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Die Erfindung betrifft ein militärisches Kraftfahrzeug mit einem in das Armaturenbrett integrierten Kontrolleuchtenfeld mit einer Vielzahl von Betriebs- und anderen Zustände anzeigenden Kontrolleuchten.
Für militärische Kraftfahrzeuge wird verlangt, dass in bestimmten Einsatzfällen, insbesondere wenn Tarnung befohlen Ist, sämtliche sichtbaren Lichtquellen ausschaltbar bzw. soweit verdunkelbar sind, dass die noch verbleibende Lichtstärke vernachlässigbar ist. Im Bereich des Armaturenbrettes geschah dies bisher dadurch, dass man die Beleuchtung der Anzeigeinstrumente gegen Null gehend zurücknahm. Damit wurde die Anzeigefunktion der Kontrolleuchten ausgeschaltet. Gerade letzteres aber ist für einen sicheren Betrieb des Fahrzeuges sehr ungünstig, denn der Fahrer weiss nicht, welche gegebenenfalls auch kritischen Betriebszustände momentan vorherrschen.
Insbesondere, wenn eine Kontrolleuchte einem bestimmten Schadensfall zugeordnet ist, der dann nicht darstellbar ist, kann sich dies sehr nachteilig auswirken und sogar zum Ausfall des Fahrzeuges führen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, für ein militärisches Fahrzeug der gattungsgemässen Art Vorkehrungen zu schaffen, die eine Verdunklung des Kontrolleuchtenfeldes ermöglichen, dem Fahrer trotzdem aber die Möglichkeit belassen, eine aufleuchtende Kontrolleuchte zu erkennen.
Diese Aufgabe ist bei einem militärischen Fahrzeug der gattungsgemässen Art erfindungsgemäss entsprechend dem Kennzeichen des Anspruches 1 dadurch gelöst, dass dem Kontrolleuchtenfeld eine Tarnvorrichtung mit verschwenkbaren, die Lichtabstrahlung der Kontrolleuchten zum Fahrer hin-je nach Einstellung - von vollem Durchlass bis auf Null gehend reduzierenden Lamellen zugeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Tameinrichtung ist mit vergleichsweise einfachen und billig herzustellenden Einzelteilen realisierbar und am Armaturenbrett problemlos im Bereich des Kontrolleuchtenfeldes z. B. durch Ankleben des Rahmens anbringbar. Die Lamellen erlauben in Volldurchlassstellung einen ungehinderten Blick auf die Kontrolleuchten, reduzieren aber je nach Verschwenkstellung zunehmend den Lichtaustritt zum Fahrer hin Der Fahrer kann also auch bei einem hohen Abdunklungsgrad, solange sich die Lamellen nicht in vollständiger Verschlussstellung befinden, erkennen, ob die eine oder andere Kontrolleuchte angesteuert ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Tamvorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben. Vorzugsweise besteht die Tamvorrichtung aus einem Rahmen mit darin parallel zu einander verschwenkbar gelagerten Lamellen. Dabei vermag jede der Lamellen mehrere nebeneinander angeordnete Kontrolleuchten des Kontrolleuchtenfeldes abzudecken. Jede der Lamellen ist dabei an einem am Rahmen axial verschiebbar geführten Stellschieber angelenkt und durch manuelle oder elektromotorische, kontinuier-
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lassstellung, in der sie im wesentlichen senkrecht zur Kontrolleuchtenfeldebene stehen, über teillichtdurchlässige Zwischenstellungen in eine Nullichtdurchlassstellung Uberführbar, in der sie dann flächenbündig, einander geringfügig überdeckend, randbereichsseitig aneinander anliegen.
Vorzugsweise sind der Rahmen, jede der Lamellen und der Stellschieber der Tamvorrichtung jeweils durch ein Kunststoffspritzgussteil realisiert.
Je nach den militärischen Tarnvorschriften kann es sich als zweckmässig oder gar notwendig erweisen, dass die Lamellen der Tarnvorrichtung kleine Durchtrittsöffnungen aufweisen, von denen jede bei voll abgeschottenem Kontrolleuchtenfeld jeweils über dem Mittelpunkt einer zugehörigen Kontrolleuchte angeordnet ist und dem Fahrer nach Art eines Lichtpunktes zu erkennen, gibt, dass eine Kontrolleuchte aufleuchtet bzw. aktiviert ist Da der Fahrer in der Regel weiss, welcher Lichtpunkt welcher Kontrolleuchte zugeordnet ist. kann er auch den durch die aktivierte Kontrolleuchte angezeigten Betriebszustand richtig interpreteren.
Nachstehend ist die erfindungsgemässe Tarneinrichtung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Beispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigen Figur 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Tameinrichtung mit auf Vollichtdurchlass eingestellten Lamellen, Figur 2 A einen vergrösserten Ausschnitt aus Figur 1 entlang der dort eingetragenen Schnittlinie 11 mit in Volldurchlassstellung gezeigten Lamellen, Figur 2 B den Ausschnitt gemäss Figur 2 A aber mit hier in Teilabschottungsstellung verschwenkten Lamellen, und Figur 2 C den Ausschnitt gemäss Figur 2 A mit in Vollverdunkelungsstellung verschwenkten Lamellen.
In Figur 1 ist eine erfindungsgemässe Tarnvorrichtung 1 in ihrer Gesamtheit in Draufsicht ersichtlich.
Diese ist dem Kontrolleuchtenfeld 2 zugeordnet und als Vorsatzorgan am Armaturenbrett, z. B. durch Ankleben befestigt. Im dargestellten Beispiel umfasst das Kontrolleuchtenfeld 2 acht Reihen mit jeweils vier nebeneinander angeordneten, also insgesamt 32 Kontrolleuchten 3, mit denen die verschiedensten Betriebs-und sonstigen Zustände des militärischen Kraftfahrzeugs anzeigbar sind. Jede dieser Kontrolleuchten 3 besteht aus einer Maske 4, in der der betreffende Betriebs- oder sonstige Zustand symbolhaft integriert ist, und einer dahinter angeordneten Lampe 5 zur Durchleuchtung der Maske 4. Die Kontrolleuchten 3 können jedoch auch anders ausbildet und z. B. durch LED- oder LCD- Anzeigen realisiert sein. Die dargestellte Tarnvorrichtung 1 besteht aus einem Rahmen 6 mit darin parallel zueinander schwenkbar
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gelagerten Lamellen 7.
Die Lagerung der Lamellen 7 erfolgt dabei über rahmenseitig feste Lagerstifte 8, die endseitig an den Lamellen 7 angeordnete Lageraugen 9 durchdringen. Die belden aus jeweils zwei zueinander axial fluchtenden Lagerstiften 8 und zugehörigen Lageraugen 9 gebildeten Lagerstellen der Lamellen 7 sind so angeordnet dass die Lamellen 7 alle um zueinander parallele und in einer Ebene angeordnete Schwenkachsen schwenkbar sind. Mit jeder dieser Lamellen 7 ist eine Reihe von je vier Kontrolleuchten 3 des Kontrolleuchtenfeldes 2 abzudecken. Jede der Lamellen 7 ist an einem am Rahmen 6 axial, z. B. entlang einer Schiene oder Führungsnut 10, verschiebbar geführten Stellschieber 11 angelenkt, über jeweils einen Lagerstift 12, der in ein zugeordnetes Lagerauge 13 an der Lamelle 7 eingreift.
Im dargestellten Beispiel ist der Stellschieber 11 mit Friktion auf der Schiene bzw. in der Nut 10 gelagert und manuell verschiebbar. Alternativ hierzu kann der Stellschieber 11 jedoch auch elektromotorisch kontinuierlich oder in bestimmten Winkelschritten verstellt werden, und zwar von einer aus Figur 1 und 2 A gezeigten Lichtvolldurchlassstellung, in der die Lamellen 7 im Wesentlichen senkrecht zur Kontrolleuchtenfeldebene stehen, über teillichtdurchlässige Zwischenstellungen, wie aus Figur 2 B ersichtlich, in eine Nullichtdurchlassstellung, die aus Figur 2 ersichtlich ist und in der die Lamellen 7 dann flächenbündig, einander geringfügig überdeckend, randbereichsseitig aneinander anliegen.
Der Rahmen 6, jede der Lamellen 7 und der Stellschieber 11 der Tarnvorrichtung 1 ist vorzugsweise durch ein Kunststoffspritzgussteil realisiert. Darüber hinaus können die Lamellen 7 der Tarnvorrichtung 1 kleine Durchtrittsöffnungen aufweisen, von denen jede bei vollabgeschottetem Kontrolleuchtenfeld 2, wie in Figur 2 C gezeigt, jeweils über dem Mittelpunkt einer zugehörigen Kontrolleuchte 3 angeordnet ist und dem Fahrer nach Art eines Lichtpunktes zu erkennen gibt, dass eine Kontrolleuchte 3 aufleuchtet bzw. aktiviert ist.