen bekanntgeworden. An die erwähnte letzte Säge der Plattenaufteilanlage schliesst hier eine Abnahmerollenbahn 1 an, deren Rollen oder Walzen 44 entweder angetrieben sind oder, wenn diese Walzen 44 oder Rollen nicht angetrieben sind, der Schieber 2 über diese Rollen und Walzen 44 verfahrbar ist. Dieser Schieber 2 überstellt die von der letzten Säge kommenden Formatzuschnitte auf diese Abnahmerollenbahn 1. Seitlich und mit Abstand von dieser Abnahmerollenbahn 1 ist eine Transportrollenbahn 3 vorgesehen. Diese erstreckt sich mit ihrem einen Ende über die Länge der Abnahmerollenbahn 1, wobei dieser Abschnitt 4 der Transportrollenbahn 3 heb- und senkbar ausgebildet ist.
Zumindest in diesem Abschnitt 4 besitzt die Transportrollenbahn 3 als Auflage frei auskragende Walzen 45, und auch die Abnahmerollenbahn weist frei auskragende Walzen 44 auf, wobei die freien Enden dieser Walzen 44,45 gegeneinander gerichtet sind (Fig. 2). Die Abnahmerollenbahn 1 und der Abschnitt 4 der Transportrollenbahn 3 sind voneinander distanziert, und in diesem Zwischenraum ist ein Transportwagen 5 auf Schienen 6 verfahrbar gelagert. Die Auflageebene des Transportwagens 5 besteht aus mehreren parallel zu den Schienen 6 sich erstreckenden und voneinander distanzierten Leisten 7, die zwischen die rechenartig angeordneten, frei auskragenden Walzen 44,45 des Abschnittes 4 bzw. der Abnahmerollenbahn 1 eingefahren werden können.
Die Walzen 45 des heb-und senkbaren Abschnittes 4 der Transportrottenbahn 3 sind angetrieben, ebenso die Transportwalzen oder Rollen des anschliessenden Abschnittes 8 der Transportrottenbahn 3, der bis zum einen Schieber 9 reicht, der entlang der Transportrollenbahn 3 verschiebbar gelagert ist, und zwar-in Fig. 1 - nach rechts. Die Auflageebene des Transportwagens 5 ist heb-und senkbar ausgestaltet.
In Fig. 1 ist der letzterwähnte Schieber 9 in seiner Ausgangsposition gezeigt. Der an die Ausgangsposition des Schiebers 9 anschliessende Abschnitt 10 der Transportrollenbahn 3 weist frei drehbare Rollen oder Walzen auf. Auf diesen Abschnitt 10 folgen nun anschliessend glatte Auflageflächen 11,12 und 13. Jeder dieser glatten Auflageflächen 11,12 und 13 ist ein heb-und senkbarer Anschlag 14,15, 16 zugeordnet, der sich quer zu den jeweiligen Auflageflächen erstreckt.
Jeder dieser Auflageflächen 11, 12 und 13 ist ferner ein Hubtisch 17,18 und 19 seitlich beigestellt mit einem heb-und senkbaren Anschlag 20,21 und 22, und auf der Seite der Hubtische 17,18 und 19, die den glatten Auflageflächen 11,12 und 13 abgewandt ist, ist eine weitere Rollenbahn 23 vorgesehen, wobei zumindest in jenem Bereich 24 dieser Rollenbahn, der sich entlang der Hubtische 17,18, 19 erstreckt, parallel zu den Walzen dieser Rollenbahn 3 verlaufende und zwischen diesen angeordnete, heb-und senkbare Auflageschienen vorgesehen sind. Jeder glatten Auflage 11,12 und 13 ist noch ein Schieber 25,26 und 27 zugeteilt, der jeweils heb-und senkbar gelagert ist, wobei die Schieber 25,26 und 27 kammartig ausgebildet sind, und zwar aus Gründen, die noch im folgenden erörtert werden.
Die Hubtische 17,18, 19 ; 17', 18', 19'bilden zusammen mit den Anschlägen 20,
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Seitlich den glatten Auflagen 11,12 und 13 ist eine stationäre Rollenbahn 31 angeordnet, die sich über die Länge dieser Auflagen 11,12 und 13 erstreckt. Diese stationäre Rollenbahn 31 liegt tiefer als die Ebenen der glatten Auflagen 11, 12 und 13. Seitlich dieser Auflagen sind noch zusätzlich weitere Auflagen 28,29 und 30 vorgesehen, die jeweils aus zwei horizontalen und in vertikaler Richtung mit Abstand übereinanderliegenden Reihen von einseitig auskragenden Holmen 32 gebildet sind (Fig. 3). Diese jeweils aus zwei übereinanderliegenden Reihen von einseitig auskragenden Holmen 32 gebildeten Auflagen 28,29 und 30 bilden je eine heb- und senkbare Einheit.
Seitlich des Abschnittes 8 der Transportrollenbahn 3 ist ein um eine vertikale Achse verdrehbares Armkreuz als Drehgerät 33 angeordnet, das in den Figuren 4 und 5 in Ansicht und in Draufsicht gezeigt ist.
Die rechtwinkelig zueinander stehenden Arme 34 sind an einer vertikalen Säule 35 festgelegt und oberhalb dieser Arme 34 ist ein plattenförmiger Halter 36, an welchem vier vertikal stehende Kolben-Zylinder-
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Einheiten 37 angeordnet sind. In dem vom Drehgerät 33 überstrichenen Bereich der Transportrollenbahn sind frei drehbar gelagerte, heb-und senkbare Rollen 38 vorgesehen, deren Drehachse zur vertikalen Achse des Drehgerätes 33 gerichtet sind. Das Drehgerät 33 ist heb-und senkbar ausgebildet, so dass es aus jenem Bereich entfernbar ist, der von den vorbeifahrenden Formatzuschnitten bzw. Formatzuschnittpaketen überstrichen wird.
Parallel und gleichliegend zur Transportrollenbahn 3 ist hier eine zweite Transportroffenbahn 3'vorgesehen, die im wesentlichen mit denjenigen Baukomponenten bestückt ist wie die erstbesprochene Transportrollenbahn 3, und diese Baukomponenten sind daher mit denselben Hinweisziffern ausgestattet, welchen zur Unterscheidung jeweils ein Indexstrich beigefügt wurde.
Der Abschnitt 4'der Transportrollenbahn 3', der ebenfalls heb- und senkbar ist und der frei auskragende Walzen 46 besitzt, unterscheidet sich vom erstbesprochenen Abschnitt der Transportrollenbahn 3 durch seine grössere Breite. Seitlich dieses Abschnittes 4'ist ein Hubtisch 39 mit einem verstellbaren Anschlag 40 angeordnet, ferner ein Schieber 41. Eine weitere Rollenbahn 42 schliesst an die Breitseite des letzterwähnten Hubtisches 39 an, wobei entlang der Längsseite dieses Hubtisches 39 heb-und senkbare Auflageleisten zwischen den Walzen oder Rollen dieser Rollenbahn 42 vorgesehen sind. Seitlich der Rollenbahn 42 können evil. weitere Rollenbahnen vorgesehen werden.
Diese Anlage arbeitet im wesentlichen wie folgt : Die von der nicht dargestellten Aufteilanlage kommenden Formatzuschnitte eines Aufteilpaketes gelangen auf die Abnahmerollenbahn 1, wo diese Formatzuschnitte in Reihen und Zeilen gemäss dem Aufteilplan der plattenförmigen Werkstücke liegen. Der Transportwagen 5 wird unter die Abnahmerollenbahn 1 gefahren, ganz oder teilweise, je nachdem, wie viele Reihen von Formatzuschnitten von ihm zu übernehmen sind. Beispielsweise beinhalte dieser Aufteilplan drei Reihen mit jeweils drei Zeilen von Formatzuschnitten. Diese Formatzuschnitte - es wird davon ausgegangen, dass die ganze Reihe solcher Formatzuschnitte übernommen wird, und zwar alle hintereinander liegende Formatzuschnitte - werden nun mit dem Transportwagen 5 auf den Abschnitt 4 der Transportrollenbahn 3 überstellt. Dies geschieht durch gegenseitiges Anheben bzw.
Absenken der Auflagen oder Walzen. Durch die antriebbaren Rollen oder Walzen der Abschnitte 4 und 8 der Transportrollenbahn 3 werden diese Formatzuschnitte, die in einer Reihe liegen, bis zum Schieber 9 vorgefahren. Dieser Schieber 9 übernimmt nun zeitlich hintereinander einzeln diese Formatzuschnitte und schiebt den ersten gegen einen der hochgefahrenen Anschläge 14,15 oder 16, fährt wieder zurück, übernimmt den zweiten Formatzuschnitt und schiebt diesen vor bis zu einem der hochgestellten Anschläge 14,15 oder 16 usw.
Sobald der Schieberjeweils anschliessend in seine Ausgangsposition zurückgefahren worden ist, treten die Schieber 25, 26 oder 27 in Aktion und schieben die auf den glatten Auflagen 11, 12 und 13 liegenden Formatzuschnitte auf die in die entsprechende Höhenposition gefahrenen Hubtische 17,18 und 19, und zwar gegen die Anschläge 20,21 und 22, wo aus den Formatzuschnitten bzw. den Formatzuschnittpaketen die Stapel gebildet werden. Die hier gefertigten Stapel werden anschliessend auf die Rollenbahn 23 ausgefahren. Wenn nicht alle Formatzuschnitte einer Reihe über die Transportrotfenbahn 3 ausgefahren werden, können die restlichen Formatzuschnitte durch den Transportwagen 5 auf die Transportrollenbahn 3'überstellt werden.
Auch der umgekehrte Weg ist möglich, nämlich die Überstettung von Formatzuschnitten von der Transportrollenbahn 3'auf die Transportrollenbahn 3.
Das Drehgerät 33 dient dazu, Formatzuschnitte um 90'zu drehen, falls dies erforderlich ist. Falls solche Formatzuschnitte gedreht werden müssen, werden diese bis zum Drehgerät 33 vorgefahren, und die hier angelangten Formatzuschnitte werden dann mit einer der Kolben-Zylinder-Einheiten 37 im Eckbereich geklemmt, die Rollen 38 mit den schrägstehenden Achsen werden hochgestellt, und dann wird das Drehgerät bzw. dessen Arme 34 um 90 * verdreht, wodurch die im Bereich dieses sich drehenden Armes liegenden Formatzuschnitte mitgenommen werden.
Über die Rollenbahn 31, deren Auflageebene tiefer liegt als die glatten Auflageflächen 11,12 und 13, können für die zu fertigenden Stapel sogenannte Schonplatten eingefahren werden, auf welche die Stapel aufgebaut werden. Dabei wird eine der rechenartig ausgestalteten Auflagen 28,29 und 30 so tiefgestellt. dass die Schonplatte zwischen die beiden horizontalen Reihen der auskragenden Holme eingefahren werden kann. Die Auflagen 28,29 und 30 fahren hoch, die Schieber 25,26 und 27 schieben die jeweilige Schonplatte auf die Hubtische 17,18 und 19.
Fallen auf den Auflagen 11,12 und 13 Formatzuschnitte an, die die für einen Stapel vorgesehene Anzahl überschreiten oder von ihrem Format her nicht auf den vorbereiteten Stapel aufgelegt werden können, so werden diese durch die Schieber 25. 26 und 27 auf die obere Reihe der Holme der Auflagen 28,29 und 30 überstellt.
In analoger Weise wird mit dem anderen Teil der Anlage verfahren, der einen zum erstbesprochenen Teil korrespondierenden Aufbau besitzt. Die auf die Rollenbahnen 23, 23'und 42 gelangenden Stapel werden am rechten Stirnende (Fig. 1) dieser Rollenbahnen ausgefahren, und zwar auf einen Querverschubwagen 43, von wo sie auftragsgemäss verteilt, gelagert oder abtransportiert werden.
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Der prinzipielle Unterschied zu den bekannten Anlagen besteht darin, dass hier die Formatzuschnitte beim Stapelvorgang direkt übereinandergeschoben werden, beim Transport zu den Sta pelgeräten auf glatten Auflageflächen längs und quer verschoben werden und dass die längs und quer wirkenden Schieber auch die Funktion des Ausrichtens übernehmen. Dadurch können sehr hohe Geschwindigkeiten gefahren werden, und es sind erhebliche Kosteneinsparungen aufgrund der vereinfachten Anlage möglich.