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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Sortieren von Abfällen aus verschiedenen Materialien, bei der im Bereich eines im Querschnitt V-förmigen Förderweges für vereinzelte Stücke mindestens zwei Abwurfbereiche für nach bestimmten Kriterien aussortierte Stücke vorgesehen sind, denen je eine Aufnahme für die aussortierten Stücke zugeordnet ist, wobei in jedem Abwurfbereich unterhalb des Förderweges mindestens je eine von einer stromauf im Bereich des Förderweges angeordneten Sensoreinrichtung zur Erkennung der verschiedenen Materialien und gegebenenfalls Farben gesteuerte Blasdüsenan- ordnung angeordnet ist.
Bei solchen bekannten derartigen Einrichtungen ist in jedem Abwurfbereich meist nur eine Ausblasdüse mit relaitv grossem Ausströmquerschnitt vorgesehen, die allein ausreicht um die grössten anfallenden Stücke ausblasen zu können.
Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil eines entsprechend grossen Verbrauches an Druckluft. Ausserdem werden durch solche Düsen die aussortierten Stücke sehr rasch beschleunigt und, wenn es sich um kleinere Stücke handelt, sehr weit weggetrieben, bzw. es müssen entsprechend aufwendige Ableiteinrichtungen vorgesehen werden.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich durch einen einfachen Aufbau und einen geringen Luftbedarf auszeichnet.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, dass jede Blasdüsenanordnung mindestens ein Paar von länglichen oder ovalen Düsen aufweist, wobei die längeren Achsen der Ausströmquerschnitte im wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist es möglich mit einem, verglichen mit den herkömmlichen Einrichtungen, kleineren Ausströmquerschnitt pro Abwufbereich das Auslangen zu finden. Ausserdem ergibt sich durch die vorgeschlagenen Massnahmen auch der Vorteil, dass z. B. Flaschen mit ovalem Querschnitt, die bei Ausblasdüsen mit rundem Aussströmquerschnitt erhebliche Probleme beim Auswerfen verursachen, da es oft nur zu einem Drehen der Flasche um deren Hochachse, nicht aber zu einem Auswerfen der Flasche kommt, sehr sicher ausgeworfen werden können.
In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die längere Achse des Ausströmquerschnittes einer Düse eines Düsenpaares im wesentlichen in Richtung des Förderweges verläuft, wobei die Ebene der Ausblasöffnung der im wesentlichen senkrecht zum Förderweg angeordneten Düse im wesentlichen senkrecht zum schräg nach oben ragenden auswurfseitigen Rand des Förderweges angeordnet ist.
Auf diese Weise wird unabhängig von der Form des auszuwerfenden Gegenstandes ein sicheres Auswerfen desselben sichergestellt. Dabei wird durch den aus der in Richtung des Förderweges verlaufenden Düse austretendenden Luftstrahl der auszuwerfende Gegenstand angehoben und durch den Luftstrahl der zugehörigen zweiten Düse des Düsenpaares über den auswurfseitigen Rand des Förderweges bewegt, wobei der Ausströmquerschnitt der zweiten Düse mit dessen längeren Achse mit seinen senkrecht zur längeren Achse des Ausströmquerschnittes der ersten Düse verläuft. Dabei liegen die auszuwerfenden Gegenstände mit ihren Längsachsen in der Regel in Förderrichtung.
Wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung pro Auswurfbereich mindestens je zwei Paare von Blasdüsen vorgesehen sind und die Sensoreinrichtung überdies die Grösse der einzelnen Stücke erkennt und die Paare der Blasdüsen in jedem Abwurfbereich getrennt ansteuerbar sind, so lassen sich sehr erhebliche Einsparungen an Druckluft erzielen. So ist es durch die vorgeschlagenen Massnahmen möglich, kleinere Gegenstände durch Aktivierung lediglich eines Paares von Blasdüsen auszuwerfen und lediglich bei grösseren Gegenständen zwei oder mehr Paare von Blasdüsen zu aktivieren. Dadurch kann der Verbrauch an Druckluft wesentlich reduziert werden.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen :
Fig. 1 schematisch eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Einrichtung,
Fig. 2 schematisch Details der Scheibe,
Fig. 3 und 4 schematisch das Ausblasen verschiedener Gegenstände.
Die erfindungsgemässe Einrichtung nach der Fig. 1 weist einen durch eine antreibbare Scheibe 2 gebildeten Förderweg auf, dem eine Aufgaberutsche 1 zur Aufgabe von vereinzelten zu sortierenden
Stücken 7 zugeordnet ist, wie z. B. Flaschen, Dosen u. dgl. aus unterschiedlichsten Materialien.
Die Scheibe 2 weist einen im wesentlichen ebenen oder kalottenförmig nach oben gewölbten zentralen
Bereich 3 auf, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel von einem sich nach unten zu kegelförmig erweiternden Bereich 4 umgeben ist, der seinerseits von einem sich nach oben zu kegelförmig erweitern- den Rand 5 umgeben ist. Dadurch ergibt sich eine umlaufende Rinne, die zur Aufnahme der zu sortierenden Stücke 7 vorgesehen ist.
Die Aufgaberutsche 1 weist eine relativ geringe Neigung auf und ist tangential zur durch den Bereich 4 und den Rand 5 der Scheibe 2 gebildeten Rinne ausgerichtet, sodass die einzelnen Stücke 7 von der
Aufgaberutsche 1 In diese Rinne gleiten.
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Dabei werden die einzelnen Stücke 7 aufgrund der durch die Drehung der Scheibe 2 bedingten Fliehkraft an die Innenseite des Randes 5 gedrückt und ändern daher ihre Lage zur Scheibe 2 nicht.
In Drehrichtung der Scheibe 2 ist der Aufgaberutsche 1 eine Sensoreinrichtung 6 nachgeordnet. Diese Sensoreinrichtung ist mit Sensoren ausgerüstet, die meist das Reflexionsvermögen der einzelenen Stücke 7 für infrarotes Licht erfassen und aus diesen Messungen das jeweilige Material aus dem das sich vorbeibewegende Stück 7 hergestellt ist erfassen.
Weiters können, wenn bei den verschiedenen Materialien, insbesondere Kunststoffen, auch eine Sortierung nach Farben gewünscht wird, auch nach dem Auflichtverfahren mit sichtbarem Licht arbeitende Farbsensoren für im wesentlichen undurchsichtige Stücke 7 und nach dem Durchlichtverfahren arbeitende Farbsensoren für transparente Stücke 7 in der Sensoreinrichtung 6 vorgesehen sein.
Diese Sensoreinrichtung 6 steuert Abwurfeinrichtungen 8, die der Sensoreinrichtung 6 in Drehrichtung der Scheibe 2 nachgeordnet sind, wobei die Abwurfeinrichtungen 8 durch Paare von Ausblasdüsen 13, 14 gebildet sind, deren Ausblasöffnung länglich ausgebildet ist. Diese Ausblasdüsen 13,14 sind unterhalb der Scheibe 2 angeordnet, wobei sich die Längsachse des Ausströmquerschnittes der Düse 13 im wesentlichen in Förderrichtung erstreckt und daher tangential oder der Krümmung des Förderweges, der durch die Scheibe 2 bestimmt ist, folgt.
Die Längsachsen der Düsen 13,14 selbst verlaufen im wesentlichen parallel zum im Querschnitt gesehenen Rand 5 der Scheibe 2. Dabei ist der den zentralen Bereich 3 umgebende kegelförmige Bereich 4 mit einer grossen Zahl von Durchbrechungen versehen, oder ist aus einem Drahtgitter 9, Streckmetall 10 oder durch in geringen Abständen angeordnete Stäbe 11 gebildet. Dadurch sind entsprechend grosse Flächenanteile luftdurchlässig.
Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, sind in jedem einem Auffangbehäiter 12 zugeordneten Abwurfbereich 15 mehrere Abwurfeinrichtungen 8 angeordnet.
Je nach dem von der Sensoranordnung 6 erkannten Material des betreffenden Stückes 7 und und der Grösse dieses Stückes, gegebenenfalls auch dessen Farbe innerhalb des selben Materials, wird mindestens eine der Abwurfeinrichtungen 8 in einem einem Auffangbehälter 12 zugeordneten Abwurfbereich 15 aktiviert, sobald das betreffende Stück 7 in dessen Bereich gelangt ist, wobei die Aktivierung durch die Sensoreinrichtung 6 in Abhängigkeit von der Drehzahl der Scheibe 2 gesteuert wird. Bei der Aktivierung der Abwurfeinrichtungen wird auch die Grösse des jeweils auszuwerfenden Stückes 7, die von der Sensoreinrichtung 6 ebenfalls erfasst wird, berücksichtigt, wobei beim Auswerfen eines kleinen Stückes 7 nur eine Abwurfeinrichtung 8 aktiviert wird, wogegen bei grösseren Stücken 7 zwei oder auch mehr im selben Abwurfbereich 15 angeordnete Abwurfeinrichtungen 8 aktiviert werden.
Dabei werden stets beide Düsen 13, 14 einer Abwurfeinrichtung 8 gleichzeitig aktiviert und jedes in einem Abwurfbereich 15 angeordnete Düsenpaar 13,14 ist von der Sensoreinrichtung 6 separat ansteuerbar.
Es können eine relativ grosse Zahl von Abwurfbereichen 15 über den Umfang der Scheibe 2 verteilt angeordnet werden, wobei dies auch von der Grösse der auszusortierenden Stücke 7 abhängt. Den Abwurfeinrichtungen 8 sind bei der Ausführungsform nach der Fig. 1 Auffangbehälter 12 zugeordnet, doch können den Abwurfbereichen 15 auch Rutschen zugeordnet sein, die zu nicht dargestellten Fördereinrichtungen führen.
Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, können durch die Anordnung der Düsen 13,14, deren Ausströmöffnungen mit ihren jeweils längeren Achsen zueinander im wesentlichen senkrecht stehen, auch im Querschnitt ovale Stücke 7 leicht ausgeworfen werden, da diese im wesentlichen über die gesamte Länge der längeren Achse des Querschnittes dieser Stücke 7 vom Luftstrahl der Düse 14 beaufschlagt werden und es daher zu keinem Drehen des Stückes 7 um dessen räumliche Längsachse kommen kann, wie dies bei
Beaufschlagung durch die Düse 13 allein eintreten könnte. Andererseits wird durch die Düse 13 sichergestellt, dass das Stück 7 über einen ausreichend grossen Teil seiner Länge beaufschlagt wird, um sicher ausgeworfen werden zu können.
Fig. 4 zeigt das Abwerfen eines im Querschnitt relativ kleinen Stückes. Dabei wird durch den Luftstrahl der die Düse 13 das Stück 7 entsprechend angehoben, wobei durch den Luftstrahl der Düse 14 sichergestellt wird, dass dem Stück 14 auch ein radial nach aussen gerichteter Impuls erteilt wird, sodass es zu einem sicheren Auswerfen des Stückes 7 kommt.
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