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Die Erfindung bezieht sich auf eine Dacheindeckung aus nebeneinanderliegend angeordneten Bahnen aus Titanzinkblech, wobei die einzelnen Blechbahnen vermittels Trag- und Befestigungselementen nebeneinanderliegend und entlang Ihrer Längsränder einander übergreifend auf einer Tragkonstruktion verlegt sind.
Weiters bezieht sich die Erfindung auf Titanzinkblechbänder, die als Stehfalzdeckungen und auch als Anschluss- und Abdeckbleche im Dach- und Fassadenbereich eingesetzt werden
Titanzinkbleche besitzen, wie auch andere zinkbeschichtete Bleche die zinktypische Eigenschaft der Ausbildung einer natürlichen aus Zinkoxid und basischen Zinkkarbonat bestehenden Schutzschicht an ihrer Oberfläche, wenn sie über einen hinreichenden Zeitraum einer ausreichend kohlendioxidhaltigen Atmosphäre ausgesetzt sind. weswegen sie sich auch durch eine Pflegelosigkeit und überdurchschnittlich hohe Nutzungs- bzw Lebensdauer auszeichnen und sich daher unter Anderem besonders für Dacheindeckungen und Wandverkleidungen von Bauwerken eignen.
Die sich In freier und damit kohlendioxidhaltiger Atmosphäre an der Oberfläche von T ! tanz ! nkbiechen bildende Schutzschicht aus Zinkoxid und basischem Zinkkarbonat ist nicht nur sehr dicht und festhaftend, sondern besitzt bel eventuellen Verletzungen auch eine selbstheilende Eigenschaft, so dass sie insgesamt einen zuverlässigen und ausgezeichneten Langzeitschutz gegen Witterungseinflüsse gewährleistet, zumal auch ihre natürliche Abtragung sehr gering ist.
Hinsichtlich der Verwendung als Dacheindeckung oder Wandverkleidung ist auch der Umstand vorteilhaft, sich das ursprünglich sllbng-blanke Äussere des Titanzinks durch diese Schutzschichtbildung In eine matte, graublaue Patina ändert.
Da die natürliche Schutzschichtbildung bel normalen atmosphänschen Verhältnissen eine längere Zelt
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h. mdustriei ! vorzubehande ! n.eine Vorbewitterung zur raschen Bildung der Schutzschicht führt. Diese Massnahme trägt In den meisten Fällen dem Umstand Rechnung, dass bei neuen T) tanzinkb ! echen eme besondere Nässeeinwirkung zu einer gegebenenfalls örtlich begrenzten Ausbildung von Zinkhydroxid führen kann, was durch eine weissliche Verfärbung der Oberfläche erkennbar ist.
Diese auch als "Weissrost" bezeichneten Erscheinungen sind ein lockeres ponges Korrosionsprodukt und können zwar mechanisch durch Bürsten und nachfolgendes Abwaschen entfernt werden, jedoch ist dies nur an solchen Stellen möglich die zugänglich sind und erfordert einen entsprechenden Aufwand an Arbeitszeit und Kosten. Eine Beschädigung des Titanzinkble- ches entsteht durch den sog. Weissrost Im allgemeinen nicht
Nicht beständig oder zumindest nicht hinreichend beständig ist die natürlich gebildete Schutzschicht von Titanzinkblechen gegenüber aggressiven Wässern, wie sie aus der Verschmutzung der Atmosphäre
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Insbesondere belLuftfeuchtigkeit, z.
B. 70% und mehr muss die Oberfläche von Titanzinkblechen mit einer Beschichtung bzw. einem Farbauftrag versehen und auf diese Weise besonders geschützt werden. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich auch bel Belastung durch Niederschlagswasser von regelwidrig ungeschützten bituminösen Dachflächen oder bitumenhaltigen Polymerbahnen. (Falls evtl. solche Dacheindeckungen in der Nachbarschaft vorhanden sind.)
An Ihrer die Dachinenseite bildenden Unterseite ist bei Dacheindeckungen bildenden Titanzinkblechen die Ausbildung einer natürlichen Schutzschicht nicht hinreichend möglich, da in diesem Bereich keine ausreichende Luftbewegung und somit auch kein ausreichender Luftaustausch gegeben ist und daher das für die Bildung von Zinkkarbonat erforderliche Angebot an Kohlendioxid in der Luft fehlt.
Die Schutzwirkung einer natürlichen Schutzschicht von Titanzrnkbtechen. sofern sie sich überhaupt ausbilden kann, reicht daher auch nicht aus um Schädigungen der bezüglich der Dacheindeckung innenliegenden Oberfläche durch die Bau-und Nutzfeuchte, Insbesondere durch Kondenswasser, durch Alkalien aus Mörtel oder frischem Beton, durch aggressive Holzschutz-oder Imprägniermittel u. s. w. zu verhindern.
Um diese auf das Vorhandensein von Feuchtigkeit und/oder den Niederschlag von Sekundärtauwasser zurückzuführende Tauwasserkorrosion bzw. sonstige aus solchen Einflüssen resultierenden Schädigungen der die Dachinnenseite bildende Unterseite von Titanzinkblechen zu vermeiden oder auszuschliessen ist es bisher üblich, die Dacheindeckung durch konstruktive Massnahmen bauseitig gegen die schädigende Wirkung, vor allem die Dauerwirkung von Bau-und Nutzfeuchte, zu schützen. Eine der gebräuchlichsten Massnahmen besteht dabei in einer zweischaligen, hinterlüfteten Ausbildung der Dachkonstruktion. Einzelne Ausführungsformen solcher hinterlüfteter Dachkonstruktionen sehen z.
B. vor, dass die unterseitige Abdek-
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Abstandes der Schalbretter durch Hinterlüftung wiederum getrocknet wird. Dabei ist auch schon vorgeschlagen worden, anstelle einer Schalung aus ungehobelten Schalbrettern eine Schalung aus Sperrholzplatten zu
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verwenden, wobei die Sperrholzplatten ebenfalls mit gegenseitigem Abstand angeordnet und hinterlüftet sind.
Eine solche hinterlüftete Ausbildung der Dachkonstruktion Ist unabhängig von ihrer Einzelausgestaltung zum einen mit einem erheblichen Herstellungsaufwand behaftet und zum anderen nicht bel allen Dachdeckungen verwendbar, insbesondere bel Stehfalzdachdeckung ist eine solche Dachkonstruktion nur mit extrem hohen Aufwand und selbst dann auch nur bedingt einsetzbar.
Als bauseitige Massnahme zum Schutz der die Dachinnenseite bildenden Unterseite der Titanzinkbleche gegen Tauwasserniederschlag und Einwirkung, d. h. Tauwasserkorrosion Ist auch schon die Anordnung einer Abdeckung in Form einer Bttumendachbahn vorgeschlagen worden.
Insgesamt bestehen alle bisher bekannten Massnahmen zum Schutz der die Dachinnenseite bildenden
Unterseite von Titanzinkblechen gegen Schädigungen durch die Bau-und Nutzfeuchte, insbesondere Feuchtigkeit oder Sekundärwasserniederschlag in bauphysikalischen bzw. konstruktiven Massnahmen, die, wie auch Immer sie im Einzelnen gestaltet sein mögen, mit dem gemeinsamen der Nachteil eines besonders hohen technischen und wirtschaftlichen Aufwandes behaftet sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ausgehend von dem vorstehend umrissenen Stand der Technik, eine Gestaltung einer Dacheindeckung aus Titanzinkblech aufzuzeigen, die einerseits den Nachteil des Erfordernisses einer besonders aufwendigen bauseitigen Dachkonstruktion vermeidet und andererseits bel genngstmöglichem technischen und wirtschaftlichem Aufwand einen dauerhaften Schutz der die Dachinneseite bildenden Unterseite von Titanzinkblechen gegen Schädigungen durch Feuchtigkeit und Kondenswasserniederschlag gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Titanzinkbleche der Dacheindeckung an ihrer die Dachinnenseite bildenden Unterseite mit einer aufgebrachten Schutzschicht versehen sind.
Neben der Vermeidung des bisher erforderlichen und erheblichen wirtschaftlichen Aufwandes für eine bauseitige Anordnung oder Gestaltung einer Schutzabdeckung der Dacheindeckung gegen Bau-oder Nutzfeuchte sowie Kondenswasserniederschlag zeichnet sich die erfindungsgemässe Gestaltung vor allem auch dadurch aus, dass sie bei einheitlicher Ausführungsform für alle in der Praxis vorkommenden Verlegungsarten der Blechbahnen einer Dacheindeckung gleichermassen gut geeignet ist.
Die unterseitig Beschichtung der Titanzinkbleche ist dabei unabhängig vom Vorhandensein einer Beschichtung ihrer die Dachaussenfläche bildenden Oberseite vorgesehen und zeichnet sich einer solchen gegenüber durch eine geringere, vor allem eine extrem gennge Schichtdicke, Im Bereich von etwa 1 bis 6 my, aus. Vorzugsweise beträgt die Schichtdicke der unterseitigen Beschichtung der Titanzinkbleche 5 u..
Insbesondere sieht die Erfindung die Verwendung eines Epoxyt-Harzlackes oder andere als Schutzbeschichtung und dessen Aufbnngung im Wege des Coil Coating (Band beschichtung) Verfahrens vor, was den Vorteil bietet, dass die Oberfläche des Titanzinkbleches zudem noch eine exzellente Gleitfähigkeit erhält, so dass auch die mechanischen Beanspruchungen der die Dacheindeckung bildenden Blechbahnen und ihrer Halterung bzw. Verbindung durch gegenseitige Relativbewegungen infolge der Wärmeausdehung erheblich herabgesetzt werden.
In einer besonderen Ausführungsform kann schliesslich noch vorgesehen sein, dass das Titanzinkblech vor dem Aufbringen der Beschichtung aus einem Epoxy-Lack mit einer natürlichen Schutzschicht Im Wege einer Vorbewitterung versehen worden ist. Diese Massnahme gewährleistet eine wesentliche Verbesserung der Schutzwirkung der zusätzlichen Lackbeschichtung selbst geringster Schichtdicke Patentansprüche 1.
Dacheindeckung aus nebeneinanderliegend angeordneten Bahnen aus Titanzinkblech, wobei die einzel- nen Blechbahnen vermittels Trag- und Befestigungselementen nebeneinanderliegend und entlang Ihrer
Längsränder einander übergreifend auf einer Tragkonstruktion verlegt sind, dadurch gekennzeichnet. dass die Titanzmkbleche der Dacheindeckung an ihrer die Dachinnenseite bildenden Unterseite mit einer aufgebrachten Schutzschicht versehen sind.