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Die Erfindung betrifft eine Überspannungsschutzvornchtung mit einer ersten Elektrode und mit einer zweiten von der ersten Elektrode beabstandeten Elektrode und einer magnetischen Einrichtung, um einen Lichtbogen zwischen der ersten und der zweiten Elektrode zu verlängern bis er erlischt.
Im Stand der Technik sind Überspannungsschutzvorrichtungen bekannt, welche aus einer Funkenstrekke bestehen. Diese kann sowohl als Luftfunkenstrecke als auch als Gasentladungsfunkenstrecke ausgeführt sein Erfolgt die Entladung einer Überspannung über eine derartige Funkenstrecke, wird die Überspannung im Netz sehr stark auf den Restspannung genannten Wert reduziert. Die Funkenstrecke ist aber nicht in der Lage, den durch die normale Netzspannung getriebenen Strom über die Funkenstrecke, d. h. den Lichtbo-
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entweder mittels einer in der Anlage vorgeschalteten Sicherung, wodurch die Stromversorgung unterbrochen wird, oder mit Hilfe eines in Serie zur Funkenstrecke angeordneten Varistors, wodurch die Wirksam- keit, also die Reduktion der Überspannung, verschlechtert wird Die Folge ist eine höhere Restspannung.
Im Stand der Technik sind, beispielsweise aus der DE-A-32 28 471. Überspannungsschutzvornchtungen bekannt, welche aus einer Funkenstrecke, z. B. einer Luftfunkenstrecke, in Verbindung mit einem Varistor bestehen. Weiters sind Funkenstrecken bekannt. beispielsweise aus der AT-PS 385 862, die zwischen zwei Elektroden eine Isolationsschicht aufweisen, die aus einem Material besteht, das bel Erhitzung durch den Überschiagshchtbogen ein den Lichtbogen ausblasende bzw löschendes und kühlendes Gas abgibt.
Aus der US-A 4 486 805 ist ein Blitzschutz bekannt, bei dem ein Lichtbogen zwischen zwei Elektroden von einem Magneten soweit verlängert wird, bis er erlischt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Überspannungsschutzvorrichtung anzugeben, welche über die Vorteile der Funkenstrecke verfügt und den Lichtbogen bzw Folgestrom zuverlässig löscht
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine erste Elektrode ortsfest und eine zweite Elektrode beweglich ist. und dass ein elektromechanisches Betätigungsglied in Serie zur ortsfesten und beweglichen Elektrode angeschlossen ist. das die bewegliche Elektrode im Falle des Zündens eines Lichtbogens zwischen den Elektroden von der ortsfesten Elektrode wegbewegt.
Tritt bei der erfindungsgemässen Überspannungsschutzvorrichtung eine Überspannung auf, die hoch genug ist, um den Abstand zwischen den beiden Elektroden durch einen Lichtbogen zu überwinden, dann fliesst durch das elektromechanische Ausiöseghed ein Strom, wodurch die bewegliche Elektrode von der ortsfesten Elektrode wegbewegt wird. Die die bewegliche Elektrode von der ortsfesten Elektrode wegbewegende. vom elektromechanischen Auslöseghed aufgebrachte Kraft bewegt die bewegliche Elektrode von der ortsfesten Elektrode, solange der Lichtbogen brennt. immer weiter weg, bis dieser schliesslich erlischt. Auf diese Weise ist zuverlässig gewährleistet, dass der Lichtbogen in jedem Fall innerhalb kürzester Zeit zum Erlöschen gebracht wird.
Wenn gemäss einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen ist, dass das elektromechanische Auslösegiied eine in Serie zu den Elektroden geschaltete Spule mit einem Anker ist. dann ergibt sich der Vorteil, dass ein im Leltungsschutzschalterbau üblicher Magnetauslöser verwendet werden kann.
Wenn gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen ist, dass die bewegliche Elektrode elastisch, beispielsweise mittels einer Feder, in Richtung zur ortsfesten Elektrode gedrückt wird, dann ist die Überspannungsschutzvorrichtung nach jeder Auslösung sofort wieder einsatzbereit. Dabei hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass der Lichtbogen nach seinem Erlöschen nicht mehr durch Netzfolgespannungen gezündet wird, nachdem die bewegliche Elektrode wieder ihre der ortsfesten Elektrode benachbarte Stellung eingenommen hat.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein. dass zwischen der ortsfesten und der beweglichen Elektrode ein Abstandhalter angeordnet ist. Auf diese Weise ist der Abstand zwischen der beweglichen und der ortsfesten Elektrode, der dafür bestimmend ist. bei weicher Spannung die erfindunggemässe Überspannungsschutzvorrichtung auslöst, besonders einfach und sicher einstellbar.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
In der Zeichnung ist schematisch eine erfindungsgemässe Überspannungsschutzvorrichtung dargestellt. die in einem beliebigen und daher nicht dargestellten Gehäuse aufgenommen ist. Die Überspannungschutzvornchtung weist zwei Anschlussklemmen 1 und 2 auf. Zwischen den Klemmen 1 und 2 sind ein elektromechanisches Auslöseglied, beispielsweise ein Magnetauslöser 3, sowie eine bewegliche Elektrode 4 und eine ortsfeste Elektrode 5 in Serie geschaltet. Die ortsfeste Elektrode 5 kann beispielsweise über einen elektrisch leitenden Bügel 6 mit der Klemme 2 verbunden sein. Die bewegliche Elektrode 4 ist auf einem um ein ortsfestes Lager 7 schwenkbar gelagerten Arm 8 befestigt und weist von der ortsfesten Elektrode 5 einen Abstand L auf.
Der Abstand L kann durch eine nicht leitende Hülse 9 eingestellt werden, die vorzugsweise mit der ortsfesten Elektrode 5 fest verbunden und zwischen dem freien Ende 10 des
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Armes 8 und der ortsfesten Elektrode 5 angeordnet 1St. Die Hülse 9 ist dabei so angeordnet, dass sie die Elektroden 4 und 5 umschliesst. Das elektromechanische Auslöseglied 3, Im dargestellten Beispiel ein üblicher Magnetauslöser, weist eine Spule 11 auf, die einerseits über eine elektrische Leitung 12 und über den Arm 8 mit der beweglichen Elektrode 4 und anderseits über eine elektrische Leitung 13 mit der Anschlussklemme 1 verbunden ist.
Die Spule 11 ist Im dargestellten Ausführungsbeispiel um eine Hülse 14 gewickelt. Innerhalb der der Anker 15 beweglich aufgenommen ist. Die Hülse 14 mit der Spule 11 ist In einem Joch 16 ortsfest gelagert.
Der Anker 15 ist mit dem freien Ende 10 des Armes 8, an dem die bewegliche Elektrode 4 angeordnet 1St, über ein Zugelement 17 verbunden, das beispielsweise ein dünnes Seil oder ein Stab sein kann.
Zwischen dem der beweglichen Elektrode 4 zugewandten Schenkel 18 des Joches 16 und dem freien Ende 10 des Armes 8 ist eine Druckfeder 19 angeordnet, die sich, wie In der Zeichnung dargestellt, an der Auflage 20 am Schenkel 18 des Joches 16 abstützt. Durch die Druckfeder 19 wird sowohl die bewegliche Elektrode 4 als auch der Anker 15 immer wieder In die Ausgangsstellung zurück bewegt, nachdem die erfindungsgemässe Überspannungsschutzvornchtung durch eine Überspannung ausgelöst wurde. Die Druckfeder 19 drückt dabei das freie Ende 10 des Armes 8 gegen die Hülse 9, so dass ein immer gleichbleibender Abstand zwischen der beweglichen Elektrode 4 und der ortsfesten Elektrode 5 gewährleistet ist.
Da nach wiederholter Auslösung der erfindungsgemässen Überspannungsschutzvornchtung ein Abbrennen der Elektroden 4, 5 erfolgen kann, wodurch sich der Abstand L zwischen den Elektroden 4,5 vergrössert, und in der Folge die Auslösespannung steigt, was sich auf nachgeschaltete elektrische Einnchtungen nachteilig auswirken kann, kann gemäss einer In der Abbildung nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass ein Zählwerk vorgesehen ist Dieses Zählwerk kann beispielsweise durch einen Stift 21 betätigt werden, der mit dem Anker 15 verbunden 1St. Das Zählwerk kann gemäss einer Ausführungsfsorm der Erfindung mit einer gut sichtbaren Anzelgevornchtung verbunden sein,
welche ein Überschreiten einer vorgegebenen Auslöseanzahl anzeigt Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann dabei alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein. dass über das Zählwerk eine Sperrvornchtung betätigt wird, welche nach Überschreiten einer bestimmten Auslöseanzahl beispielsweise den Anker 15 In seiner Auslösestellung (im dargestellten Ausführungsbeispiel In der Stellung, In der sich die bewegliche Elektrode in der von der ortsfesten Elektrode 5 entfernten Stellung, In der ein Zünden eines
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dauerhaft unterbrochen und die Überspannungsschutzelnnchtung ausser Betrieb gesetzt ist.
Zusammenfassend kann die Erfindung beispielsweise wie folgt dargestellt werden :
Die Überspannungsschutzvornchtung weist eine ortsfeste Elektrode 5 und eine von der ortsfesten Elektrode 5 durch eine nicht leitende Hülse 9 beabstandete bewegliche Elektrode 4 auf In Sene zur ortsfesten und beweglichen Elektrode 4, 5 ist ein Magnetauslöser 3 vorgesehen, der die bewegliche Elektrode 4 Im Falle des Zündens eines Lichtbogens zwischen den Elektroden 4, 5 von der ortsfesten Elektrode 5 bewegt. Die bewegliche Elektrode 4 wird von einer Feder 19 gegen die Hülse 9 und die ortsfeste Elektrode 5 gedrückt.