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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schrämmaschine mit an einem schwenkbaren Schrämarm rotierbar gelagerten Schrämköpfen oder -walzen und mit einer Laderampe bzw. einem in Richtung zur Ortsbrust verlaufenden Förderer für die Aufnahme und Abförderung des geschrämten Materials, bel welcher der Schrämarm an einem auf in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Längsführungen verschieblichen Schiitten gelagert ist, wobei der Schlitten als selbsttragendes Kastenprofil ausgebildet ist.
Schrämmaschinen mit in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Führungen für einen verschieblichen Schlitten sind beispielsweise der AT-PS 392 512 oder der AT-PS 393 295 zu entnehmen. Bei diesen
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wobei die von diesen Längsführungen und den entsprechenden Lagerbauteilen aufzunehmenden Kräfte zumeist eine relativ grosse Bauhöhe erforderten.
Zur Verringerung der Bauhöhe wurde in der österreichischen Anmeldung A 31/92 bereits vorgeschlagen, den Schlitten als selbsttragendes Kastenprofil auszubilden, wodurch mit wesentlich einfacheren Hilfsrahmen das Auslangen gefunden werden konnte. Bei der bekannten Einrichtung gemäss dieser älteren Anmeldung wurde der Schlitten ebenso wie der Hilfsrahmen an den stangenförmigen Längsführungen festgelegt, und es wurden zwischen dem Schlitten und dem Maschinenrahmen Gleitlager angeordnet, um im Falle von Verformungen des Rahmens bei mechanischer Überbeanspruchung einen erhöhten Verschleiss bzw. Kollisionen zwischen dem Schlitten und dem Rahmen zu verhindern.
Mit Rücksicht auf die Ausbildung des Schlittens als selbsttragendes Kastenprofil konnte zwar der Rahmen mit geringerer Steifigkeit ausgebildet werden, jedoch musste um statische Überbestimmungen zu vermeiden und insbesondere Überbeanspruchungen der Längsführungen für den Schlitten hintanzuhalten, der die Raupenfahrwerke verbindende Rahmen von gelenkig mit den Raupenfahrwerken verbundenen Rahmenteilen gebildet werden, was wiederum einen zusätzlichen Lagerungsaufwand erforderte. Bei der bekannten Ausbildung war darüber hinaus der Verschiebeantrieb für den Schlitten in Höhenrichtung zwischen Raupenfahrwerk und den Führungsstangen für den Schlitten angeordnet, sodass hier zusätzliche Bauhöhe für den Antrieb vorgesehen sein musste.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Schrämmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei minimaler Bauhöhe in besonders einfacher Weise an verschiedene Einsatzorte gebracht werden kann und mit äusserst geringem Montageaufwand vorort auch an schwer zugänglichen Stellen leicht zusammengebaut werden kann. Die Erfindung zielt weiter darauf ab, ein Baukastensystem zu schaffen, mit welchem mit einer geringen Zahl von zu transportierenden Bauteilen das Auslangen gefunden werden kann, wobei darüberhinaus beispielsweise durch Austausch des Schlittens ohne wesentliche zusätzliche Modifikationen Vanationen in der Baubreite und ggf. in der Bauhöhe an die jeweiligen Erfordernisse angepasst vorgenommen werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässe Ausbildung im wesentlichen darin, dass das Raupenfahrwerk von zwei mit Längsführungen für den Schlitten verbundenen Raupenschiffen gebildet ist, welche miteinander über wenigstens ein plattenförmiges Verriegelungsglied, dessen Hauptebene in Maschinenlängsrichtung angeordnet ist, verbunden sind, und dass die Verschiebeantriebe für den Schlitten seitlich neben oder seitlich unterhalb der Längsführungen angeordnet sind. Dadurch, dass die mit den Längsführungen für den Schlitten ausgestatteten Raupenschiffe durch wenigstens ein plattenförmiges Verriegelungsglied miteinander verbunden sind, kann ein einfacher Bauteil für den vollständigen Zusammenbau der Maschine verwendet werden, und es kann auf Zwischenrahmen bzw.
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sicherstel-len, dass aufgrund der Geometrie der Platte die bei einer Verschiebung des Schlittens auftretenden Kräfte sicher in der Ebene der Platte aufgeonmmen werden können. Für den Zusammenbau und die Stabilität der Schrämmaschine ist es in diesem Falle lediglich erforderlich, dass die Raupenfahrwerke in einem bestimmten Seitenabstand voneinander gehalten werden, wofür beispielsweise das Verriegelungsglied lediglich eine Verspannung der Raupenfahrwerke gegen Gleitflächen an der Aussenseite der Seitenwände des Schlittens bewirken müsste. In besonders einfacher Weise ist daher die Ausbildung so getroffen, dass das plattenförmige Verriegelungsglied in Zugrichtung kraftschlüssig mit die Raupenfahrwerke aussen übergreifenden Laschen verbunden ist.
Die Verschiebeantriebe für den Schlitten sind in vorteilhafter Weise seitlich neben oder seitlich unterhalb der Längsführung angeordnet, wodurch weiter Bauhöhe eingespart wird, und es kann der Lagerungsaufwand für die Abstützung der Kräfte wesentlich verringert werden. Insgesamt entsteht somit ein Baukastensystem, bei weichem zwei im wesentlichen symmetrische Raupenfahrwerke gemeinsam mit Längsführungen, ein Schlitten und ein je nach Breite des gewählten Schlittens den jeweiligen Erfordernissen angepasstes plattenförmiges Verriegelungsglied erforderlich sind, um Maschinen unterschiedlicher Bauhöhe bzw. unterschiedlicher Baubreite in einfacher Weise vorort zusammensetzen zu können. Insbesondere die Tatsache, dass die Raupenschiffe samt zugehörigen Längsführungen mit Anschlussstellen für Energieversorgung bzw.
Steuerung für unterschiedliche Maschinen in identischer Weise ausgebildet werden können, ermöglicht hiebei eine bedeutende Rationalisierung und eine wesentliche Vereinfachung des
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Zusammenbaus. Gegenüber bekannten Ausbildungen ergeben sich aber auch Vorteile beim Transport, da ein Verziehen des Rahmens nicht befürchtet werden muss. Es entfällt daher jede Nachbearbeitung, wie sie bei starren Verbindungen des Raupenfahrwerkes mit einem Rahmen nach dem Transport zur Erzielung der Funktionstüchtigkeit erforderlich wäre.
In besonders vorteilhafter Weise ist die erfindungsgemässe Schrämmaschine so ausgebildet, dass das Verriegelungsglied durch innenliegende Laschen der Raupenfahrwerke und die Raupen hindurchgesteckt ist. Insbesondere dann, wenn die Ausbildung hiebei so getroffen ist, dass das Verriegelungsglied mit den Aussenlaschen der Raupenfahrwerke verschraubt ist, und dass der Querschnitt des Verriegelungsgliedes die Laschen formschlüssig durchsetzt oder formschlüssig in diese eingreift, wird mit relativ leichten und leicht zu transportierenden Verriegelungsgliedern das Auslangen gefunden,
und es kann gleichzeitig über das Material der Verriegelungsglieder und die jeweilige Querschnittsgeometrie eine Überbelastung vermieden
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des infolge Biegebeanspruchungen bei relativer Verschiebung der beiden Raupenfahrwerke aufgenommen werden könnten. Mit Vorteil ist hiebei die Ausbildung so getroffen, dass die Verriegelungsglieder aus Flachstahl mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet sind, dessen Länge in Maschinenlängsnchtung angeordnet wenigstens dem 5-fachen der Querschnittshöhe entspricht, wodurch sichergestellt wird, dass die beiden Raupenschiffe in der Seitenansicht gesehen bei Verschiebebewegung parallel zueinander verlei- ben, sodass die Lagerung und die Führung des Schlittens nur gering beansprucht wird.
Um statische Überbestimmung und einen weiteren Lagerungsaufwand zu verringern, ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen, dass das Verriegelungsglied unterhalb des Schlittens in Abstand von der Unterkante des Schlittens verläuft, wobei der hier vorgesehene Spielabstand von der Unterkante des Schlittens auch geringfügige Torsionen des Verriegelungsgliedes ohne Kollision mit der Unterkante des Schlittens ermöglichen sollte und erst bei grosser Verwölbung infolge von Biegebeanspruchung eine Anlage und damit Begrenzung der Verformung des Verriegelungsgliedes gegeben ist.
Ein besonders einfacher Zusammenbau der Schrämmaschine lässt sich dadurch erzielen, dass die Ausbildung so getroffen ist, dass zwischen den Seitenwangen des Schlittens und den inneren Laschen der Raupenfahrwerke Gleitflächen angeordnet bzw. ausgebildet sind. Bei einer derartigen Ausbildung genügt es, das Verriegelungsglied zu spannen, wodurch die gewünschte Stabilität durch Anlage der Gleitflächen der Laschen des Raupenfahrwerkes an den Gleitflächen des selbsttragenden Schlittenrahmens erzielt wird.
Auf diese Weise wird mit einem einfachen Zugglied ein hohes Mass an Maschinenstabilität gewährleistet, wobei der Zusammenbau naturgemäss überaus einfach ist.
Um mit einem Minimum an Bauhöhe das Auslangen zu finden, kann neben der erfindungsgemässen Anordnung des Verschiebeantriebes die Ausbildung mit Vorteil so getroffen sein, dass die obere Wand des Schlittens tiefer liegt als die Oberkante der Führungen des Schlittens an den Raupenfahrwerken. Die Massnahme, die obere Wand des Schlittens tiefer zu legen als die Oberkante der Führungen, erlaubt es, in diesem Bereich Absaugeinrichtungen, Bewetterungsonrichungen od. dgl. anzuordnen, welche üblicherweise von dünnwandigen Kanälen gebildet sind, welche an dieser Stelle geschützt und ohne Gefahr einer Beschädigung leichter unterzubringen sind als im lichten Querschnittsprofil des selbsttragenden Schlittens.
Im lichten Querschnitt des Schlittens kann bei dieser Ausbildung ein Abförderer angeordnet sein, wobei durch Verlagerung der für die Bewetterung bzw. Absaugung erforderlichen Bauteile ausserhalb des lichten Querschnittsprofiles des Schlittens hier die Gefahr von Beschädigungen wesentlich herabgesetzt werden kann, da kantige und sperrige abzufördernde Teile nunmehr den gesamten freien Querschnitt des Schlittenprofiles nutzen können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Schrämmaschine bei ausgefahrenem Schlitten, Fig. 2 eine Ansicht entsprechend der Fig. 1 bei zurückgezogenem Schlitten, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Maschine nach den Fig. 1 und 2, wobei die Darstellungen zu beiden Seiten der Maschinenlängsachse den Draufsichten entsprechend der Stellung in Fig. 1 bzw. Fig. 2 entsprechen, und
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bzw. Raupenschiffen.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Schrämmaschine 1 ersichtlich, welche über Raupenfahrwerke 2 verfügt. Die Raupenfahrwerke sind als Raupenschiffe ausgebildet und jeweils starr mit einer Längsführungsstange 3 verbunden, an welcher ein Schlitten 4 in Maschinenlängsrichtung verschieblich antreibbar gelagert ist. Am Schlitten 4 ist um eine Anlenkachse 5 schwenkbar ein Auslegerarm 6 angelenkt, welcher über einen Schwenkantrieb 7 in Höhenrichtung verschwenkbar ist. Die in Fig. 1 dargestellte Position des Schlittens 4 entspricht der maximal ausgefahrenen Position des Schlittens gegenüber dem Raupenfahrwerk, wohingegen die Darstellung in Fig. 2 der zurückgezogenen Position des Schlittens 4 entspricht. An den Raupenfahrwerken ist jeweils am hinteren Ende eine Energleversorgungs- bzw. Steuereinheit 8 angeschlossen.
Der
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Schrämkopf ist schematisch mit 9 angedeutet. Bei besonders niedrig bauenden Maschinen kann auf eine vertikale Schwenkachse verzichtet werden, und es genügt, dass der Schrämarm 6 lediglich in Höhenrichtung um seine Anlenkachse 5 schwenkbar am Schlitten angelenkt ist.
Bei der Darstellung nach Fig. 3 ist zusätzlich in der Draufsicht noch ein Teil der Abfördereinrichtung 10 sowie die Laderampe 11 deutlich ersichtlich. Im übrigen wurden die Bezugszeichen nach den Fig. 1 und 2 unverändert beibehalten.
Die Fig. 4 zeigt nun die Details für den Zusammenbau einer Maschine nach den Fig. 1 bis 3. Der Schlitten 4 umgreift die Längsführungen 3 der Raupenfahrwerke 2 und ist längs der Achse der Längsführungsstangen 3 verschieblich. Der Verschiebeantrieb greift an Laschen 25 an und ist seitlich ausserhalb der Längsführungen 3 angeordnet. Im lichten Querschnittsprofil 12 des kastenförmigen Schlittens 4 ist ein Förderer 13 angeordnet. Die obere Querwand 14 des kastenfömigen Schlittens ist gegenüber der Oberkante 15 der Führungen abgesenkt ausgebildet, sodass hier Raum für Kanäle 16 für die Bewetterung bzw. die Absaugung verbleibt.
Die Raupenfahrwerke 2 verfügen über eine innere Lasche 17 und eine aussenliegende Lasche 18, wobei diese beiden Laschen im Querschnitt rechteckige Durchbrechungen 19 aufweisen. In diese Durchbrechungen 19 wird ein plattenförmiges Verriegelungsglied 20 eingesteckt, wobei dieses Verriegelungsglied 20 formschlüssig in die Durchbrechung 19 eingreift, bzw. diese durchsetzt. Die Festlegung erfolgt in der Ausbildung nach Fig. 4 über Schrauben 21 von der Aussenseite der aussenliegenden Lasche 18 her, wobei diese Verschraubung eine Zugverbindung sicherstellt, bei welcher die innenliegende Lasche 17 mit ihrer Gleitfläche 22 gegen entsprechende Gleitflächen 23 an der Aussenseite der Seitenwangen des kastenförmigen Schlittens 4 gepresst wird.
Es ist somit lediglich eine Gleitfuhrung vorgesehen, und zwischen der Unterkante 24 und dem Verriegelungsglied 20 verbleibt ein hinreichend grosses Spiel, um statische Überbestimmungen bzw. weitere Lagebei derartigen Maschinen somit durch Einstecken eines plattenförmigen Verriegelungsgliedes 20 durch entsprechende Durchbrechungen bzw. Ausnehmungen 19 in den Laschen 17 und 18, wobei das Verriegelungsglied 20 das Raupenfahrwerk 2 durchsetzt. Bei entsprechend kraftschlüssiger Zugverbindung wird das Raupenfahrwerk mit der innenliegenden Lasche 17 gegen Gleitflä- chen 23 an der Aussenseite des Schlittens 4 verspannt, wodurch unmittelbar in besonders einfacher Weise ein hohes Mass an Stabilität erzielt wird.
Bei Austausch des selbsttragenden Schlittens 4 gegen einen anderen Schlitten, beispielsweise einen Schlitten, mit welchem auch eine im wesentlichen vertikale Schwenkachse für den Auslegerarm ermöglicht werden soll, genügt es, das Verriegelungsglied 20 zu lösen und ein dem jeweils neuen Bauteil angepasstes neues Verriegelungsglied 20 für den Zusammenbau zu verwenden. Das Verriegelungsglied 20 weist, wie erwähnt, einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, wobei die Querschnittshöhe a gemäss der Darstellung in Fig. 4 wesentlich kleiner ist als die Länge des Querschnittes in Maschinenlängsrichtung gemessen. Mit Vorteil soll die in Maschinenlängsrichtung gemessene Länge des Querschnittes des plattenförmigen Verriegelungsgliedes wenigstens dem 5-fachen der Querschnittshöhe a betragen.