AT402143B - Sessel - Google Patents

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AT402143B
AT402143B AT800194A AT800194A AT402143B AT 402143 B AT402143 B AT 402143B AT 800194 A AT800194 A AT 800194A AT 800194 A AT800194 A AT 800194A AT 402143 B AT402143 B AT 402143B
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Weiss Friederike
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Description

AT 402 143 B
Die Erfindung betrifft einen Sessel für eine gerade Sitehaltung des Benutzers mit verschränkten Beinen (Türkensitz), mit einer sich nach vorne hin verbreiternden, zu beiden Seiten hochgezogenen und an die sich durch die verschränkten Beine des Benutzers ergebende Körperumrißform angepaßten Sitzfläche.
Ein Sessel dieser Art ist bereits aus der US-A-4 673 216 bekannt. Dieser bekannte Sessel bietet zwar durch seine seitlich etwas hochgezogene Sitzfläche eine gewisse seitliche Abstützung der Oberschenkel des Benutzers und durch die an die Körperumrißform angepaßte Sitzfläche eine einigermaßen gute Voraussetzung für das Sitzen mit verschränkten Beinen. Nachteilig bei diesem Sessel ist jedoch, daß keine Vorkehrungen getroffen sind, die automatisch für die Einnahme und Aufrechterhaltung einer wirklich geraden Sitzhaltung sorgen. Sobald der Benutzer Ermüdungserscheinungen zeigt, kann sein Körper in sich zusammensinken und außerdem im Sessel nach vorne rutschen. Die Einnahme und Aufrechterhaltung einer wirklich geraden Sitzhaltung ist bei dem bekannten Sessel somit nur Personen möglich, die an ein solches aufrechtes Sitzen mit verschränkten Beinen bereits gewöhnt sind.
Eine ähnliche Sitzgelegenheit, für die die gleichen Nachteile gelten, ist auch aus der US-A-3 890 004 (siehe insbesondere Fig. 1 und 6) bekannt. Hier handelt es sich jedoch nicht um einen Sessel, sondern um eine Art Polstersitz mit Rückenlehne.
Aufgabe der Erfindung ist, die Nachteile des bekannten Standes der Technik zu beheben und einen Sessel zu schaffen, der eine völlig selbstverständliche gerade Sitzhaltung ermöglicht und wirksam unterstützt und dabei die fernöstliche Sitzkultur (Meditationshaltung) mit der westlichen Sitzkultur in harmonischer Art und Weise verbindet.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Sessel der eingangs genannten Art vor, der erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß im hinteren Bereich der gegebenenfalls auch vorne hochgezogenen Sitzfläche eine mittige, eine Verlängerung des Steißbeines des Benutzers bildende Erhöhung vorgesehen ist, daß die Rückenlehnfläche eine etwa im Bereich des vierten und fünften Lendenwirbels des Benutzers liegende Ausbuchtung aufweist, und daß gegebenenfalls die Sitzfläche im Bereich der beiden Gesäßhälften des Benutzers Einbuchtungen aufweist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Sessels ergibt sich ganz automatisch eine völlig gerade Sitzhaltung, bei der alle an der Wirbelsäule befindlichen Energiezentren und der Bauchbereich "frei" sind, wobei diese gerade Sitzhaltung insbesondere durch die "eine Verlängerung des Steißbeines bildende" mittige Erhöhung der Sitzfläche in deren hinterem Bereich zustandekommt und wirkungsvoll unterstützt wird. Durch die Ausbuchtung der Rückenlehnfläche im Bereich des vierten und fünften Lendenwirbels wird zudem das Rückgrat automatisch geradegerichtet und stimuliert. Mit den gegebenenfalls im Bereich der beiden Gesäßhälften vorgesehenen Einbuchtungen sowie der gegebenenfalls vorne hochgezogenen Sitzfläche kann einem Nachvornerutschen des Körpers im Sessel wirksam vorgebeugt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die oberen Randbereiche der hochgezogenen Seitenteile der Sitzfläche nach außen gezogen sein und Arm lehnflächen bilden.
Dabei kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Höhe der hochgezogenen Seitenteile der Sitzfläche zur Rückenlehnfläche hin zunehmen. Damit ergeben sich nach vorne abfallende Armlehnen, die für eine Entspannung der Armmuskulatur sorgen.
Ferner kann, um eine optimale Abstützung der Oberschenkel des Benutzers zu erreichen, die Sitzfläche im Bereich der Oberschenkel eine Erhebung aufweisen. Diese Ausbildung ist insbesondere für Menschen gedacht, die Probleme haben, ihre Beine in die verschränkte Lage zu bringen.
Schließlich ist es zweckmäßig, wenn die Sitzfläche mit ihren hochgezogenen Seitenteilen und die Rückenlehnfläche schalensitzartig ineinander übergehen. Eine derartige "Sitzschalenform" ist insbesondere im Hinblick auf eine kostengünstige Herstellung aus Kunststoff von Vorteil.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 schematisch einen erfindungsgemäßen Sessel in Vorderansicht, Fig. 2 den Sessel nach Fig. 1 in Draufsicht, Fig. 3 in größerem Maßstab den Verlauf der Sitz- und Rückenlehnfläche entlang der Schnittlinie lll-lll in Fig. 1, Fig. 4 in größerem Maßstab den Verlauf der Site- und Rückenlehnfläche entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 1, und Fig. 5 in größerem Maßstab den Verlauf der Sitzfläche entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 2.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Sessel, der aus jedem beliebigen Material bestehen kann, weist im Hinblick auf seine Bestimmung, nämlich eine gerade Sitzhaltung des Benutzers mit verschränkten Beinen zu ermöglichen, eine Sitzfläche 1 auf, die sich von der Rückenlehnfläche 2 aus nach vorne hin verbreitert und an die sich durch die verschränkten Beine ergebende Körperumrißform angepaßt ist. Seitlich (bei 3,3') ist die Sitzfläche 1 hochgezogen, um eine seitliche Abstützung der Oberschenkel des Benutzers zu schaffen. Gegebenenfalls kann die Sitzfläche 1 auch vorne etwas hochgezogen sein, um ein Nachvornerutschen des Körpers im Sessel zu verhindern. 2

Claims (5)

  1. AT 402 143 B In ihrem hinteren Bereich weist die Sitzfläche 1 eine mittige Erhöhung 4 (die insbesondere aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich und in Fig. 2 in strichlierter Linie angedeutet ist) auf, die das Steißbein des Benutzers unterstützt und somit eine Art Verlängerung des Steißbeines oder, anders gesagt, eine Art künstlichen Wirbelfortsatz, bildet, der zu der angestrebten völlig geraden Sitzhaltung entscheidend beiträgt. Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung stellt eine in der Rückenlehnfläche 2 im Bereich des vierten und fünften Lendenwirbels des Benutzers liegende Ausbuchtung 5 dar (siehe Fig. 3, in Fig. 1 in strichlierter Linie angedeutet), durch die das Rückgrat des Benutzers automatisch geradegerichtet und stimuliert wird. Um den Körper des Benutzers des Sessels in der richtigen Position in Anlage an der Erhöhung 4 der Sitzfläche 1 und der Ausbuchtung 5 der Rückenlehnfläche 2 zu halten und einem Nachvornerutschen vorzubeugen, sind, wie in Fig. 4 dargestellt und in Fig. 2 mit strichlierten Linien angedeutet, in der Sitzfläche 1 im Bereich der Gesäßhälften des Benutzers Einbuchtungen 6,6' vorgesehen. Diese Einbuchtungen 6,6' sind nicht unbedingt erforderlich, stellen aber eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung dar. Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, sind die oberen Randbereiche der hochgezogenen Seitenteile 3,3’ der Sitzfläche 1 nach außen gezogen, sodaß Armlehnflächen 7,7' gebildet werden. Da die Höhe der hochgezogenen Seitenteile 3,3' zur Rückenlehnfläche 2 hin stetig zunimmt, fallen die Armlehnflächen 7 nach vorne ab und sorgen damit für eine bequeme Armabstützung bei völlig entspannter Armmuskulatur. Bei dem dargestellten erfindungsgemäßen Sessel gehen die Sitzfläche 1 mit ihren hochgezogenen Seitenteilen 3,3' und die Rückenlehnfläche 2 schalensitzartig ineinander über, was dem Benutzer ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Im übrigen ist eine derartige Schalensitzform, wie bereits erwähnt, im Hinblick auf eine kostengünstige Herstellung des Sessels aus Kunststoff von Vorteil. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel fällt, wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht, die Sitzfläche 1 von hinten nach vorne durchgehend etwas ab. Eine solche Ausbildung ist eher für Menschen gedacht, für die das Sitzen mit verschränkten Beinen keinerlei Problem darstellt. Für Menschen, für die es z.B. aufgrund von Knie- oder Hüftproblemen schwierig ist, ihre Beine in die verschränkte Lage zu bringen und in dieser zu halten, kann die Sitzfläche 1 im Bereich der Oberschenkel eine mehr oder weniger starke (nicht gezeigte) Erhebung aufweisen, um eine optimale Abstützung der Oberschenkel zu erreichen und eine gute Durchblutung der Beine zu gewährleisten. Die durch den erfindungsgemäßen Sessel erzielte Sitzhaltung ermöglicht eine Zentrierung von Körper, Seele und Geist und stimuliert den gesamten Körper durch Anregung der unteren Energiezentren (1. und 2. Chakra). Die Benutzung des erfindungsgemäßen Sessels über längere Zeiträume führt zu einer Verbesserung des gesamten Stützapparates, zu einer Stimulierung der Verdauungstätigkeit und zu einer allgemeinen Verbesserung des Magen-Darm-Traktes. Es bieten sich auch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im psychotherapeutischen Bereich und für allgemein bewußtseinserweiternde Methoden, wie etwa Autogenes Training, NLP, Managerseminare usw. Da die mit dem erfindungsgemäßen Sessel erzielte Sitzposition der natürlichen Haltung vieler Kinder entspricht, könnte sie eine Möglichkeit für konzentrierteres und integrierteres Lernen bieten und frühkindliche Veränderungen an der Wirbelsäule durch falsches Sitzen in der Schule verhindern. Auch bei "sitzenden Berufen" wäre die Anwendung von Bedeutung: weniger Arbeitsausfall durch Erkrankungen des Bewegungsapparates, bessere Entscheidungsfindung durch zentriertere Haltung, inspi-rierteres, kreativeres und ganzheitliches Denken. In der Freizeit ergibt sich ein verbesserter Erholungseffekt durch "leichtere" Entspannung bei Freizeitaktivitäten, wie Musik hören, Lesen, Schreiben und echter Kommunikation. Auch das Essen in gesunder Sitzhaltung stellt für den ganzen Organismus eine Erholung dar. Insgesamt ist der Sessel für Menschen gedacht, die in allen Lebensbereichen aus einer Zentriertheit handeln und leben wollen, wodurch sich der vielfältige Anwendungsbereich ergibt. Patentansprüche 1. Sessel für eine gerade Sitzhaltung des Benutzers mit verschränkten Beinen (Türkensitz) mit einer sich nach vorne hin verbreiternden, zu beiden Seiten hochgezogenen und an die sich durch die verschränkten Beine des Benutzers ergebende Körperumrißform angepaßten Sitzfläche, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Bereich der gegebenenfalls auch vorne hochgezogenen Sitzfläche (1) eine mittige, eine Verlängerung des Steißbeines des Benutzers bildende Erhöhung (4) vorgesehen ist, daß die Rückenlehnfläche (2) eine etwa im Bereich des vierten und fünften Lendenwirbels des Benutzers liegende Ausbuchtung (5) aufweist, und daß gegebenenfalls die Sitzfläche (1) im Bereich der beiden Gesäßhälften des Benutzers Einbuchtungen (6,6’) aufweist. 3 AT 402 143 B
  2. 2. Sessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Randbereiche der hochgezogenen Seitenteile (3,3') der Sitzfläche (1) nach außen gezogen sind und Armlehnflächen (7,7') bilden.
  3. 3. Sessel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der hochgezogenen Seitenteile (3,3') der Sitzfläche (1) zur Rückenlehnfläche (2) hin zunimmt.
  4. 4. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzfläche (1) eine Erhebung im Bereich der Oberschenkel des Benutzers aufweist.
  5. 5. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzfläche (1) mit ihren hochgezogenen Seitenteilen (3,3’) und die Rückenlehnfläche (2) schalensitzartig ineinander übergehen. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
AT800194A 1994-08-24 1994-08-24 Sessel AT402143B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3890004A (en) * 1974-01-16 1975-06-17 Larry E Rail Body support
US4673216A (en) * 1984-08-06 1987-06-16 Alfer Jaroslaw G Basic lotus posture comfort seat

Patent Citations (2)

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