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Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Ventil für den Einbau in Leitungen für flüssige bzw. gasförmige Medien mit einem Ventilgehäuse, welches zwei mit Anschlussgewinden ausgebildete Rohrstutzen, eine in seinem Innenraum befindliche, mit einer Ventilöffnung versehene Trennwand und einen gegenüber den beiden Rohrstutzen quer abragenden dritten Rohrstutzen, mit weichem ein Ventil-Oberteil verschraubt ist, aufweist, wobei der Ventil-Oberteil mit einer axialen Bohrung ausgebildet ist, in welcher sich eine Ventilspindel befindet, an deren im Ventilgehäuse befindlichen freien Ende ein der Ventilöffnung zugeordneter Ventilverschluss befestigt ist und auf deren anderes Ende ein Betätigungsgriff aufsetzbar ist,
weiters die im Ventil-Oberteil befindliche Bohrung sowie die Ventilspindel mit einander zugeordneten Dichtungsflächen und Schraubgewinden ausgebildet sind, wodurch die Ventilspindel zur Betätigung des Ventiles gegenüber dem Ventil-Oberteil axial verstellbar ist, zudem der Ventil-Oberteil mit einem Gewinde ausgebildet ist, mit weichem er mit dem dritten Rohrstutzen des Ventilgehäuses verschraubt ist und sich radial innerhalb des Gewindes die Dichtungsfläche der Bohrung befindet, an welche ein Innengewinde anschliesst, welches sich zum freien Ende des Ventil-Oberteiles hin erstreckt.
Bei einem derartigen Ventil, welches aus der US 3 827 670 A bekannt ist, ist die Bohrung des VentilOberteiles mit einem Innengewinde ausgebildet, in welchem die mit einem gegengleichen Aussengewinde ausgebildete Ventilspindel verschraubbar ist. Um eine axiale Verstellung der Ventilspindel zur Freigabe der Ventilöffnung zu ermöglichen, schliesst in der im Ventil-Oberteil vorgesehenen Bohrung an den mit dem Innengewinde versehenen Abschnitt ein gewindefreier, zylindrischer Abschnitt an, dessen axiale Länge zumindest dem Ventilhub gleich ist. In dem diesen beiden Abschnitten zugeordneten Bereich der Gewindespindei ist diese mit dem Aussengewinde und mit einem zylindrischen Abschnitt mit einem geringeren Durchmesser ausgebildet. Der zylindrische Abschnitt dient als Dichtungsfläche, welcher eine Dichtung zugeordnet ist.
Diese bekannte Ausbildung eines Ventiles und ähnliche Ausbildungen, welche aus der DE 1 262 712 B, aus der DE 41 16 867 A1 und aus der US 2 825 529 bekannt sind, sind jedoch mit mehreren Nachteilen behaftet : Einerseits befinden sich in der Bohrung des Ventil-Oberteiles mehrere Abschnitte, welche in jeweils gesonderten Arbeitsgängen hergestellt werden müssen. Andererseits bildet ein zwischen der Dichtungsfläche und dem Innengewinde befindliche Abschnitt einen freien Raum, in welchen Medium eindringt, welches keinem Austausch unterliegt, weswegen sich in diesem Raum Mineralien, insbesondere Kalk, ablagern bzw.
Bakterien u. dgl. ansammeln können. Da der an das Innengewinde anschliessende Abschnitt eine axiale Länge aufweisen muss, welche zumindest dem Ventilhub gleich ist, ist hierdurch zudem eine axiale Länge des Ventil-Oberteiles vorgegeben, durch welche bei der Herstellung des Ventil-Oberteiles ein entsprechender Materialaufwand verursacht wird.
Das aus der US 3 827 670 A bekannte Ventil ist insbesondere auch deshalb nachteilig, da sich auf dem zylindrischen Teil der Ventilspindel, welches sich in der Schliessstellung des Ventils innerhalb des Mediums befindet, Ablagerungen bilden können, durch welche bei einer Verstellung der Ventilspindel die zugeordnete Dichtung beschädigt wird.
Der gegenständlichen Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Ventil zu schaffen, durch welches die vorstehend angeführten Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die Dichtungsfläche der Ventilspindel mit mindestens zwei Ringnuten ausgebildet ist, in welche Dichtungsringe eingesetzt sind, wobei sich in den beiden Endstellungen der Ventilspindel jeweils ein Dichtungsring nahe dem ventilseitigen Ende der im Ventil-Oberteil vorgesehenen Dichtungsfläche befindet.
Durch eine derartige Ausbildung der im Ventil-Oberteil befindlichen Bohrung können das in dieser befindliche Innengewinde und die anschliessende Dichtungsfläche von einer Seite her in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden. Dadurch, dass das Innengewinde an die Dichtungsfläche unmittelbar anschliesst, wird weiters ein Freiraum, in welchem sich Medium ansammeln kann, vermieden. Insbesondere ist auch der Bereich der Gewindefläche gegenüber dem Eintritt von Medium abgedichtet. Da weiters bei einer Verdrehung der Gewindespindel zur Öffnung des Ventiles das Aussengewinde der Ventilspindel aus dem Ventil-Oberteil hinaustritt, kann die axiale Länge des Ventil-Oberteiles um den Betrag des Ventilhubs verringert werden, wodurch bei der Herstellung des Ventil-Oberteiles eine Materialersparnis von bis zu etwa 30% erzielt wird.
Vorzugsweise ist weiters das in den Innenraum des Ventilgehäuses einragende Ende der Ventilspindel mit einem Aussengewinde ausgebildet, auf welchem sich ein Befestigungselement für die Ventildichtung befindet, wobei erfindungsgemäss das Befestigungselement durch eine Kappe od. dgl. aus einem elastischen
Material, insbesondere einem Kunststoff, gebildet ist, welche mit einer zylindrischen Bohrung ausgebildet ist, wodurch die Kappe auf das mit dem Aussengewinde versehene Ende der Ventilspindel aufpressbar und durch Verdrehung von der Ventilspindel lösbar ist. Schliesslich kann in an sich bekannter Weise der
Handgriff mit einem hohlzylindrischen Fortsatz ausgebildet sein, welcher sich über das freie Ende der
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Ventilspindel bis zum freien Ende des Ventil-Oberteiles erstreckt.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Ventil in seiner offenen Stellung, in axialem Schnitt,
Fig. 2 das Ventil gemäss Fig. 1 in seiner sperrenden Stellung, in axialem Schnitt,
Fig. 3 ein Detail der Fig. 1 und 2 in gegenüber diesen vergrösserter Darstellung, im Schnitt, und
Fig. 4 das Detail gemäss Fig. 3, in auseinander gezogener Darstellung.
Wie dies aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, enthält ein erfindungsgemässes Ventil ein Ventilgehäuse 1, welches zwei mit Innengewinden versehene Rohrstutzen 11 und 12 aufweist, mittels weicher das Ventil in eine Leitung für flüssige oder gasförmige Medien einsetzbar ist. Quer zu den beiden Rohrstutzen 11 und 12 ragt ein dritter Rohrstutzen 13 ab, in welchen ein Ventil-Oberteil 2 mittels eines Aussengewindes 21 eingeschraubt und mittels einer Ringdichtung 22 abgedichtet ist. Der Innenraum 10 des Gehäuses 1 ist mittels einer Trennwand 14, in welcher sich eine Ventilöffnung 15 befindet, in zwei Bereiche unterteilt.
Der Ventil-Oberteil 2 ist mit einer Bohrung 20 ausgebildet, in welche eine Ventilspindel 3 eingesetzt ist.
An ihrem der Ventilöffnung 15 zugeordneten freien Ende sind auf der Ventilspindel 3 ein Ventilteller 31 und eine Ventildichtung 32 befestigt. Die Befestigung erfolgt mittels einer Kappe 34, welche auf ein am freien Ende der Ventilspindel 3 vorgesehenes Gewinde 33 aufgesetzt ist. Das andere Ende der Ventilspindel 3 ist mit einem Vierkant 35 ausgebildet, aufweichen ein Handgriff 4 aufgesetzt ist.
Die Ventilspindel 3 ist anschliessend an den Ventilteller 31 mit einer zylindrischen Dichtungsfläche 36 ausgebildet, welche mit drei ringförmigen Nuten versehen ist, in welche Dichtungsringe 38 eingesetzt sind.
Dabei liegen zwei Nuten mit den Dichtungsringen 38 jeweils nahe den beiden Enden der Dichtungsfläche 36. Der Dichtungsfläche 36 liegt in der Bohrung 20 des Ventil-Oberteiles 2 eine hohlzylindrische Dichtungsfläche 26 gegenüber. An die Dichtungsfläche 36 der Ventilspindel 3 schliesst ein Aussengewinde 37 an, welchem in der Bohrung 20 des Ventil-Oberteiles 2 ein Innengewinde 27 zugeordnet ist. Der Handgriff 4 ist mit einem hohlzylindrischen Fortsatz 41 ausgebildet, welcher das obere Ende des Ventil-Oberteiles 2 übergreift und das obere Ende der Ventilspindel 3 überdeckt, wobei er sich bei geöffnetem Ventil zumindest bis zum freien Ende des Ventil-Oberteiles 2 erstreckt und dieses überdeckt.
Die in der Dichtungsfläche 36 vorgesehenen Ringnuten mit den Dichtungsringen 38 sind so angeordnet, dass in beiden Endstellungen der Ventilspindel 3 sich jeweils zumindest ein Dichtungsring 38 nahe dem ventilseitigen Ende der Dichtungsfläche 26 befindet. Dadurch ist gewährleistet, dass in die Abschnitte der Dichtungsflächen 26 bzw. 36 und der Schraubegewinde 27 bzw. 37 kein Medium eintritt, sodass diese von Ablagerungen von Mineralien, wie Kalk, bzw. Ansammlungen von Bakterien freigehalten werden. Weiters können die zylindrische Dichtungsfläche 26 sowie das anschliessende Innengewinde 27 von einer Seite des Ventil-Oberteiles 2 her in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden.
Da zudem beim Verdrehen der Ventilspindel 3 zur Öffnung des Ventiles das Aussengewinde 37 der Ventilspindel 3 über das freie Ende des Ventil-Oberteiles 2 hinausgeschraubt wird, braucht der Ventilhub bei der axialen Länge des Ventil-Oberteiles 2 nicht berücksichtigt zu werden, wodurch eine Materialersparnis erzielt wird.
Anhand der Fig. 3 und 4 ist die Befestigung der Ventildichtung 32, welche an den Ventilteller 31 anliegt, erläutert. Hierfür dient die Kappe 34, welche aus einem elastischen Material, z. B. aus Kunststoff, gefertigt ist und welche mit einer zylindrischen Ausnehmung 34a ausgebildet ist. Die Kappe 34 wird, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, auf das mit dem Aussengewinde 33 versehene freie Ende der Gewindespindel 3 durch Pressung aufgesetzt, wobei sie durch das Aussengewinde 33 gehalten wird. Soferne die Dichtung 32 ausgetauscht werden soll, kann die Kappe 34 von der Gewindespindel 3 heruntergeschraubt werden.
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